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Samstag, 22. Juni 2019

Schnittlauchblütenbutter Rezept - einfach und fein!

Kräuterbutter liebe ich sehr! So kann ich die Würze des Sommers aus dem eigenen Garten konservieren und mir auch im Winter manchmal noch die Vielfalt aromatischer Kräuter auf den Teller holen. Macht ihr auch manchmal selbst Kräuterbutter?




Eine besonders rassige und hübsch dekorative Variante ist die Schnittlauchblütenbutter - und einfach herzustellen ist sie noch dazu! Zarte lilafarbene Blütenblättchen und einige gelbe Farbtupfer der Zitronenschale wirken sommerlich verspielt, doch der Geschmack hat es in sich: er ist kräftig schnittlauchig! So macht sich eure Schnittlauchblütenbutter wunderbar auf dem Buffet jeder Sommerparty oder direkt auf frischem, noch leicht warmem Brot.




Normalerweise knipse ich die Blüten des Schnittlauchs nicht ab, wie es manchmal empfohlen wird, um das Aroma der Schnittlauchröhrchen zu erhalten. Bienen und andere Insekten lieben die Blüten sehr und es ist mir eine Freude, ihnen zuzuschauen!




Nur wenn ich die Blüten esse, pflücke ich mir einige davon: Schnittlauchblüten sind eine wunderbare, würzige, lila-farbene Dekoration für Salate und andere Gerichte.




Nun aber wie versprochen hier das Rezept für die feine Schnittlauchblütenbutter - es ist einfach nachzumachen und passt perfekt zum Sommer:




Rezept für Schnittlauchblütenbutter

Für meine Schnittlauchblütenbutter habe ich folgende Zutaten gebraucht:

200gr weiche Bio-Butter (eine Stunde vorher aus dem Kühlschrank nehmen)
20 mittelgrosse, frische Schnittlauchblüten (kleingeschnitten)
Feiner Schalen-Abrieb von 1/2 - 1 Zitrone
Einige Prisen Salz (Vorsicht damit, nachsalzen geht immer...)

Alles in einer Schüssel mit einer Gabel gut vermischen, zwischendurch probieren und ev. nachwürzen - fertig!

Natürlich ist es auch möglich, die Menge nach euren Bedürftnissen anzupassen.





Anschliessend könnt ihr die Schnittlauchblütenbutter frisch verwenden, in den Kühlschrank stellen für die baldige Verwendung, oder in beliebiger Form (Rollen, Eiswürfelbehälter, kleine Schälchen, Silikonförmchen,...) einfrieren für den späteren, portionenweisen Verbrauch.




En Guete und liebe Grüsse
Miuh



Mittwoch, 2. August 2017

Aromatisiertes Wasser - erfrischend und partytauglich

Wir gönnten uns mit einem "Brückentag" und dem Nationalfeiertag am 1. August ein langes, freies Sommerwochenende zu Hause... das war einfach nur gemütlich! Da das Wetter so schön und warm angesagt war, haben wir die Gelegenheit ergriffen und auch wieder eine kleine Gartenparty geplant.
Der Partytag war richtig heiss und ich habe als Alternative für Wein, Bier oder andere Drinks aromatisiertes Wasser für die Gäste vorbereitet:
Den grossen Wasserspender (ich liebe ihn!) habe ich mit frischem Wasser, einer Lavendelblüte, einem Zweig Pfefferminze, 2-3 Gurken-Abschnitten, 2 Scheiben einer Zitrone und vielen Eiswürfeln gefüllt.Vielleicht wäre das auch eine Sommer-Idee für euch?
Natürlich wäre das auch in einem grossen Krug oder einer Karaffe möglich. Da der grosse Wasserspender jedoch oben mit einem Metalldeckel gut verschlossen werden kann, besteht hier nicht die Gefahr, dass sich Insekten hinein verirren, das ist momentan bei dem vielen Gesumse in unserem Garten ganz praktisch. Ausserdem fasst der Wasserspender über 5 Liter Wasser, da muss ich auch für eine grössere Gruppe nicht ständig nachfüllen. - Und der Ausgusshahn unten ist auch zu cool ;-)
Aromatisiertes Wasser könnt ihr mit allem herstellen, was ihr als leichtes Aroma einzeln oder kombiniert gerne in eurem Trinkwasser habt... Beeren, Zitronenscheiben, Orangenscheiben, Pfirsichschnitze, Apfelstücke, Kräuter, Gurke, Melone,... schon wenige Stücke oder Blättchen geben ein gutes Aroma ab. Wenn ihr den Geschmack etwas stärker mögt, könnt ihr die Früchte / Kräuter natürlich auch leicht andrücken oder sogar z.B. den Saft einer Zitrone dazugeben. Ein "richtiges" Rezept braucht es dazu nicht, den Ideen und der Fantasie sind hier fast keine Grenzen gesetzt. Wichtig ist mir, dass die Zutaten biologisch sind und dass das Wasser frisch und gut gekühlt ist.
Unsere Gäste haben jedenfalls noch nie so viel Wasser getrunken... :-)
Liebe Grüsse und weiterhin schöne Sommertage
Miuh

