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Mittwoch, 20. Oktober 2021

Alpabfahrt und wieder einmal etwas von mir

Ihr Lieben... in den letzten Tagen hatte ich wieder einmal Zeit, um Blogbeiträge zu lesen, zu stöbern, Kommentare zu schreiben und auch einen Blick auf meine eigenen Blogs hier sowie bei den Geheimtippreisen zu werfen. Es hat mich gerührt, dass ich ein wenig vermisst worden war und ebenso, dass ich gleich wieder mitten drin war. Ein schönes "nach Hause kommen"!

Ja, ich war wenig aktiv hier in den letzten gut 1.5 Jahren. Der eine Grund ist, dass ich mit der Technik des letzten Blogger - Updates noch nicht perfekt klar komme (und mir die Zeit und Geduld gefehlt hat, mich richtig einzuarbeiten).

Der viel wichtigere Grund ist jedoch, dass mir ganz einfach die Zeit gefehlt hat, die Zeit, mich in Ruhe hinzusetzen, Blogbeiträge zu lesen, Texte zu schreiben, zu recherchieren, Fotos von der Speicherkarte herunterzuladen - ja oft sogar nur schon Fotos aufzunehmen! Mein Leben wurde, zum Glück ganz im positiven Sinne, ein wenig auf den Kopf gestellt in den letzten Monaten.

Wie an so vielem ist auch hier natürlich unter Anderem "Corona" ein bisschen mit schuld! ;-) Man könnte meinen, durch das Homeoffice und die anfänglichen Reise-Stopps, welche auch mich betroffen haben, sei ganz viel Zeit frei geworden? Irgendwie habe ich es aber nie geschafft, Bananenbrot zu backen oder mich zu langweilen. Anfangs war die Arbeitswelt extrem fordernd (ja, auch zu Hause!) und später habe ich für mich irgendwie eine neue, zwar glückliche aber doch auch (Frei-)zeitintensive und aktive Art der Work-Life-Balance gefunden - inklusive ganz viel (romantisches) Landleben immerhin.

Nun aber genug Blabla!

Ende September durfte ich zum dritten Mal in Folge als Zuschauerin dabei sein bei einer Alpabfahrt im Emmental, genauer gesagt, von der Ahorn Alp hinunter. 

Es ist keine der grossen, bekannten Alpabfahrten, welche normalerweise von Busladungen voller Touristen besucht werden. Die Tiere sind nicht für die Touristen, für die Fotos geschmückt, sondern aus Stolz, aus Freude, zu Ehren der Alphirten und des speziellen Tages.

Dennoch ist es auch hier immer ein Gänsehautmoment, wenn man die Kuhglocken von Ferne lauter werden hört, bis dann die ganze Herde um die Kurve kommt und die Strasse hinunter trabt. Im Dorf angekommen, werden die Rinder gestoppt, drängen wild zurück, zur Seite und wieder vor und beruhigen sich schliesslich langsam. Dann suchen die Bauern ihre Tiere anhand von Fellzeichnungen und Nummern heraus, binden sie an der Seite an und nehmen sie anschliessend nach gut 100 Tagen auf der Alp wieder mit nach Hause. Ein schöner Tag!


Immer wieder bin ich erstaunt, wie grün es im Oktober - ja, bei mildem Wetter auch im November und sogar im Dezemer - noch ist. Das folgende Foto habe ich beinahe auf den Tag genau vor einem Jahr aufgenommen. 

Solange die Kühe auf den Weiden noch saftiges Gras finden wird die Chance genutzt und das wertvolle Heu, welches als Winterfutter eingelagert wurde, muss noch nicht angetastet werden.

 


Wie kürzlich woanders schon erwähnt, ist es jeweils das schöne Licht, welches mich im Herbst damit versöhnt, dass der Sommer nun wirklich vorbei ist und mich ein wenig über diese Tatsache hinwegtröstet. Gerade in dieser Zeit locken so viele stimmungsvolle Fotosujets! Ich sollte also gerade jetzt dringend die Kamera wieder öfters nutzen.

Für die Nächste Zeit habe ich mir vorgenommen, mich hier öfters wieder zu melden und sei es nur mit einem Foto oder aktuellen Gedanken - es muss ja auch nicht immer eine riesige (Foto-) Story sein!

Liebe Grüsse und hoffentlich bis bald
Miuh

P.S.gerne zeige ich die Blumen-Dekoration der Alp-Abfahrt gerne auch bei Holunderblütchen's Friday Flowerday und die Oktober-Kühe beim DND Natur Donnerstag.

