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Donnerstag, 17. März 2022

Sahara - Wüstensand in der Luft

Wenn ich gerade nicht in die Wüste in die Ferien kann, kommt halt die Wüste zu mir? Etwa so kam es mir gestern vor...

Schon vor zwei Tagen war es angekündet worden: es kommt wieder einmal Sahara-Staub zu uns. Zum Glück war mir das bekannt, sonst wäre ich wohl recht erschrocken!

Der feine Wüstensand war durch ein Tiefdruckgebiet mit starken Winden über Marokko aufgewirbelt und mit der süd- / südwestlichen Höhenströmung zu uns transportiert worden. Das gibt es gerade in der sturmreichen Frühlingszeit öfters, doch so stark habe ich es noch nie erlebt.

Immer dunkler und düsterer wurde es am Dienstag morgen, bis schliesslich nicht nur der Himmel, sondern die ganze Luft, ja die ganze Landschaft rundherum düster gelblich-rot eingefärbt war. Ist das wirklich nur der Sahara-Staub, oder findet gerade der Weltuntergang statt? Das habe wohl nicht nur ich mich gefragt.

Tatsächlich: so mag es wohl auch im Krieg aussehen, oder ganz allgemein während einem Feuer (in Australien habe ich das so ähnlich schon erlebt), oder nach einem Vulkanausbruch, oder im Smog einer giftigen, dreckigen Industrie... beklemmend irgendwie.

Nur kurz konnte ich am Nachmittag von der Arbeit weg und hinaus, um ein paar Fotos aufzunehmen. Dabei sah ich: Der Sahara-Staub war nicht gleichmässig in der Luft verteilt, sondern kam tatsächlich in Wolken! Faszinierend. 

Was mir ebenfalls auffiel: Wie stark Fotos in den heutigen digitalen Geräten automatisch bearbeitet werden, noch bevor sie auf der Festplatte landen!

Mit dem Handy habe ich die beeindruckende Stimmung draussen im Garten und in Richtung Himmel aufgenommen - und auf dem Bildschirm erschien: ein ganz normaler, grauer Himmel. Auch die Kompaktkamera hat alle Farben automatisch auf "normal" korrigiert. Nur die Panasonic DMC-FZ2000 hat die Situation tatsächlich genau so festgehalten, wie ich sie selbst sah. Damit hat mich die Kamera einmal mehr beeindruckt und erfreut!

Mit meinem Fotobearbeitungs-Programm habe ich das simuliert: links das originale Foto und rechts "automatische Tonwertkorrektur" - genau so sahen meine Handyfotos aus!


Sonst habe ich die Fotos in diesem Beitrag übrigens nicht bearbeitet (ausser zugeschnitten / die Grösse angepasst).


Für die nächsten Tage ist noch mehr Sahara - Sand in der Luft angesagt. Ich bin gespannt darauf! Ob es wohl nochmals so beeindruckende Stimmungen gibt?

Und ich denke ganz fest an die Menschen, deren Himmel momentan nicht dank eines Naturphänomens so gruselig aussieht, sondern tatsächlich, weil Krieg herrscht. Mir fehlen die Worte.


Liebe Grüsse
Miuh


P.S. Gerne zeige ich meinen Himmel voller Sahara - Sand auch beim Freutag und bei galeria-himmelsblicke .

Montag, 21. Februar 2022

Ruhe vor dem Sturm

Zum dritten Mal innert kürzester Zeit zieht ein Sturm vorbei und ich hoffe, er bringt uns den Vor-Frühling und keine Schäden! 

Bisher hatten wir hier in der Schweiz weitgehend Glück, im Gegensatz zu Deutschland und anderen nördlicheren Ländern, die stärker getroffen wurden.

Der Baum auf dem Bild unten wurde bereits bei einem Sturm vor einem oder zwei Jahren gefällt und der zersplitterte Rest steht seither wie ein Mahnmal da: Schaut, was so ein Sturm anrichten kann...

Nach den Stürmen Zeynep und Ylenia Ende letzer Woche wird in der Nacht von Sonntag auf Montag bereits der nächste Sturm erwartet: Antonia.

Konnte ich in den vergangenen zwei Jahren jeden Sturm, jedes gröbste Regenwetter oder Schneegestöber ganz gemütlich von drinnen aus dem Homeoffice beobachten, graut mir ein wenig vor morgen früh: genau auf die Zeit des Morgenverkehrs wird "Antonia" erwartet - und ich muss raus.  

