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Freitag, 18. August 2017

Schwalbenschwanz - Schmetterlinge: Der Kreis schliesst sich... Neuer Nachwuchs!

Nach dem Bericht über die geschlüpften Schwalbenschwanz-Schmetterlinge hatte ich euch ja eine Zugabe versprochen. Hier seht ihr nun eines meiner schönsten Erlebnisse mit den Tieren - und gleichzeitig schliesst sich der Kreis der Entwicklung vom Ei zur Raupe zur Puppe zum Schmetterling:
Am selben Wochenende, als gerade der letzte Schwalbenschwanz geschlüpft war, schaute ich aus dem Küchenfenster und hielt den Atem an: Da schaukelte ein schöner Schwalbenschwanz-Schmetterling um meine Dill- und Fenchelpflanzen herum.
Vorsichtig schlich ich aus der Tür und wünschte insgeheim: "Ja, geh an meinen Dill, bitte, bitte, leg einige Eier hier ab, super, weiter, nein, nicht da, das sind Tomaten, nochmals, und da, der Fenchel..."
Tatsächlich flatterte das Schwalbenschwanz-Weibchen in unserem ganzen Vorgarten herum, landete hier und dort, flatterte weiter - und wenn die Pflanzte zu passen schien, krümmte es seinen Körper und legte ein einzelnes Ei ab.
Es war wunderbar, diesem schönen Schmetterling zuszuschauen und gleichzeitig ein rührendes Gefühl, dass (wahrscheinlich) eines "meiner" Tiere zurückgekehrt war, hier wieder Eier legte und somit den Grundstein für eine neue Rüebliraupen und Schwalbenschwanz - Generation. Seht ihr das kleine, fast weisse Ei auf dem oberen Bild? Wie einen so kleine "Dinge" so glücklich machen können!

Als der Schmetterling nach wenigen Minuten wieder davongeflattert war, ging ich nachschauen. An der neuen, kleinen Dillpflanze fand ich gleich zwei der kleinen, frisch hellgrün-weiss schimmernden ca. 0,8 - 1 mm grossen Eier. Am grossen, älteren Dill jedoch fand ich kein einziges, auch in den Tagen danach nicht.
Erst als die Eier nach einigen Tagen dunkler aussahen (in Wirklichkeit ist die Hülle recht durchsichtig und das kleine, schwarze Räupchen scheint schon durch!), sah ich weitere Eier: sie waren direkt an den Dillblüten abgelegt worden und super getarnt.
Alle Zweige mit Eiern schnitt ich nun vorsichtig ab und brachte sie ins Aerarium. Einige Tage vorher hatte wohl schon ein Schwalbenschwanz am Kraut der Karotten (Rüebli) in unserem Garten Eier abgelegt. Eines davon konnte ich praktisch beim Schlüpfen aus der kleinen Ei-Hülle beobachten:
Leider verschwanden dort einige der Räupchen in den ersten Tagen während eines Gewitters, so dass ich jetzt die verbliebenen ebenfalls so schnell wie möglich ins sichere Aerarium brachte.
Nun wachsen die "neuen" Räupchen hoffentlich gut geschützt heran. Es sind momentan acht (etwas kleinere) von den Dillpflanzen vor dem Haus und fünf (etwas grössere) von den Karotten im Garten.
Hoffentlich schaffen sie alle die Entwicklung zu grossen, starken Raupen, dann zu Puppen und schliesslich zu neuen Schmetterlingen...! Noch weiss ich nicht, ob dies eine späte, zusätzlilche Sommergeneration ist, oder schon die Wintergeneration, welche als Puppe in der Kälte überwintert und erst im folgenden Mai schlüpft? Wir werden es sehen.

Hier findet ihr nochmals die ganze Rüebliraupen - Schwalbenschwanz - Serie:

1. Juhu, Rüebliraupen am Dill!
2. Die Rüebliraupen wachsen
3. Verpuppung "meiner" Rüebliraupen
4. Die Schwalbenschwanz-Schmetterlinge sind geschlüpft!
5. Schwalbenschwanz - Schmetterlinge: Der Kreis schliesst sich... Neuer Nachwuchs!

Die neue Generation Schwalbenschwänze zeige ich gerne beim Sonntagsglück, beim Gartenglück, beim Naturdonnerstag und die Nahaufnahmen beim MakroMonday sowie beim Macromonday2.

Liebe Grüsse, Miuh

P.S. In meiner alten Heimat findet ab heute die Badenfahrt statt - für mich das schönste Stadtfest der Schweiz! Mögt ihr mal schauen? Hier (link) meine kleine Liebeserklärung.







