Während der grössten Kälte war unser Vogelhaus im Garten gut besucht und musste täglich nachgefüllt werden. Doch nicht nur Vögel freuten sich über das Futter! Eines Tages sah ich ein Eichhörnchen, welches darunter sass und heruntergefallene Sonnenblumenkerne knabberte.
Die süssen Tiere mochte ich schon immer! Vor einigen Wochen hatte ich sogar den Eichhörnchenweg in Arosa besucht (hier), wo ich nicht nur zahmen Eichhörnchen, sondern auch zahmen Vögeln begegnete, und sehr begeistert und glücklich darüber war.
Umso mehr freute ich mich natürlich, dass uns eines dieser süssen Tiere im Garten besuchte. Das Eichhörnchen kam seither noch zwei mal mehr zurück und ich habe ihm immer mal wieder einige Haselnüsse in den Garten gelegt. Die sind alle verschwunden, aber ich weiss natürlich nicht genau, wer sie schlussendlich geholt hat...
Wir sind auch nicht die einzigen, die ein Eichhörnchen zu Besuch im Garten haben...
Zum Beispiel bei "Wildwuchs unter Aufsicht" , beim "Fachwerkhaus im Grünen" oder bei "Manos Welt" lässt sich immer mal wieder ein Eichhörnchen blicken und bei "Meriseimorion" hat sogar eines das schöne Mosaik-Vogelhaus besucht.
Wir haben schon überlegt, ein spezielles Futterhaus für Eichhörnchen und vielleicht sogar einen künstlichen Kobel zu bauen... Aber wird das Eichhörnchen (oder vielleicht sogar mehrere) wirlich auch regelmässig zu uns kommen, oder war das eine Ausnahme?
Ich hoffe jedenfalls, das Eichhörnchen besucht uns noch öfters! :-)
Und wie ist es bei euch? Hattet ihr auch schon ein Eichhörnchen im Garten oder am Vogelhaus?
Falls ja, verlinke ich gerne auch zu eurem Bericht.
Ergänzung:
Da es in den Kommentaren interessante Beiträge gab zu den Themen: helle / dunkle / eventuell eingewanderte Eichhörnchen, füge ich hier noch einen sehr hilfreichen und interessanten Link der Eichhörnchenhilfe Berlin ein, den Mano erwähnt hat:
http://www.eichhoernchenhilfe-berlin.de/grauhorn
Kurz gesagt: Einheimische Eichhörnchen können heller oder dunkler, rötlich oder dunkelbraun bis fast schwarz sein. Eingwanderte Grauhörnchen sehen ganz anders aus - das für mich typischste Merkmal: Grauhörnchen haben keine Ohr-Puschel.
Beim durchsehen meiner Fotos unserer London-Reise habe ich Fotos von aus Kanada / den USA in England eingewanderten Grauhörnchen gefunden, von denen ich euch hier gerne auch noch zwei zeige:
Liebe Grüsse
Miuh
P.S. Gerne zeige ich das Eichhörnchen auch bei den Sonntagsfreuden.
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Sonntag, 11. März 2018
Sonntag, 24. Juli 2016
Spitzmaus
Mit Haus und Garten oder sonst in der Natur erlebt man immer wieder etwas und lernt dazu... Als ich gestern Nachmittag in die Waschküche kam und einen Haufen Vorhänge die dort lagen, zur Seite schieben wollte, hatte ich das Gefühl, mich schauen zwei kleine Äuglein an und ein Näschen schnuppert in meine Richtung... Schnell schloss ich die Tür und holte erst mal einen genügend grossen durchsichtigen Plastikkübel mit Deckel. Und tatsächlich: da aus den Vorhängen schaute eine etwa 5cm kleine Spitzmaus! Wie sie dorthin gekommen ist, wundert mich sehr - schliesslich ist das Kellerfenster relativ eng vergittert... Ein Glück ist auch, dass die Kleine von unseren (Haus-) Katzen noch nicht entdeckt worden ist!
Das Einfangen ging relativ einfach, ganz ohne Drama und herumrennen - und auch der Ort, wo das Spitzmäuschen freigelassen werden soll, war schnell gefunden: unser Kompost.
Zu unserem Erstaunen rannte die Spitzmaus nicht davon, nachdem wir sie freigelassen hatten, sondern schnupperte ziemlich gemütlich auf dem ganzen Kompost herum und kroch in kleine Vertiefungen. Von Zeit zu Zeit piepste sie in einem sehr hohen Ton und knabberte etwas, wahrscheinlich Asseln. Um die Häuschenschnecke machte ich mir auch kurz Sorgen, aber sie wurde einfach überkrabbelt.