Samstag, 1. August 2015

1. August im Haus mit Wassermelonen - Drink

Zum 1. August, dem Nationalfeiertag der Schweiz gehört für mich eigentlich ein schönes Fest draussen bis spät in die Nacht... mit leuchtenden Lampions als Dekoration, möglichst leisem Feuerwerk (die Katzen lassen grüssen!) und einem feinen Buffet im Garten.
Da dafür das Wetter dieses Jahr nicht ganz mitmacht, werden wir drinnen feiern... Den Spass, die Dekofreude, Feierfreude und Sonntagsfreude lasse ich mir dadurch natürlich nicht verderben!
Die Lampions hängen dieses Jahr anstatt draussen einfach drinnen am Garderobenspiegel, stehen auf dem Cheminee, stecken in grossen Windllichtern und Kerzengläsern.
Und da das Wetter auch etwas kühler ist, als in den vergangenen Tagen haben wir uns für eines der Schweizer Nationalgerichte entschieden, die es sonst meistens nur im Winter gibt: Racelette... Wir hoffen, die Idee wird auch bei unseren Gästen ankommen :-)
Einige Fahnen und Fähnchen haben es doch nach draussen geschafft... sie stecken als Wilkommensgruss vor dem Haus in den grossen Töpfen mit den Peperoni, Chillis und Auberginen. Auch hinter dem Haus haben wir in Sichtweite vom Wohnzimmer allerlei kleine Flaggen in die Pflanzentöpfe gesteckt.

Ein kleines, sehr einfaches Rezept für einen leuchtend roten 1.August - Drink habe ich heute auch noch für Euch!  Wir werden ihn heute zum Apéro trinken:
Rezept für 1 Liter Wassermelonen - Drink:
- Fruchtfleisch von ca 1/4g mittelgrosser Wassermelone
- Einige Spritzer Zitrone
- Einige Eiswürfel
Im Standmixer gut durchmixen und danach kühlstellen - fertig! :-)

Variante: Wer Alkohol mag, kann den Wassermelonendrink auch mit etwas Melonenschnaps oder Wodka servieren. Prost!

So, nun ist es Zeit, feiern zu gehen...! Ich wünsche allen Schweizern einen schönen 1. August und allen anderen ganz einfach ein schönes Wochenende! Miuh





Samstag, 18. Juli 2015

Gartenhimmel - und willkommen zurück :-)

Lange, lange, lange habe ich mich nicht mehr gemeldet. Das war so nicht vorgesehen, aus einer Woche wurden vier, aus einem Monat wurden drei... Eine Reise folgte der anderen - und als wir endlich wieder einmal so richtig zu Hause waren, gab es neben der Büro-Arbeit auch im Garten vieles aufzuholen und der Sommer startete durch, inklusive Gartenparties, laue Sommernächte in der Stadt und am See und allem, was sonst noch so dazugehört... Nachts irgendwann zwischen 23 und 5 Uhr bin ich jeweils müde ins Bett gefallen und habe oft noch Blogs gelesen, aber um selbst etwas zu schreiben und Fotos vorzubereiten, hat es einfach nicht mehr gereicht.
Hoffentlich schaffe ich es, euch in nächster Zeit wenigstens kleine Rückblicke zu zeigen auf die Reisen, auf meinen Monatsblick, auf den Garten... Fotos gibt es nämlich sehr wohl :-)

Nun aber zum eigentlichen Thema: der Himmel über unserem Garten...
Hier in der Schweiz geniessen wir seit Anfang / Mitte Juni so richtig hochsommerliches, heisses Wetter und es gab auch schon einige "Tropen-Nächte" mit Temperaturen nicht unter 20C. Von Tag zu Tag heizte sich unser Haus mehr auf und unser Schlafzimmer direkt unter dem Dach war auch in den lauen Nächten nicht mehr kühl zu bekommen. So verbrachten wir nun auch schon mehrere Nächte auf dem Balkon, wo der Untergrund zwar eher hart, die Luft dafür frisch und angenehm ist. Am Himmel bietet sich jeden Abend ein anderes Schauspiel von Licht und Farbtönen: blau, violett, rosa, rot, orange, gelb, grünlich, mit Wolken oder ganz ohne, mit Sahara-Staub in der Luft, Flugzeugen die landen oder hellen Sternen, die leuchten...
Oft sind wir auch noch im Garten, bis die Sonne untergeht und noch länger... Die Pflanzen wollen regelmässig gegossen werden, und da bei diesem Klima alles üppig wächst, gibt es auch hier etwas auszuzupfen oder dort etwas zu schneiden... Ich geniesse es sehr, dass nach der Arbeit im Büro immer noch viele Stunden im Garten verbracht werden können. Diese Zeit draussen in der Natur bei warmen Temperaturen und späten Sonnenstrahlen sauge ich richtig in mir auf und fülle meine "Energiespeicher" unter freiem Himmel :-) - Glück, Sommerglück und Sonntagsfreude jeden Tag!
Gerne zeige ich meine Gartenhimmel, Sommerhimmel und Silouhetten auch bei der Raumfee "in Heaven" und schaue, welche Himmel dort diese Woche gezeigt werden.

