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Mittwoch, 20. Oktober 2021

Alpabfahrt und wieder einmal etwas von mir

Ihr Lieben... in den letzten Tagen hatte ich wieder einmal Zeit, um Blogbeiträge zu lesen, zu stöbern, Kommentare zu schreiben und auch einen Blick auf meine eigenen Blogs hier sowie bei den Geheimtippreisen zu werfen. Es hat mich gerührt, dass ich ein wenig vermisst worden war und ebenso, dass ich gleich wieder mitten drin war. Ein schönes "nach Hause kommen"!

Ja, ich war wenig aktiv hier in den letzten gut 1.5 Jahren. Der eine Grund ist, dass ich mit der Technik des letzten Blogger - Updates noch nicht perfekt klar komme (und mir die Zeit und Geduld gefehlt hat, mich richtig einzuarbeiten).

Der viel wichtigere Grund ist jedoch, dass mir ganz einfach die Zeit gefehlt hat, die Zeit, mich in Ruhe hinzusetzen, Blogbeiträge zu lesen, Texte zu schreiben, zu recherchieren, Fotos von der Speicherkarte herunterzuladen - ja oft sogar nur schon Fotos aufzunehmen! Mein Leben wurde, zum Glück ganz im positiven Sinne, ein wenig auf den Kopf gestellt in den letzten Monaten.

Wie an so vielem ist auch hier natürlich unter Anderem "Corona" ein bisschen mit schuld! ;-) Man könnte meinen, durch das Homeoffice und die anfänglichen Reise-Stopps, welche auch mich betroffen haben, sei ganz viel Zeit frei geworden? Irgendwie habe ich es aber nie geschafft, Bananenbrot zu backen oder mich zu langweilen. Anfangs war die Arbeitswelt extrem fordernd (ja, auch zu Hause!) und später habe ich für mich irgendwie eine neue, zwar glückliche aber doch auch (Frei-)zeitintensive und aktive Art der Work-Life-Balance gefunden - inklusive ganz viel (romantisches) Landleben immerhin.

Nun aber genug Blabla!

Ende September durfte ich zum dritten Mal in Folge als Zuschauerin dabei sein bei einer Alpabfahrt im Emmental, genauer gesagt, von der Ahorn Alp hinunter. 

Es ist keine der grossen, bekannten Alpabfahrten, welche normalerweise von Busladungen voller Touristen besucht werden. Die Tiere sind nicht für die Touristen, für die Fotos geschmückt, sondern aus Stolz, aus Freude, zu Ehren der Alphirten und des speziellen Tages.

Dennoch ist es auch hier immer ein Gänsehautmoment, wenn man die Kuhglocken von Ferne lauter werden hört, bis dann die ganze Herde um die Kurve kommt und die Strasse hinunter trabt. Im Dorf angekommen, werden die Rinder gestoppt, drängen wild zurück, zur Seite und wieder vor und beruhigen sich schliesslich langsam. Dann suchen die Bauern ihre Tiere anhand von Fellzeichnungen und Nummern heraus, binden sie an der Seite an und nehmen sie anschliessend nach gut 100 Tagen auf der Alp wieder mit nach Hause. Ein schöner Tag!


Immer wieder bin ich erstaunt, wie grün es im Oktober - ja, bei mildem Wetter auch im November und sogar im Dezemer - noch ist. Das folgende Foto habe ich beinahe auf den Tag genau vor einem Jahr aufgenommen. 

Solange die Kühe auf den Weiden noch saftiges Gras finden wird die Chance genutzt und das wertvolle Heu, welches als Winterfutter eingelagert wurde, muss noch nicht angetastet werden.

 


Wie kürzlich woanders schon erwähnt, ist es jeweils das schöne Licht, welches mich im Herbst damit versöhnt, dass der Sommer nun wirklich vorbei ist und mich ein wenig über diese Tatsache hinwegtröstet. Gerade in dieser Zeit locken so viele stimmungsvolle Fotosujets! Ich sollte also gerade jetzt dringend die Kamera wieder öfters nutzen.

