Samstag, 22. Juni 2019

Schnittlauchblütenbutter Rezept - einfach und fein!

Kräuterbutter liebe ich sehr! So kann ich die Würze des Sommers aus dem eigenen Garten konservieren und mir auch im Winter manchmal noch die Vielfalt aromatischer Kräuter auf den Teller holen. Macht ihr auch manchmal selbst Kräuterbutter?




Eine besonders rassige und hübsch dekorative Variante ist die Schnittlauchblütenbutter - und einfach herzustellen ist sie noch dazu! Zarte lilafarbene Blütenblättchen und einige gelbe Farbtupfer der Zitronenschale wirken sommerlich verspielt, doch der Geschmack hat es in sich: er ist kräftig schnittlauchig! So macht sich eure Schnittlauchblütenbutter wunderbar auf dem Buffet jeder Sommerparty oder direkt auf frischem, noch leicht warmem Brot.




Normalerweise knipse ich die Blüten des Schnittlauchs nicht ab, wie es manchmal empfohlen wird, um das Aroma der Schnittlauchröhrchen zu erhalten. Bienen und andere Insekten lieben die Blüten sehr und es ist mir eine Freude, ihnen zuzuschauen!




Nur wenn ich die Blüten esse, pflücke ich mir einige davon: Schnittlauchblüten sind eine wunderbare, würzige, lila-farbene Dekoration für Salate und andere Gerichte.




Nun aber wie versprochen hier das Rezept für die feine Schnittlauchblütenbutter - es ist einfach nachzumachen und passt perfekt zum Sommer:




Rezept für Schnittlauchblütenbutter

Für meine Schnittlauchblütenbutter habe ich folgende Zutaten gebraucht:

200gr weiche Bio-Butter (eine Stunde vorher aus dem Kühlschrank nehmen)
20 mittelgrosse, frische Schnittlauchblüten (kleingeschnitten)
Feiner Schalen-Abrieb von 1/2 - 1 Zitrone
Einige Prisen Salz (Vorsicht damit, nachsalzen geht immer...)

Alles in einer Schüssel mit einer Gabel gut vermischen, zwischendurch probieren und ev. nachwürzen - fertig!

Natürlich ist es auch möglich, die Menge nach euren Bedürftnissen anzupassen.





Anschliessend könnt ihr die Schnittlauchblütenbutter frisch verwenden, in den Kühlschrank stellen für die baldige Verwendung, oder in beliebiger Form (Rollen, Eiswürfelbehälter, kleine Schälchen, Silikonförmchen,...) einfrieren für den späteren, portionenweisen Verbrauch.




En Guete und liebe Grüsse
Miuh



Dienstag, 15. Januar 2019

Entdeckungstour durch das Bullerbü-Häuschen von Astrid Lindgren

Schon im Juli, gleich nach meiner Schweden-Reise habe ich euch vorgeschwärmt (und viele Fotos gezeigt) von den wunderschönen, unerschiedlichen, roten Schwedenhäuschen. Bei dieser Gelegenheit habe ich auch bereits verraten, dass mein allerliebstes Häuschen in Schweden das Bullerbü-Haus ist... Und heute werdet ihr mehr davon sehen! Ich lade euch ein zu einer Besichtigung des Hauses und von innen und aussen, sowie zu einem Spaziergang durch den Garten inklusive Gartenhaus und Schuppen...




Astrid Lindgrens Geschichten und ganz besonders "wir Kinder aus Bullerbü" haben mich durch die ganze Kindheit begleitet und bis heute meine Vorstellung vom idyllischen (oder eben romantischen) Landleben geprägt.

Dass es diese drei Häuser, welche als skizzen-artige Zeichnung ganz vorne in meinem Buch zu finden waren, tatsächlich gibt, habe ich nie wirklich bedacht - in meiner Fantasie gab es sie sowieso.