P.S. Wenn ihr mögt, findet ihr hier meinen Geheimtippreisen-Blog , aktuell mit einem Beitrag über die faszinierenden Schiffswracks auf Moreton Island

Samstag, 30. Juli 2016

Kirschpflaumen - noch eine Überraschung im Garten!

Kennt Ihr Kirschpflaumen? Mir waren sie bis gestern völlig unbekannt und ihre Entdeckung eine Überraschung...
Neben unserem Zwetschgenbaum wuchs schon seit einigen Jahren ein Seitentrieb aus der Wurzel... Gärtner sagen dazu, man solle solche Wildtriebe unbedingt ausreissen - aber wenn eine Pflanze nicht gerade zu sehr im Weg steht, lasse ich sie lieber wachsen, wage das Experiment und schaue, was daraus wird!
Diesen Frühling nun blühte der unerdessen schon etwas grössere Seitentrieb wunderschön weiss. Die Blüten waren etwas kleiner als diejenigen der Zwetschge und auch die Blätter und Äste sehen etwas anders aus.
Als wir in letzter Zeit Sträucher zurückschnitten, blieb der Seitentrieb natürlich verschont, und zum ersten Mal fielen mir kleine, rundliche Früchte daran auf: "Schau, da ist so etwas wie kleine, wilde Zwetschgen!" Obwohl ich überzeugt war, dass dies bestimmt zähe, saure oder sonst ungeniessbare Früchte geben würde, war meine Neugier geweckt!
Als ich gestern am Bäumchen vorbei ging, lagen nun einige hellrote, teilweise etwas gelb angefärbte Früchte in Kirschgrösse am Boden. Zuerst vermutete ich, dass es nur die kleinen, unreifen Wildzwetschgen wären, aber die Früchte sahen gut aus und fühlten sich reif an. Wir probierten seeehr vorsichtig ein ganz kleines Stückchen - und waren überrascht! Die Früchte schmecken super, ähnlich wie Zwetschgen, sehr süss und aromatisch. Wow! So sammelte ich die restlichen Früchte, die noch ganz waren auf. Einmal mehr hatten wir überraschend etwas Feines im Garten gefunden :-)
Nach einigen Recherchen fand ich folgendes heraus:
Kirschpflaumen (andere Namen dafür sind: Türkenkirsche, Wildpflaume, Myrobalane) - Bäumchen werden gerne als Unterlage für veredelte Zwetschgen- oder Kirsch- Bäume verwendet. (Daher unser Austrieb unter der Zwetschge!) Die Früchte sehen Kirschen - förmig aus, schmecken aber eher wie Zwetschgen und können rot, gelb oder sogar schwarzrot gefärbt sein. Der Geschmack kann variieren von sauer über fade, mehlig bis süss-aromatisch. Bäume oder auch verzweigte Sträucher entstehen aus Boden-Austrieben von verwilderten Obstplantagen, oder auch aus versamten Kernen. Die Früchte sind meist nicht sehr lange haltbar - vielleicht habe ich sie deshalb noch nie zu kaufen gesehen? Bei uns sind die Früchte praktisch unbekannt, in Osteuropa und einigen Teilen von Österreich und Deutschland hingegen kennt man sie eher. Mehr Informationen dazu findet Ihr zum Beispiel hier: Wikipedia, hier: wildundfrei.net oder hier: baumkunde.de.

