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Dienstag, 15. Februar 2022

Makro - Schönheiten im winterlichen Garten

In letzter Zeit habe ich mir wieder ein bisschen mehr Zeit fürs Fotografieren und besonders auch für die Makro-Fotografie genommen. Wie nur konnte ich dieses geliebte Hobby so vernachlässigen? 

Ach ja, eben... die fehlende Zeit: Irgendwie geht alles, was ich tue, sei es bloggen, fotografieren, arbeiten, aufräumen, lesen, spazieren, putzen, kochen, basteln, reisen, telefonieren... immer auf Kosten von etwas Anderem, das ich eigentlich auch gerne mache (oder machen sollte). So geht es wohl vielen, euch auch?

Am Fotografieren ist das Schöne: es begleitet mich oft auch mal nebenher, wo auch immer ich gerade bin, und macht immer wieder Freude! 

So sind in den letzten Tagen einige Makros entstanden: Fotos von kleinen, eigentlich unauffälligen Motiven im Garten, welche bei näherer Betrachtung ihre Schönheit  erst so richtig gezeigt haben.

Christrosen-Blüte

Sonnenblumenkern im Eis

Moos in Eis eingegefroren

älteres Schneckenhaus

Tauben-Federchen 

Flechten an totem Holz

Sind das nicht schöne, kleine Schätze? Auch wenn sie nüchtern betrachtet für andere Menschen nichts Besonderes sind, lassen gerade die kleinen und die ganz kleinen Dinge mein Herz oft hüpfen und mein Lächeln strahlen - Das ist für mich Glück.

Liebe Grüsse und einen schönen Tag Euch allen
Miuh

P.S. gerne zeige ich meine Makros auch beim Vorfrühlingsglück, beim Freutag, beim Naturdonnerstag und bei Close to the Ground

Sonntag, 12. Juni 2016

Schneckenzeit

Es regnet und regnet und regnet! Der Garten ist ein grüner Dschungel und mir bleibt kein trockener Tag zum jäten, Rasen mähen, Gemüse anpflanzen... - oder einfach einmal im Garten sitzen und die Sonne (welche Sonne?) geniessen. Beklagen möchte ich mich dennoch nicht, immerhin haben wir bisher das Glück, vor Überschwemmungen verschont zu werden.
Ausserdem fühlen sich gerade einige Tiere so richtig wohl, die ich zumeist sehr mag - die Schnecken:
Schon als Kind habe ich Häuschenschnecken zusammengesammelt und mit Rüstabfällen gefüttert. Und auch heute noch lese ich sie von Wegen und Strassen weg und rette möglichst jede, die sich etwas zu weit vorgewagt hat!
Über Weinbergschnecken im Garten (wie eine eher junge auf den Fotos) freue ich mich besonders, denn sie sind hier relativ selten.



Obwohl mich die gefrässigen Nacktschnecken auch manchmal ärgern, streue ich nie Schneckenkorn - auch kein "biologisches"! - denn ich könnte es nicht ertragen, auch diese schönen Tiere gleich mit zu killen.



Genauso wie bei den "normalen" Häuschenschnecken (Bänderschnecke) bin ich absolut überzeugt, dass sie nur bereits faulendes Pflanzenmaterial oder allenfalls geschwächte Pflanzen fressen und deshalb im Garten keinen Schaden anrichten und nicht bekämpft werden sollen!



Die Häuschenschnecken dürfen bei mir überall sein: Im Bio-Kübelchen knabbern sie an meinen Rüstabffällen und verdauen vor, was auf den Kompost kommt, an der Wand oder an Töpfen und Kübeln fressen sie feine Algen-Beläge. Im Gartenbeet verputzen sie die ersten Frühlingsblüher dann, wenn diese alle Kraft in die Zwiebeln eingezogen haben und oberirdisch zu faulen beginnen und in meinen Kräutertöpfen fressen sie abgestorbene Pflanzenteile oder faule Stellen und halten mir so die Kräuter schön in Ordnung.