Tatsächlich hat Astrid Lindgren in ihren Geschichten der Kinder aus Bullerbü nicht nur viele ihrer eigenen Kindheitserlebnisse sowie Erzählungen ihrer Eltern verarbeitet. Es gab mit dem Weiler Svedestorp auch ein klares Vorbild für das kleine Dörfchen Bullerbü mit "Nordhof", "Mittelhof" und "Südhof" - Und hier, im mittleren Haus, war ihr Vater bis 1895 aufgewachsen.

Die Häuser stehen auch heute noch praktisch unverändert hier und wenn ihr sie seht, werdet ihr unweigerlich in die Geschichten der Kinder aus Bullerbü zurückversetzt, ob ihr nun das Buch gelesen oder gar den Film gesehen habt, welcher 1986 ebenfalls hier gedreht worden ist...




Die drei Häuser (auch das mittlere, welches ich euch hier zeigen werde) sind in Privatbesitz und damit für die Öffentlichkeit normalerweise nicht zugänglich oder zu besichtigen.

Es war ein riesiges - für mich immer noch ein wenig unfassbares - Glück, dass ich zur richtigen Zeit am richtigen Ort (also, im richtigen Land: Schweden) war und auch noch von der Möglichkeit erfahren habe! Wie das geschah, seht ihr im ersten Teil unten.

Kommt ihr mit mir nach Südschweden, zurück in eine längst vergangene Zeit und werft einen Blick durch das geheimnisvolle, alte Fenster in eine andere Welt?




Auf meinem Geheimtippreisen Blog habe ich den Besuch im Bullerbü - Haus in vier Teilen beschrieben, weil ich so viele Fotos und Geschichten dazu hatte, dass mit nur einem Bericht der Rahmen bei weitem gesprengt worden wäre.
Klickt einfach auf das jeweilige Foto oder den dazu gehörenden Titel, um zum entsprechenden Bericht zu gelangen:


Das Bullerbü - Haus von Astrid Lindgren 1/4: Von aussen und alle Informationen



Das Bullerbü - Haus von Astrid Lindgren 2/4: Im Haus und Beschreibung der Zimmer



Das Bullerbü - Haus von Astrid Lindgren 3/4: Der Schuppen und Fundstücke



Das Bullerbü - Haus von Astrid Lindgren 4/4: Garten, Gartenhaus und wie es weiterging



Nochmals alle vier Bullerbü-Haus - Berichte als kurze Übersicht findet ihr hier:

* Das Bullerbü - Haus von Astrid Lindgren 1/4: Von aussen und alle Informationen (HIER)
* Das Bullerbü - Haus von Astrid Lindgren 2/4: Im Haus und Beschreibung der Zimmer (HIER)
* Das Bullerbü - Haus von Astrid Lindgren 3/4: Der Schuppen und Fundstücke (HIER)
* Das Bullerbü - Haus von Astrid Lindgren 4/4: Garten, Gartenhaus und wie es weiterging (HIER)


Nun bin ich gespannt, wie euch die vier Ausflüge in die Welt der Kinder aus Bullerbü gefallen haben...

Seid ihr auch so begeistert von der Autorin Astrid Lindgren und von ihren Büchern, wie ich?
Und faszinieren euch solch alte Häuser (und Gärten... und Schuppen... und Gartenhäuser...) mit viel Geschichte auch so sehr?

Liebe Grüsse, Miuh

Sonntag, 13. Januar 2019

Schneegarten in der blauen Stunde

Vergangene Woche hat es auch bei uns zum ersten Mal so richtig geschneit...

Wobei: So viel Schnee, wie es Anfang Januar andernorts in Deutschland und Österreich gab, so dass die Situation teilweise von wunderschön romantisch zu katastrophal gefährlich wechselte, war es bei uns bei weitem nicht! Wir hatten so 10-15cm Schnee und seit gestern Nacht wurde das meiste von den etwas wärmeren Temperaturen, die der Sturm mitbrachte, weggeschmolzen.