Mehr Überraschungen aus unserem Garten findet Ihr hier: Kiwi, hier: Tigerschnegel, hier: Nachtkerzen

Apropos Überraschung: Der Igel, den wir in unserem Garten ausgewildert haben (hier der Igel-Bericht), wohnt noch immer hier und mag unser Karton-Häuschen sehr, obwohl es nicht sehr stylisch ist. Er geht jede Nacht auf Tour und wird von Zeit zu Zeit von uns gesehen oder von der Überwachungskamera erwischt...

Liebe Grüsse, Miuh







Sonntag, 7. Februar 2016

Rezepte, Essen, Küchenthemen

In meinem Blog haben sich mit der Zeit so einige Rezepte, aber auch andere Beiträge zum Essen und zu Küchenthemen angesammelt. Diese fasse ich Euch hier in einer kleinen Rezeptsammlung und Übersicht zusammen, die in Zukunft auch weiter aktualisiert wird:


Rotkohl-Salat im Glas (Rezept)
Sonniger Rucola-Salat (Rezept)
Aromatisiertes Wasser - erfrischend und partytauglich
Ostereier natürlich mit Zwiebelschalen färben
Chai-Sirup (Rezept)
Süsse Etagere
Wassermelonen-Drink (Rezept und Deko-Ideen Schweizer Nationalfeiertag)
Schwarzwälder Kirsch-Glace /-Eis (Rezept)
Artischocken (altes, italienisches Rezept)
Selbst gemachte Mayonnaise (Rezept) 
Zöpfli, Häschen und noch einiges mehr... (Rezept und Deko-Vorschläge zu Ostern)
Dukkah (Rezept) 
Dreikönigstag und Dreikönigskuchen (Rezept und Tradition) 
Punschkugeln / Rumkugeln  (Rezept)
Zitronengrastee (Rezept)
Würzig geröstete Kürbiskerne (Rezept)
Würzige Kürbissuppe, Vegan (Rezept)
Gazpacho - gesunde, scharfe Erfrischung im Sommer, Vegan (Rezept)
Griechischer Salat und Saziki (Rezepte)
Erdbeer-Glace / Erdbeer-Eis (Rezept)
Löwenzahnknospen - zum essen!  (Wildküche, Rezept)
Nachtkerzen - zum essen! ...ein Versuch  (Wildküche, Erfahrungsbericht und Rezept)
Frühling im Glas  (Wildküche, Dekoideen)
Essbare Pflanzen auf Malta und Comino (Wildküche, Erfahrungsbericht)
Ingwer-Experiment (Experiment und Anleitung zum selber ziehen)
Zitronengras-Ernte (Anleitung, Erfahrungsbericht zum selber ziehen)
Völlig missratener Kuchen für Besuch? (Rettung und Deko-Idee)
Aufräumen und Aufbrauchen (Inspiration, Ideen)
Brotbacktag  (Ideen, Detailfotos)
Sommer-Stillleben (Fun, Rüstabfälle als Deko)
Geschenke aus der Küche (Ideen, Deko)
Vegetarisch essen in Australien (Erfahrungsbericht)

Ein Banner mit Link werde ich auch rechts in der Übersicht plazieren, so dass Ihr es einfacher habt, alle Rezepte und Themen zu Essen und Küche wieder zu finden.

Viel Freude beim Stöbern, Entdecken und Ausprobieren, Miuh






Dienstag, 26. August 2014

Sardinien - Schweiz

Hallo zurück... wir sind retour aus unseren Ferien auf der Insel Sardinien und haben viele Fotos, spannende Eindrücke, schöne Erinnerungen und auch einige typisch Sardische / Italienische Produkte mit nach Hause gebracht. Bestimmt werde ich noch einiges davon berichten und jede Menge Bilder zeigen...
Als ersten, kleinen Vorgeschmack werde ich Euch kurz erzählen, weshalb es mir auf Sardinien so gut gefallen hat und weshalb ich aber auch gerne wieder zu Hause, zurück in der Schweiz bin.

10* Sardinien war super, weil...