Liebe Grüsse und hoffentlich bis schon bald wieder... Miuh

Dienstag, 26. August 2014

Sardinien - Schweiz

Hallo zurück... wir sind retour aus unseren Ferien auf der Insel Sardinien und haben viele Fotos, spannende Eindrücke, schöne Erinnerungen und auch einige typisch Sardische / Italienische Produkte mit nach Hause gebracht. Bestimmt werde ich noch einiges davon berichten und jede Menge Bilder zeigen...
Als ersten, kleinen Vorgeschmack werde ich Euch kurz erzählen, weshalb es mir auf Sardinien so gut gefallen hat und weshalb ich aber auch gerne wieder zu Hause, zurück in der Schweiz bin.

10* Sardinien war super, weil...

1. Sommer, Sonne, Sonnenschein und ständig draussen unterwegs sein! Auch wenn es in der Schweiz immer wieder sonnige Tage gab, konnte sich seit dem Juni kein konstantes Sommerwetter mehr durchsetzen. Die Zeit an der Wärme haben wir deshalb sehr genossen!

2. Wunderschöne Strände mit feinem, hellem Sand und klarem, türkisblau schimmerndem Wasser (leider im August meistens ziemlich dicht bevölkert). Es gibt aber auch Strände mit eher wildem, welligem Meer zum Wellenreiten, Strände zwischen Fels-Abhängen oder solche, die etwas schwerer zugänglich (und deshalb ruhiger) sind.


3. Bio-Gemüse und -Früchte vom Verkäufer im Dorf, der auf Wunsch auch seinen Garten hinter dem Verkaufs-Stand gezeigt hat. Wir haben also viel Frisches und Gesundes genossen.

4. Freundliche, hilfsbereite Menschen! Der Nachbar, der uns Feigen geschenkt hat, oder der Gemüse-Verkäufer (3.) der uns zusätzlich Erdbeeren, Feigen und Kräuter mitgegeben hat, der Mann an der Brot-Theke im SISA, der einen am zweiten Tag erkannt hat, all die Leute, die uns bei einer Auto-Panne unterstützt haben (übrigens: "ein Platten" =  "Gomma a terra" und "Ventil kaputt" = "Valvola rotta" haben wir nebenbei auch noch gelernt...) und viele mehr haben ein gutes Gefühl für die Sarden hinterlassen!

5. Unterdessen gibt es auf Sardinien Abfalltrennung - nach einem ausgeklügelten System werden Plastik/Pet, kompostierbares, Karton/Papier, Glas, Alu oder Restmüll abgeholt und hoffentlich auch entsorgt oder recycelt. Ich war echt postitiv überrascht!


6. Viele Brachflächen, auf denen die Natur sich noch frei entfalten und ausbreiten kann mit einer Vielfalt an Sträuchern, Blumen, Gräsern sind bestimmt ein Paradies für Vögel und viele andere Tiere.

7. Spannendes Hinterland: Nicht nur die Strände Sardiniens sind schön, auch im Landesinneren gibt es viel zu entdecken! Verschiedene Seen, Thermen mit einer siedend heissen Quelle, Korkeichen, Städte, abwechslungsreiche Landschaften... sogar Skifahren soll im Winter möglich sein.

8. Lokale, Sardische Produkte werden recht vielfältig auch im "normalen", kleinen SISA - Laden angeboten: Pecorino Sardo (Schafsmilch-Käse), Honig, Butter, Gnocchetti Sardi (spezielle Teigwaren), Bier, Wein, Olivenöl,...

9. Schöne Architektur, zurückhaltende Bebauung! Die Bauvorschriften auf Sardinien sind sehr streng, insbesondere in Küstennähe und im Norden an der Costa Smeralda. Auf eine schöne, in die Natur eingepasste Architektur (oft mit lokalen Naturmaterialien) und nicht mehr als 2- oder 3- Stöckige Bauten wird meistens geachtet und viele Bau-Projekte werden gar nicht bewilligt.


