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Montag, 17. April 2017

Mümmelkaninchen - die etwas andere Ostergeschichte

Den Ostersonntag haben wir mit viel feinem Essen, Schoko-Osterhasen, gefärbten Eiern und Familienzeit genossen... Nun freue ich mich über den noch  freien Ostermontag, der nochmals viel freie Zeit und Entspannung bietet! Juhu :-)
Lotta sucht diese Woche für "Bunt ist die Welt" Osterhasen - Bilder. Dazu möchte ich gerne ein spezielles und leider auch schwieriges Thema beitragen:
Diese süssen, mümmelnden Kaninchen (nicht Hasen) sind mir während unserer Australienreise ganz im Südwesten Australiens (hier) begegnet.

Als ich Morgens früh mit der Foto-Kamera loszog, waren da auf einer Wiese plötzlich viele sehr süsse, kleine Kaninchen. Sie hoppelten herum, mampften Gras, spielten, rannten davon wenn ich zu nahe kam, versteckten sich, schnupperten...
Dass Kaninchen in Australien eher ein Problem und nicht so beliebt sind, war mir schon bewusst - schliesslich gibt es den berühmten Kaninchenzaun (der eben auch nicht wirklich "dicht" ist). Und doch war ich hin- und hergerissen: Die kleinen Kaninchen waren so süss, natürlich sahen sie auch gar nicht gefährlich aus - und da musste ich bis nach Australien reisen um Tiere in der freien Natur zu sehen, die eigentlich bei uns - und nicht in Australien - heimisch sind...

Kaninchen wurden in Australien wohl schon durch die ersten ankommenden Menschen aus Übersee 1788 eingeführt. Jahre später dachte sich ein Farmer, es könnte ja nicht schaden, einige der Tiere freizulassen - so könnte er auch hier in Australien jagen gehen. Die Kaninchen vermehrten sich jedoch "wie die Karnickel" und es dauerte nicht allzulange, bis sich Millionen der Tiere über den ganzen Kontinent verbreitet hatten. Sie frassen Grünflächen leer und entzogen somit einheimischen Tieren die Nahrung und trugen ausserdem zur Bodenerosion bei.
Als die Einwanderer sich des importierten Problems bewusst wurden, war es zu spät. Der erwähnte Kaninchenzaun hindert die Tiere längst nicht mehr. Seit den 1950er - Jahren werden immer wieder neue Krankheitserreger entwickelt, um die Kaninchen zu dezimieren. An den ausgebrachten Krankheiten sterben tatsächlich jeweils viele Kaninchen qualvoll - doch die Überlebenden entwickeln Immunitäten und vermehren sich anschliessend wieder enorm - eine sehr zweifelhafte Methode also. Heute leben in Australien wohl einige Hundert Millionen bis einige Milliarden Kaninchen.

Eines der Tiere, das (unter Anderem!) durch die Kanincheninvasion leidet, ist der Bilby. Einige Australier sind deshalb dazu übergegangen, Ostern nicht mit Osterhasen (aus Schokolade) zu feiern, sondern mit Oster-Bilbies. Eine genauere Beschreibung dazu findet Ihr auch bei Irina's Blog Aussiebuschfunk.net.
Kaninchen sind leider nicht die einzigen eingeführten Tiere, die in Australien Probleme bereiten...

Weitere Beispiele sind:
Füchse (um die Kaninchen zu Jagen und für die Fuchsjagd - haben sich ausgebreitet und jagen lieber einheimische Tiere, welche sich Fressfeinde wie Füchse nicht gewohnt sind)
Verwilderte Hauskatzen (die allerdings neben Wildtieren auch Kaninchen jagen und unter anderem deshalb ausgesetzt wurden)
Kamele (zur Erschliessung der Goldgräberstädte eingesetzt und später als sie nicht mehr gebraucht wurden, buchstäblich in die Wüste geschickt, wo die Tiere überlebten und sich vermehrten)
Pferde (ebenfalls zur frühen Erschliessung des Landes eingesetzt und später als sie nicht mehr gebraucht wurden "in die Wüste geschickt" - wo heute grosse Herden wild umherziehen)
Riesenkröten, Agas (wurden eingeführt, um in den Zuckerrohrfeldern Schädlinge zu fressen, sind giftig, vermehren und verbeiten sich enorm, fressen nun vor allem einheimische Tiere)
Desweiteren: verwilderte Wasserbüffel, Schafe, Ziegen, Schweine, Hasen...