1. Sommer, Sonne, Sonnenschein und ständig draussen unterwegs sein! Auch wenn es in der Schweiz immer wieder sonnige Tage gab, konnte sich seit dem Juni kein konstantes Sommerwetter mehr durchsetzen. Die Zeit an der Wärme haben wir deshalb sehr genossen!

2. Wunderschöne Strände mit feinem, hellem Sand und klarem, türkisblau schimmerndem Wasser (leider im August meistens ziemlich dicht bevölkert). Es gibt aber auch Strände mit eher wildem, welligem Meer zum Wellenreiten, Strände zwischen Fels-Abhängen oder solche, die etwas schwerer zugänglich (und deshalb ruhiger) sind.


3. Bio-Gemüse und -Früchte vom Verkäufer im Dorf, der auf Wunsch auch seinen Garten hinter dem Verkaufs-Stand gezeigt hat. Wir haben also viel Frisches und Gesundes genossen.

4. Freundliche, hilfsbereite Menschen! Der Nachbar, der uns Feigen geschenkt hat, oder der Gemüse-Verkäufer (3.) der uns zusätzlich Erdbeeren, Feigen und Kräuter mitgegeben hat, der Mann an der Brot-Theke im SISA, der einen am zweiten Tag erkannt hat, all die Leute, die uns bei einer Auto-Panne unterstützt haben (übrigens: "ein Platten" =  "Gomma a terra" und "Ventil kaputt" = "Valvola rotta" haben wir nebenbei auch noch gelernt...) und viele mehr haben ein gutes Gefühl für die Sarden hinterlassen!

5. Unterdessen gibt es auf Sardinien Abfalltrennung - nach einem ausgeklügelten System werden Plastik/Pet, kompostierbares, Karton/Papier, Glas, Alu oder Restmüll abgeholt und hoffentlich auch entsorgt oder recycelt. Ich war echt postitiv überrascht!


6. Viele Brachflächen, auf denen die Natur sich noch frei entfalten und ausbreiten kann mit einer Vielfalt an Sträuchern, Blumen, Gräsern sind bestimmt ein Paradies für Vögel und viele andere Tiere.

7. Spannendes Hinterland: Nicht nur die Strände Sardiniens sind schön, auch im Landesinneren gibt es viel zu entdecken! Verschiedene Seen, Thermen mit einer siedend heissen Quelle, Korkeichen, Städte, abwechslungsreiche Landschaften... sogar Skifahren soll im Winter möglich sein.

8. Lokale, Sardische Produkte werden recht vielfältig auch im "normalen", kleinen SISA - Laden angeboten: Pecorino Sardo (Schafsmilch-Käse), Honig, Butter, Gnocchetti Sardi (spezielle Teigwaren), Bier, Wein, Olivenöl,...

9. Schöne Architektur, zurückhaltende Bebauung! Die Bauvorschriften auf Sardinien sind sehr streng, insbesondere in Küstennähe und im Norden an der Costa Smeralda. Auf eine schöne, in die Natur eingepasste Architektur (oft mit lokalen Naturmaterialien) und nicht mehr als 2- oder 3- Stöckige Bauten wird meistens geachtet und viele Bau-Projekte werden gar nicht bewilligt.


10. Gutes Essen - Nicht immer überall am Mittelmeer einfach zu finden für mich als Vegetarier, aber ich hatte keinerlei Skrupel, 5-6 mal in der Woche 1-2 mal pro Tag Pizza zu essen... und jede war ein Genuss!


10* Auch in der Schweiz ist es wieder schön, weil:

1. Unsere liebe Katze haben wir sehr vermisst und so wie sie sich verhalten hat, wurden auch wir vermisst!

2. Unser Häuschen hinterlasse ich  gerne schön geputzt und das Zurückkehren in die Räume mit den grossen Fenstern, in die eigene Küche mit den vielen feinen Gewürzen und ins Bad mit den frisch gewaschenen Badetüchern ist immer wieder sooo schön.

3. Gutes Trinkwasser ab dem Wasserhahn... wie ich das jedes Mal wieder schätze! Man muss sich nicht um genügend Wasserflaschen kümmern, es ist einfach da. Auch Duschen oder Zähneputzen mit dem frischen, nicht gechloorten Wasser ist wieder wunderbar.