Heute Nachmittag haben wir bei komplett ruhigem Wetter - eben wohl die Ruhe vor dem Sturm - einen Spaziergang gewagt, mit besonderem Blick auf die Bäume und die Natur rundherum.

Am Rande dieser Waldlichtung steht zum Beispiel schon so mancher Baum ein wenig schräg:

Oft bin ich nach einem Sturm erstaunt, welche Bäume den starken Winden standgehalten haben - und welche Bäume, die ich eigentlich für stark gehalten hätte, es nicht geschafft haben. 

Manches Mal sagt eben ein oberflächlicher Anschein nichts aus! Ein Baum mag morsche Äste haben - und doch gut und tief verwurzelt dastehen. Oder ein Baum sieht kräftig und gesund aus - ist jedoch innen morsch und hohl.

Beinahe könnte man ein wenig philosophisch werden: auch bei den Menschen überstehen nicht immer diejenigen die Stürme des Lebens am besten, die sich stark geben. Manches Mal überraschen uns eher die etwas "schrägen". 

Beeindruckt hat mich heute auch dieser Wald von jungen Bäumchen ganz tief am Boden: noch so klein, so elastisch und dadurch unbeeindruckt von jedem Sturm - und doch stark genug, um sich einfach durch das Laub zu bohren...

In der Zwischenzeit höre ich draussen die ersten Böen und hoffe, dass der Sturm uns alle nicht zu hart treffen wird.

Mit dem Efeu-Herz eines lokalen Künstlers wünsche ich auch euch allen Sicherheit für die Nacht und den Morgen und guten Stand.

Liebe Grüsse
Miuh

P.S. Das Efeu-Herz zeige ich gerne auch bei Niwibo sucht - Herzen.

Freitag, 29. Oktober 2021

Monatscollage Oktober 2021

In Gedanken bin ich erst gerade knapp im Herbst angekommen. Trotz kühleren Temperaturen gehe ich noch immer gerne nur im Pullover oder gar T-Shirt raus, wenn die Sonne wärmt und geniesse das besondere Licht und die bunten Blätter überall. Dennoch: der Oktober ist praktisch vorbei, die Nächte sind nicht nur kühler, sondern kalt, die Tage kürzer und alle Pflanzen, die jetzt noch draussen sind müssen entweder frosthart sein, oder werden so langsam aber sicher verloren gegeben...


Mein Oktober 2021

Gebloggt

Endlich war ich wieder einmal aktiver sowohl auf meinen beiden eigenen Blogs als auch beim Lesen. Ich freue mich sehr, konnte ich mir die Zeit dafür nehmen. Die beiden entstandenen Beiträge sind:

Oman Roadtrip: Wadi Bani Khalid - Traumhafte Oase der Berge
Alpabfahrt und wieder einmal etwas von mir
 


Tierisches
 
Den noch viel zu dünnen Igel, der kürzlich gar am Tag bei uns im Garten auftauchte, versuche ich noch winterfit zu machen. 
 

Wie eigentlich jeden Herbst hat uns (mindestens) ein Admiral - Schmetterling besucht. Genau wie viele andere Insekten auch, liebt er die Efeu-Blüten hier.
 

 
Nostalgisch
 
Wieder einmal in der alten Heimat unterwegs habe ich während eines Spazierganges geschaut, was neu und was noch immer "beim alten" ist? Einige Häuser sind neu, viele Leute kenne ich nicht mehr, die Natur aber ist geblieben - mehr noch: ein Bach wurde mit Steinen und Verbreiterungen "renaturiert". Sehr gut!
 

 
Garten

Den Garten winterfit zu machen, heisst für mich nicht, alles blitzblank wegzuräumen, im Gegenteil. Igel, Molche, Spitzmäuse, viele Vögel, Spinnen, Käfer, Wildbienen und jede Menge andere Insekten danken es uns und es ist immer wieder eine Freude, wie viele Tiere in unserem kleinen Gärtchen leben. Vor einiger Zeit haben wir angefangen, alles anfallende Holz-Schnittgut zu einer Totholz-Hecke aufzuschichten. Ich bin begeistert, wie sie sich entwickelt und gespannt, wie es weiter geht: wird die Hecke wachsen, oder schneller verrotten und zusammenfallen, wie wir daran bauen können?
 

Die Rosen blühen nochmals wunderschön: nicht so üppig wie im Frühsommer, dafür schätzen wir jetzt jede leuchtende Blüte nochmals sehr.
 