Mir tun all diese Tiere - die "Einheimischen" wie auch die "Eingeschleppten" sehr leid... sie müssen auslöffeln und ausstehen, was Menschen mit begrenzter Vorstellung der Natur und der verschiedenen Ökosysteme angerichtet haben und teilweise weiter anrichten.

Ich hoffe sehr, die Menschheit lernt hier wenigstens aus den bisherigen Fehlern...
Liebe Grüsse, Miuh




Samstag, 6. Februar 2016

In Heaven - In Australia

Das schönste, was einem bei der täglichen Routine dazwischenkommen kann, sind Ferien, Reisen, Auszeiten. (für mich jedenfalls!) Das war nun nicht der einzige Grund, weshalb man seit längerer Zeit nichts von mir lesen konnte, aber einer davon:
"Es hat sich ergeben" wäre etwas übertrieben zu sagen... Im Sommer haben wir bemerkt, dass noch so einige Ferientage offen sind, und uns wurde plötzlich bewusst, dass dies DIE Chance sein könnte, nochmals nach Australien zu reisen. Wir  haben diskutiert, überzeugt, gekämpft, geträumt, geplant, organisiert - und es dann noch kaum geglaubt, als wir da waren.
Wir kamen mitten in der Nacht an - und schon die Gerüche und Geräusche waren australisch, es war wie ein Traum! Morgens dann die australischen Tauben vor unserem Fenster - und der weite, blaue Himmel!

Wir fuhren los, zuerst natürlich in Richtung Meer, haben die Weite genossen, die Sonne, den Wind, haben badende Menschen am Strand gesehen (im November, juhu!) und die neue Fotokamera an den flinken Möven ausprobiert.
Wir sagen oft, in Australien ist alles etwas grösser: Spinnen, Kuhherden, Bäume, Felder, ja sogar die Cola- oder Wasserflaschen - und natürlich auch der Himmel!

Und nirgendwo "brennt" der Himmel für mich so schön und dramatisch, wie bei den Sonnenuntergängen in Australien vor den Silhouetten der typischen Vegetation:
Nun hoffe ich, dass ich in nächster Zeit wieder etwas mehr Zeit für den Blog habe und die vielen schönen Bilder, die in den vergangenen Monaten doch entstanden sind, auch einmal zeigen kann!

Auch bei der Raumfee "in Heaven" verlinke ich die heutigen Australien-Himmel gerne... und schaue nach, wer sonst noch einen schönen Himmel gesehen hat?

Liebe Grüsse und geniesst die Zeit, egal wo Ihr seid, Miuh



Mittwoch, 19. Februar 2014

Dukkah (Rezept)

Dukkah? Was ist das denn? Vor unserer Australienreise vor zwei Jahren habe ich davon noch nie gehört. Dort aber, genauer gesagt auf den Weingütern im Barossa Valley (Südaustralien) wurde uns das Dukkah so selbstverständlich serviert, dass wir uns schnell informiert haben!

Man serviert es zusammen mit Brot (zum Beispiel auch Fladenbrot) und einem Schälchen Olivenöl... das Brot wird zuerst ins Öl getunkt, etwas abgetropft und danach ins Dukkah gedrückt. Mit dem Brot als Grundlage und dem Olivenöl kommt der würzige Geschmack so richtig zur Geltung!
Ursprünglich kommt Dukkah aus dem Afrikanischen / Orientalischen Raum, vor allem aus Ägypten. Unterdessen ist es aber auch - wie wir erfahren durften - in Australien sehr verbreitet. Die Australier integrieren überhaupt gerne das Beste der ganzen Welt wie selbstverständlich in ihre (Ess-) Kultur.
Auf dem Bild seht Ihr noch einige weitere Beispiele... wenn es sich ergibt, werde ich in Zukunft noch über andere Delikatessen berichten.
Nachtrag: unterdessen gibt es hier noch einen Bericht über Vegetarisches Essen in Australien

Hier in der Schweiz habe ich noch in keinem Geschäft Dukkah gefunden. Aber zum Glück ist es gar nicht so schwierig selbst herzustellen!

Dukkah Rezept "Klassiker"

2 EL geschälte Mandeln
2 EL Sesam
1 EL Kreuzkümmelsamen
1 EL Koriandersamen
...in einer Bratpfanne ohne Öl ganz kurz anrösten und im Mörser ziemlich fein vermahlen
1 EL Oregano (fein)
1 KL Salz (fein)
1 KL Paprikapulver (mild)
1 Prise Zimt (fein gemahlen)
...hinzufügen und alles im Mörser nochmals miteinander vermahlen.

Die Mischung in ein kleines Glas füllen und trocken aufbewahren - oder gleich mit etwas Brot und Olivenöl geniessen, z.B. zum Apéro ob alleine oder mit Gästen...

