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Dienstag, 30. November 2021

Monatscollage November 2021

Im November habe ich nochmals einiges an Herbsttagen und Herbststimmung genossen, bevor nun gegen Ende November der Winter klar Einzug gehalten hat. Den Garten habe ich bis in die letzten Tage noch ziemlich winterfertig gemacht. Ganz zum Anfang des Novembers habe ich euch noch seine strahlend bunte Seite gezeigt, jetzt sind die Farben draussen viel gedeckter geworden, manchmal scheint gar alles schwarz-weiss mit dem Schnee und ein paar dunklen Flecken.


Mein November 2021

Gebloggt

Die Zeit fürs Bloggen knipse ich mir meist irgendwann zwischen nachts um 11 und 2 Uhr morgens ab - und auch da blieb im November nicht viel Zeit übrig. Entstanden sind folgende Beiträge:

Oman Roadtrip: Wadi Shab - eine Berg-Oase zum erwandern über Stock und Stein
Oman Roadtrip: Wadi Tiwi - mit dem Allrad-Auto über enge Pfade in die Berge
Gib nie auf! - Hoffnungsvoll im November


Bewundert

Die Webkünste der Spinnen zeigen sich im Herbst nochmals so richtig, wenn die Nebeltröpfchen morgens in den Netzen hängenbleiben.


Philosophiert

Über Optimisten im Garten und im Leben habe ich HIER einen ganzen Beitrag geschrieben...


Dekoriert

Im November steht bei uns noch die Herbst-Deko, gerne auch aus Naturmaterialien und schon mit etwas warmem Licht. Die winterliche Weihnachtsdeko gibt es bei mir immer erst im Dezember oder zum ersten Advent.


Garten

Im November habe ich den Garten nun wie immer eher spät noch winterfest gemacht. Mehrmals habe ich das gefallene Laub zusammengeharkt und auf einen grossen Laubhaufen neben dem Kompost geschichtet. In der Vergangenheit haben hier Igel, Spitzmäuse und bestimmt noch einige andere Tiere überwintert. Auch die etwas lädierte und doch optimistisch austreibende Frühlingsblüher-Knolle (wahrscheinlich eine Hyazinthe?) hat eine Extraportion Laub als Schutz erhalten.


Essen

Ein feines Herbst-Menü wärmt Körper und Seele! Gut essen ist für mich immer etwas schönes auch wenn mir manchmal Zeit und Geduld fürs Kochen etwas fehlt... Die Kürbissuppe nach DIESEM Rezept ist eines meiner Highlights. Mit den Mengen bin ich da übrigens sehr flexibel, je nach Grösse des Kürbis, Lust und Laune.

 

Himmel

Wer wie ich schöne Morgen-Himmel und Sonnenaufgänge mag, darf nun dafür etwas später aufstehen... Dafür wird es momentan am Nachmittag so früh dunkel, dass es mich immer wieder "kalt erwischt".
Der stimmungsvolle Morgenhimmel auf dem Foto unten mit dem beinahe-Vollmond und dem Mittelland-Nebel in der Ferne war an dem Tag eine zusätzliche Belohnung fürs früh draussen sein.


Nebel

Im November sass ich oft unter der (Hoch-)Nebeldecke, was hier einfach nur graue, düstere Tage bedeutet. Wunderschön waren die Stunden über dem Nebel: eine ganz andere Welt an der strahlend hellen, wärmenden Sonne! Am spannendsten und für mich immer wieder extrem faszinierend war es auch diesen November wieder einmal direkt an der Nebelgrenze zu sein. Da hüpft mein Fotografenherz! 

Mehr dazu findet ihr nun im Post: Ein Tag an der Nebelgrenze.

 

Geschneit 

Zum Ende des Novembers hat es - eigentlich ganz "termingerecht" und vom Wetterbericht angekündigt aber für mich dennoch wie immer ein wenig überraschend - so richtig geschneit. Gegen zehn Zentimeter Schnee liegen hier mittlerweile. Was an Pflanzen vorher noch grün und aufrecht stand, vielleicht sogar noch blühte, wird danach niedergedrückt und braun sein. Der Winter ist endgültig da, der Sommer ist Vergangenheit, Kälte, Wind, Niederschläge und Dunkelheit lassen mich viel Zeit drinnen verbringen. 



Ich freue mich nun auf die kommende Weihnachtszeit, mache es mir im Haus kuschelig mit Katzen, Decken, wärmendem Feuer, Chaitee (HIER mein Rezept für den Chai-Sirup), Deko, kleinen Lichtern und Kerzen.