Die schöne Stimmung am Morgen während der blauen Stunde habe ich genutzt, um zu fotografieren und so die kurzlebige Pracht zu geniessen:



Anfangs war es noch fast dunkel im Garten und das kleine Rentier und der ebenfalls mit kleinen LED-Lichtern geschmückte Busch leuchteten wunderbar in die zu Ende gehende Nacht... Die blaue Stunde war angebrochen.



Auch auf der anderen Hausseite war alles von Schnee überzuckert. Knapp könnt ihr hier die Tannäste mit LED-Lichtern sehen, welche im Dezember fast nahtlos die Geranien über der breiten Fensterfront abgelöst haben.



Überhaupt sah der Innenhof in den frühen Morgenstunden wunderbar friedlich aus. Ich mag in sehr und freue mich über die Bäume und die verschiedenen Büsche, welche eine schöne Struktur geben.



Langsam war es etwas heller geworden. Noch immer leuchteten die Lämpchen heller als das natürliche Licht und alles schien bläulich.



Noch etwas später übertraf das Tageslicht das Künstliche, mehr und mehr wurde das bläuliche Dämmerungslicht vom Grau des Tages abgelöst.



Links unter dem Herz könnt ihr auf dem folgenden Foto den kleinen Weg erkennen, welchen ich am Vorabend freigeschaufelt hatte. Den Schnee habe ich dabei gleich verwendet, um eine isolierende Schicht um Pflanzen und Töpfe zu bilden, für den Fall, dass es noch kälter wird.



Hinter den Wolken ging die Sonne auf und damit verwandelte sich die blaue Stunde allmählich in eine ebenso schöne lila-rosa-orangene Stimmung.



Auch im Garten war endgültig der Tag angebrochen. Dass das Rentier noch immer leucht, sieht man so kaum mehr. Das ist jeweils auch die Zeit, wenn die verschiedenen Vögel anfangen, sich am Futterhaus einzufinden...



Ebenfalls extrem viel Freude am Schnee hat der Kater! War er anfangs noch etwas vorsichtig, hat er später wild im Schnee herumgetrampelt, mit kleinen Schneebällen gespielt, getapst, wild gemiaut und kleine Balkon - Lawinen verursacht.

Übrigens: was ist noch schwieriger, als eine schwarze Katze zu fotografieren? - Eine wild herumrennende, schwarze Katze bei schlechtem Licht im weissen Schnee fotografieren... ;-)




Auch wenn ich selbst kein Wintermensch bin, geniesse ich gerade die vielen Katzen-Kuschelstunden, Einladungen von Freunden, ein feines Glas Wein auf dem Sofa - und die gedankliche Gartenplanung für den Frühling.


Liebe Grüsse, Miuh


P.S. gerne zeige ich den Wintergarten in der Blauen Stunde auch beim Gartenglück / Winterglück.


Montag, 24. Dezember 2018

Natürliche Weihnachts - Deko (mit Tipps) und Weihnachtsgrüsse

Liebe Leserinnen und Leser meines Blogs Romantischeslandleben...

Vielen Dank für eure Treue übers Jahr hinweg, für liebe, interessante, hilfreiche, beeindruckende und nachdenklich machende Kommentare und einfach Danke, dass es euch gibt!


Privat durfte ich bereits gestern mit dem einen Teil der Familie bei mir zu Hause so richtig gemütlich Weihnachten feiern. Dabei habe es mir natürlich nicht nehmen lassen, die Wohnung so richtig Weihnachtlich zu dekorieren!


Nur wenn ich an Weihnachten Gäste habe, gönne ich mir auch einen Weihnachtsbaum. Wenn nicht, dekoriere ich zwar die Küche und das Wohnzimmer, ein Baum wäre dann aber eher "für die Katz" im wahrsten Sinne des Wortes! (PS: Suchbild... finde die Katze?)


Viele von euch sind vielleicht jetzt gerade daran, Weihnachten zu feiern oder haben die Feier noch vor sich (wie ich morgen mit dem anderen Teil der Familie, worauf ich mich auch sehr freue...)


