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Freitag, 3. November 2017

Ein kleines Paradies am Stadtrand

Über Mittag etwas hinaus an die Frische Luft: das tut gut, lenkt ab, lüftet den Kopf durch und ist gesund. So machte ich mich auf den Weg zu einem kleinen Spaziergang.
Weshalb ich in all den Jahren noch nie in diese Richtung gegangen bin, weiss ich nicht... Gewohnheit? Fehlender Mut? Faulheit? Mangelndes Vorstellungsvermögen?

Vielleicht wäre an einem anderen Tag auch diese Lücke im Zaun nicht da gewesen...?
Auf jeden Fall habe ich diese Woche keine 10 Gehminuten von meinem Arbeitsplatz entfernt eine ganz andere Welt gefunden. Angefangen mit einer alten Häuserzeile, wovon die eine Hälfte bewohnt aussah, die andere Seite jedoch wie ein lost Place:

Mitten in der Stadt, oder besser gesagt am teuersten Ende der Stadt schlüpfte ich also durch die Lücke im Zaun und entdeckte eine andere Welt, eine ganz andere Welt:
Ein kleiner Weg führte hinaus in Richtung Natur...
Vor mir öffneten sich grüne Wiesen mit Obstbäumen, wie ich sie hier nie erwartet hätte. Im Hintergrund, ganz weit weg gerückt, waren die letzten Häuser der Stadt zu sehen.

Da war auch ein wunderschöner Hof, den ich nur von Weitem fotografiert habe. Von Nahem gab es eine Weide zu sehen, mit einem weissen Pony und einem schwarzen Maultier (wie ich nach einigen Recherchen weiss). Davor lag ein traumhafter, naturnaher Garten und daneben ein riesiges, tierfreundliches Gehege mit einigen Hasen. Auf den Wiesen zwischen den Bäumen lachten und spielten Kinder.
Den Hof habe ich nicht fotografiert, da ich nicht wusste, wem er gehört. Aber auf jeden Fall war ich in einer ganz anderen, in einer traumhaften Welt hier, in direkter Nähe zur Stadt.

Zur anderen Seite war der See zu sehen. Die Schweizer unter euch kennen vielleicht das Lied: "Louenesee" von Span? - LINK (Uiii, ist das lange her! Die Musiker sind unterdessen auch ca. 34 Jahre älter...) daran hat mich diese Sicht jedenfalls erinnert, auch wenn das hier nicht der Louenesee ist.
Auch wenn ich noch gar nicht so lange unterwegs war, wurde es höchste Zeit retour zu gehen. Retour in die Stadt, wieder zur Arbeit, weg von den Träumen.

Ich warf einen letzten Blick zurück durch die Lücke im Zaun...
Wieder ins Büro kam ich mit Sägemehl in den Schuhen und Erde unter den Sohlen. Egal!
Manchmal brauchen wir einfach ein kleines Paradies, eine Flucht, eine kleine Lücke im Zaun, einen Traum.

Ich habe beschlossen, nicht zu bereuen, dass ich den Ort Jahre, oder besser gesagt eher Jahrzehnte lang, nicht entdeckt hatte, obwohl er praktisch vor meiner Nase lag. Jetzt da ich dieses kleine Paradies kenne, werde ich öfters hingehen und mir dort eine kleine Auszeit gönnen.

Liebe Grüsse, Miuh

P.S. Mein kleines Paradies am Stadtrand zeige ich gerne auch beim Naturdonnerstag, beim Freutag, bei in heaven, beim sonntagsglück und bei den Montagsfreuden.


Mögt ihr Weihnachtsmärkte? Schaut doch noch hier bei mir vorbei:
https://geheimtippreisen.blogspot.ch/2017/10/weihnachtsmarkte-2017-planung-tipps.html





Dienstag, 15. Juli 2014

Über den Dächern von Zürich

Dachterrassen faszinieren mich sehr und so habe ich mich unglaublich gefreut, dass das Stadt-Portal "Ron Orp" auch dieses Jahr wieder den Dachterrassenday organisiert hat! Letztes Jahr (hier) war ich schon ganz begeistert und so habe ich mich gleich wieder auf die angekündeten Adressen gestürzt und Pläne geschmiedet, obwohl das Wetter eher regnerisch vorausgesagt war.

Neben Angeboten von Hotels, Bars, Clubs... gibt es jedes Jahr auch einige Privatleute, die Ihre Dachterrasse für einen Tag oder Abend öffnen, mit wildfremden Menschen teilen und oft auch noch zu einem Apéro einladen. Das haut mich irgendwie immer wieder um :-) Einfach, weil es in Zürich (und an anderen Orten bestimmt auch) nicht mehr selbstverständlich ist, etwas zu geben, ohne eine Gegenleistung zu erwarten.


Wir durften eine wunderschöne und üppig bepflanzte Dachterrasse auf einem unauffälligen Mehrfamilienhaus im Zürcher Seefeld besuchen, die genügend Platz bietet für alle Parteien des Hauses, die anscheinend alle Geniesser mit gutem Geschmack und grünem Daumen sind:

Anschliessend konnten wir eine versteckte, kleine Dachterrasse mitten in der Altstadt von Zürich, "im Niederdörfli" entdecken:

Wir spazierten weiter quer durch Zürich und wollten auf der Dachterrasse des Englischen Lady Hamilton's Pub etwas trinken. Diese war jedoch völlig überfüllt und wir werden deshalb vielleicht ein anderes Mal wiederkommen...

Zum Schluss planten wir, den CityBeach Zürich zu besuchen, eine "Strand-Bar" auf dem 9. Stock eines Parkhauses. Leider wurden wir vorher von einem starken Gewitterregen überrascht. 


Ganz durchnässt sah deshalb dann auch der CityBeach aus. Da nasser Sand, durchweichte Holzplanken und tropfende Palmen keinen so gemütlichen Eindruck machten, genossen wir nur kurz die spezielle Stimmung mit den vielen Lichtern in der Abenddämmerung, machten einige letzte Fotos und beendeten unsere Dachterrassen-Tour.
Liebe Grüsse und schöne Sommertage, Miuh