Gerne zeige ich meinen Beitrag bei: Galeria-Himmelsblick, DND Naturdonnerstag, close to the ground, Herbstglück, Freutag und die_birgitt - Monatscollage.

Liebe Grüsse
Miuh

Samstag, 28. Juli 2018

Mondfinsternis und Blutmond am 27.07.2018

Schon seit Monaten hatte ich für den Abend des 27. Juli gross "Mondfinsternis" in meine Agenda eingetragen, denn die Astronomie, spezielle Himmelspähnomene und Ereignisse faszinieren mich sehr. Zeitweise überlegte ich sogar, spontan einen Flug zu buchen, falls das Wetter hier nicht gut sein sollte, oder wenigstens mit dem Zug in die Südschweiz zu fahren, wäre eine Möglichkeit gewesen.
Gerne zeige ich die Mondfinsternis auch beim Sonntagsglück.


Zum Glück war das alles nicht nötig, denn das Wetter in der Region um Zürich war prächtig, klar und warm, wie mit wenigen Ausnahmen schon seit Wochen.
Sobald wir Abends nach Hause kamen, gingen wir auf die Suche nach dem perfekten Platz, um später den verdunkelten Mond zu beobachten und zu fotografieren.
Ein leicht erhöhtes, schon abgeerntetes Getreidefeld in der Nähe schien perfekt - hier wollten wir uns nachher auf den Stroh-Stopeln mit Decken und etwas zu knabbern gemütlich einrichten.


Gut vorbereitet war ich nicht, denn wie so oft gab es so viel Anderes zu erledigen und vor allem die Arbeit verbrauchte diese Woche viel Zeit und Energie. So ging es noch kurz in den Keller, das Stativ suchen, welches doch da irgendwo sein musste... und bei einem kurzen, gemütlichen Znacht im Garten probierte ich noch schnell die verschiedenen Einstellungen der Kamera (ja ja, ich weiss, die Technik sollte ich schon lange im Griff haben...)  und machte ein paar Probefotos.

Es würden meine ersten Nachtaufnahmen dieser Art werden. Indem ich bei den Mond-Fotos die wichtigsten technischen / EXIF Daten dazuschreibe, lasse ich euch gerne an meinen Experimenten etwas teilhaben. Fotografiert habe ich mit der geliebten Panasonic Lumix DMC-FZ1000 - Eine Kamera mit lichtstarkem und Zoom-freudigem Wechselobjektiv wäre natürlich besser gewesen...


Sobald wir aus der Richtung "unseres" Beobachtungsplatzes jede Menge Stimmen und Kindergeschrei hörten, wurde uns bewusst, dass wir wohl nicht alleine sein würden... und als ich den Mond noch hinter dem Horizont vermutete, hörte ich schon erste "schau der Mond!" - Rufe. Höchste Zeit, loszugehen!

Bereits auf einem kleinen Feldweg probierte ich einige Einstellungen mit verschiedenen Fokuspunkten. Die Dämmerung war noch recht hell, und der schon rötlich gefärbte Mond erst schwach zu sehen. Auf den Mond zu fokusieren erwies sich als recht schwierig und ich musste auf manuellen Fokus umstellen.

ISO 400 / Blende 4.0 / Belichtungszeit 8 Sec. / Zeit: 21.51 und 21.52

Alleine waren wir dann an unserem Beobachtungs-Ort wirklich nicht, aber es gab genügend Platz für alle und wir richteten uns mit den Decken gemütlich im Stoppelfeld ein... immer wieder musste ich ans Lied "Ein Bett im Kornfeld" denken :-)
Einige Beobachter  gaben auch prima "Bildgestaltungs - Elemente" ab (der Mann ist wirklich still gestanden, man bedenke, ich habe 8 Sekunden lang belichtet!) und auch der Flieger, welcher durchs Bild flog, war mir recht. Seht ihr den Mond schon?

ISO 400 / Blende 3.5 / Belichtungszeit 8 Sec. / Zeit: 22.05

In der dunkelblauen Dämmerung hob sich der rötliche, nun im Vollschatten der Erde stehende Mond schön ab. Sogar einige Sterne hatte ich mit auf dem Foto. Der gestern ebenfalls auffällige Mars ist jedoch hier noch nicht auf dem Bild.