10. Gutes Essen - Nicht immer überall am Mittelmeer einfach zu finden für mich als Vegetarier, aber ich hatte keinerlei Skrupel, 5-6 mal in der Woche 1-2 mal pro Tag Pizza zu essen... und jede war ein Genuss!


10* Auch in der Schweiz ist es wieder schön, weil:

1. Unsere liebe Katze haben wir sehr vermisst und so wie sie sich verhalten hat, wurden auch wir vermisst!

2. Unser Häuschen hinterlasse ich  gerne schön geputzt und das Zurückkehren in die Räume mit den grossen Fenstern, in die eigene Küche mit den vielen feinen Gewürzen und ins Bad mit den frisch gewaschenen Badetüchern ist immer wieder sooo schön.

3. Gutes Trinkwasser ab dem Wasserhahn... wie ich das jedes Mal wieder schätze! Man muss sich nicht um genügend Wasserflaschen kümmern, es ist einfach da. Auch Duschen oder Zähneputzen mit dem frischen, nicht gechloorten Wasser ist wieder wunderbar.

4. Familie, Freunde, Nachbarn, Kollegen... viele waren über den Sommer auch in den Ferien und man hat sich deshalb teilweise länger nicht gesehen.

5. Grüne Wiesen und Landschaften: So grün, wie das Gras und überhaupt alle Pflanzen hier in der Schweiz sind, habe ich es noch selten irgendwo gesehen (ausser vielleicht in Cornwall?) und das leuchtende Grün fällt mir jedesmal wieder auf, sobald wir über die Berge in Richtung Nordschweiz fahren.




6. "Meine" Produkte! In der Ferne lokale Esswaren einkaufen und ausprobieren - gerne... aber sobald ich wieder zu Hause bin (manchmal schon an der ersten Autobahnraststätte in der Schweiz) zieht es mich zu einigen heiss geliebten Produkten hin, die es so nur hier gibt: Zweifel Chips, Schweizer Schokolade, Chirat Cornichon Extra-Gürkli und der Kressi-Kräuteressig zum Beispiel!


7. Der eigene Garten... hier etwas zupfen, dort etwas schneiden, schauen, wie sehr alles gewachsen ist, Gurken und Zucchini ernten, Basilikum pflücken, giessen und gleich noch einige Fotos machen: super!

8. Meine Blogs - In den Ferien habe ich sie nicht direkt vermisst, aber ich mag einfach nichts verpassen - also habe ich nun eineinhalb Tage damit verbracht, alle Beiträge meiner momentan knapp 120 verfolgten Blogs der letzten zehn Tage nachzulesen...

 9. Saubere Natur! Es ist zwar unterdessen auf Sardinien / in Italien etwas besser als auch schon, aber da bleibt noch viel zu tun! In der Schweiz liegt kaum je Abfall am Strassenrand oder am Seeufer, wilde Abfallhalden sieht man nicht - auch das fällt mir erst jetzt wieder so richtig auf.

10. WiFi - Oder überhaupt fast ständiger Internet-Anschluss. Auch da konnte ich in den Ferien meistens verzichten, aber ich bin ein News-Junkie und möchte immer über alles informiert sein, klicke ständig durch alle Nachrichtenportale, Facebook, Wettervorhersagen...

Ups... habe ich kurz gesagt? Ich hoffe, es war wenigstens kurzweilig ;-)
Sonnige Grüsse, Miuh


Freitag, 1. August 2014

1. August - Happy Schwiiz!

1. August, Schweizer Nationalfeiertag, frei, juhuuu! Und so habe ich heute Zeit, zu diesem Thema ausnahmsweise einmal etwas leicht politisches zu schreiben :-)
Ich bin nicht eine von denen, die sich theatralisch und über-stolz "Eidgenossen" nennen, nur weil zufälligerweise schon die Eltern das Glück hatten, dass sie in der Schweiz geboren wurden.
Eher bin ich einfach nur glücklich, dankbar und froh, dass ich hier leben darf! In Freiheit, in Frieden, in einer Demokratie, mit genügend Wasser, genug zu Essen, einer Vielfalt an Sprachen und Kulturen, mit wunderbaren alten Traditionen und Bräuchen, wunderschönen Landschaften, und noch so viel mehr!
Deshalb feiere ich den 1. August gerne! Am liebsten mit Fähnchen-Dekoration, Kerzen in roten Becherchen, Lampions, bengalischen Zündhölzern, einem sommerlichen, von allen etwas mitgebrachten Buffet und mit lieben Menschen.