Erst nach etwa 10 Minuten war wohl der erste Hunger gestillt und das Spitzmäuschen trippelte an den Rand des Komposts, kletterte geschickt etwas nach unten und verschwand dann wieder im Kompost in einer grösseren Lücke hinter dem Karton - Ich bin mir ziemlich sicher, der Kompost hat einen neuen Bewohner :-)
Nun blieb etwas Zeit zu googeln und mein Wissen über Spitzmäuse zu ergänzen: Wikipedia und "Die Welt" halten jede Menge Informationen bereit, aber das spannendste für mich war:
- Spitzmäuse sind weniger mit den Mäusen (Nagetiere) verwandt, sondern eher mit Maulwürfen oder Igeln (Insektenfresser)
- Sie haben einen extrem schnellen Stoffwechsel, fressen täglich das 1-2 fache ihres Körpergewichts und verhungen, wenn sie 2 Tage nichts fressen. (zum Glück haben wir sie gefunden!) Das Herz schlägt im Normalfall 800-1000 mal in der Minute.
- Als eines von ganz wenigen Säugetieren können einige Spitzmaus-Gattungen Gift (im Speichel) produzieren und damit auch einmal grössere Beute wie Mäuse oder Frösche erlegen, oft ernähren sie sich aber von Insekten (Asseln, Tausendfüssler), Schnecken, Würmern... Für Menschen kann der Biss ziemlich schmerzhaft sein.
- Katzen jagen und töten Spitzmäuse zwar, fressen sie jedoch meist wegen deren Moschusgerucht nicht, Eulen, Störche und Schlangen fressen sie dennoch.
- Ihr Sehsinn ist eher eingeschränkt, am stärksten verlassen sie sich deshalb auf den Geruchssinn sowie auf den Gehörsinn. Auch hier sind sie wiederum speziell und können als eines von wenigen Säugetieren die Echo-Ortung zu Hilfe nehmen.
Habt Ihr allenfalls Ergänzungen, eigene Erfahrungen oder wisst mehr zum Thema? Eure Kommentare sind herzlich willkommen!
Liebe Grüsse, Miuh
Das Einfangen ging relativ einfach, ganz ohne Drama und herumrennen - und auch der Ort, wo das Spitzmäuschen freigelassen werden soll, war schnell gefunden: unser Kompost.
Zu unserem Erstaunen rannte die Spitzmaus nicht davon, nachdem wir sie freigelassen hatten, sondern schnupperte ziemlich gemütlich auf dem ganzen Kompost herum und kroch in kleine Vertiefungen. Von Zeit zu Zeit piepste sie in einem sehr hohen Ton und knabberte etwas, wahrscheinlich Asseln. Um die Häuschenschnecke machte ich mir auch kurz Sorgen, aber sie wurde einfach überkrabbelt.
Erst nach etwa 10 Minuten war wohl der erste Hunger gestillt und das Spitzmäuschen trippelte an den Rand des Komposts, kletterte geschickt etwas nach unten und verschwand dann wieder im Kompost in einer grösseren Lücke hinter dem Karton - Ich bin mir ziemlich sicher, der Kompost hat einen neuen Bewohner :-)
Nun blieb etwas Zeit zu googeln und mein Wissen über Spitzmäuse zu ergänzen: Wikipedia und "Die Welt" halten jede Menge Informationen bereit, aber das spannendste für mich war:
- Spitzmäuse sind weniger mit den Mäusen (Nagetiere) verwandt, sondern eher mit Maulwürfen oder Igeln (Insektenfresser)
- Sie haben einen extrem schnellen Stoffwechsel, fressen täglich das 1-2 fache ihres Körpergewichts und verhungen, wenn sie 2 Tage nichts fressen. (zum Glück haben wir sie gefunden!) Das Herz schlägt im Normalfall 800-1000 mal in der Minute.
- Als eines von ganz wenigen Säugetieren können einige Spitzmaus-Gattungen Gift (im Speichel) produzieren und damit auch einmal grössere Beute wie Mäuse oder Frösche erlegen, oft ernähren sie sich aber von Insekten (Asseln, Tausendfüssler), Schnecken, Würmern... Für Menschen kann der Biss ziemlich schmerzhaft sein.
- Katzen jagen und töten Spitzmäuse zwar, fressen sie jedoch meist wegen deren Moschusgerucht nicht, Eulen, Störche und Schlangen fressen sie dennoch.