Wem gehören denn diese schönen Leoparden-Flecken? Es ist ein Tier, das ich bis zu unserem Einzug hier im Haus mit Garten auch noch nicht gekannt hatte... Tigerschnegel sehen aus wie sehr grosse, schlanke Nacktschnecken und tragen ein auffälliges schönes Muster. Sie sind vorwiegend nachtaktiv und interessieren sich dann ebenfalls stark für mein Bio-Kübelchen mit Rüstabfällen, wie auch sonst für abgestorbenes, fauliges Pflanzenmaterial und Pilze. Tagsüber findet man sie allenfalls versteckt schlafend unter einem Blumentopf,  oder im Kompost.



Tigerschnegel können beeindruckend gross werden, was man vor allem sieht, wenn sie sich so richtig lang strecken. Gemäss Wikipedia werden sie "bis 13cm lang, einige Autoren geben eine Länge bis 20 cm an" - was ich durchaus bestätigen kann ;-)   (kein Fake, das Bild wurde nicht bearbeitet ausser der Bildausschnitt angepasst!)
Ganz wichtig ist auch wieder: Tigerschnegel sind Nützlinge und ebenfalls absolut schützenswert! Neben fauligem Pflanzenmaterial fressen sie auch Gelege der Nacktschnecken, greifen Nacktschnecken sogar an und knabbern sie an. Das hatte ich zwar schon gelesen, glaube es aber erst so richtig, seit ich es mehrfach selbst gesehen habe!
Nun hoffe ich, ich konnte bei Euch auch etwas mehr Sympathie für die verschiedenen Kriech-Tiere wecken!
Möglicherweise denkt Ihr in Zukunft vor dem streuen von Schneckenkorn an all die netten Verwandten der Nacktschnecken und verzichtet denen zuliebe vielleicht sogar ganz darauf?

Gerne zeige ich unsere Gartenbewohner auch bei Rita's Sonntagsfreude, denn Freude ist, wenn man sich auch bei Regenwetter an kleinen Dingen oder Tierchen freuen kann!

Liebe Grüsse, Miuh aus dem Schneckengarten :-)










Sonntag, 9. Februar 2014

Frühlingserwachen

Der Titel und auch das erste Foto sind ein bisschen irreführend... erstens erwarte ich noch nicht ganz den Frühling und zweitens seht Ihr hier einen winterblühenden Schneeball und noch keine Frühlingsblümchen.

Aber während einiges im Garten noch so richtig auf die Vergänglichkeit hinweist...
... spriessen andernorts schon die frischen Blätchen der Primeln, die nie richtig weg waren, kämpfen sich Winterlinge durch das Laub, ist eine weitere Fetthenne von Nachbars Garten zu uns hinüber gewandert und sind die versamten Hornveilchen über den Winter ganz langsam herangewachsen.
Auch Hyazinthen, Narzissen, Tulpen, Krokusse und andere Frühblüher sind dank der vielen warmen Tage schon ganz schön weit für die Jahreszeit...
... und auch die Lenzrosen (ursprünglich aus Grossmutters Garten, deshalb freue ich mich besonders!), eine wild gewachsene Rose, Flechtpflanzen und kleinste Akelei-Sprossen zeigen sich in knackigem rot-grün.
Die Schneeglöckchen sind zwar schon als komplette Pflänzchen an der Luft, schützen aber Ihre Blüten noch mit feinen, grünen "Käppchen", während die Blausterne (Scillas) anscheinend schon mit halb geöffneten Blüten durch den Boden gebrochen sind und gleich etwas Erde mitgenommen haben...
Mein persönlicher Held ist aber eine Rucola-Pflanze, die den ganzen bisherigen Winter überlebt hat. Auch wenn sie sich unterdessen über zwei Töpfe hinweg gelegt hat und nicht mehr ganz taufrisch aussieht, bildet sie nun zuvorderst mutig Blütenansätze.
Hoffentlich kommt nun kein allzu heftiger, kalter Wintereinbruch mehr, so dass all die vorwitzigen Pflänzchen doch überleben und uns schon bald mit vielen Blüten erfreuen können. Liebe Grüsse, Miuh