ISO 400 / Blende 4.0 / Belichtungszeit 2.5 Sec / Zeit: 22.11

Mit der fortschreitenden Zeit schien die Nacht mittlerweile schwarz - und der Mond noch immer im Kernschatten orangefarben bis lachsrot... Die Maaximale Verfinsterung war für 22.21 Uhr angekündigt, als zwischen dem oberen und dem unteren Foto.

ISO 400 / Blende 4.0 / Belichtungszeit 3.2 Sec / Zeit: 22.37

Nun kam (für unsere Position) auch der hell leuchtende Mars hinter dem Busch hervor, er folgte dem Mond leicht versetzt auf seiner Laufbahn.

ISO 400 / Blende 4.0 / Belichtungszeit 2.0 Sec / Zeit: 22.42

Um 23.13 sollte die totale Mondfinsternis (Kernschatten) enden. Jetzt schon schien der Mond eher grau als rot und ich habe das Gefühl, links schon einen hellen Schimmer zu sehen...

ISO 400 / Blende 4.0 / Belichtungszeit 1.3 Sec / Zeit: 23.12

Nun ging es schnell! Zwischen dem oberen und dem unteren Foto liegen nur fünf Minuten, aber links kehrt deutlich das Licht zurück, welches den Mond normalerweise strahlend hell-weiss erscheinen lässt. Die Farbverläufe mit dem blauen Band fand ich ebenfalls sehr spannend. Unterdessen waren wir übrigens längst die einzigen auf dem Feld und es war da draussen auch schon deutlich kühler geworden.

ISO 400 / Blende 4.0 / Belichtungszeit 0.4 Sec / Zeit: 23.17


Interessant finde ich auch, wie verhältnismässig stark innerhalb der letzten vier Bilder die Belichtungszeit abgenommen hat. Kein Wunder, auch die Licht-Ecke wächst schnell... als würde man dem Mond innerhalb von einer Stunde bei der Entwicklung vom Leermond zum Vollmond zuschauen.

ISO 400 / Blende 4.0 / Belichtungszeit 0.5 Sec / Zeit: 23.24

Eine sehr kürzere Belichtungszeit lässt die rechte, verdunkelte Seite des Mondes fast ganz verschwinden, während dafür die Strukturen der linken Ecke wieder sichtbar werden...

ISO 400 / Blende 4.0 / Belichtungszeit 1/100 Sec / Zeit: 23.27

In der Zwischenzeit ist es recht kühl geworden... Zum Glück sind wir nicht weit von zu Hause entefernt! Ich laufe schnell heim, um wärmere Kleider und mehr Decken zu holen. Bevor ich losgehe, starte ich aber noch eine Langzeitaufnahme der Landschaft:

ISO 400 / Blende 4.0 / Belichtungszeit 40.0 Sec / Zeit: 23.30

Und nach der Rückkehr etwa eine halbe Stunde später, als der Mond schon wieder wesentlich mehr Leuchtkraft hat, entstehen einige zusätzliche Landschaftsaufnahmen mit unterschiedlichen Belichtungszeiten (alle kürzer, als beim vorherigen Bild, und dennoch scheinen die Fotos heller):

ISO 400 / Blende 4.0 / Belichtungszeit 10.0, 20.0, 40.0 Sec / Zeit: 00.01, 00.02, 00.03

Das Spiel mit den unterschiedlichen Belichtungszeiten fasziniert mich zunehmend... ich bin beeindruckt vom hellen Licht des Mondes und von der starken Abdunkelung durch den Erdschatten in der noch vorhandenen Mondfinsternis-Ecke!

ISO 400 / Blende 4.0 / Belichtungszeit 1/2000 und 1 Sec / Zeit: 00.10

Nun fehlt dem Mond noch eine kleine Ecke...

ISO 400 / Blende 4.0 / Belichtungszeit 1/3200 Sec / Zeit: 00.22

... bevor er wieder voll scheint.


ISO 400 / Blende 4.0 / Belichtungszeit 172000 Sec / Zeit: 00.43

Auch wenn die Fotos nicht perfekt wurden (das muss ich momentan den professionell ausgestatteten und ausgebildeten Fotografen überlassen), hatte ich sehr viel Spass, freue mich über die entstandenen Bilder und bin mutiger geworden, was die Nacht- und Astro-Fotografie angeht.

Bestimmt werde ich also wieder einmal nachts mit Fotoapparat und Stativ losziehen, mir spannende Motive suchen und mit den Belichtungszeiten experimentieren.