Für die Nächste Zeit habe ich mir vorgenommen, mich hier öfters wieder zu melden und sei es nur mit einem Foto oder aktuellen Gedanken - es muss ja auch nicht immer eine riesige (Foto-) Story sein!

Liebe Grüsse und hoffentlich bis bald
Miuh

P.S.gerne zeige ich die Blumen-Dekoration der Alp-Abfahrt gerne auch bei Holunderblütchen's Friday Flowerday und die Oktober-Kühe beim DND Natur Donnerstag.

Sonntag, 29. Juli 2018

Dala-⁠Pferdchen: meine neuen, Schwedischen Deko-⁠Stars

„Ach, was machen immer alle so ein Aufhebens um ihre Dala-Pferdchen?“ … dachte ich früher manchmal. Ja, sie sind hübsch! Aber was macht diese kleinen Holzpferde so besonders?


Und wie kommt es dazu, dass ich nun selbst auch zwei Dalarna-Pferdchen zu Hause habe, ein klassisch rotes und ein etwas kleineres, dazu passendes in weiss?


Hier die Geschichte dazu:

Im Juni war ich zwei Wochen lang in Schweden auf Reisen. Dort, in der Region Dalarna (hier) konnte ich selbst zuschauen, wie die Dalapferde grob ausgesägt, dann geschnitzt und später bemalt wurden – in vielen Schritten, praktisch alle in Handarbeit. (hier mehr dazu) Da steckt so viel Zeit und Liebe drin… und irgendwie spürt man das, finde ich.


Habt ihr gewusst, dass Dala-Pferde so gar nicht uniform alle gleich aussehen, sondern je nach Schnitzer eine eigene, charakteristische Form haben? Hier arbeiten etwa 50 Schnitzer zumeist in Heimarbeit an den Pferdchen und kreieren aus dem vorgesägten, noch etwas eckigen Pferd (links) kleine Unikate.


Nachdem ich all die Arbeit und Liebe sah, die in einem solchen Dalapferdchen steckt, war ich gerne bereit, im Shop nebenan auch den nicht ganz günstigen Preis dafür zu bezahlen. Nun gehöre ich also auch zu denjenigen, die ihre Dalapferdchen und die damit verbundenen Erinnerungen lieben und pflegen…


Im „Souvenir-Shop“ gab es übrigens auch wunderschöne Stoffe am Meter, Küchentücher und andere Textile Produkte mit Dalapferd-Sujets darauf, sowie schöne Holzarbeiten und natürliche Seifen mit Pflanzenölen und Kräutern. – Also nicht nur „das Übliche“ an Ferien-Souvenirs. Leider (oder zum Glück?) hat mich die Gepäcks-Gewichtsbegrenzung auf meinem Flug davon abgehalten, meterweise Stoff zu kaufen. Nur einige Küchentücher durften noch mit.


Wie ist das bei euch? Habt ihr auch ein Dalapferd oder ein anderes liebgewonnenes Souvenir (ob aus Schweden oder von woanders) zu Hause?

Mehr über die Herstellung der Dalapferdchen findet ihr hier:
Mein Besuch in Dalarna, der Heimat der Dala-Pferdchen inklusive Werkstatt-Besichtigung

Liebe Grüsse, Miuh

Sonntag, 11. März 2018

Ein Eichhörnchen am Vogelhaus im Garten

Während der grössten Kälte war unser Vogelhaus im Garten gut besucht und musste täglich nachgefüllt werden. Doch nicht nur Vögel freuten sich über das Futter! Eines Tages sah ich ein Eichhörnchen, welches darunter sass und heruntergefallene Sonnenblumenkerne knabberte.


Die süssen Tiere mochte ich schon immer! Vor einigen Wochen hatte ich sogar den Eichhörnchenweg in Arosa besucht (hier), wo ich nicht nur zahmen Eichhörnchen, sondern auch zahmen Vögeln begegnete, und sehr begeistert und glücklich darüber war.


Umso mehr freute ich mich natürlich, dass uns eines dieser süssen Tiere im Garten besuchte. Das Eichhörnchen kam seither noch zwei mal mehr zurück und ich habe ihm immer mal wieder einige Haselnüsse in den Garten gelegt. Die sind alle verschwunden, aber ich weiss natürlich nicht genau, wer sie schlussendlich geholt hat...