Und ganz toll fand ich auch, was heute morgen passiert ist: ich lag noch im Bett, als ich von ferne Alphorn-Klänge hörte... Hier in der Nähe von Zürich ist das ja nicht gerade üblich!
So hüpfte ich aus dem Bett, zog mich schnell an, rannte mit dem Fotoapparat hinaus - und tatsächlich: Auf dem Hügel neben unserer Siedlung (mein Hügel-Blick :-) !) standen zwei Männer und spielten Alphorn. Die tiefen, langen Töne hallten über die Landschaft und zu den Häusern, Hundespaziergänger blieben stehen, Leute applaudierten aus den Fenstern und die Stimmung war sehr speziell, fast schon mystisch!

Liebe Grüsse, Miuh

Samstag, 5. Juli 2014

Regenbogenhimmel

Letzten Sonntag Nachmittag und Abend waren durch eine spezielle Wettersituation: Immer wieder Regenschauer, dunkle Wolken im Osten und im Westen die tiefstehende Sonne am offenen Himmel...
...über Stunden hinweg immer wieder wunderschöne Regenbogen in grossen Teilen der Schweiz und Süddeutschlands zu sehen.

Zum ersten mal sah ich (dank einem etwas erhöhten Standort) einen ganzen Regenbogen inklusive Nebenbogen darüber,  vom linken bis zum rechten Ende...
Und zum ersten Mal realisierte ich ein Phänomen, das sich (nach seinem Entdecker) "Alexanders dunkles Band" nennt: Der Himmel unterhalb des Regenbogens schien heller und teilweise eher beige, ausserhalb des Bogens jedoch (bis zum nicht immer sichtbaren Nebenbogen) dunkler und eher bleigrau.
Mehr Informationen findet Ihr hier: Wikipedia und mehr spannende Himmel HIER bei der Raumfee.
Liebe, bunte Grüsse, Miuh

Sonntag, 5. Januar 2014

Dreikönigstag und Dreikönigskuchen


Am 6. Januar, dem Dreikönigstag / Epifania (klick für mehr Wiki-Hintergrundwissen dazu) gibt es bei uns einige schöne Bräuche. Zuerst einmal bleibt der Weihnachtsbaum hier bis nach dem 6. Januar stehen.
Einige zünden dann sogar die Kerzen am Baum nochmals an, ABER: Davon würde ich dringend abraten! Die oft schon etwas trockenen Bäume dünsten Harz aus, das explosionsartig brennen kann, hier (YouTube) ein Video davon. Auch ohne brennende Kerzen freue ich mich jeden Tag noch über unseren Weihnachtsbaum!

Teilweise gehen auch Sternsinger - meist als die drei Könige (Caspar, Melchior und Balthasar) aus dem Morgenland verkleidete Jugendliche - von Tür z Tür. Sie singen, sammeln Geld für einen guten Zweck und schreiben mit Kreide das segnende C+M+B und die Jahreszahl über die Haustür.

Am weitesten verbreitet ist aber der Dreikönigskuchen. Gemäss Schätzungen wurden im letzten Jahr schweizweit bis 1.5 Millionen davon verkauft - bei nur etwa 7 Millionen Einwohnern heisst das doch etwas!
Dabei ist vieles an der Produktion (auch bei den Grossverteilern) noch immer Handarbeit.
Die meisten Schweizer wissen es natürlich schon lange ;-) Für alle anderen: Der "Kuchen" ist aus süssem Hefeteig, oft mit Rosinen (wer sie mag) und aus mehreren im Kreis angeordneten Kugeln / Stücken zusammengesetzt. In einem der Stückchen ist ein "König" versteckt. Das kann ein kleines Plastikfigürchen sein, oder auch eine Mandel. Jeder in der Familie... oder im Verein... oder in der Firma... nimmt sich ein Stückchen und wer den König darin hat, darf für einen Tag selbst König sein und regieren. Meistens ist dafür auch gleich eine goldene Karton-Krone beigelegt.
Kinder lieben den Brauch natürlich sowieso, aber auch Erwachsene sind der Spannung - und dem Regieren wollen ;-) nicht abgeneigt.