Einen schönen Beitrag mit Fotos der Mondfinsternis und vielen Tipps zur Vorbereitung findet ihr bei Cornelia / Silvertravellers

Liebe Grüsse, Miuh

P.S. Gerne zeige ich meine Mond-Fotos auch beim Projekt "Blick zum Himmel"

Donnerstag, 12. April 2018

Narzisse in der Glasflasche

Wahnsinn, was sich in ein paar wenigen Tagen verändert im Frühling! Erst recht, da ich bis vor fünf Tagen nochmals im Oman - einem wunderschönen, aber ausser in den Oasen eher kargen Land - war, fiel all das Grün hier besonders auf.
Nachdem wir Sonntag morgens früh wieder zu Hause angekommen waren, konnte ich meine Augen kaum vom Garten lösen. Wie sehr die Tulpenblätter und andere Frühlingsblüher gewachsen waren! Sie bedeckten den bis vor Kurzem noch braunen Boden mit frischem Grün - und mittendrin leuchteten die Narzissen.
Eine Narzisse war leider abgeknickt. Ob die Schnecken daran gefressen hatten, oder eine Katze darüber gestolpert war? Ich schnitt den Stiel glatt ab und stellte die einzelne Blume in eine schlanke, hohe Glasflasche. Blümchen abzuschneiden bringe ich ja selten übers Herz und so gibt es bei mir fast nur nach "Unfällen" eigene Blumen in der Vase (hier mehr zu den Ups-sorry-Blumen).
Da Narzissen für Katzen giftig sind und unser Kater gerade so richtig in der Sturm-und-Drang und Alles-fress - Phase ist, steht die Glasflasche mit der einzelnen Blume nun draussen auf dem Gartentisch.

Heute Abend, als ich die Narzisse endlich fotografieren wollte, war die Sonne schon untergegangen und das Licht sehr knapp... Weshalb die Blüte dennoch so richtig leuchtet? Ich habe schliesslich den Blitz genutzt, obwohl ich sonst kein Fan davon bin. Wie sich dadurch die gelbe Blume vom eher unauffälligen Hintergrund abhebt, gefällt mir jedoch sehr!
Den Winter hindurch war es ja eher ruhig hier, auf dem Romantischeslandleben - Blog. Das wird sich nun wieder etwas ändern... ich bin aus meinem beinahe-Winterschlaf erwacht und gerade viel draussen im Garten und in der Welt anzutreffen. Für's Fotografieren ist auch schon viel mehr Licht vorhanden - beste Voraussetzungen also!

Nun wünsche ich euch allen weiterhin schöne Frühligstage und hoffe, man liest sich bald wieder!
Liebe Grüsse, Miuh

P.S. gerne zeige ich meine einzelne Narzissenblüte in der Glasflasche auch beim Friday-Flowerday. Und über den Frühling freue ich mich besonders - mehr Freude findet ihr beim Freutag.

Montag, 17. April 2017

Mümmelkaninchen - die etwas andere Ostergeschichte

Den Ostersonntag haben wir mit viel feinem Essen, Schoko-Osterhasen, gefärbten Eiern und Familienzeit genossen... Nun freue ich mich über den noch  freien Ostermontag, der nochmals viel freie Zeit und Entspannung bietet! Juhu :-)
Lotta sucht diese Woche für "Bunt ist die Welt" Osterhasen - Bilder. Dazu möchte ich gerne ein spezielles und leider auch schwieriges Thema beitragen:
Diese süssen, mümmelnden Kaninchen (nicht Hasen) sind mir während unserer Australienreise ganz im Südwesten Australiens (hier) begegnet.

Als ich Morgens früh mit der Foto-Kamera loszog, waren da auf einer Wiese plötzlich viele sehr süsse, kleine Kaninchen. Sie hoppelten herum, mampften Gras, spielten, rannten davon wenn ich zu nahe kam, versteckten sich, schnupperten...
Dass Kaninchen in Australien eher ein Problem und nicht so beliebt sind, war mir schon bewusst - schliesslich gibt es den berühmten Kaninchenzaun (der eben auch nicht wirklich "dicht" ist). Und doch war ich hin- und hergerissen: Die kleinen Kaninchen waren so süss, natürlich sahen sie auch gar nicht gefährlich aus - und da musste ich bis nach Australien reisen um Tiere in der freien Natur zu sehen, die eigentlich bei uns - und nicht in Australien - heimisch sind...