Montag, 17. Juli 2017

Verpuppung "meiner" Rüebliraupen

Ich hoffe, Ihr seid alle gespannt, wie es mit "meinen" Rüebliraupen weiterging? Wilde Szenen spielten sich unterdessen  im "Aerarium" ab ;-) ... aber der Reihe nach:
Die Raupen haben nochmals so richtig gefressen! Dachte ich Anfangs noch, die kleinen Räupchen verputzten gar nicht so viel, hat mit der Grösse auch ihr Appetit zugenommen. Fast täglich habe ich ihnen neue grosse Dill-Zweige mit Blüten oder eine ganze Bronzefenchel-Pflanze hingestellt - und alles wurde kahlgefressen. (manchmal auch in Konkurrenz mit den Blattläusen...)
Dann gab es auch noch eine Überraschung: nachdem es nach einer eher regenreichen Woche wieder trockener wurde und ich meine Kräuter vor dem Haus wieder einmal giessen musste, fand ich an der Petersilie auch noch eine Rüebliraupe - und gleich noch eine kleinere, ein richtiger "Mini". Die beiden zogen zu den anderen, wobei die "grosse" sich bald "unters Volk mischte" und die kleinere nach einem Ausflug in den Dill wieder zur Petersilie zurückkehrte. Dort ist "Mini" übrigens auch jetzt noch bedächtig am knabbern.
Bald schon wurden die ersten Raupen unruhig. Sie begannen, herumzuwandern - an den Dillpflanzen, an den Stecken, die ich ihnen hingestellt hatte, vor allem aber auch am Gehege selbst. Hier seht Ihr eine noch ganz aktive (längere) Raupe, neben einer, die sich schon zurückgezogen hat.
Ein sicheres Zeichen, dass eine Rüebliraupe bereit ist, sich zu verpuppen, seht ihr übrigens hier:
Hossa, da geht etwas... Während die Raupen normalerweise nur kleine, schwarze Kot-Kügelchen hinterlassen, ist es vor der Verpuppung richtig viel, grün, feucht.
Ist der Perfekte Platz gefunden, spinnt sich die Raupe einen Faden, einen "Gürtel" um die Taille, spinnt sich mit dem Hinterteil am Untergrund fest und ändert ihre Form. So kann die Raupe 1-2 Tage hängen...
Wann die Raupe anfangen wird, sich zu verpuppen, ist schwierig zu sagen. Ich fand, die Raupen-Haut fängt an, irgendwie "alt", fast schrumpelig auszusehen, bevor es so weit ist. Vielleicht seht ihr den Unterschied auf den Bildern unten?
Die Verpuppung selbst geschieht dann so schnell, dass ich sie bei fast allen Raupen leider verpasst habe... Aber bei einer hat es ganz knapp geklappt, dass ich zuschauen konnte, juhu!
Die Haut platzt am Kopf / Rücken auf und wird nach hinten abgestreift.
Das grösste Stück geht ziemlich schnell und problemlos, nur am Fuss scheint das etwas anstrengender zu sein. Die Puppe hat sich gekrümmt und gewunden. Ich habe gelesen, dass sie das Hinterteil, den "Fuss" kurz aus der Verankerung nehmen muss, um die Haut noch ganz abstreifen zu können.
Übrig bleibt nicht viel von der alten Haut... man erkennt noch, wo der Kopf war - der Rest ist ziemlich zusammengeschnurrt. (hier einmal von oben, einmal von unten)
Rüebliraupen- oder eben hoffentlich bald Schwalbenschwanz- Puppen können unterschiedliche Farben von knallgrün mit oder ohne gelb, graugrün bis grau, braun (teilweise mit schwarz) haben. Beim Verpuppen sind sie alle grün, die "richtige" Farbe entsteht erst in den Stunden danach. Meist (aber nicht ganz immer) ist sie an den Untergrund angepasst.
Ja, nun sind alle Rüebliraupen verpuppt und entwickeln sich versteckt dem schönen Schwalbenschwanz - Schmetterling entgegen... ausser "Mini", der knabbert noch immer an der Petersilie. Drückt ihm die Daumen, dass er / sie es auch noch schafft!
Gerne zeige ich die Verpuppung auch beim Gartenglück , beim Natur Donnerstag und beim MakroMonday.

Hier findet ihr nochmals die ganze Rüebliraupen - Schwalbenschwanz - Serie:

1. Juhu, Rüebliraupen am Dill!
2. Die Rüebliraupen wachsen
3. Verpuppung "meiner" Rüebliraupen
4. Die Schwalbenschwanz-Schmetterlinge sind geschlüpft!
5. Schwalbenschwanz - Schmetterlinge: Der Kreis schliesst sich... Neuer Nachwuchs!

Liebe Grüsse, Miuh













Montag, 3. Juli 2017

Die Rüebliraupen wachsen!