Dazu wünsche ich Euch von Herzen friedliche und fröhliche Weihnachten! Für euch und die ganze Welt wünsche ich mir eine Ruhe, die einkehrt, Frieden mit sich selbst und mit allen Anderen.


Für mich hat es so gut wie noch nie zuvor funktioniert, vor Weihnachten die Ruhe zu bewahren. Zwar wurde es bei mir erst am Freitag Abend nach Arbeitsschluss so richtig weihnachtlich, aber auch schon den ganzen Dezember hindurch konnte ich jeglichen Weihnachtsstress umgehen und vermeiden. Welch ein Glück! Auch die beiden Blogs mussten ein wenig darunter leiden, aber ich hoffe, ihr verzeiht mir das?


Am Samstag haben wir ganz traditionell im Wald den Weihnachtsbaum und einige grosse Tannäste geholt, obwohl es ziemlich gestürmt und geregnet hat.

Aus den Ästen habe ich dann das ganze Wochenende hindurch meine Weihnachtsdekoration zusammengestellt: sehr natürlich, wie ich es am allerliebsten mag.


Am besten gefallen mir Tannäste verschiedenster Grösse, welche ich ganz einfach und pur in grosse, alte Weckgläser oder in stabile Vasen stelle. Das passst wunderbar zu den Naturfarben und dem vielen Holz in meiner Wohnung.


Natürlichh könnt ihr diese Äste auch gut noch mit Weihnachtsschmuck aller Art weiter dekorieren, wenn das bei Euch passt!

Aber auch kleine Fläschchen wie die auf dem folgenden Foto, welche ursprünglich von einem italienischen Apérogetränk stammen und mit Sternen und weihnachtlichen Motiven verziert sind, passen perfekt.


In der Küche habe ich grosse Schalen mit Orangen und Clementinen aufgestellt. Vor einigen Jahren habe ich aus den Schalen dieser Früchte auch Schmuck für den Weihnachtsbaum gemacht (HIER) 


Im Hintergrund steht ein Weckglas, welches ich mit Baumnüssen gefüllt habe und die Orchidee, die gerade wieder zu blühen anfängt...


Im Eingangsbereich habe ich das eigentliche "Vide-Poche" dekoriert mit einem Glas voller Tannäste, einem Glas voller metallener Glocken-Kugeln sowie einem Pinienzapfen, einer Kastanien-Hülle und roten Kerzen in Holz-Kerzenständern. Nur die frischen Tannäste aus dem Wald sind neu, alles Andere habe ich teilweise bereits seit Jahren.

Im Hintergrund gespiegelt seht ihr einmal mehr das Bild des Norwegischen Fischers (HIER schon einmal frühlingshaft mit Tulpen zu sehen)


Im Wohnzimmer sind dafür noch die Nachwirkungen und Souvenirs meiner Schweden-Reise im Sommer (HIER mehr darüber) zu sehen. Die Dala-Pferdchen haben so gut gepasst, dass sie zusammen mit der Karussell-Musikdose gleich bleiben durften.


Das Rentier war einmal eine leuchtende Weihnachtsdekoration für draussen. Nachdem es nicht mehr funktioniert hat, habe ich alle elektrischen Kabel abgenommen und nur das Metallgestell mit den Holzranken belassen. So passt das stilistische Rentier perfekt ins Wohnzimmer, kombiniert mit der Holzlaterne und einem grossen Fichtenzweig.


An der Wand im Treppenhaus habe ich einen geflochtenen Draht der Wand entlang hochgezogen und mit mini-kleinen, aber starken Magnetchen kleine Tannäste daran befestigt:


Über ein kleines Tischchen habe ich ein langes, rot-weiss gemustertes Tischtuch gelegt. Das sieht nicht nur weihnachtlich aus, sondern lässt darunter jede Menge Stauraum für Ersatzkerzen, Schere, Zündhölzer, Kabel, ...