Wir sind auch nicht die einzigen, die ein Eichhörnchen zu Besuch im Garten haben...
Zum Beispiel bei "Wildwuchs unter Aufsicht" , beim "Fachwerkhaus im Grünen" oder bei "Manos Welt" lässt sich immer mal wieder ein Eichhörnchen blicken und bei "Meriseimorion" hat sogar eines das schöne Mosaik-Vogelhaus besucht.


Wir haben schon überlegt, ein spezielles Futterhaus für Eichhörnchen und vielleicht sogar einen künstlichen Kobel zu bauen... Aber wird das Eichhörnchen (oder vielleicht sogar mehrere) wirlich auch regelmässig zu uns kommen, oder war das eine Ausnahme?


Ich hoffe jedenfalls, das Eichhörnchen besucht uns noch öfters! :-)

Und wie ist es bei euch? Hattet ihr auch schon ein Eichhörnchen im Garten oder am Vogelhaus?
Falls ja, verlinke ich gerne auch zu eurem Bericht.


Ergänzung: 

Da es in den Kommentaren interessante Beiträge gab zu den Themen: helle / dunkle / eventuell eingewanderte Eichhörnchen, füge ich hier noch einen sehr hilfreichen und interessanten Link der Eichhörnchenhilfe Berlin ein, den Mano erwähnt hat:
http://www.eichhoernchenhilfe-berlin.de/grauhorn
 
Kurz gesagt: Einheimische Eichhörnchen können heller oder dunkler, rötlich oder dunkelbraun bis fast schwarz sein. Eingwanderte Grauhörnchen sehen ganz anders aus - das für mich typischste Merkmal: Grauhörnchen haben keine Ohr-Puschel.

Beim durchsehen meiner Fotos unserer London-Reise habe ich Fotos von aus Kanada / den USA in England eingewanderten Grauhörnchen gefunden, von denen ich euch hier gerne auch noch zwei zeige:



Liebe Grüsse
Miuh

P.S. Gerne zeige ich das Eichhörnchen auch bei den Sonntagsfreuden.

Montag, 17. April 2017

Mümmelkaninchen - die etwas andere Ostergeschichte

Den Ostersonntag haben wir mit viel feinem Essen, Schoko-Osterhasen, gefärbten Eiern und Familienzeit genossen... Nun freue ich mich über den noch  freien Ostermontag, der nochmals viel freie Zeit und Entspannung bietet! Juhu :-)
Lotta sucht diese Woche für "Bunt ist die Welt" Osterhasen - Bilder. Dazu möchte ich gerne ein spezielles und leider auch schwieriges Thema beitragen:
Diese süssen, mümmelnden Kaninchen (nicht Hasen) sind mir während unserer Australienreise ganz im Südwesten Australiens (hier) begegnet.

Als ich Morgens früh mit der Foto-Kamera loszog, waren da auf einer Wiese plötzlich viele sehr süsse, kleine Kaninchen. Sie hoppelten herum, mampften Gras, spielten, rannten davon wenn ich zu nahe kam, versteckten sich, schnupperten...
Dass Kaninchen in Australien eher ein Problem und nicht so beliebt sind, war mir schon bewusst - schliesslich gibt es den berühmten Kaninchenzaun (der eben auch nicht wirklich "dicht" ist). Und doch war ich hin- und hergerissen: Die kleinen Kaninchen waren so süss, natürlich sahen sie auch gar nicht gefährlich aus - und da musste ich bis nach Australien reisen um Tiere in der freien Natur zu sehen, die eigentlich bei uns - und nicht in Australien - heimisch sind...