Und sonst... die Blätter fallen. Nach dem ersten Frost kann man jeweils zuschauen, wie die Feldahorn-Bäume innert weniger Tage ihre Farbe von ganz grün auf leuchtend gelb ändern und die Blätter kurz darauf, oft noch etwas beschleunigt durch einen Herbsturm abwerfen.
 

 
Himmel

Nie scheint mir der Himmel so blau, wie über den herbstgelben Blättern unseres Feldahorns (oder über den Sandsteinbauten der Toscana). Gerne zeige ich meinen Blick in den (Ende-) Oktoberhimmel auch bei der Galeria Himmelsblick.



Chili-Ernte

Eine wunderschöne, vielfältige, bunte Chili-Ernte... nur leider nicht in meinem Garten gewachsen. Einige Chilis sind bei uns zwar bereits reif, andere jedoch fangen erst gerade an, Farbe zu anzunehmen oder Früchte anzusetzen und die Pflanzen sind eher klein geblieben. Hier war 2021 weder ein Chili-noch ein Tomaten-Jahr. Immerhin: die Setzlinge all dieser gezeigten Chilis habe ich selbst mit viel Fürsorge gezogen und "überzählige" an liebe Menschen verschenkt. In Form dieser (teil-)Ernte sind sie nun wieder zu mir zurückgekehrt. Win-win! Mehr über mein "Chili-Fieber" könnt ihr hier erfahren.
 


Gerne zeige ich die Oktober-Monatscollage bei Birgitt und schaue, was Andere dort so über den Oktober erzählen. Die Chilis und all meine anderen Oktober-Freuden zeige ich auch beim Herbstglück und beim Freutag
 
Und wie war euer Oktober?

Liebe Grüsse
Miuh


Freitag, 1. Dezember 2017

Nachtschnee


Schon tagsüber hatte es heute geschneit... Abends und in die Nacht hinein fielen die Flocken weiter. Der Baum vor unserem Haus sieht mit den beleuchteten Schneeflocken im Vordergrund fast aus wie ein magisches Sternbild... (Diesen "Sternenhimmel" zeige ich gerne auch bei "in Heaven") Erst das leichte Aufhellen des Bildes bringt den Baum wieder in Szene.

Im Garten liegen unterdessen um die 2 cm Schnee...

Und ich bin froh, dass für die Vögel, die uns am Morgen besuchen werden, schon alles vorbereitet ist!

Ich weiss noch immer nicht, ob ich die Herbstanemonen für den Winter abschneiden soll? Einerseits geben sie dem Vorgarten gerade mit dem Schnee eine schöne Struktur... Anderseits werden sie wohl irgenwann unter zu viel Schnee kippen...

Und noch etwas steht an... Die nicht winterharten Pflanzen: Avocado, Kumquat, Dipladenia und Geranium sollte ich dringend noch ins Haus holen, bevor es richtig kalt wird! Bisher ging es direkt an der Hausmauer noch, aber riskieren, dass die Pflanzen erfrieren, möchte doch nicht.

Wer jedoch draussen bleibt - und unbedingt draussen bleiben muss, sind die Puppen der Schwalbenschwanz - Schmetterlinge! Sie brauchen den Winter und halten auch kalte Temperaturen aus. Würde man sie ins Haus holen, würden sie etwa im Dezember schlüpfen - und sterben. So aber hoffe ich, dass sie im Mai schlüpfen und eine neue Generation gründen!

Freiwillig draussen ist der kleine (nicht mehr so kleine!) Kater. Er erlebt gerade den ersten Schnee seines Lebens und geniesst den Balkon sehr. Gleich darunter hängt das Futterhaus und er liebt es, die Vögel zu beobachten. Ob es ihm dabei auf den Pelz regnet oder schneit, ist ihm egal - er ist definitiv nicht Wasserscheu.

Während es hier über Nacht so richtig Winter wird, träume ich ein wenig von einer Insel am anderen Ende der Welt, die jetzt Sommer hat: Lord Howe Island vor Australien. Vor genau zwei Jahren war ich dort und kann den paradiesischen Ort seither nicht mehr vergessen.
https://geheimtippreisen.blogspot.ch/2017/11/lord-howe-island-alle-informationen.html

Nein, nein, ich beschwere mich noch nicht über den Winter, kaum fängt er an - und er hat ja auch schöne Seiten, über die ich mich freue!