Vor einer Woche habe ich Euch hier zum ersten Mal "meine Rüebliraupen" gezeigt. Unterdessen sind die Raupen nochmals ein ganzes Stück gewachsen, haben sich nochmals gehäutet und ihr Aussehen weiter verändert. Nun sehen die Raupen so aus, wie ich mir eine typische "Rüebliraupe" oder eben Schwalbenschwanz-Raupe vorstelle:
Schon einige Tage vorher hatte ich ein "Aerarium" bestellt: Eine Art grosszügigen "Raupenkäfig" aus feinem Netzmaterial, welches von Schlupfwespen nicht durchdrungen werden kann.
*  Leichte Raupen-Aufzuchtsbehälter: "Aerarium" zum bestellen in der Schweiz von Papa Papillon
*  Leichte Raupen-Aufzuchtsbehälter: "Aerarium" zum bestellen in Deutschland via Bioform

Nun durften die Raupen von meinem improvisierten Käfig aus Abfalleimern endlich umziehen in eine viel grössere Anlage.
Am Boden auf dem ausgelegten Haushaltspapier lagen bereits viele Kot-Kügelchen der Raupen, aber auch einige abgestreifte Raupen-Köpfchen von den Häutungen.
Diese Raupe hat sich soeben gehäutet, also ihre alte, zu enge Haut (noch in der dunklen Färbung) abgestreift. Ihr Kopf und die ganze Haut ist noch ganz hell und zart. Normalerweise wird die Raupe nun etwas ausruhen und die alte Haut auffressen.
Die Rüebliraupen sind teilweise ruhig, aber oft auch sehr aktiv, fressen und fressen... nicht nur die zarten Dill-Blättchen und Blüten, auch die dünneren Stängel werden oft abgefressen. Immer wieder stelle ich Nachschub ins Aerarium: ganze Stängel der Dillpflanze, welche durch ein kleines Loch in einer Klarsichtfolie in ein Fläschchen geschoben werden (es soll ja kein Platz frei bleiben, dass die Raupe nicht in Gefahr gerät, ins Wasser zu rutschen und zu ertrinken!) Auch eine ganze Bronzefenchel-Pflanze habe ich den Raupen hingestellt - sie wurde unterdessen weitgehend abgefressen.
13 Raupen leben im 60x60x90cm grossen "Käfig" - es gibt ihn in verschiedenen Grössen und nun bin ich froh, dass der kleinere ausverkauft war, so dass ich diesen genommen habe: Einige Raupen sitzen manchmal eng zusammen, sie haben aber immer auch genügend Platz, um einander auszuweichen.
Interessanterweise sind die Raupen - obwohl alle Eier am gleichen Tag abgelegt wurden und alle Räupchen am selben Tag geschlüpft sind - unterschiedlich gross. Die einen sind noch eher klein und schlank, andere jedoch sehen schon ziemlich gross und ausgewachsen aus. Deshalb habe ich nun auch einige Ästchen ins Aerarium gestellt, an denen sich die Raupen verpuppen könnten.
Nun hoffe ich, alle Raupen entwickeln sich weiterhin gut! Es macht riesig Spass, sie zu beobachten und zu pflegen und ich habe sie richtig liebgewonnen.

Hier findet ihr nochmals die ganze Rüebliraupen - Schwalbenschwanz - Serie:

1. Juhu, Rüebliraupen am Dill!
2. Die Rüebliraupen wachsen
3. Verpuppung "meiner" Rüebliraupen
4. Die Schwalbenschwanz-Schmetterlinge sind geschlüpft!
5. Schwalbenschwanz - Schmetterlinge: Der Kreis schliesst sich... Neuer Nachwuchs!

Liebe Grüsse und ich freue mich natürlich, wenn Ihr die Rüebliraupen weiterhin mitbegleitet,
Miuh

P.S. Gerne zeige ich dir Rüebliraupen beim Gartenglück, beim MakroMonday und beim Natur-Donnerstag


Freitag, 18. Juli 2014

Dillblüte

Seit dem Frühling war in der Holzkiste vor dem Haus "wild" ein Dillpflänzchen gewachsen. Es wurde gehegt und gepflegt, durfte auch bleiben als die Radieschen nebenan alle geerntet wurden und mehrmals konnte ich feine Dillblättchen für die Küche pflücken.
Unterdessen war der Dill nun so hoch geworden wie ich (ich bin zwar nicht sooo gross, aber immerhin...) die Blattläuse "ernteten" die restlichen Blättchen und ich brauchte den Pflanz-Platz in der Holzkiste ganz dringend. So musste der Dill leider weichen.
Die wunderschöne, grosse Rispe jedoch, die ganz oben frisch aufgeblüht war, wollte ich unbedingt noch etwas erhalten! So habe ich sie vorsichtig abgeschnitten und ganz einfach  als "Solo-Star" in eine schlichte Glasflasche gestellt.
Der feine Dill-Duft verbreitet sich seit Tagen in unserer Küche und erst nun, in der Vase habe ich auch immer wieder die feinen Details der Blüte bewundert.
Gerne zeige ich diese ganz einfache Komposition, die mir aber trotzdem oder gerade deswegen sehr am Herzen liegt, auch beim Friday-Flowerday von Holunderbluetchen, bei Today's Flowers und bei den Floral Friday Fotos

Liebe Grüsse und Euch allen ein schönes Sommer-Wochenende! Miuh