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Montag, 16. Oktober 2017

Herbst - Impressionen





Herbst - Impressionen begleiten mich momentan täglich, beim Blick aus dem Fenster, bei der Fahrt zur Arbeit, beim spazieren gehen ...
Unser Rasen war schon halb mit Laub bedeckt, das ich heute endlich zusammengerecht habe. Einige Stunden später waren schon wieder jede Menge Blätter darauf verteilt. Tja, so ist das im Herbst!

Dennoch sind noch viele Blätter oben, an den Feldahorn-Bäumen - und sie sahen heute fast wie ein kleiner, orange-gelb-grüner Regenbogen aus.
Direkt unter den Bäumen lasse ich die Blätter auch gerne liegen - und staune jedes Jahr wieder wie aus dem Laub eine dichte Schicht wird, durch die im nächsten Frühling wieder das frische Grün dringt.
Die Herbst-Farben sind so schon wunderbar... und am allerliebsten mag ich auch jetzt das Morgenlicht und das Abendlicht...
... so sieht im Sonnenaufgang das Laub gegen den blauen Himmel aus, wie leuchtendes Gold!
Noch immer gibt es auch immer wieder frische, strahlende Blüten!
Zum Beispiel die schöne, mir leider noch immer unbekannte Pflanze mit den immer wieder neuen gelben Blüten. Kennt sie vielleicht jemand von Euch?
Auch die Nachtkerzen legen nochmals richtig los und öffnen bei dem momentanen, milden Wetter jede Nacht viele Blüten!
Die Kolkwitzie - oder Perlmuttstrauch tönt irgendwie schöner - fühlt sogar an einem Zweig nochmals den Frühling und bildet neue Knospen...
... während die Rosen ebenfalls nochmals so richtig üppig blühen.
Eine haarig-puschelige Raupe ist mir an meinem Kräuterbeet begegnet: ich vermute, es ist eine Ampfer-Rindeneule... Vielleicht kennt sie jemand von Euch? Ich finde es spannend, wie so auffällige, spezielle Raupen oft zu relativ unauffälligen Faltern werden.
Meine Lieblinge, die Häuschen-Schnecken sind auch zahlreich unterwegs: auf feuchten Blättern, unter dem Laub, an Holz oder Töpfen... Sie haben viel zu tun und zu fressen, nun mit all den welken Blättern!
Wie kann ich nur jedes Jahr wieder vergessen, wie strahlend, warm, fröhlich und bunt der Herbst noch bis weit in den Oktober und teilweise sogar bis in den November hinein sein kann? 
Ja, die Herbstzeit hat auch etwas melancholisches - ich vermisse die lauen Nächte des Sommers und hätte Abends gerne noch etwas länger Tageslicht... Doch tagsüber gilt es noch so viele Stunden wie möglich draussen zu geniessen!
Liebe Herbst - Grüsse, Miuh
P.S. Meine Herbst - Impressionen zeige ich gerne auch bei "Von Tag zu Tag" mit herbstlichen Themen, bei  "Bunt ist die Welt", beim "Sonntagsglück", bei den "Montagsfreuden", beim Natur Donnerstag, beim "Gartenglück", sowie beim "Macro Monday 2"

Und für die Vorfreude:
http://geheimtippreisen.blogspot.ch/2017/10/weihnachtsmarkte-2017-planung-tipps.html