Kaninchen wurden in Australien wohl schon durch die ersten ankommenden Menschen aus Übersee 1788 eingeführt. Jahre später dachte sich ein Farmer, es könnte ja nicht schaden, einige der Tiere freizulassen - so könnte er auch hier in Australien jagen gehen. Die Kaninchen vermehrten sich jedoch "wie die Karnickel" und es dauerte nicht allzulange, bis sich Millionen der Tiere über den ganzen Kontinent verbreitet hatten. Sie frassen Grünflächen leer und entzogen somit einheimischen Tieren die Nahrung und trugen ausserdem zur Bodenerosion bei.
Als die Einwanderer sich des importierten Problems bewusst wurden, war es zu spät. Der erwähnte Kaninchenzaun hindert die Tiere längst nicht mehr. Seit den 1950er - Jahren werden immer wieder neue Krankheitserreger entwickelt, um die Kaninchen zu dezimieren. An den ausgebrachten Krankheiten sterben tatsächlich jeweils viele Kaninchen qualvoll - doch die Überlebenden entwickeln Immunitäten und vermehren sich anschliessend wieder enorm - eine sehr zweifelhafte Methode also. Heute leben in Australien wohl einige Hundert Millionen bis einige Milliarden Kaninchen.

Eines der Tiere, das (unter Anderem!) durch die Kanincheninvasion leidet, ist der Bilby. Einige Australier sind deshalb dazu übergegangen, Ostern nicht mit Osterhasen (aus Schokolade) zu feiern, sondern mit Oster-Bilbies. Eine genauere Beschreibung dazu findet Ihr auch bei Irina's Blog Aussiebuschfunk.net.
Kaninchen sind leider nicht die einzigen eingeführten Tiere, die in Australien Probleme bereiten...

Weitere Beispiele sind:
Füchse (um die Kaninchen zu Jagen und für die Fuchsjagd - haben sich ausgebreitet und jagen lieber einheimische Tiere, welche sich Fressfeinde wie Füchse nicht gewohnt sind)
Verwilderte Hauskatzen (die allerdings neben Wildtieren auch Kaninchen jagen und unter anderem deshalb ausgesetzt wurden)
Kamele (zur Erschliessung der Goldgräberstädte eingesetzt und später als sie nicht mehr gebraucht wurden, buchstäblich in die Wüste geschickt, wo die Tiere überlebten und sich vermehrten)
Pferde (ebenfalls zur frühen Erschliessung des Landes eingesetzt und später als sie nicht mehr gebraucht wurden "in die Wüste geschickt" - wo heute grosse Herden wild umherziehen)
Riesenkröten, Agas (wurden eingeführt, um in den Zuckerrohrfeldern Schädlinge zu fressen, sind giftig, vermehren und verbeiten sich enorm, fressen nun vor allem einheimische Tiere)
Desweiteren: verwilderte Wasserbüffel, Schafe, Ziegen, Schweine, Hasen...

Mir tun all diese Tiere - die "Einheimischen" wie auch die "Eingeschleppten" sehr leid... sie müssen auslöffeln und ausstehen, was Menschen mit begrenzter Vorstellung der Natur und der verschiedenen Ökosysteme angerichtet haben und teilweise weiter anrichten.

Ich hoffe sehr, die Menschheit lernt hier wenigstens aus den bisherigen Fehlern...
Liebe Grüsse, Miuh




Donnerstag, 30. März 2017

Zurück aus unseren Oman-Ferien... ein Märchen aus 1001 Nacht!

Nach fast drei Wochen Stille melde ich mich hier endlich wieder und bringe Euch einige Fotos aus unseren Ferien im Oman mit.
In der Zeit vor der Abreise war ich sehr eingespannt und die Zeit hat nicht mehr gereicht, viel vorzubereiten ausser einem letzten "kleinen Hallo"  - abgeschickt ab meinem halb streikenden Computer, als das Taxi bereits vor der Haustür wartete. Puh!
Doch danach folgte eine sehr schöne Ferienzeit! Wir haben Aussichten, Gerüche und Szenen wie aus 1001 Nacht erlebt und genossen.
Viele Kilometer haben wir während unserem Roadtip zurückgelegt, um möglichst viel von der schönen Landschaft zu sehen! Dabei sind wir Strassenschildern begegnet, die es hier so nicht gibt...


