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Samstag, 4. Januar 2014

Aufräumen und Aufbrauchen

Ganz zuerst: Herzlich Willkommen und ein grosses Danke an alle neuen und bisherigen Besucher, Abonnenten, Kommentarschreiber... ich habe mich unglaublich gefreut, dass Ihr hier auch über die Weihnachts- und Neujahrs-Zeit so aktiv wart!!

Nach Neujahr war ich teilweise alleine zu Hause, die Katzen auf dem Sofa waren mit sich selbst beschäftigt (wie viele Arten, süss zu schlafen gibt es eigentlich?) und das Wetter war auch eher düster und kalt.
 
Teilweise habe ich also 48 Stunden lang keinen Fuss vor die Tür gesetzt, praktisch die ganze Zeit im Pyjama verbracht und ständig etwas gefuttert. Aber irgendwie ein wenig sinnvoll wollte ich die Zeit dann doch verbringen.
 
So habe ich viele Zeitschriften durchgeblättert, aussortiert oder eingeordnet, Bastelsachen (vor Weihnachten alles hervorgeholt und überall im Kellerraum verteilt) wieder weggeräumt und allerlei andere kleine Sachen erledigt, für die sonst nie Zeit bleibt.
 
Kulinarisch habe ich mir zum Ziel gesetzt, den übervollen Kühlschrank wieder einmal etwas leerer werden zu lassen.
So gab es in letzter Zeit: Salat mit 4 beim Apéro übriggebliebenen Tomätchen, Peperoni (Paprika) - Suppe, Pasta mit Käse-Sauce (alle angeschnittenen Käsestücke verbraucht), Frisch gepressten Orangen-Mandarinen-Saft (All die Orangen, aus denen ich noch Orangenschalen-Anhänger machen wollte, Mandarinen-Sorbet wäre auch noch geplant gewesen...) Pralinés (die weniger schönen, die deshalb nicht verschenkt wurden), Pasta mit scharfer Tomatensauce, Guezli zum Zmorge (Plätzchen zum Frühstück)...
 
Nun habe ich noch Zucchini, aus denen ich vielleicht Zucchini-Carpaccio mache, einen Rotkohl, der wohl zu Kohlsalat wird, getrocknete Tomaten - da mache ich wunderbares Pesto Rosso daraus - und schwarze Oliven: ob ich mich einmal an einer Oliven-Tapenade versuchen soll?
 
Ihr seht, ich verhungere hier bestimmt nicht, auch wenn ich nicht neu eingekauft habe! :-) Beim Reste verbrauchen habe ich übrigens schon die besten Rezepte erfunden... die verschiedenen Zutaten zwingen einen ja manchmal zu viel Kreativität!

Liebe gemütlich futternde Grüsse, Miuh






Montag, 9. Dezember 2013

Punschkugeln (Rumkugeln)

Schon vor etwa 3 Wochen habe ich Euch (hier) das Rezept versprochen… Punschkugeln liebe ich, seit ich vor etwa 20 Jahren zum ersten Mal eine gekauft hatte - aber ich hätte nie, nie, nie gedacht, dass ich einmal selbst welche machen würde – und dass sie auch noch „wie richtig“ schmecken!

Man sagt ja, in Punschkugeln verarbeiten die Konditoren Abschnitte, Unverkauftes, Zerbrochenes und sonst missratenes Gebäck. Ob das so stimmt, oder nicht? – auf jeden Fall hat es mich auf die Idee gebracht!



Hier also das Rezept:

Die Basis war bei mir ja ein halber nicht so gelungener Schoko-Kuchen… bestimmt gehen auch (missratene oder sonst überzählige) Guezli (Kekse) oder allerlei anderes Gebäck!


Grundmasse:

½ Schokokuchen (oder was gerade da ist)
2-3 El Rum (alkoholfreie-Variante: Rum-Aroma!)
2-3 El Konfitüre
2-5 El geriebene Mandeln oder Kokos
(falls kein Schoko-Kuchen oder -Gebäck die Basis war: Schoko-Pulver oder Kakao nach Geschmack)

Alles mit einer Gabel in einer Schüssel gut zerdrücken und vermengen, bis eine kompakte Masse entsteht, falls nötig: ganz wenig Wasser zugeben.)
Im Kühlschrank eine Nacht ziehen lassen (wenn’s pressiert würde es sicher auch ohne gehen…)

Am nächsten Tag:

Die Masse nochmals gut durchmischen - sie soll wirklich kompakt sein und gut zusammenhalten – und je nach Gefühl nochmals mit etwas Rum, Schokopulver, Mandeln, … abschmecken.

Dann Kugeln daraus formen, diese können je nach persönlicher Vorliebe ca 2 – 6 cm Durchmesser haben, aber Achtung: Die Dinger sind richtig nahrhaft!

Überzug:

(Achtung: grosses Schmiererei-Potential! Ich habe ein Backpapier ausgelegt und darüber gearbeitet)

1 Päckli Kuchenglasur erwärmen, über die Kugel streichen oder die Kugeln darin wenden
       
Schoko-Streusel die überzogenen Kugeln sofort damit bestreuen oder darin wenden

Die Punschkugeln auf einen grossen Teller oder eine Platte legen und im Kühlschrank schön fest werden lassen, dann geniessen!
 


Die Haltbarkeit: ich würde sagen: im Kühlschrank einige Tage… wenn man aber die Punschkugeln den Arbeitskollegen mitbringt, halten sie höchstens einige Stunden…


Übrigens: die ganze Überzieherei und Bestreuslerei gab bei mir eine riesige Schoko – Schmiererei! Lange nicht alles, was eigentlich sollte, landete auf den Punschkugeln… Hier also deshalb noch: die Resteverwertung der Resteverwertung:

Alle danebengegangene Schokolade konnte ich dank des Backpapiers relativ einfach wieder einsammeln und in ein Schälchen leeren. Dazu gab ich ein mini-Schlückchen Rahm (Sahne) sowie ein mini-Schlückchen Cointreau (Orangen-Likör), schmolz alles vorsichtig nochmals ein (einige Sekunden, wirklich nicht mehr! in die Mikrowelle) und goss die Mischung in Silikon-Förmchen.  Das ergab einige bestimmt nicht perfekte, aber doch ganz feine Pralinées – das ist doch besser als wegwerfen!

Weil das für mich grad zwei mal mhhhhh war, zeige ich die Punschkugeln (und die auch noch entstandenen Pralinés) gerne beim My Monday Mhhhhh der Noz! Glücksmomente

Liebe Grüsse, gut Punsch und gut Kugel, Miuh :-)

https://geheimtippreisen.blogspot.ch/