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Donnerstag, 26. Juli 2018

Rote Schweden-Häuschen

Vor unserer Reise nach Schweden (hier mehr dazu) kannte ich die roten Schweden-Häuschen schon von Fotos oder aus Filmen, war dann aber überrascht, dass wirklich so viele der Häuser im Land ganz diesem traditionellen Bild entsprechen! Die Schwedenhäuschen zeige ich gerne auch beim Freutag!

Sie haben wirklich Charme, diese Häuser im klassischen Schwedenrot mit den zumeist weiss bemalten Fensterrahmen, Eck- und Dachbalken, nicht? Dabei können sie verschiedenste Formen und Baustile haben, mit der typischen Farbe sind sie immer erkennbar. Aber schaut selbst...

Sogar Ställe, Scheunen, Zäune, Fabrikgebäude, Bootshäuschen, Garagen, Briefkastenhäuschen oder Hausboote sind im klassischen Design gehalten, in welches ich mich glatt ein wenig verliebt habe.

Mein allerliebstes Schweden-Haus ist das Bullerbü-Häuschen, in welchem Astrid Lindgrens Vater aufgewachsen ist, wo die Geschichten der Kinder aus Bullerbü spielen und später auch verfilmt worden sind. Dieses zeige ich euch gleich als erstes. Die zauberhafte Scheune des Bullerbü-Häuschens (ebenfalls in rot und weiss) findet ihr dafür ganz am Schluss.

Natürlich sind auch all die anderen unbedingt sehenswert! Mögt ihr die roten Schweden-Häuser auch so sehr, wie ich? Dann lasse ich euch nun ohne jeden weiteren Text in eurer eigenen Geschwindigkeit durch meine kleine Sammlung scrollen und geniessen - einige zusätzliche Erklärungen und Informationen werdet ihr ganz am Ende des Beitrages finden.














































Und nun habt ihr es überstanden... 46 Fotos von Schweden-Häuschen :-) Noch immer sind nicht alle dabei, die mir so gefallen haben, die ich gerne auch noch fotografiert hätte, aber wo einfach die Zeit unterwegs (und die Fahrsicherheit) nicht immer gereicht hat, um anzuhalten.

Das untere Bild zeigt einen der Gründe, weshalb mir die Schweden-Häuser so gut gefallen:
Die Liebe zu kleinen Details! Es ist eine Vergrösserung des Kamins des letzten Hauses oben.



Hier wie versprochen noch einige zusätzliche Informationen zu den schönen Schweden-Häusern:

(mehr Informationen und 20 Tipps, Empfehlungen und Erfahrungen zu Schweden findet ihr HIER)

Die typische Farbe "Schwedenrot" heisst auch Falun-Rot, weil (auch heute noch) die Überreste der Kupfermine in Falun als Grundstoff und Pigmente gebraucht werden. Es ist nicht nur eine schöne, rote Farbe, sondern auch ein Werkstoff mit ganz besonderen, das Holz (aus welchem die meisten Schwedenhäuser sind) schützenden Eigenschaften. Wir sind bei Falun vorbei gefahren und haben am Strassenrand auch Steinhaufen gesehen in rot, braun und allen Farben dazwischen - und teilweise in Regenbogenfarben schimmernd. Leider wusste ich damals noch nicht, dass daraus Schwedenrot hergestellt wird, sonst hätten wir angehalten und uns das genauer angeschaut.

Akzente werden bei den Häusern mit weiss, manchmal auch in blau gesetzt. Typisch sind: weisse Dachbalken, weisse Fenster, Fensterumrandungen, Tür, Eckbalken, Veranda, manchmal noch eine Stockwerk-Trennung. Hellblaue Akzente sind seltener, oft kombiniert mit weiss an Fenstern und / oder Türen.

Oft gehört eine kleine oder grössere Veranda zum Schweden-Häuschen. Der Vorbau dient zum Schutz des Einganges, eignet sich aber auch wunderbar als geschützte Sitzgelegenheit draussen - und gut sieht es auch noch aus, finde ich.