Einer meiner Träume ging in Erfüllung, als ich nicht nur zum ersten Mal im Leben wirklich eine Wüste sah und erlebte, sondern tatsächlich auch eine richtige Oase fand!
Wie immer, wenn wir in einem Naturschutzgebiet unterwegs sind, habe ich am Strand nur mit dem Fotoapparat "gesammelt" - so schwer es mir auch fiel!
Tiere dürfen in meinen Ferien nie fehlen...
Dromedare sind im Oman allgegenwärtig und auch heute noch wertvoll für die Bewohner! Anfangs sahen wir sie von Weitem, doch einige näherten sich auch neugierig, sobald wir mit dem Auto am Strassenrand anhielten.
Auch Ziegen waren überall unterwegs - ob in den Bergen, in der Wüste oder am Strand... Sehr schöne Tiere, wie ich finde!
Und noch eine Tierart sahen wir öfters und ich konnte mir nie ein "jöööö! Ein Eseli!" verkneifen.
Von den "wilden" Tieren sahen wir eher die Kleineren, wie zum Beispiel diese Krabben in Kampfstellung...
Auch Architektonisch bietet das Sultanat Oman viel, vor allem in und um Muscat. Man findet hier keine Wolkenkratzer wie in Dubai oder Abu Dhabi, sondern an die traditionellen Bauweisen und Muster angelehnte Gebäude.
Dieses "Wüstencamp" ist jedoch nicht ganz original und ursprünglich - Trotzdem war der Aufenthalt hier ein extrem beeindruckendes Erlebnis!
Am Meisten hat mich jedoch die pure Natur im Oman beeindruckt. Riesige Berge - bei denen ich öfters hoffte, dass kein Steinschlag hinunterrollen würde, während wir gerade unten vorbeiwanderten oder -fuhren...
In den zumeist trockenen Flusstälern (Wadi genannt) bleibt oft ein Rest Wasser und Palmen, sowie andere Pflanzen können wachsen.
Eines der grössten, bekanntesten und durch eine Quelle immer mit Wasser gespeisten Täler heisst Wadi Bani Khalid. Obwohl es touristisch schon sehr erschlossen ist, war die Natur mit Pflanzen und Tieren hier einfach umwerfend!
In Muscat, sowie in Salalah tauchten wir so richtig in die Welt der Orientalischen Düfte ein... Wir besuchten die Manufaktur der berühmten Amouage Parfums und den Weihrauch-Souk - Beides besondere Erlebnisse für mich, da ich Erinnerungen meist mit speziellen Düften verbinde. Auf dem Geheimtippreisen-Blog werde ich zu diesen Themen später auch ein Giveaway organisieren.
Und noch ein sehr spezielles Erlebnis war uns gegönnt: Eines Nachts änderten die Töne draussen irgendwann... der pfeifende Wind ging über in ein Rauschen. Es regnete! Am nächsten Morgen wurde uns gesagt, dies sei der erste Regen seit über einem Jahr gewesen.
Während Regen bei uns oft nur "schlechtes Wetter" bedeutet, ist er hier in der Wüste ein kleines Wunder, dringend erwartete Lebensquelle und ein Fest für Menschen und Tiere! Vielleicht werde ich Regen und Wasser in Zukunft wieder etwas mehr schätzen?


Unsere ganze Reise findet ihr nun hier: Oman Roadtrip: Eine abenteuerliche Traum-Reise durch das ganze Land



Immer wieder kommen dort nun weitere Themen und Regionen des Oman hinzu. Falls ihr mir auch dort folgen mögt, würde ich mich sehr freuen!! :-)




So, nun werde ich mir endlich Zeit nehmen für all Eure Beiträge und Kommentare... und ich Danke Euch jetzt schon sehr für's treu bleiben und die guten Wünsche in der Zwischenzeit!



Zu Hause hat uns der Frühling empfangen - welch schöner Neustart nach den Ferien! Doch dazu nächstes Mal mehr!