Darauf stehen ebenfalls bordeaux-rote Kerzen in Holz-Kerzenständern, grosse Tannäste in einem Weckglas, Pinien-Zapfen (von einem Freund aus der Toscana erhalten), sowie ein italienisches Gläschen mit Tannästen. Auch die Tannäste vom Esstisch habe ich hierhin verlegt, sobald das Essen auf den Tisch kam.



12 Tipps für eine schöne, natürliche Weihnachts - Deko


1. Tannäste, Tannäste, Tannäste!
Wenn ihr Glück habt, könnt ihr auch im Wald offiziell den Weihnachtsbaum direkt frisch absägen und dazu gleich einige Tannäste mitnehmen, die bei diesen Aktionen immer anfallen. Ansonsten: fragt auf eurer Gemeinde, beim Förster oder auch bei Bauern in eurer Gegend nach solchen Gelegenheiten.

2. Tannenzweige (oder Fichten-Äste, usw.) stellt ihr am besten in grosse Weck-Gläser oder grosse, stabile Glasvasen. Kleinere Ästchen könnt ihr auch in Flaschen stellen. Tannäste sehen pur schon gut aus, oder ihr könnt sie zusätzlich schmücken, wenn ihr wollt: mit Naturmaterialien, Weihnachtsbaumschmuck oder Anderem.
Je nach Form sehen die eingestellten Zweige selbst aus, wie kleinen Weihnachtsbäume und können diesen in einer kleinen Wohnung auch einmal ersetzen.
Das Gute daran: So eine Deko könnt ihr auch last Minute noch vorbereiten und sie sieht dennoch perfekt aus.

3. Die schönen, immergrünen Äste könnt ihr auch um den Hauseingang herum einstellen, auslegen oder aufhängen (und allenfalls dekorieren). Auf jeden Fall eignen sie sich auch gut, um grosse Töpfe, Blumenkisten und Gemüse- oder Blumenbeete abzudecken und damit weihnachtlich oder winterlich herzurichten.

4. Sammelt auch übers Jahr Naturmaterialien, die euch gut gefallen: Ob das nun Pinienzapfen sind, Fichtenzapfen, Föhren-Zäpfchen, Kastanien-Hüllen, Eicheln, Baumnussen, schöne Lärchen-Zweige, Wurzeln, spezielle Äste oder Holzstücke, ... schaut, dass keine Tierchen darin wohnen, schüttelt sie aus und trocknet die Mitbringsel anschliessend gut.

5. Kombiniert mit Metall, weiss oder schwarz und maximal einer weiteren, allenfalls leuchten Farbe wie zum Beispiel: bordeaux-rot, dunkelblau, gold, silber, hellgrün,... Bei mir war es dieses Jahr: frisches Fichten- und Tannengrün mit Holztönen, Glas und bordeaux-roten Kerzen - ein weihnachtlicher Klassiker.

6. Laternen und Kerzen gehen immer! Ob sie echt sind, oder aus Sicherheitsgründen mt LED's betrieben werden, ist egal. Ich habe hier LED-Lichterketten in einer grossen Holz-Laterne, Teelichter in verschiedenen Metall-Laternen, Spitz-Kerzen in bordeaux-rot aud den Holz-Kerzenständern und (trotz Katzen) noch immer echte Bienenwachs-Kerzen am (frischen!) Weihnachtsbaum. Auf offene Flammen passen wir aber auch sehr auf und lassen sie nie unbeaufsichtigt.

7. Passend zu allen anderen Naturtönen sind frische Früchte: Äpfel, Birnen, Orangen (ev. auch mit Nelken duftend dekoriert), Mandarinen, Clementinen, Granatäpfel, Nüsse, ... schön. In einer Schale aufgetürmt, aufs Sideboard zwischen die Tannäste gelegt oder am Christbaum aufgehähgt, sehen sie wunderschön und sehr traditionell aus.