4. Familie, Freunde, Nachbarn, Kollegen... viele waren über den Sommer auch in den Ferien und man hat sich deshalb teilweise länger nicht gesehen.

5. Grüne Wiesen und Landschaften: So grün, wie das Gras und überhaupt alle Pflanzen hier in der Schweiz sind, habe ich es noch selten irgendwo gesehen (ausser vielleicht in Cornwall?) und das leuchtende Grün fällt mir jedesmal wieder auf, sobald wir über die Berge in Richtung Nordschweiz fahren.




6. "Meine" Produkte! In der Ferne lokale Esswaren einkaufen und ausprobieren - gerne... aber sobald ich wieder zu Hause bin (manchmal schon an der ersten Autobahnraststätte in der Schweiz) zieht es mich zu einigen heiss geliebten Produkten hin, die es so nur hier gibt: Zweifel Chips, Schweizer Schokolade, Chirat Cornichon Extra-Gürkli und der Kressi-Kräuteressig zum Beispiel!


7. Der eigene Garten... hier etwas zupfen, dort etwas schneiden, schauen, wie sehr alles gewachsen ist, Gurken und Zucchini ernten, Basilikum pflücken, giessen und gleich noch einige Fotos machen: super!

8. Meine Blogs - In den Ferien habe ich sie nicht direkt vermisst, aber ich mag einfach nichts verpassen - also habe ich nun eineinhalb Tage damit verbracht, alle Beiträge meiner momentan knapp 120 verfolgten Blogs der letzten zehn Tage nachzulesen...

 9. Saubere Natur! Es ist zwar unterdessen auf Sardinien / in Italien etwas besser als auch schon, aber da bleibt noch viel zu tun! In der Schweiz liegt kaum je Abfall am Strassenrand oder am Seeufer, wilde Abfallhalden sieht man nicht - auch das fällt mir erst jetzt wieder so richtig auf.

10. WiFi - Oder überhaupt fast ständiger Internet-Anschluss. Auch da konnte ich in den Ferien meistens verzichten, aber ich bin ein News-Junkie und möchte immer über alles informiert sein, klicke ständig durch alle Nachrichtenportale, Facebook, Wettervorhersagen...

Ups... habe ich kurz gesagt? Ich hoffe, es war wenigstens kurzweilig ;-)
Sonnige Grüsse, Miuh


Montag, 5. Mai 2014

Artischocken (altes, italienisches Rezept)

Meine Artischocken-Pflanzen, die ich versucht habe zu überwintern, zeigen sich noch nicht oder haben im schlimmsten Fall den Winter gar nicht überlebt... In den Mittelmeerländern jedoch ist die Saison (normalerweise vom frühen Frühling an, bis in den Herbst hinein) schon in vollem Gange.
Wenn ich jeweils die schönen, frischen, grossen Artischocken im Laden sehe, juckt es mich immer in den Fingern und oft nehme ich 1-2 Stück pro Person mit nach Hause, wo wir sie nach einem alten Familienrezept zubereiten. Wenn ich mich richtig erinnere, haben es meine Eltern vor vielen Jahren von einem Italiener so gelernt. Im Gegensatz zu all den Rezepten, bei denen die Artischocken in  Zitronenwasser gekocht werden, bleiben nach meiner Meinung hier der ganze Saft und die Aromen der Artischocke noch etwas mehr erhalten.


Zubereitung der Artischocken:

- 1-2 grosse Artischocken pro Person (zu zweit und mit viiiiel selbst gemachter Mayonnaise (Rezept hier) reichen uns jeweils 3 Stück gut)
Die Artischocken gut waschen und ausschütteln / abtropfen lassen. Mit einem scharfen Messer auf einer stabilen Unterlage den Stiel am Ansatz gerade abschneiden (für eine gute, kleine Standfläche) und das oberste 1/4 bis 1/3 ebenfalls abschneiden.
Die Artischocken nebeneinander in eine hohe Auflaufform stellen (Deckel muss vorhanden sein!)
- Aromat (gibt es unterdessen auch ohne Glutamat) oder alternativ Kräutersalz
- (schwarzer) Pfeffer aus der Mühle
zum würzen auf die obere Fläche streuen und...
- Saft einer Zitrone
- Ein Schlückchen Weisswein (oder auch zwei, drei je nach Geschmack...)
...über die Schnittfläche leeren. So werden auch die Gewürze richtig in die Artischocke hinein verteilt. Die Auflaufform unbedingt mit dem Deckel verschliessen und die Artischocken so im auf 200 - 220C vorgeheizten Ofen während ca. 20 - 30 Minuten dämpfen.