Sonntag, 24. Juli 2016

Spitzmaus

Mit Haus und Garten oder sonst in der Natur erlebt man immer wieder etwas und lernt dazu... Als ich gestern Nachmittag in die Waschküche kam und einen Haufen Vorhänge die dort lagen, zur Seite schieben wollte, hatte ich das Gefühl, mich schauen zwei kleine Äuglein an und ein Näschen schnuppert in meine Richtung... Schnell schloss ich die Tür und holte erst mal einen genügend grossen durchsichtigen Plastikkübel mit Deckel. Und tatsächlich: da aus den Vorhängen schaute eine etwa 5cm kleine Spitzmaus! Wie sie dorthin gekommen ist, wundert mich sehr - schliesslich ist das Kellerfenster relativ eng vergittert... Ein Glück ist auch, dass die Kleine von unseren (Haus-) Katzen noch nicht entdeckt worden ist!
Das Einfangen ging relativ einfach, ganz ohne Drama und herumrennen - und auch der Ort, wo das Spitzmäuschen freigelassen werden soll, war schnell gefunden: unser Kompost.
Zu unserem Erstaunen rannte die Spitzmaus nicht davon, nachdem wir sie freigelassen hatten, sondern schnupperte ziemlich gemütlich auf dem ganzen Kompost herum und kroch in kleine Vertiefungen. Von Zeit zu Zeit piepste sie in einem sehr hohen Ton und knabberte etwas, wahrscheinlich Asseln. Um die Häuschenschnecke machte ich mir auch kurz Sorgen, aber sie wurde einfach überkrabbelt.
Erst nach etwa 10 Minuten war wohl der erste Hunger gestillt und das Spitzmäuschen trippelte an den Rand des Komposts, kletterte geschickt etwas nach unten und verschwand dann wieder im Kompost in einer grösseren Lücke hinter dem Karton - Ich bin mir ziemlich sicher, der Kompost hat einen neuen Bewohner :-)
Nun blieb etwas Zeit zu googeln und mein Wissen über Spitzmäuse zu ergänzen: Wikipedia und "Die Welt" halten jede Menge Informationen bereit, aber das spannendste für mich war:

- Spitzmäuse sind weniger mit den Mäusen (Nagetiere) verwandt, sondern eher mit Maulwürfen oder Igeln (Insektenfresser)
- Sie haben einen extrem schnellen Stoffwechsel, fressen täglich das 1-2 fache ihres Körpergewichts und verhungen, wenn sie 2 Tage nichts fressen. (zum Glück haben wir sie gefunden!) Das Herz schlägt im Normalfall 800-1000 mal in der Minute.
- Als eines von ganz wenigen Säugetieren können einige Spitzmaus-Gattungen Gift (im Speichel) produzieren und damit auch einmal grössere Beute wie Mäuse oder Frösche erlegen, oft ernähren sie sich aber von Insekten (Asseln, Tausendfüssler), Schnecken, Würmern... Für Menschen kann der Biss ziemlich schmerzhaft sein.
- Katzen jagen und töten Spitzmäuse zwar, fressen sie jedoch meist wegen deren Moschusgerucht nicht, Eulen, Störche und Schlangen fressen sie dennoch.
- Ihr Sehsinn ist eher eingeschränkt, am stärksten verlassen sie sich deshalb auf den Geruchssinn sowie auf den Gehörsinn. Auch hier sind sie wiederum speziell und können als eines von wenigen Säugetieren die Echo-Ortung zu Hilfe nehmen.

Habt Ihr allenfalls Ergänzungen, eigene Erfahrungen oder wisst mehr zum Thema? Eure Kommentare sind herzlich willkommen! 
Liebe Grüsse, Miuh

Sonntag, 12. Juni 2016

Schneckenzeit

Es regnet und regnet und regnet! Der Garten ist ein grüner Dschungel und mir bleibt kein trockener Tag zum jäten, Rasen mähen, Gemüse anpflanzen... - oder einfach einmal im Garten sitzen und die Sonne (welche Sonne?) geniessen. Beklagen möchte ich mich dennoch nicht, immerhin haben wir bisher das Glück, vor Überschwemmungen verschont zu werden.
Ausserdem fühlen sich gerade einige Tiere so richtig wohl, die ich zumeist sehr mag - die Schnecken:
Schon als Kind habe ich Häuschenschnecken zusammengesammelt und mit Rüstabfällen gefüttert. Und auch heute noch lese ich sie von Wegen und Strassen weg und rette möglichst jede, die sich etwas zu weit vorgewagt hat!
Über Weinbergschnecken im Garten (wie eine eher junge auf den Fotos) freue ich mich besonders, denn sie sind hier relativ selten.



Obwohl mich die gefrässigen Nacktschnecken auch manchmal ärgern, streue ich nie Schneckenkorn - auch kein "biologisches"! - denn ich könnte es nicht ertragen, auch diese schönen Tiere gleich mit zu killen.



Genauso wie bei den "normalen" Häuschenschnecken (Bänderschnecke) bin ich absolut überzeugt, dass sie nur bereits faulendes Pflanzenmaterial oder allenfalls geschwächte Pflanzen fressen und deshalb im Garten keinen Schaden anrichten und nicht bekämpft werden sollen!