Hier mein Rezept für den Dreikönigskuchen:

- 500 gr Zopfmehl
- 1.5 kl Salz
- 3-5 EL = ca. 50-80gr Zucker
- 1 Päckli Trockenhefe (für 500gr Mehl passend)
- ca. 4 EL oder 50-100gr Rosinen (wer mag! Bei mir sind keine drin...)

Alles trocken in einer grossen Schüssel gut vermischen und eine Vertiefung machen.

- 2.5 dl lauwarme Milch (später bei Bedarf vielleicht noch etwas mehr)
- 60 gr Butter: geschmolzen, aber nicht zu heiss!

Zusammen in die Vertiefung leeren und dann alles gut zu einem geschmeidigen Teig kneten.

Den Teig mit einem leicht feuchten Tuch zugedeckt an der Wärme 1-2 Stunden aufgehen lassen.

- 1 Mandel

Aus dem luftigen Teig Kugeln formen und Aaaachtung! :-) in eine der Kugeln die Mandel stecken, gut wieder verkneten und kugelig machen. Dann alle Teile auf ein mit Backpapier belegtes Blech aneinander gruppieren: bei mir hat es 11 Kugeln à ca. 85 gr gegeben, man könnte aber auch ein etwas grösseres Mittelteil machen und darum herum die Kugeln. (Je nach Anzahl Familienmitglieder oder Arbeitskollegen...)

Das Ganze nochmals kurz aufgehen lassen, dann mit etwas

- Ei oder Kaffeerahm

bestreichen und mit einer Mischung (etwa eine Handvoll) aus:

- Hagelzucker
- Mandelscheibchen (musste ich schnell selbst schnibbeln, da ich nicht mehr einkaufen war)

bestreuen.

Direkt in die untere Hälfte des kalten Ofens schieben (vorgeheizt ginge auch, einfach etwas kürzer...), auf 220 C unter- und ober- Hitze einstellen und in 20-30 Minuten (immer mal überprüfen) schön goldig backen.

Ich hoffe, der Königskuchen passt gerade auch heute gut zum "My Monday Mhhhhhh" von den Noz Glücksmomenten... vielleicht findet er ja dort noch ähnliche Freunde :-)
Viel Freude beim nachbacken oder sonst ausknobeln, wer morgen Euer König ist und liebe Grüsse, Miuh

P.S. nein, unser Kätzchen wurde nicht gequält für's Fotoshooting... dann wäre sie nämlich schnell weggewesen.


Montag, 9. September 2013

Schweizer Blogs




Eigentlich ist es mir ja egal, woher die Blogschreiber und -Schreiberinnen kommen, es sind eher die spannenden Themen und Gedanken oder die schönen Fotos, Rezepte, Tipps, Inspirationen,... die mich interessieren und die auch ich mit meinem Blog gerne weitergebe.

Nur einige wenige der Blogs, die ich verfolge, habe ich ausgesucht, weil sie aus Regionen der Welt kommen, in denen ich einige Wochen gelebt habe oder gereist bin. Die lokalen "Insider" - Berichte oder "da war ich auch schon" - Erlebnisse dieser Leute freuen mich deshalb ganz besonders.
 


In Sandras Liste von Schweizer Blogs stöbere ich aus einem anderen Grund sehr gerne: die Menschen, die hier schreiben, kommen alle aus meiner weiteren Umgebung: hier kann ich noch viel direkter vergleichen, wie weit jetzt ihre Pflänzchen schon sind, ob die Rosen an geschützten Lagen schon Blüten tragen, wer mit welcher Methode schon Tomaten ernten kann.
Nicht zuletzt gibt es immer wieder Tipps für Feste, Märkte, offene Gärten, Lädeli, Ausflüge,  usw. - die ich auch tatsächlich ohne grossen Aufwand besuchen kann.

Bei Blog-Tipps aus Deutschland, Österreich, Frankreich oder ferneren Ländern bleibt mir oft nur das träumen und hinausschieben auf "vielleicht einmal Ferien in der Region machen und dann..."
 
Deshalb bin ich nun auch auf Sandras Liste und freue mich sehr darüber :-) Vielleicht gibt es ja sogar einmal da oder dort die Möglichkeit, jemanden auch persönlich kennenzulernen.
 
Wo ich gerade dabei war, habe ich auch bei meinem Blog die Gestaltung ein wenig umgestellt... am Auffälligsten ist wohl der Header, aber spannend finde ich auch die Stichworte / Themen, die ich neu entdeckt und integriert habe...
Liebe Grüsse und Euch allen viel Spass beim stöbern - ob bei mir, bei anderen Schweizer Blogs oder weltweit :-)... Miuh