Kaninchen wurden in Australien wohl schon durch die ersten ankommenden Menschen aus Übersee 1788 eingeführt. Jahre später dachte sich ein Farmer, es könnte ja nicht schaden, einige der Tiere freizulassen - so könnte er auch hier in Australien jagen gehen. Die Kaninchen vermehrten sich jedoch "wie die Karnickel" und es dauerte nicht allzulange, bis sich Millionen der Tiere über den ganzen Kontinent verbreitet hatten. Sie frassen Grünflächen leer und entzogen somit einheimischen Tieren die Nahrung und trugen ausserdem zur Bodenerosion bei.
Als die Einwanderer sich des importierten Problems bewusst wurden, war es zu spät. Der erwähnte Kaninchenzaun hindert die Tiere längst nicht mehr. Seit den 1950er - Jahren werden immer wieder neue Krankheitserreger entwickelt, um die Kaninchen zu dezimieren. An den ausgebrachten Krankheiten sterben tatsächlich jeweils viele Kaninchen qualvoll - doch die Überlebenden entwickeln Immunitäten und vermehren sich anschliessend wieder enorm - eine sehr zweifelhafte Methode also. Heute leben in Australien wohl einige Hundert Millionen bis einige Milliarden Kaninchen.

Eines der Tiere, das (unter Anderem!) durch die Kanincheninvasion leidet, ist der Bilby. Einige Australier sind deshalb dazu übergegangen, Ostern nicht mit Osterhasen (aus Schokolade) zu feiern, sondern mit Oster-Bilbies. Eine genauere Beschreibung dazu findet Ihr auch bei Irina's Blog Aussiebuschfunk.net.
Kaninchen sind leider nicht die einzigen eingeführten Tiere, die in Australien Probleme bereiten...

Weitere Beispiele sind:
Füchse (um die Kaninchen zu Jagen und für die Fuchsjagd - haben sich ausgebreitet und jagen lieber einheimische Tiere, welche sich Fressfeinde wie Füchse nicht gewohnt sind)
Verwilderte Hauskatzen (die allerdings neben Wildtieren auch Kaninchen jagen und unter anderem deshalb ausgesetzt wurden)
Kamele (zur Erschliessung der Goldgräberstädte eingesetzt und später als sie nicht mehr gebraucht wurden, buchstäblich in die Wüste geschickt, wo die Tiere überlebten und sich vermehrten)
Pferde (ebenfalls zur frühen Erschliessung des Landes eingesetzt und später als sie nicht mehr gebraucht wurden "in die Wüste geschickt" - wo heute grosse Herden wild umherziehen)
Riesenkröten, Agas (wurden eingeführt, um in den Zuckerrohrfeldern Schädlinge zu fressen, sind giftig, vermehren und verbeiten sich enorm, fressen nun vor allem einheimische Tiere)
Desweiteren: verwilderte Wasserbüffel, Schafe, Ziegen, Schweine, Hasen...

Mir tun all diese Tiere - die "Einheimischen" wie auch die "Eingeschleppten" sehr leid... sie müssen auslöffeln und ausstehen, was Menschen mit begrenzter Vorstellung der Natur und der verschiedenen Ökosysteme angerichtet haben und teilweise weiter anrichten.

Ich hoffe sehr, die Menschheit lernt hier wenigstens aus den bisherigen Fehlern...
Liebe Grüsse, Miuh




Freitag, 16. Dezember 2016

Supervollmond

Diese Woche fand der dritte Supervollond dieses Jahres statt, wie ich las... Der "grösste", nächste Mond war zwar schon im November zu sehen, doch noch immer war der Mond sehr nahe beim erdnächsten Punkt seiner Erdumlaufbahn. Hier (link) die ausführliche Beschreibung auf Wikipedia.
Tatsächlich ging der Mond beeindruckend gross und leuchtend über dem Horizont auf! Noch spannender war das Spektakel dadurch, dass wir hier wie so oft knapp an oder über der Nebelgrenze waren... So veränderte sich die Sicht auf den Mond immer wieder!
Leider bin ich noch nicht so gut in der Nacht- und Mond-Fotografie... Dafür bräuchte ich mehr Übung mit meiner Kamera und auch ein Stativ... und auch Nebel und Wolken haben es wohl nicht einfacher gemacht. Dennoch gefallen mir die Fotos, auf denen man zwar nicht die Details des Mondes sieht, aber dafür das beeindruckend helle Leuchten.
Der helle Mond erinnerte mich auch an ein Lied von "Patent Ochsner" (Link), einer Berner Mundart-Band. Eine Zeile ihres Songs "Scharlachrot" lautet: "dr Mond isch es wysses runds Loch" (der Mond ist ein weisses rundes Loch). Die Schweizer unter Euch werden das Lied bestimmt kennen, oder? Den ganzen Text des speziellen Liebesliedes "Scharlachrot" findet ihr hier (link) - und die deutsche Übersetzung hier (link)
Noch am nächsten Morgen, als es schon wieder hell war, leuchtete der Mond am Himmel, bis er schliesslich hinter dem Hügel unterging.