In vielen Fenstern haben wir schon von weit her Deko gesehen, wobei wir das Gefühl hatten, dass diese nicht unbedingt nur für die Bewohner, sondern durchaus auch für den Betrachter von aussen gedacht war. Oft standen kleine Stehlampen in den Fenstern, typisch waren aber auch Dala-Pferde, (künstliche) Blumen, Kränze und kleine Statuen... Vielleicht fällt euch ja in den Bildern oben auch das eine oder andere Deko-Stück auf?

Die Zäune um die Schweden-Häuschen sind oft auch genauso rot angestrichene (und manchmal auch mit weiss oder blau verschönerte) Lattenzäune. Die andere typische Zaun-Art sind dünne, jeweils versetzte, schräg an die hohen Stützen befestigte Baumstämmchen / Holzlatten. Das wäre mal ein DIY wert!

Falls euch die Roten Schwedenhäuschen sehr gefallen, ihr aber nicht gerade euer ganzes Haus rot anmalen wollt oder dürft, wäre ja vielleicht ein "Schwedisches" Gartenhäuschen oder Vogelhäuschen eine Idee? Oder ihr dekoriert einmal ein gut sichtbares Fenster nicht nur von innen, sondern auch als Blickfang von aussen?

Wenn es euch nun aber so richtig "gepackt" hat und ihr gerne ein "richtiges" Schwedenhäuschen euer eigen nennen (oder einfach nur etwas schmökern) möchtet, könnt ihr dies zum Beispiel auf der Immobilien-Seite Hemnet.se tun. Es sei eine der liebsten Internet-Seiten der Schweden, habe ich gehört.


Liebe Schwedenhäuschen-Grüsse
Miuh

Mittwoch, 6. Juni 2018

Geranien, meine neue Gartenfreude!

Mit Werbung für Geranien.


Dieses Jahr habe ich endlich eine Idee umgesetzt, die mir schon länger im Kopf herumgeschwirrt war: Ein Geranien - geschmücktes Haus! Mögt ihr mich bei meinem Vorhaben begleiten? Ich freue mich so, hat es geklappt... sind sie nicht toll?


Es sieht bei mir mit der modernen Fassade nicht ganz so traditionell aus wie die schönen, mit roten Geranien geschmückten Bauernhäuser im Emmental, die ich so liebe... Dennoch habe ich mir so ein wenig romantisches Landleben in die Stadtnähe geholt. Aber von Anfang an:


Meine Geranien (Pelargonien) habe ich nicht in klassischem Rot, sondern in dunklem Pink und kräftigem Rosa ausgewählt und abwechselnd eingepflanzt. So passen sie zu den Rosen, den Bartnelken und dem Lavendel im Vorgarten.


Für Pelargonien ist die Südlage mit viel Sonne und an der warmen Fassade ideal. Auf dieser Haus-Seite pflanze ich auch immer meine Tomaten, Peperoni, Gurken und andere Wärme-liebende Blumen und Gemüse!

Innerhalb eines Monats sind die Pflanzen richtig schön gewachsen - wie weit hinunter sie wohl noch kommen?
Auf dem Foto unten seht ihr sie nach dem Einpflanzen am 6. Mai (noch ohne Untersetzter), gut eingewachsen am 21. Mai und so schön üppig wie ich mir das Anfangs erhofft hatte, am 6. Juni.

In der Zwischenzeit habe ich auch schon viele Komplimente für meine Geranien erhalten - sie erfreuen also nicht nur mich! :-)


In schmalen, genau passenden Kistchen habe ich die Geranien auf den Storen-Kasten über die breite Küchenfenster-Front gestellt. Die ersten Stürme und Frühsommer-Gewitter haben sie dort gut überstanden - und ich hoffe sehr, das bleibt auch weiterhin so! Mein Herz hängt nämlich inzwischen schon sehr an den schönen Geranien.


Frisch gekauft waren die Pflanzen in ihren Töpfchen noch mit feinen, runden Stützen versehen, damit sie sich nicht schon in der Gärtnerei breit machen... Die Rosafarbenen Pelargonien sind eine hängende Sorte und die Pinken eine halb-hängende. Das war mir wichtig, da sie sich vor Allem nach unten so richtig austoben sollten (wie ihre Vorbilder an den Bauernhäusern...)