Wenn ich heute am Dukkah rieche, sehe ich sofort Australische Weingüter, Känguruhs, den endlos weiten Busch und laaaaaaange, staubige Strassen vor mir - auch wenn das Ganze zu Hause auf dem Tisch nicht mehr ganz gleich wirkt wie in Down Under:

Rezept-Variante: 
(Jede Familie, jedes Weingut, jedes Delikatessengeschäft,... hat seine eigenen Spezial-Rezepte, teilweise mit - hier nicht erhältlichen - "Bush-Herbs")


Pistache Dukkah Rezept

2 EL Geschälte Pistache-Kerne verwenden anstatt Mandeln
zusätzlich 1-2 KL getrockneter Tymian beifügen

Träum... Was für ein schönes, essbares Fernweh :-) Liebe Aussie-Grüsse, Miuh

https://geheimtippreisen.blogspot.ch/




Mittwoch, 13. November 2013

Silhouetten


Silhouetten mag ich sehr und dementsprechend gerne mache ich auch Silhouetten – Fotos, wann immer sich die Möglichkeit dazu bietet.
Das geht am besten gegen die unter- oder aufgehende Sonne, in der Dämmerung, der „Blauen Stunde“  oder sonst im Gegenlicht. Besonders viele (exotische) Silhouetten sind mir letztes Jahr in Australien begegnet!



Vor einiger Zeit habe ich dann im Internet viele schwarz-weiss-Silhouetten zu verschiedensten Themen und Stichworten gefunden und auch diese haben mich seither nicht mehr losgelassen und immer wieder von neuem inspiriert und fasziniert.
(Italien)

(Malta)

(Zürich)

Spannend ist auch, dass man zwar (fast) nur die Umrisse sieht, aber trotzdem meistens ganz genau weiss, welcher Baum, welches Tier oder welche Stadt da abgebildet wurde!

Einige meiner liebsten Such-Worte in Google sind momentan zum Beispiel:

Silhouetten und…

...Wald, ...Baum, ...Katze, ...Tiere, ...Baobab, ...Australien, ...Kuh, ...Dorf, ...Ente, ...Sydney, ...Berge, ...Hirsch, ...Afrika, ...Stern, ...Weihnachten, ...Bauernhof / Farm, ...Scherenschnitte, ...Gemüse, ...Vogel / Vögel, ...Schmetterlinge …
Diese Fundstücke mag ich nicht einfach so 1:1 aus dem Internet übernehmen (viele sind auch urheberrechtlich geschützt) … aber als Inspirationsquelle für eigene Zeichnungen oder Fotos eignen sie sich wunderbar! Schaut doch auch mal nach, wenn Ihr mögt?!

Gegen Weihnachten würde ich gerne eines oder mehrere meiner Fenster zur Ergänzung unserer letztjährigen Deko mit einer Silhouetten-Landschaft schmücken. Dafür werde ich die gewünschte Silhouette auf Schwarzes Papier oder schwarze Folie übertragen, am unteren Rand der Scheibe befestigen und mit einer LED-Lichtschlange hinterleuchten.

Ganz ausgereift ist die Idee noch nicht, aber ich habe ja auch noch etwas Zeit... Unterdessen zeige ich als Deko-Beispiel unsere „Tierische Silhouette“ am Fenster :-)

Habt Ihr auch solche oder ähnliche Ideen, oder sogar schon einmal etwas mit Silhouetten gemacht? Wenn Ihr mir eine Nachricht schickt (per Mail oder Kommentar), werde ich gerne hier auf Euch verlinken (auch mit Bild)! Das Winter-Weckglas von Ute (link) gefällt mir zum Beispiel super! Und auf eine ähnliche Fenster-Idee von Carmen (vom letzten Jahr) bin ich hier (link) gekommen.

Liebe Grüsse und viel Freude beim fotografieren, basteln, tüfteln... Miuh

P.S. Eben habe ich noch die letzten Peperoni, Chilis und Kürbisse hineingeholt, da es heute wohl auch hier die erste Frost-Nacht geben wird. Brrr!



http://schweizergarten.blogspot.ch/2012/11/das-adventsfenster.html http://utes-scrapblog.blogspot.ch/2013/11/winter-weckglas.html

  

Montag, 9. September 2013

Schweizer Blogs




Eigentlich ist es mir ja egal, woher die Blogschreiber und -Schreiberinnen kommen, es sind eher die spannenden Themen und Gedanken oder die schönen Fotos, Rezepte, Tipps, Inspirationen,... die mich interessieren und die auch ich mit meinem Blog gerne weitergebe.