Bei der Raumfee (hier) findet Ihr mehr Himmelsbilder und mehr Mondfotos :-) 

Nun wünsche ich Euch weiterhin eine schöne Adventszeit und hoffe, Ihr sitzt nicht immer unter dem Hochnebel... Liebe Grüsse, Miuh


Sonntag, 22. März 2015

Die Kraft der Sonne

Astronomische Phänomene interessierten mich schon immer... Die letzte totale Sonnenfinsternis in unserer Region 1999 war wegen der Wolken nicht gut zu sehen. Beeindruckender war für mich die teilweise Sonnenfinsternis 2003, als die Sonne morgens um ca. 5.30h schon teilweise abgedeckt aufging.

Nun war ich sehr gespannt auf die teilweise Sonnenfinsternis am Freitag. Schönes, klares Wetter war angekündet und ich hoffte, dass ich von der Arbeit kurz rausgehen, die spezielle Stimmung erleben und einige Fotos machen könnte.
Tatsächlich war die Stimmung sehr speziell: Wirklich dunkel wurde es nicht, aber der Himmel wurde leicht grau und das Licht schien etwa so, als ob ein Gewitter aufziehen würde...
Kurz hinausgehen und mit der kleinen Digitalkamera ohne entsprechende Filter oder Folien einige schöne Sonnenfinsternis-Fotos zu machen, war wohl ziemlich illusorisch :-) Es hat mir einmal mehr gezeigt, wie unglaublich stark die Sonne ist! Obwohl auf diesem Foto der Mond zu 70% vor der Sonne stand, sieht sie auf dem Bild rund und hell leuchtend aus, wie immer. Einzig die Spiegelungen der Linse zeigen die Sichel.
Trotzdem war es beeindruckend, das Naturphänomen zu erleben. Durch die "Sonnenfinsternis-Brille" eines Kollegen konnte ich auch kurz die Sichel direkt sehen.
Gerne zeige ich meine Bilder auch bei der Raumfee "in Heaven", wo ich auch wunderschöne, teilweise professionele Sonnenfinsternis-Bilder anschauen konnte.
Liebe Grüsse, Miuh






Samstag, 14. Februar 2015

Noch immer Winter...

Geschneit hat es hier zwar schon seit dem letzten Sonntag nicht mehr, aber noch immer liegt im Garten eine geschlossene Schneedecke. Der Schnee ist noch so hoch, dass durch die Katzen unterdessen ein eigenes, kleines Wegsystem entstanden ist, das immer wieder benutzt wird.
Auch sonst freue ich mich immer wieder, wenn ich Spuren im Schnee finde... Sie sind wie kleine Grüsse von den Nachbarskatzen...
... oder von den Amseln, die offenbar gekommen sind, um heruntergefallenes Vogelfutter aufzupicken...
So ein "richtiger" Winter lässt sich schon noch etwas aushalten, finde ich! Überhaupt bin ich irgendwie viel zufriedener mit dem Wetter, seit ich wieder mehr fotografiere... es lässt sich nämlich bei fast jedem Wetter eine besonders stimmungsvolle Situation einfangen: Sonnenstrahlen, die durch Wolken dringen, Nebelfotos, glitzernder Schnee, Regentröpfchenfotos, Sonne pur... Für mich eine besondere Freude, Sonntagsfreude oft, weil ich dann einfach am meisten Zeit fürs Fotografieren und die Natur habe.
Neben meinem Gartenblick den Ihr auch dieses Jahr im 12tel Blick in seiner Veränderung immer wieder sehen könnt, habe ich in letzter Zeit auch gerne immer wieder den winterlichen Blick aus dem Küchenfenster (hier teileweise schon einmal gezeigt) festgehalten. Ob mit den Lichtkugeln, die noch immer hängen dürfen oder ohne...
Wie ist das bei Euch? Mögt Ihr den Winter noch etwas aushalten, sehnt Ihr schon den Frühling herbei, oder sieht es bei Euch vielleicht sogar schon frühlingshafter aus als hier?
Liebe Grüsse, Miuh