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Donnerstag, 14. April 2022

Oster-Deko mit Haselzweigen und weitere Oster-Ideen

Ostern ist nah und ich freue mich sehr! Auf die Familie, auf das schöne Frühlingswetter, auf das lange Wochenende und ein paar erholsame Tage...


Ostern feiern wir traditionell wenn immer möglich mit der Familie. Wir verstecken und suchen Eier, Nestchen und andere Kleinigkeiten, necken einander  und lassen bereits gefundene Eier wieder verschwinden - Alles am liebsten draussen! Auch dekoriert wird bei uns an Ostern jeweils schön: mit vielen Naturmaterialien aber auch mit alten Oster-Gegenständen wie Gussformen, Blech-Eiern, Hasen- und Hühner-Figuren, usw.

Zu Hause mache ich es mir dieses Jahr einfach: Meine liebste Oster-Deko sind einige Haselzweige, die ich draussen in eine stabile Vase gestellt und mit kleinen, österlichen Deko-Artikeln behängt habe. Die Zweige müsste ich sowieso abschneiden, da sie zu weit über die Gartentreppe gewachsen und dort im Weg sind. Mit den frischen, grünen Blättchen sehen sie super aus und wären viel zu schade, um direkt auf dem Kompost zu landen.

Die österlichen Anhänger sind jedes Jahr wieder die Gleichen -  kleine Klassiker, die ich sehr mag.

 

Weitere Oster-Dekorationen und Oster-Ideen, die ich in den vergangenen Jahren schon gezeigt habe, findet ihr hier:

Ihr werdet sehen, dass ich dieselben Materialien und Deko-Objekte immer wieder verwende und einfach jedes Mal wieder etwas anders kombiniere.


* Zöpfli, Häschen und noch einiges mehr...


* Mümmelkaninchen - die etwas andere Ostergeschichte


* Ostereier natürlich mit Zwiebelschalen färben


* Kirschblüten und Oster-Dekorationen


* Ländliche Osterdekoration - drinnen und draussen


* Osternestchen: praktisch und süss!


* Oster-Rückblick und Frühlingstage

Ist bei all den Oster-Dekorationen und Oster-Ideen auch etwas für euch dabei? Wie dekoriert ihr für Ostern und wie feiert ihr?

 

Der Tulpenstrauss, welchen ich im letzten Beitrag schon gezeigt hatte, ist unterdessen etwas aus der Vase herausgewachsen:


Und im Garten habe ich heute eine abgebrochene Tulpe gefunden... diese habe ich mit einem Flechtenbewachsenen Ästchen in einem alten Kaffeeglas kombiniert.

Meine Oster-Freude zeige ich gerne auch beim Freutag und beide Blumen-Arrangements  gerne auch beim Friday Flowerday.

Liebe Grüsse, Miuh





Montag, 17. April 2017

Mümmelkaninchen - die etwas andere Ostergeschichte

Den Ostersonntag haben wir mit viel feinem Essen, Schoko-Osterhasen, gefärbten Eiern und Familienzeit genossen... Nun freue ich mich über den noch  freien Ostermontag, der nochmals viel freie Zeit und Entspannung bietet! Juhu :-)
Lotta sucht diese Woche für "Bunt ist die Welt" Osterhasen - Bilder. Dazu möchte ich gerne ein spezielles und leider auch schwieriges Thema beitragen:
Diese süssen, mümmelnden Kaninchen (nicht Hasen) sind mir während unserer Australienreise ganz im Südwesten Australiens (hier) begegnet.

Als ich Morgens früh mit der Foto-Kamera loszog, waren da auf einer Wiese plötzlich viele sehr süsse, kleine Kaninchen. Sie hoppelten herum, mampften Gras, spielten, rannten davon wenn ich zu nahe kam, versteckten sich, schnupperten...
Dass Kaninchen in Australien eher ein Problem und nicht so beliebt sind, war mir schon bewusst - schliesslich gibt es den berühmten Kaninchenzaun (der eben auch nicht wirklich "dicht" ist). Und doch war ich hin- und hergerissen: Die kleinen Kaninchen waren so süss, natürlich sahen sie auch gar nicht gefährlich aus - und da musste ich bis nach Australien reisen um Tiere in der freien Natur zu sehen, die eigentlich bei uns - und nicht in Australien - heimisch sind...

Kaninchen wurden in Australien wohl schon durch die ersten ankommenden Menschen aus Übersee 1788 eingeführt. Jahre später dachte sich ein Farmer, es könnte ja nicht schaden, einige der Tiere freizulassen - so könnte er auch hier in Australien jagen gehen. Die Kaninchen vermehrten sich jedoch "wie die Karnickel" und es dauerte nicht allzulange, bis sich Millionen der Tiere über den ganzen Kontinent verbreitet hatten. Sie frassen Grünflächen leer und entzogen somit einheimischen Tieren die Nahrung und trugen ausserdem zur Bodenerosion bei.
Als die Einwanderer sich des importierten Problems bewusst wurden, war es zu spät. Der erwähnte Kaninchenzaun hindert die Tiere längst nicht mehr. Seit den 1950er - Jahren werden immer wieder neue Krankheitserreger entwickelt, um die Kaninchen zu dezimieren. An den ausgebrachten Krankheiten sterben tatsächlich jeweils viele Kaninchen qualvoll - doch die Überlebenden entwickeln Immunitäten und vermehren sich anschliessend wieder enorm - eine sehr zweifelhafte Methode also. Heute leben in Australien wohl einige Hundert Millionen bis einige Milliarden Kaninchen.

Eines der Tiere, das (unter Anderem!) durch die Kanincheninvasion leidet, ist der Bilby. Einige Australier sind deshalb dazu übergegangen, Ostern nicht mit Osterhasen (aus Schokolade) zu feiern, sondern mit Oster-Bilbies. Eine genauere Beschreibung dazu findet Ihr auch bei Irina's Blog Aussiebuschfunk.net.
Kaninchen sind leider nicht die einzigen eingeführten Tiere, die in Australien Probleme bereiten...

Weitere Beispiele sind:
Füchse (um die Kaninchen zu Jagen und für die Fuchsjagd - haben sich ausgebreitet und jagen lieber einheimische Tiere, welche sich Fressfeinde wie Füchse nicht gewohnt sind)
Verwilderte Hauskatzen (die allerdings neben Wildtieren auch Kaninchen jagen und unter anderem deshalb ausgesetzt wurden)
Kamele (zur Erschliessung der Goldgräberstädte eingesetzt und später als sie nicht mehr gebraucht wurden, buchstäblich in die Wüste geschickt, wo die Tiere überlebten und sich vermehrten)
Pferde (ebenfalls zur frühen Erschliessung des Landes eingesetzt und später als sie nicht mehr gebraucht wurden "in die Wüste geschickt" - wo heute grosse Herden wild umherziehen)
Riesenkröten, Agas (wurden eingeführt, um in den Zuckerrohrfeldern Schädlinge zu fressen, sind giftig, vermehren und verbeiten sich enorm, fressen nun vor allem einheimische Tiere)
Desweiteren: verwilderte Wasserbüffel, Schafe, Ziegen, Schweine, Hasen...

Mir tun all diese Tiere - die "Einheimischen" wie auch die "Eingeschleppten" sehr leid... sie müssen auslöffeln und ausstehen, was Menschen mit begrenzter Vorstellung der Natur und der verschiedenen Ökosysteme angerichtet haben und teilweise weiter anrichten.

Ich hoffe sehr, die Menschheit lernt hier wenigstens aus den bisherigen Fehlern...
Liebe Grüsse, Miuh