Wie essen?
Man zupft die einzelnen Blütenblätter von aussen her weg, tunkt den unteren Teil in etwas Mayonnaise und zieht mit den Zähnen das Weiche, essbare ab. Die äussersten Blätter kommen oft nicht so gut weg, je weiter innen, desto leichter geht es.
Von den innerne Blättern ist auch ein grösserer Teil essbar als von den äussersten. Ganz innen werden die Blättchen immer kleiner und feiner, oft kann man hier gleich mehrere zusammen ausreissen und den unteren Teil essen - aber Vorsicht, oft haben die innersten Blütenblätter fiese Stacheln!
Was zuinnerst aussieht wie Heu, kann man nicht essen. Aber wenn man es vorsichtig abschneidet, kommt man zum Herz der Artischocke (wir nennen es "Bödeli"), was viele Leute am liebsten mögen...
Wie esst Ihr die Artischocken am liebsten?
Weitere Rezepte und Ideen findet Ihr wie immer beim my monday mhhhhhh von den Noz! Glücksmomenten (hier)
Liebe Grüsse und "en Guete", Miuh

https://geheimtippreisen.blogspot.ch/

Sonntag, 13. April 2014

Löwenzahnknospen - zum essen!

Juhuuu, es blüht! Überall und sehr, sehr fest...!
Heute haben wir also das wunderbare Frühlings-Wochenend-Wetter genossen und einen langen Spaziergang unternommen.

Nachdem ich vor zwei Wochen noch sehr intensiv nach einigen bodennahen Löwenzahnknospen suchen musste, blühen sie unterdessen oft schon, oder sind kurz davor! So war es heute kein Problem mehr, eine gute Handvoll der Blütenknöpfe zu pflücken und nach Hause zu tragen. (Achtung, nicht unbedingt entlang der vielbefahrenen Hauptstrasse oder vielbegangenen Hundespazierstrecke sammeln!)
Die Knospen habe ich etwas gerüstet, d.h. alle Stiele und abstehenden grünen Blättchen abgeschnitten, sowie allfällige unschöne Stellen entfernt...
... und in etwas heissem Olivenöl kurz von möglichst allen Seiten her angebraten. Dabei werden die Blütenknospen etwas goldiger und springen manchmal leicht auf....
... so sind sie wunderbar zu geniessen: pur, nur mit einigen Salzflocken (von unserer Australienreise vor 2 Jahren habe ich noch das feine "Murray River Salt"...
... oder als Beigabe zu einem grünen Salat, hier zusammen mit Mozzarella-Stückchen und kleingeschnittenen Bärlauch-Blüten an einer italienischen Sauce.

Die Löwenzahn-Blütenknospen schmecken für mich leicht nussig, ein wenig nach einer Mischung aus Spargeln und Artischocken.
Es ist gerade im Frühling ein wunderbares Gefühl, wenn man draussen in der Natur etwas pflücken oder sammeln und anschliessend zu Hause frisch zubereiten kann. Beim Thema Wildkräuter bin ich zwar noch gar keine Expertin, aber Löwenzahn zu erkennen gelingt wirklich allen und momentan ist er (wenigstens in unserer Region) im Überfluss vorhanden!

Nun los, zum My Monday Mhhhhhh von den Glücksmomenten, dort gibt's auch den dazu passenden "Löwenzahnhonig"! Und bei Pampelopee werden als Crealopee-Spezial alle Frühlings- und Oster- Ideen gesammelt...