Nur einige wenige der Blogs, die ich verfolge, habe ich ausgesucht, weil sie aus Regionen der Welt kommen, in denen ich einige Wochen gelebt habe oder gereist bin. Die lokalen "Insider" - Berichte oder "da war ich auch schon" - Erlebnisse dieser Leute freuen mich deshalb ganz besonders.
 


In Sandras Liste von Schweizer Blogs stöbere ich aus einem anderen Grund sehr gerne: die Menschen, die hier schreiben, kommen alle aus meiner weiteren Umgebung: hier kann ich noch viel direkter vergleichen, wie weit jetzt ihre Pflänzchen schon sind, ob die Rosen an geschützten Lagen schon Blüten tragen, wer mit welcher Methode schon Tomaten ernten kann.
Nicht zuletzt gibt es immer wieder Tipps für Feste, Märkte, offene Gärten, Lädeli, Ausflüge,  usw. - die ich auch tatsächlich ohne grossen Aufwand besuchen kann.

Bei Blog-Tipps aus Deutschland, Österreich, Frankreich oder ferneren Ländern bleibt mir oft nur das träumen und hinausschieben auf "vielleicht einmal Ferien in der Region machen und dann..."
 
Deshalb bin ich nun auch auf Sandras Liste und freue mich sehr darüber :-) Vielleicht gibt es ja sogar einmal da oder dort die Möglichkeit, jemanden auch persönlich kennenzulernen.
 
Wo ich gerade dabei war, habe ich auch bei meinem Blog die Gestaltung ein wenig umgestellt... am Auffälligsten ist wohl der Header, aber spannend finde ich auch die Stichworte / Themen, die ich neu entdeckt und integriert habe...
Liebe Grüsse und Euch allen viel Spass beim stöbern - ob bei mir, bei anderen Schweizer Blogs oder weltweit :-)... Miuh

Dienstag, 7. Mai 2013

Grünes Stadtleben


Hier habe ich ein kleines Rätsel für Euch: Welchen Ort habe ich heute besucht?
Ich war in einer Stadt...
in Zürich, der grössten Stadt der Schweiz...
gar nicht so weit von breiten Strassen, dicht gebauten Häusern ud Baustellen entfernt...
Und? Habt Ihr es schon herausgefunden?
Ich war im Botanischen Garten: Sehr empfehlenswert, wenn man in Zürich etwas Weite und Ruhe sucht. (einmal abgesehen von den quakenden Fröschen) Es ist eine schöne, friedliche Stimmung dort und es gibt jede Menge Pflanzen (viele mit Namenstäfeli), aber auch Tiere zu entdecken.

Und nun noch das kleine "heute vor einem Jahr": unsere Zeit in Australien ging damals so langsam zu Ende und wir genossen die letzten Tage im Tropischen Broome im Norden von Westaustralien. Das auf dem Foto unten links ist übrigens der Mond-Aufgang und nicht der Sonnen-Untergang :-)
Liebe Grüsse, Miuh

Montag, 6. Mai 2013

Jura

Den freien Tag und das (relativ) schöne Wetter gestern haben wir für einen Ausflug in den Jura genutzt.
Den Moorsee mit dem dunklen Wasser: Etang de la Gruère (nicht zu verwechseln mit dem Lac de la Gruyère...) kann man auf schmalen Pfaden (Holzplanken, Matsch, Waldboden, Moos,...) umwandern.
Das Gebiet steht unter Naturschutz und ist sehr ursprünglich...
... und obwohl (oder gerade weil) nicht viel Sonnenschein und blauer Himmel zu sehen war, hat die Gegend etwas sehr mystisches!
Eigentlich wäre man in etwa 45 Minuten um den See gewandert, aber bei den vielen Fotos, die ich noch aufnehmen wollte... nein, musste ;-) hat das einiges länger gedauert.
Anschliessend fuhren wir durch das (teilweise sehr steile) Val du Doubs weiter...
...in Richtung Saint Ursanne...





... bevor es durch enge Schluchten...
... und über den Scheltenpass, durchs Guldental und Balsthal und vorbei an der Ruine Neu-Falkenstein beim Dorf Balsthal...
... wieder zurück in Richtung Autobahn ging.

Wieder sooo viele Entdeckungen, gar nicht so weit weg von zu Hause! Es gäbe noch einige schöne Landschaften zu sehen in der Schweiz!

Dazu noch ein kleiner Kontrast: "Heute vor einem Jahr": vom Eighty Miles Beach nach Broome:
Liebe Grüsse und eine schöne Woche, Miuh