Die Häuschenschnecken dürfen bei mir überall sein: Im Bio-Kübelchen knabbern sie an meinen Rüstabffällen und verdauen vor, was auf den Kompost kommt, an der Wand oder an Töpfen und Kübeln fressen sie feine Algen-Beläge. Im Gartenbeet verputzen sie die ersten Frühlingsblüher dann, wenn diese alle Kraft in die Zwiebeln eingezogen haben und oberirdisch zu faulen beginnen und in meinen Kräutertöpfen fressen sie abgestorbene Pflanzenteile oder faule Stellen und halten mir so die Kräuter schön in Ordnung.




Wem gehören denn diese schönen Leoparden-Flecken? Es ist ein Tier, das ich bis zu unserem Einzug hier im Haus mit Garten auch noch nicht gekannt hatte... Tigerschnegel sehen aus wie sehr grosse, schlanke Nacktschnecken und tragen ein auffälliges schönes Muster. Sie sind vorwiegend nachtaktiv und interessieren sich dann ebenfalls stark für mein Bio-Kübelchen mit Rüstabfällen, wie auch sonst für abgestorbenes, fauliges Pflanzenmaterial und Pilze. Tagsüber findet man sie allenfalls versteckt schlafend unter einem Blumentopf,  oder im Kompost.



Tigerschnegel können beeindruckend gross werden, was man vor allem sieht, wenn sie sich so richtig lang strecken. Gemäss Wikipedia werden sie "bis 13cm lang, einige Autoren geben eine Länge bis 20 cm an" - was ich durchaus bestätigen kann ;-)   (kein Fake, das Bild wurde nicht bearbeitet ausser der Bildausschnitt angepasst!)
Ganz wichtig ist auch wieder: Tigerschnegel sind Nützlinge und ebenfalls absolut schützenswert! Neben fauligem Pflanzenmaterial fressen sie auch Gelege der Nacktschnecken, greifen Nacktschnecken sogar an und knabbern sie an. Das hatte ich zwar schon gelesen, glaube es aber erst so richtig, seit ich es mehrfach selbst gesehen habe!
Nun hoffe ich, ich konnte bei Euch auch etwas mehr Sympathie für die verschiedenen Kriech-Tiere wecken!
Möglicherweise denkt Ihr in Zukunft vor dem streuen von Schneckenkorn an all die netten Verwandten der Nacktschnecken und verzichtet denen zuliebe vielleicht sogar ganz darauf?

Gerne zeige ich unsere Gartenbewohner auch bei Rita's Sonntagsfreude, denn Freude ist, wenn man sich auch bei Regenwetter an kleinen Dingen oder Tierchen freuen kann!

Liebe Grüsse, Miuh aus dem Schneckengarten :-)










Sonntag, 17. November 2013

Der Winter kann kommen!

Noch letzte Woche habe ich nur schnell einmal mitten in der Nacht diejenigen Pflanzen ins Haus geholt, die sonst erfroren wären mit dem angekündeten Nachtfrost. Bisher wurden wir zum Glück ungewöhnlich lange verschont mit Frost und eiskalten Temperaturen, obwohl es immer herbstlicher wurde.
 
Obwohl nicht mehr alles üppig und leuchtend bunt ist, haben einige Pflanzen wie zum Beispiel die Rosen...
...und die Nachtkerzen...
... die Zeit noch genutzt und mutig weitergeblüht, als wäre noch nicht Mitte November.

Auch ich war froh um den Aufschub, denn ich hatte einfach nie Zeit (und das richtige Wetter und Lust, und, und...), um den Garten mit allem drum und dran winterfest zu machen.
 
Nun hat dieses Wochenende endlich alles gepasst: die Pflanzen sind drinnen, eingekellert, zugedeckt oder (hoffentlich) selber winterhart genug, die grossen Tontöpfe sind geleert, das Laub zum wahrscheinlich letzten Mal vom Rasen gekehrt, der Regenmesser und alle Spritzkannen  leer im Keller.

Hoffentlich finden alle meine tierischen Lieblinge auch noch schöne, warme Überwinterungsplätzchen!

Wir haben heute zum ersten Mal in diesem Winter viele Kerzen, Laternen und das Feuer im Cheminee angezündet und sind jetzt richtig gemütlich und kuschelig auf die kalte, dunkle Zeit vorbereitet - Der Winter kann kommen! Am Donnerstag soll es hier gemäss Wetterbericht zum ersten Mal schneien...

Liebe Grüsse und ich hoffe, Ihr habt es auch schön warm und nett! Miuh