Viel Spass und "en Guete" beim ausprobieren, Miuh

https://geheimtippreisen.blogspot.ch/











Sonntag, 2. März 2014

Nachtkerzen - zum essen! ...ein Versuch

Nachtkerzen mag ich im Sommer sehr! Abends entfalten sich die Knospen langsam, aber doch genügend schnell (innerhalb ca 1 Minute) um zuzuschauen, wenn man etwas Geduld hat... Ich liebe es, immer wieder bei diesem Wunder der Natur dabei zu sein und erinnere mich beim anschauen der Fotos gleich wieder an den wunderbaren Duft (und an die Mücken, die jeweils scharenweise versuchen, mich zu stechen wenn ich so schön andächtig still stehe, schaue und fotografiere).

Nun haben sich die zweijährigen Pflanzen aber ziemlich versamt und vermehrt und sind diesen Herbst sogar in unserer Badewanne im Garten - wo ich nächsten Sommer eigentlich wieder Zughetti (Zucchini) pflanzen möchte... - recht zahlreich gewachsen.

Einfach so ausreissen und wegwerfen mag ich nicht... und da ich gelesen hatte, dass man Nachtkerzenwurzeln im ersten Jahr zwischen Herbst und Frühling (bevor sie dann in die Höhe wachsen oder sogar blühen!) essen kann, war ich nun bereit für einen Versuch! Gemäss Wikipedia (hier, etwas weiter unten: "Verwendung als Nahrungsmittel") wird erklärt, dass man früher sogar sagte, dass "ein Pfund der Nachtkerzenwurzel so viel Kraft gebe wie ein Zentner Ochsenfleisch". Und Kraft kann ich immer brauchen :-)
So habe ich heute eine Wurzel aus der Erde gezogen und mit in die Küche genommen. Nach verschiedenen Quellen im Internet soll man sie etwa so behandeln wie Schwarzwurzeln. (Ups, auch die habe ich noch nie gegessen...)
Also: gut  waschen und von der Erde reinigen, die Haut etwas abschaben und in Stückchen schneiden. Bald spürt man so auch den etwas schleimigen Saft der Pflanze. Da die Wurzel an der Luft anlaufen würde, soll man sie gleich in etwas Essigwasser einlegen.
Anschliessend habe ich die Stückchen kurz blanchiert (wäre nicht unbedingt nötig), gut abgetropft, abgetrocknet und dann in Butter angebraten.
Andere Rezepte empfehlen, die Wurzel in Bouillon oder Salzwasser zu kochen, oder roh z.B. gerieben zu Karrottensalat zu geben.

Serviert habe ich die Nachtkerzen-Wurzel nur mit etwas "Murray River Salt" bestreut. (Fleur de Sel oder fein gemahlenes Meersalz geht natürlich genau so gut!)
Der Geschmack ist für mich schwierig zu beschreiben... ziemlich mild, man sagt, ähnlich wie Schwarzwurzel...  Auf jeden Fall schmeckt es ganz leicht erdig - wie z.B. Randen (rote Beete), aber ohne den charakteristischen, starken Geschmack. Was auch auffällt ist, dass die Zunge und der Hals davon leicht kratzig werden, wie zum Beispiel von etwas "rauhem" Olivenöl oder von Ananas. Ein anderes Mal würde ich deshalb die Nachtkerzen-Wurzeln wahrscheinlich mit einem anderen Gemüse kombinieren (z.B. als Ofengemüse...) und mit etwas Basilikum-Pesto oder einer anderen Sauce geniessen.

Erst ganz spät kam mir in den Sinn, dass ich ja im Buch "Meine wilde Pflanzenküche" von Meret Bissegger (AT Verlag) nachschauen könnte, ob / was über die Nachtkerzen-Wurzeln geschrieben wurde... zum Glück etwa das, wie ich die Wurzeln auch zubereitet hatte!

Anschliessend habe ich wieder einmal das ganze Buch durchgeblättert... es ist eine wunderbare Inspiration für mich, gerade jetzt im beginnenden Frühling. Nun gibt es so viele spriessende Kräuter und andere Wildpflanzen, die man sammeln und essen könnte.

Ich muss ja zugeben, das Meiste davon werde ich wohl nie zubereiten, weil ich momentan viele Pflanzen noch zu wenig kenne... und auch weil ich etwas heikel und ein kleiner "Schisshas" bin ;-)

Liebe Wildpflanzen-Grüsse, Miuh

https://geheimtippreisen.blogspot.ch/