Liebe Winternacht - Grüsse
Miuh

P.S. Den Nachtschnee in unserem Garten zeige ich gerne auch beim Natur Donnerstag, beim Freutag und beim Gartenglück.


Donnerstag, 16. November 2017

Rückkehr zum Traum-Bauernhof...

Erinnert ihr euch noch, wie ich kürzlich losgegangen bin und ganz unverhofft ein kleines Paradies am Stadtrand gefunden habe? Glücklich und mit Sägemehl an den Schuhen bin ich damals ins Büro zurückgekehrt und habe angefangen, zu recherchieren... und heute war ich nochmals da:
Hat der Hof nicht einen wunderschönen Garten, auch jetzt im November noch? Ich bin fast ein wenig verliebt...
Das Beste aber ist: Dieser schöne Ort ist ein Gemeinschafts-Bauernhof, bald werde ich Mitglied des Vereins und dann hoffentlich von Zeit zu Zeit hier anzutreffen sein.
Wie einladend sind diese Sitzplätze! Ich bin schon sehr gespannt auf die Gemeinschaft und darauf, wie der Hof in den verschiedenen Jahreszeiten aussehen wird.
Einzelne Bewohner habe ich bereits kennengelernt: Die Wollschweine haben viel Platz zum herumrennen und im Schlamm wühlen...
Das Gehege für die Hasen ist auch riesig - so gross, dass der eigentlich recht grosse, weisse Hase darin kaum zu finden ist. Seht ihr ihn?
Auf der Weide nebenan liegt ein Haufen Totholz, der bestimmt auch vielen Tieren Zuflucht bietet! Und wie bei vielen der liebevoll gestalteten Ecken, Lebensräume und Beete steht ein kleines Schildchen dabei, welches Hintergrundwissen und Informationen bietet.
Ich freue mich so, habe ich diesen Ort gefunden! Das zeigt mir einmal mehr, dass immer und überall ein kleines oder grosses Glück auf uns warten kann und wir nur bereit dafür sein müssen. Auch ein wenig Mut und Bereitschaft, neue Wege zu gehen (nicht immer meine Stärken) und mit offenen Augen durch die Welt zu gehen, eröffnet so viele Möglichkeiten!

Liebe Grüsse, Miuh 

P.S. Den Traum-Bauernhof mit dem schönen Garten zeige ich gerne beim Natur-Donnerstag, beim Gartenglück, beim Freutag, beim Sonntagsglück, und bei den Montagsfreuden

Und... mögt ihr Weihnachtsmärkte? Schaut doch noch hier bei mir vorbei:
https://geheimtippreisen.blogspot.ch/2017/10/weihnachtsmarkte-2017-planung-tipps.html





Samstag, 31. Dezember 2016

Gedanken zum Neuen Jahr 2017

Die Tage zwischen den Jahren bieten für mich eine gute Zeit, mir Gedanken zu machen über das vergangene und über das kommende Jahr... Oft habe ich einige zusätzliche freie Tage - Zeit und Ruhe für mich selbst, für Gedanken, Träume, Rückblicke und Ausblicke.
Gerne räuchere ich (ohne grosse Rituale, nur so für mich im Wohnzimmer) Fichtenharz von einem Baum im Emmental, der mir viel bedeutet, sitze stundenlang auf dem Sofa, knuddele die Katzen, schaue Fotos an, höre Musik und geniesse das "Nichtstun".
Ich weiss: viele Leute sagen jeweils, sie nehmen sich nichts spezielles vor zum Neuen Jahr... die guten Vorsätze hielten ja sowieso nicht lange an.
Wahrscheinlich haben sie recht: wenn ich auf der Notiz-App meines Handys schaue, was ich mir so vorgenommen habe für das vergehende Jahr, kann ich gerade einmal zwei Dinge wirklich abhaken.
Andererseits sehe ich Vieles, das mich durch das Jahr hindurch begleitet hat, was mich beschäftigt hat und was auch für das Neue Jahr Gültigkeit behalten soll.
Und da gibt es auch sehr Vieles, was im Jahr 2016 gar nicht geklappt hat...
Mir wird bewusst, was auch noch ein Grund sein könnte, sich lieber keine Vorsätze zu nehmen: Das sich Auseinandersetzen damit und vor allem mit den eingenen Unzulänglichkeiten und dem möglichen Versagen kann schmerzen.