8. Gedimmtes Licht: habt ihr Dimmschalter in der Wohnung, mit denen ihr das Licht dimmen, d.h. weniger hell einstellen könnt? Das sieht um die Weihnachtszeit und kombiniert mit Kerzenlicht besonders schön aus! Falls nicht: probiert auch einmal aus, ob ihr die Lampen so richten könnt, dass das Licht nur indirekt fällt. Vielleicht ist es sogar möglich, ganz auf helle Lampen zu verzichten und nur Kerzen oder Lichterketten zu verwenden?

9. Nutzt die zweite und dritte Dimension: hängt Äste oder Dekorationen an die Wand oder ans Fenster, habt Mut zu grösseren Ästen, die in eine grosse Vase gestellt weit in den Raum ragen. Feinere Deko-Gegenstände können zum Beispiel an eine Vorhang-Schiene gehängt werden und im Raum schweben.
Auf Pinterest habe ich sogar gesehen, dass auch Lampen mit einbezogen und dekoriert wurden... Nicht bei jeder elektrischen Instalation funktioniert das gut, aber schön sah das auf jeden Fall aus, zusammen mit dem Licht!

10. Düfte! Mindestens ebenso stark wie auf optische Reize reagieren Menschen auf Düfte. Frisch geschnittene Tannäste hüllen die Wohnung auf jeden Fall in Weihnachtsduft, Orangenschalen im Ofen oder mit Nelken gespickte Orangen bringen etwas mehr Exotik dazu. Ein wohliges Aroma verbreitet für mich das Harz einer grossen Föhre aus dem Emmental, welches ich jeweils um die Weihnachtszeit verräuchere, oder auch Weihrauch aus dem Oman, der einen angenehm warmen Duft hat.

11. Frisches Grün: Vielleicht kennt ihr den Barbara-Zweig? Das ist ein am 4. Dezember (Barbara-Tag) geschnittener und im Haus ins Wasser gestellter Kirsch-Zweig, welcher dann an Weihnachten blüht.
Zwar haben wir einen Kirschbaum, doch dessen Zweige hängen alle sehr hoch... Dafür ragen die Äste verschiedener anderer Sträucher zu weit in einen Gehweg - und auch Haselnuss-Zweige oder andere Pflanzen schlagen mit schönen, grünen Blättchen aus, wenn sie geschnitten und an der Wärme ins Wasser gestellt werden! Über den Winter schneide ich nun immer mal wieder einen Zweig ab, der spätestens im Frühling sowieso weichen müsst und schaue, was daraus wird. Probiert es einfach aus und freut euch auf frisches Grün in ca. 3 Wochen.

12. Weihnachtsdeko zu Winterdeko machen: Bei uns ist es Tradition, wirklich erst zu Weihnachten zu dekorieren und nicht schon die ganze Adventszeit hindurch. Die ganze, aufwändige Deko schon nach den wenigen Weihnachtstagen oder spätestens am 6. Januar abzuräumen, wäre aber viel zu schade! Wenn ihr z.B. bordeauxrote Kerzen und andere Gegenstände durch weisse ersetzt, habt ihr zusammen mit den natürlichen Tannenzweigen und anderen Naturtönen eine perfekte, neutrale Winter-Dekoration, die gerne noch etwas länger bleiben darf.


Nun wünsche ich euch nochmals wunderschöne Weihnachtstage, hoffentlich etwas Ruhe für eigene Gedanken, Pläne und Unternehmungen zwischen den Jahren und auch bald schon einen guten Start ins Neue Jahr!

Liebe Weihnachtsgrüsse, Miuh


Donnerstag, 15. November 2018

Goldener Herbst bis in den November

Wie der Sommer war hier auch der Herbst: Wärmer und sonniger als normalerweise erwartet...

Es ist ein richtig goldener Herbst, der nun schon bis in den November hinein gehalten und uns nochmals viel Sonnenschein, Wärme und leuchtende Farben bescherrt hat. Leider habe ich die meiste Zeit davon im dunklen Büro verbracht, doch die wenigen Minuten und manchmal Stunden, die ich nach draussen konnte, habe ich von Herzen genossen!