Liebe Grüsse, Miuh

Montag, 29. August 2016

Der kleine Igel kam nicht mehr

Der kleine (halbwüchsige) Igel, den der Tierarzt für uns aufgepäppelt hatte und uns danach zum Auswildern wieder übergeben hat (hier der Bericht dazu), ist uns sofort ans Herz gewachsen!
Via Überwachungskamera sahen wir, wie er in seinem Karton-Häuschen ein- und ausging, herumschnupperte und trippelnd auf Tour ging.
Doch eines Morgens kam er nicht mehr zurück. Vermutlich hatte er eine bessere Unterkunft, oder sogar seinen alten Unterschlupf wieder gefunden? Man sagt ja, Igel seien sehr reviertreu. Wir entsorgten das Kartonhäuschen und nahmen innerlich Abschied.
Doch wenige Tage später sah ich per Zufall früh Morgens Bewegungen in Nachbars Garten hinter dem Zaun. Schnell schaute ich nach und fand den Igel, wie er hektisch dem Zaun entlang hin- und herlief... Im Pijama und mit einem kleinen Schäufelchen bewaffnet ging ich in den Garten, grub angestrengt ein schmales Loch in die harte Erde unter dem Zaun und stellte etwas Katzenfutter hin. In solchen Momenten kümmert es mich zum Glück recht wenig, was die Nachbarn denken könnten ;-) Der Igel schlüpfte durch die Lücke, ein neues Häuschen wurde gebastelt und der Igel zog wieder bei uns ein...
Nochmals einige Tage später sah ich am Morgen einen überfahrenen Igel auf der Tiefgarageneinfahrt. Mist, kann man nicht einmal da aufpassen? Erst einige Sekunden später wurde mir bewusst: Sch....., "unser" Igel! Wieder kam kein Igel-Besuch mehr und wir waren sehr traurig. Warum nur habe ich sogar Wildtiere so schnell so gerne?
Doch nach einigen Tagen geschah das "Wunder": die Übewachungskamera registrierte eine Bewegung und filmte den Igel, wie er wieder ins Häuschen einzog. Wahrscheinlich war ein anderer Igel Strassenopfer geworden, was natürlich ebenso traurig ist!
Trotzdem freuten wir uns für "unseren" Igel, gaben ihm einen Klecks Futter und frisches Wasser und freuten uns immer, wenn er wieder in die "Videofalle" tappte.
Nun ist wieder seit einigen Tagen Funkstille... Aber ich vertraue darauf, dass der Igel einfach wieder auf etwas längerer Tour ist und bald zurückkommt.
Trotzdem zeigen die Erlebnisse mit dem Igel zwei der grössten Gefahren für die Tiere:
- Strassenverkehr
- Verbauen der Landschaft, undurchlässige Zäune, ausgeräumte Landschaften und Gärten ohne Nahrungsangebot...
dazu kommen noch:
- Rasenmäher, Mähroboter und andere elektrische Geräte
Bitte passt auf die stacheligen Freunde auf, fahrt vorsichtig, schaut vor dem mähen auch einmal unter den Büschen nach und lasst ihnen auch einige unaufgeräumte Ecken im Garten!
Bitte entschuldigt die schlecht Qualität der Fotos, es sind Standbilder der Überwachungskamera und Handyfotos... aber trotzdem süss, oder? Traude (Rostrose, hier zu finden) hat mich übrigens beim letzten Igel-Bericht (hier) in einem Kommentar darauf aufmerksam gemacht, dass sie nicht glaubt, dass Igel Nacktschnecken fressen... nach einigen Wochen beobachten fürchte ich, dass sie absolut Recht hat. Jänu... der Kleine ist trotzdem willkommen! Liebe Grüsse, Miuh

P.S. Falls Ihr Euch für alte Kirchen oder "Lost Places" interessiert, seid Ihr herzlich eingeladen, einmal auf meinem Zweitblog: geheimtippreisen.ch vorbeizuschauen: dort habe ich über die Kirche St Dunstan-in-the-East in London geschrieben.
https://geheimtippreisen.blogspot.ch/2016/08/st-dunstan-in-east-lost-place-aber.html


Dienstag, 26. Juli 2016

Viel Glück, kleiner Igel!