Trotzdem werde ich mir auch fürs Jahr 2017 wieder Vorsätze notieren, im Wissen, dass ich es kaum schaffe, alles umzusetzen. Aber es tut gut, sie von Zeit zu Zeit durchzuschauen, sich wieder daran zu orientieren - und einiges eben doch zu erledigen und kleine Erfolge zu erleben.
Alle Fotos hier sind in den vergangenen Tagen im Emmental entstanden und passen für mich richtig gut zum Thema.
Die Himmelsbilder zeige ich gerne bei der Raumfee "in Heaven"
Wie habt Ihr es so mit den guten Vorsätzen? Ist für Euch jetzt die richtige Zeit dafür? Macht Ihr Euch lieber einmal währen des Jahres Gedanken über Veränderungen oder lasst Ihr es lieber ganz sein?
Liebe Grüsse und einen guten Start ins Neue Jahr, Miuh


Samstag, 30. Juli 2016

Kirschpflaumen - noch eine Überraschung im Garten!

Kennt Ihr Kirschpflaumen? Mir waren sie bis gestern völlig unbekannt und ihre Entdeckung eine Überraschung...
Neben unserem Zwetschgenbaum wuchs schon seit einigen Jahren ein Seitentrieb aus der Wurzel... Gärtner sagen dazu, man solle solche Wildtriebe unbedingt ausreissen - aber wenn eine Pflanze nicht gerade zu sehr im Weg steht, lasse ich sie lieber wachsen, wage das Experiment und schaue, was daraus wird!
Diesen Frühling nun blühte der unerdessen schon etwas grössere Seitentrieb wunderschön weiss. Die Blüten waren etwas kleiner als diejenigen der Zwetschge und auch die Blätter und Äste sehen etwas anders aus.
Als wir in letzter Zeit Sträucher zurückschnitten, blieb der Seitentrieb natürlich verschont, und zum ersten Mal fielen mir kleine, rundliche Früchte daran auf: "Schau, da ist so etwas wie kleine, wilde Zwetschgen!" Obwohl ich überzeugt war, dass dies bestimmt zähe, saure oder sonst ungeniessbare Früchte geben würde, war meine Neugier geweckt!
Als ich gestern am Bäumchen vorbei ging, lagen nun einige hellrote, teilweise etwas gelb angefärbte Früchte in Kirschgrösse am Boden. Zuerst vermutete ich, dass es nur die kleinen, unreifen Wildzwetschgen wären, aber die Früchte sahen gut aus und fühlten sich reif an. Wir probierten seeehr vorsichtig ein ganz kleines Stückchen - und waren überrascht! Die Früchte schmecken super, ähnlich wie Zwetschgen, sehr süss und aromatisch. Wow! So sammelte ich die restlichen Früchte, die noch ganz waren auf. Einmal mehr hatten wir überraschend etwas Feines im Garten gefunden :-)
Nach einigen Recherchen fand ich folgendes heraus:
Kirschpflaumen (andere Namen dafür sind: Türkenkirsche, Wildpflaume, Myrobalane) - Bäumchen werden gerne als Unterlage für veredelte Zwetschgen- oder Kirsch- Bäume verwendet. (Daher unser Austrieb unter der Zwetschge!) Die Früchte sehen Kirschen - förmig aus, schmecken aber eher wie Zwetschgen und können rot, gelb oder sogar schwarzrot gefärbt sein. Der Geschmack kann variieren von sauer über fade, mehlig bis süss-aromatisch. Bäume oder auch verzweigte Sträucher entstehen aus Boden-Austrieben von verwilderten Obstplantagen, oder auch aus versamten Kernen. Die Früchte sind meist nicht sehr lange haltbar - vielleicht habe ich sie deshalb noch nie zu kaufen gesehen? Bei uns sind die Früchte praktisch unbekannt, in Osteuropa und einigen Teilen von Österreich und Deutschland hingegen kennt man sie eher. Mehr Informationen dazu findet Ihr zum Beispiel hier: Wikipedia, hier: wildundfrei.net oder hier: baumkunde.de.

Mehr Überraschungen aus unserem Garten findet Ihr hier: Kiwi, hier: Tigerschnegel, hier: Nachtkerzen

Apropos Überraschung: Der Igel, den wir in unserem Garten ausgewildert haben (hier der Igel-Bericht), wohnt noch immer hier und mag unser Karton-Häuschen sehr, obwohl es nicht sehr stylisch ist. Er geht jede Nacht auf Tour und wird von Zeit zu Zeit von uns gesehen oder von der Überwachungskamera erwischt...

Liebe Grüsse, Miuh