Einige wenige der dabei entstandenen Fotos zeige ich euch hier, jeweils mit einer kurzen Erklärung. Die ersten vier Bilder habe ich mitte Oktober aufgenommen, die letzten beiden mitte November. Wüsste man es nicht, könnte aber die Jahreszeit auch jeweils um 1-2 Monate verschoben sein, nicht?


Meine Geranien habe ich euch HIER Anfang Juni schon gezeigt. Auch wenn sie damals schon ein gutes Stück üppiger geworden waren, ist das rückblickend "noch gar nichts"... unterdessen sind sie etwa einen Meter in die Tiefe gewachsen und hängen auch jetzt noch schön bis übers Küchenfenster. Mitte Oktober ergab sich dieser noch richtig sommerliche Ausblick aus dem Fenster:



Ein wenig aus Verzweiflung, weil mir der Platz ausgegangen war, habe ich diesen Sommer die letzten Tomaten- und Gurkenpflanzen zusammen mit den kümmerlichen Kapuzinerkresse-Setzlingen in unser Garten-Fass (HIER gezeigt) gesetzt. Anscheinend gefiel ihnen der Platz, denn der Tomatenstock wurde - gestützt durch den Winter-Schneeball dahinter - etwa drei Meter hoch und auch die Gurkenpflanze schlang sich den Strauch hoch und wieder hinunter. Bis Ende Oktober konnten wir dort Gurken und Datterino-Tomaten ernten und die Kapuzinerkresse-Blüten behaupten sich jetzt noch. Mitte Oktober haben sie in der tief stehenden Sonne geleuchtet, fast als wäre noch Sommer...



Schon etwas herbstlicher zeigte sich zu dieser Zeit der Efeu, welcher in der Altersform blüht, sowie der schön leuchtend rot gefärbte wilde Wein. Den Efeu lieben die Insekten heiss, wenn er im Herbst und bis in den Winter hinein blüht - er ist dann eine der seltenen Nahrungsquellen. Für mich riechen die Efeublüten jeweils irgendwie nach "Schwimmbad", nach Chlor.



Ebenfalls noch mitte Oktober entstanden ist das Foto des reich tragenden Apfelbaumes im Emmental. Durch die vielen Äpfel, welche dieses Jahr überall zu ernten waren, wussten die Bauern und andere Obstbaum-Besitzer kaum mehr, wohin damit. Ich durfte immer wieder Äpfel mitnehmen und esse diesen Herbst so viele Äpfel, wie noch nie zuvor... dennoch hängt auch jetzt noch jede Menge davon an den Bäumen! Hoffentlich können noch so viele wie möglich davon verwertet werden, aber langsam wird es knapp...



Auch die folgenden beiden Bilder sind im Emmental entstanden - jeweils mit derselben Landschaft im Hintergrund und mit demselben (ich glaube) Kirsch-Baum im Vordergrund und als Blickfang. Beide Fotos habe ich mitte November aufgenommen, an einem Tag, welcher auch gut noch als goldener Oktober durchgegangen wäre...



Nachdem ich etwas Angst hatte, dass der überaus sonnige und warme Sommer irgendwann im aprupt in einen braun-matschigen Winter übergeht, kann ich mich nun gar nicht beklagen: wir haben als Zugabe zum Sommer einen wunderbar langen, goldenen Herbst erhalten.

Für das kommende Wochenende wurde nun (einmal mehr) Frost vorausgesagt. Zeit wäre es ja langsam dafür... ich lasse mich auf jeden Fall überraschen, welches Wetter es dann wirklich wird!


Mit meinen Spätherbsst-Bildern beteilige mich sehr gerne an der Fotoparade der Silvertravellers: Goldener Herbst - meine schönesten Herbstfotos. Schaut gerne auch den Originalbeitrag und die Fotos der andern Teilnehmenden an, da sind wunderschöne Bilder dabei!

Liebe Grüsse
Miuh