Es gab aber auch besonders viele wunderschöne stehende Pelargonien-Sorten mit mehrfarbigen, kleinen, grossen, gefüllten, speziell duftenden,... Blüten: eine schöne Qual der Wahl - ich konnte mich gerade noch beherrschen und auf mein Vorhaben besinnen :-)

Dafür habe ich WurzelAktivator - Pulver gekauft. Zu Hause wartete nämlich noch eine eigentlich wunderschöne, mehrfarbige, kleinblütige, duftende, jedoch nicht ganz ideal überwinterte Geranie. (Ja, ich schäme mich!!) Die Pflanze hat trotz Allem noch einen  kleinen, grünen Trieb in Richtung Frühling geschickt... Diesen habe ich in Wasser mit etwas WurzelAktivator eingestellt - und juhu, unterdessen hat sich eine Wurzel gebildet... ich hoffe auf ein Happy-End!

Mit Stecklingen könnt ihr also auch eure Lieblings-Geranien weitervermehren - eine schöne Sache!


Das Einpflanzen der gekauften Geranien war ganz einfach: frische Erde, Dünger-Kugeln als Depot für die ganze Saison und die Pflanzen in die Kistchen - fertig. Nun mussten sie nur noch auf ihren endgültigen Platz gehoben werden...


Mit der erhöhten Platzierung habe ich es mir selbst etwas schwierig gemacht: giessen kann ich die Geranien aus dem Fenster im 1. Stock und zum ausputzen (entfernen der verblühten Blütenstände) muss ich auf die Leiter... sonst ist die Pflege sehr einfach. Auf der Seite von Pelargonium for Europe findet ihr alle Pflegetipps - und jede Menge Inspirationen dazu.


Habt ihr noch etwas Geduld für Geranien-Bilder der ganz anderen Art und für etwas "Grössenwahn"?

Während die Geranien (welche ganz ursprünglich aus Südafrika stammen) bei uns nämlich geschützt überwintert werden müssen, können sie im frostfreien Klima südlicher Länder einfach immer weiter wachsen und zu grossen, weitverzweigten Sträuchern oder gar kleinen Bäumen werden... Solche Exemplare sind mir auf Reisen schon mehrmals begegnet und haben mich immer wieder fasziniert!

Diese (hinter einer Mauer) etwa zwei Meter hoch und ebenso breit gewachsene Pflanze habe ich vor einigen Jahren in Malta gesehen und bestaunt:


Unterdessen habe ich auch gelernt, dass nicht alles, was nach Geranien aussieht, auch Geranien sind... Anders gesagt, es ist kompliziert:

Storchenschnabelgewächse (lat. Geraniceae) ist der Familliennamen, unter welchem die Gattung der Pelargonien (lat. Pelargonium) - von uns allgemein "Geranien" genannt - sowie die Gattung der Storchenschnäbel (lat. Geranium) zusammengefasst werden.

Was ich also jeweils während Reisen in südlichen Ländern salopp als "wilde Geranien" bezeichnet habe, waren oft andere (unseren Geranien ähnlich sehende) Storchenschnabel-Gewächse.

Ein typisches Beispiel dafür ist der Pyrenäen-Storchenschnabel. Auf den Bildern seht ihr links wie ich ihn kürzlich auf einer Brachfläche in Madrid gefunden habe (als hätte das jemand liebevoll so schön arrangiert und angepflanzt), rechts wie in Malta gesehen und unten ein kleiner Storchenschnabel - Baum, den ich vor fünf Jahren in einem verwilderten Garten ebenfalls in Malta gefunden habe.

So viel zu den Verwandten meiner Geranien...

Bestimmt werde ich diesen Sommer weiterhin Ausschau nach all den verschiedenen und besonders schönen Geranien im In- und Ausland halten.

Habt ihr auch Geranien / Pelargonien zu Hause? - Und welche davon sind eure liebsten?

Liebe Grüsse
Miuh

PS. Gerne zeige ich meine Geranien auch beim Freutag, beim Gartenglück, und bei den Montagsfreuden.




Dieser Beitrag entstand in Zusammenerbeit mit "Pelargonium for Europe", enthält Links zu der entsprechenden Web-Site und wird deshalb mit "Werbung" gekennzeichnet. 
Ideen, Wünsche, Fotos, Text und Umsetzung stammen wie gewohnt von mir und waren mir frei überlassen.