- Ihr Sehsinn ist eher eingeschränkt, am stärksten verlassen sie sich deshalb auf den Geruchssinn sowie auf den Gehörsinn. Auch hier sind sie wiederum speziell und können als eines von wenigen Säugetieren die Echo-Ortung zu Hilfe nehmen.
Habt Ihr allenfalls Ergänzungen, eigene Erfahrungen oder wisst mehr zum Thema? Eure Kommentare sind herzlich willkommen!
Liebe Grüsse, Miuh
Sonntag, 12. Juni 2016
Schneckenzeit
Es regnet und regnet und regnet! Der Garten ist ein grüner Dschungel und mir bleibt kein trockener Tag zum jäten, Rasen mähen, Gemüse anpflanzen... - oder einfach einmal im Garten sitzen und die Sonne (welche Sonne?) geniessen. Beklagen möchte ich mich dennoch nicht, immerhin haben wir bisher das Glück, vor Überschwemmungen verschont zu werden.
Ausserdem fühlen sich gerade einige Tiere so richtig wohl, die ich zumeist sehr mag - die Schnecken:
Schon als Kind habe ich Häuschenschnecken zusammengesammelt und mit Rüstabfällen gefüttert. Und auch heute noch lese ich sie von Wegen und Strassen weg und rette möglichst jede, die sich etwas zu weit vorgewagt hat!
Über Weinbergschnecken im Garten (wie eine eher junge auf den Fotos) freue ich mich besonders, denn sie sind hier relativ selten.
Obwohl mich die gefrässigen Nacktschnecken auch manchmal ärgern, streue ich nie Schneckenkorn - auch kein "biologisches"! - denn ich könnte es nicht ertragen, auch diese schönen Tiere gleich mit zu killen.
Genauso wie bei den "normalen" Häuschenschnecken (Bänderschnecke) bin ich absolut überzeugt, dass sie nur bereits faulendes Pflanzenmaterial oder allenfalls geschwächte Pflanzen fressen und deshalb im Garten keinen Schaden anrichten und nicht bekämpft werden sollen!
Die Häuschenschnecken dürfen bei mir überall sein: Im Bio-Kübelchen knabbern sie an meinen Rüstabffällen und verdauen vor, was auf den Kompost kommt, an der Wand oder an Töpfen und Kübeln fressen sie feine Algen-Beläge. Im Gartenbeet verputzen sie die ersten Frühlingsblüher dann, wenn diese alle Kraft in die Zwiebeln eingezogen haben und oberirdisch zu faulen beginnen und in meinen Kräutertöpfen fressen sie abgestorbene Pflanzenteile oder faule Stellen und halten mir so die Kräuter schön in Ordnung.
Wem gehören denn diese schönen Leoparden-Flecken? Es ist ein Tier, das ich bis zu unserem Einzug hier im Haus mit Garten auch noch nicht gekannt hatte... Tigerschnegel sehen aus wie sehr grosse, schlanke Nacktschnecken und tragen ein auffälliges schönes Muster. Sie sind vorwiegend nachtaktiv und interessieren sich dann ebenfalls stark für mein Bio-Kübelchen mit Rüstabfällen, wie auch sonst für abgestorbenes, fauliges Pflanzenmaterial und Pilze. Tagsüber findet man sie allenfalls versteckt schlafend unter einem Blumentopf, oder im Kompost.
Tigerschnegel können beeindruckend gross werden, was man vor allem sieht, wenn sie sich so richtig lang strecken. Gemäss Wikipedia werden sie "bis 13cm lang, einige Autoren geben eine Länge bis 20 cm an" - was ich durchaus bestätigen kann ;-) (kein Fake, das Bild wurde nicht bearbeitet ausser der Bildausschnitt angepasst!)
Ganz wichtig ist auch wieder: Tigerschnegel sind Nützlinge und ebenfalls absolut schützenswert! Neben fauligem Pflanzenmaterial fressen sie auch Gelege der Nacktschnecken, greifen Nacktschnecken sogar an und knabbern sie an. Das hatte ich zwar schon gelesen, glaube es aber erst so richtig, seit ich es mehrfach selbst gesehen habe!
Nun hoffe ich, ich konnte bei Euch auch etwas mehr Sympathie für die verschiedenen Kriech-Tiere wecken!
Möglicherweise denkt Ihr in Zukunft vor dem streuen von Schneckenkorn an all die netten Verwandten der Nacktschnecken und verzichtet denen zuliebe vielleicht sogar ganz darauf?