Vor eineinhalb Wochen fanden wir am Morgen in der Nähe des Hauses einen Igel am Wegrand, der mehr tot als lebendig war... Er lag auf der Seite, hielt die Augen geschlossen, war voller kriechender und hüpfender Parasiten und stank ziemlich. Gesunde Igel soll man natürlich in der Natur lassen, aber dieser hier sah aus, als bräuchte er Hilfe.
Zum Glück gibt es Igelstationen, die online, am Telefon und vor Ort Hilfe anbieten... in unserer Nähe zum Beispiel: Igelzentrum in Zürich oder Igelstation Russikon oder Igelstation Winterthur oder Igelstationen Ostschweiz ... alle mit sehr informativen Homepages! Diese Igelstationen werden normalerweise von engagierten Privatleuten betrieben und sind deshalb nicht rund um die Uhr erreichbar. Am Morgen früh kontaktierten wir darum den Tierarzt und durften den kleinen Patienten gleicht vorbeibringen.
Ob er durchkommen würde, war leider nicht klar, er war (vielleicht durch den tagelangen Regen und das kalte Wetter) stark unterkühlt und hatte eine Lungenentzündung. Er war noch eher jung und klein, etwas unterernährt und voller Parasiten. Wir hofften das ganze Wochenende über und freuten uns sehr, dass er am Montag noch lebte!
Nach einer Woche Pflege mit Antibiotika und Extrafutter durften wir den kleinen Kerl heute wieder abholen. Da Igel sehr standorttreu sind, sollte man sie wenn möglich wieder etwa dort auswildern, wo man sie gefunden hat, was in diesem Fall nicht der Weg, aber unser Garten sein wird. Zudem ist unser Garten sehr igelfreundlich, mit viel Gebüsch, Laub, Schnecken und sonstigen Tierchen, etwas wild und ohne Chemie.
Das geschützt an der Hausmauer aufgestellte Karton-Häuschen, mit Plastikfolie etwas wasserfest gemacht und mit Holzwolle ausgepolstert ist nicht 100% ideal und auch nicht so hübsch wie die richtigen Igel-Häuser, aber es wird dem Igel eine bequeme, trockene und warme erste Unterkunft bieten. Er hat es auf jeden Fall wunderbar angenommen und sich nach kurzen Erkundungstouren wieder darin verkrochen.
Damit wir immer mal wieder bequem einen Blick darauf werfen können, haben wir eine kleine Überwachungskamera dazugestellt :-) Die Bildqualität ist nachts nicht ganz ideal, aber man sieht etwa, was läuft...
Nun wünschen wir dem kleinen ex-Patienten ein gutes, gesundes langes Leben und laden ihn natürlich herzlich zum Nacktschnecken-Schmaus in unserem Garten ein ;-)

Wenn Ihr Igeln etwas gutes tun wollt, räumt den Garten nicht komplett leer, stellt im heissen Sommer ein flaches Wasserschälchen hin, passt auf mit Rasenmähern und anderen Maschinen - und natürlich ebenso auf der Strasse!

Die Fotos sind übrigens alle heute entstanden... am Fundtag war daran nicht zu denken!

Liebe Grüsse, Miuh






Dienstag, 6. Mai 2014

Foto-Bombing


Hey Leute... ;-) zwinker, zwinker!
Kennt Ihr Foto-Bombing? Na ja, sogar Wikipedia (hier) zeigt die Erklärung nur in Englisch an... aber eigentlich ist es schnell erklärt: Man drängt sich - absichtlich oder auch nicht - in ein Foto, auf dem man eigentlich nicht eingeplant gewesen wäre... Mit der Bildersuche findet man über Google jede Menge Beispiele, die das Ganze wie von selbst erklären (oft auch mit Tieren).
 lalalaaaaaaa ... gäääääääääääääääääähn! ... waas, iiiiiiiiiich?

Tja, so wie es aussieht, habe ich zwei Katzen, die einen Riesen-Spass am Foto-Bombing haben! Was auch immer ich fotografieren möchte... da drängt sich jemand mit aufs Bild und macht vielleicht sogar noch Grimassen ;-) Mal unübersehbar...

Oder auch einmal eher subtil und fast schon diskret... (wer findet uns?)

Es ist, als würde ich jeweils rufen: Fotoshooting... und gleich melden sich zwei "Stars": "Ich bin dabeeei!" - "Ich aaauch!"
Kennt Ihr das auch? Mit Katzen bestimmt, oder? Aber drängen sich auch Hunde, andere Haustiere oder vielleicht sogar kleine Kinder mit ins Bild? Ich bin gespannt! Liebe Grüsse, Miuh