Gerne zeige ich unsere Gartenbewohner auch bei Rita's Sonntagsfreude, denn Freude ist, wenn man sich auch bei Regenwetter an kleinen Dingen oder Tierchen freuen kann!
Liebe Grüsse, Miuh aus dem Schneckengarten :-)
Ausserdem fühlen sich gerade einige Tiere so richtig wohl, die ich zumeist sehr mag - die Schnecken:
Schon als Kind habe ich Häuschenschnecken zusammengesammelt und mit Rüstabfällen gefüttert. Und auch heute noch lese ich sie von Wegen und Strassen weg und rette möglichst jede, die sich etwas zu weit vorgewagt hat!
Über Weinbergschnecken im Garten (wie eine eher junge auf den Fotos) freue ich mich besonders, denn sie sind hier relativ selten.
Ganz wichtig ist auch wieder: Tigerschnegel sind Nützlinge und ebenfalls absolut schützenswert! Neben fauligem Pflanzenmaterial fressen sie auch Gelege der Nacktschnecken, greifen Nacktschnecken sogar an und knabbern sie an. Das hatte ich zwar schon gelesen, glaube es aber erst so richtig, seit ich es mehrfach selbst gesehen habe!
Nun hoffe ich, ich konnte bei Euch auch etwas mehr Sympathie für die verschiedenen Kriech-Tiere wecken!Gerne zeige ich unsere Gartenbewohner auch bei Rita's Sonntagsfreude, denn Freude ist, wenn man sich auch bei Regenwetter an kleinen Dingen oder Tierchen freuen kann!
Liebe Grüsse, Miuh aus dem Schneckengarten :-)
Dienstag, 4. Juni 2013
Freud und Leid im Garten
Das Wetter der vergangenen Wochen ist leider nicht spurlos an meinen mit viel Liebe aus Samen gezogenen und wochenlang gehegten und gepflegten Pflänzchen vorbeigegangen. Obwohl es hier keinen wirklichen Frost mehr gab, haben sie wohl alle das Auspflanzen ins Freie Ende Mai nicht überlebt, was mich ziemlich traurig macht.
So sah es zu besseren Zeiten aus...
und so sieht es heute aus...
Auch bei den Radieschen ist in den vergangenen 2.5 Monaten teilweise fast nur das Kraut gewachsen. (Eigenlich hätten es ja Riesenradieschen sein sollen...)
Noch hoffe ich auf die wenigen Pflanzen, die noch immer drinnen in den Vitrinen sind. Zucchini und Gurken haben bereits Blüten gebildet und eine Tomate hat sogar schon Minitomätchen dran! Diese Woche nehme ich wieder allen Mut zusammen und pflanze sie ins Freie. Auch die Tomaten, die schon draussen waren, haben das gut überstanden und im Garten habe ich eine kleine Kartoffelpflanze gefunden, gewachsen aus einer letztes Jahr vergessenen Kartoffel. So hoffe ich doch noch auf etwas Ernteerfolg dieses Jahr!
Auch sonst versuche ich, das Positive zu sehen... das viele Wasser hat einigen anderen Pflanzen auch gut getan.
Ups, was krabbelt denn da? Hoffentlich finden die kleinen Kreuzspinnen irgendwann die Blattläuse!
Sogar die Nacktschnecken sind noch brav und fressen momentan nur Katzenkot (mmh, fein!), welke Tulpenblätter und verblühte Wildpflanzen... weiter so! Eigentlich hätten die schleimigen Tierchen nämlich schon eine wichtige Aufgabe in der Natur, so als Entsorger und Gesundheitspolizei... manchmal sind sie einfach zu übereifrig!
Falls Ihr mal solchen Schönheiten hier begegnet, lasst sie bitte kriechen!! Es sind Tigerschnegel und sie fressen unter anderem Nacktschnecken und deren Gelege, abgestorbene Pflanzenteile und fast nie lebende Pflänzchen. Sie werden bis zu 15 oder sogar 20 cm lang und sind sehr auffällig gemustert. Ich finde die Tigerschnegel wunderschön und kenne sie erst seit zweieinhalb Jahren, seit ich den Garten hier habe... Diese drei habe ich heute im Kompost gefunden und mich sehr gefreut, wie immer wenn ich einen sehe. Falls sie Euch auch gefallen, lest doch mal den Wikipedia-Artikel - Tigerschnegel haben zum Beispiel ein sehr interessantes Paarungsverhalten! :-)
Liebe Grüsse und ich hoffe, Ihr erlebt auch mehr Gartenfreude als Gartenleid, Miuh
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