Donnerstag, 15. November 2018

Goldener Herbst bis in den November

Wie der Sommer war hier auch der Herbst: Wärmer und sonniger als normalerweise erwartet...

Es ist ein richtig goldener Herbst, der nun schon bis in den November hinein gehalten und uns nochmals viel Sonnenschein, Wärme und leuchtende Farben bescherrt hat. Leider habe ich die meiste Zeit davon im dunklen Büro verbracht, doch die wenigen Minuten und manchmal Stunden, die ich nach draussen konnte, habe ich von Herzen genossen!


Einige wenige der dabei entstandenen Fotos zeige ich euch hier, jeweils mit einer kurzen Erklärung. Die ersten vier Bilder habe ich mitte Oktober aufgenommen, die letzten beiden mitte November. Wüsste man es nicht, könnte aber die Jahreszeit auch jeweils um 1-2 Monate verschoben sein, nicht?


Meine Geranien habe ich euch HIER Anfang Juni schon gezeigt. Auch wenn sie damals schon ein gutes Stück üppiger geworden waren, ist das rückblickend "noch gar nichts"... unterdessen sind sie etwa einen Meter in die Tiefe gewachsen und hängen auch jetzt noch schön bis übers Küchenfenster. Mitte Oktober ergab sich dieser noch richtig sommerliche Ausblick aus dem Fenster:



Ein wenig aus Verzweiflung, weil mir der Platz ausgegangen war, habe ich diesen Sommer die letzten Tomaten- und Gurkenpflanzen zusammen mit den kümmerlichen Kapuzinerkresse-Setzlingen in unser Garten-Fass (HIER gezeigt) gesetzt. Anscheinend gefiel ihnen der Platz, denn der Tomatenstock wurde - gestützt durch den Winter-Schneeball dahinter - etwa drei Meter hoch und auch die Gurkenpflanze schlang sich den Strauch hoch und wieder hinunter. Bis Ende Oktober konnten wir dort Gurken und Datterino-Tomaten ernten und die Kapuzinerkresse-Blüten behaupten sich jetzt noch. Mitte Oktober haben sie in der tief stehenden Sonne geleuchtet, fast als wäre noch Sommer...



Schon etwas herbstlicher zeigte sich zu dieser Zeit der Efeu, welcher in der Altersform blüht, sowie der schön leuchtend rot gefärbte wilde Wein. Den Efeu lieben die Insekten heiss, wenn er im Herbst und bis in den Winter hinein blüht - er ist dann eine der seltenen Nahrungsquellen. Für mich riechen die Efeublüten jeweils irgendwie nach "Schwimmbad", nach Chlor.



Ebenfalls noch mitte Oktober entstanden ist das Foto des reich tragenden Apfelbaumes im Emmental. Durch die vielen Äpfel, welche dieses Jahr überall zu ernten waren, wussten die Bauern und andere Obstbaum-Besitzer kaum mehr, wohin damit. Ich durfte immer wieder Äpfel mitnehmen und esse diesen Herbst so viele Äpfel, wie noch nie zuvor... dennoch hängt auch jetzt noch jede Menge davon an den Bäumen! Hoffentlich können noch so viele wie möglich davon verwertet werden, aber langsam wird es knapp...



Auch die folgenden beiden Bilder sind im Emmental entstanden - jeweils mit derselben Landschaft im Hintergrund und mit demselben (ich glaube) Kirsch-Baum im Vordergrund und als Blickfang. Beide Fotos habe ich mitte November aufgenommen, an einem Tag, welcher auch gut noch als goldener Oktober durchgegangen wäre...



Nachdem ich etwas Angst hatte, dass der überaus sonnige und warme Sommer irgendwann im aprupt in einen braun-matschigen Winter übergeht, kann ich mich nun gar nicht beklagen: wir haben als Zugabe zum Sommer einen wunderbar langen, goldenen Herbst erhalten.

Für das kommende Wochenende wurde nun (einmal mehr) Frost vorausgesagt. Zeit wäre es ja langsam dafür... ich lasse mich auf jeden Fall überraschen, welches Wetter es dann wirklich wird!


Mit meinen Spätherbsst-Bildern beteilige mich sehr gerne an der Fotoparade der Silvertravellers: Goldener Herbst - meine schönesten Herbstfotos. Schaut gerne auch den Originalbeitrag und die Fotos der andern Teilnehmenden an, da sind wunderschöne Bilder dabei!

Liebe Grüsse
Miuh


Montag, 24. September 2018

Was aus Vogelfutter so alles wächst...

Habt ihr euch einmal überlegt, welche Sämereien alle so in Vogelfutter enthalten sind? Wenn ich jeweils die Inhaltsangaben lese, kenne ich einiges, manches ist mir unbekannt, aber viele Gedanken habe ich mir darüber früher nicht gemacht. Wichtig ist mir viel eher, dass das Vogelfutter eine gute Qualität hat, möglichst vielen Vögeln nützt und sie gut nährt.


Dieses Jahr sind mir jedoch so viele Pflanzen aus dem von den Vögeln verschütteten Vogelfutter gewachsen, wie noch nie... Hier oder dort einmal eine Sonnenblume gab es ja schon, aber nun habe ich manches Mal gestaunt und einiges dazugelernt!


Angefangen hat es im Frühling mit einer Gerstenähre und einer Rapspflanze, welche einträchtig nebeneinander wuchsen. Von der Gerste habe ich ein Körnchen probiert, als sie reif war (ich finde es immer cool, wenn unerwartet etwas essbares wächst, da kann ich nicht widerstehen..). Beides wurde später nach dem Abreifen von Vögeln oder anderen Tieren gefressen - vielleicht sind aber einige Körner auch in die Erde gekullert und treiben nächstes Jahr wieder aus?


Auch die Pflanze, welche ich am meisten unterschätzt hatte, fing früh an, zu wachsen... Wo sie zwischen den Terrassensteinen hervorkam, zupfte ich sie aus, in einzelnen Blumentöpfen und am Wiesenrand liess ich die unauffällige, feine Pflanze mit den kleinen, blauen Blümchen sein.


Dass diese Pflanze Lein ist, dessen Leinsamen ich schlussendlich im August ernten und essen konnte (also ein paar davon...), habe ich mehr per Zufall herausgefunden. Hier habe ich euch schon ausführlich darüber berichtet - eine sehr interessante Pflanze!


Immer wieder wuchs auch eine Kohl-Art, sowohl am Wiesenrand, wie auch aus Töpfen, welche in der Nähe standen. Leider weiss ich nicht, um welche Art es sich handelt, und auch das Foto ist nicht überragend - irgendwie erschien mir der Kohl wohl zu uninteressant?


Dabei wurde und wird er geliebt von den Raupen der Weisslinge, welche die Pflanzen immer wieder wegfressen. So viele der weissen Schmetterlinge wie dieses Jahr habe ich noch nie gesehen und mich sehr an ihnen gefreut!


Die Sonnenblumen hatte ich ja schon zum Anfang erwähnt. Irgendwie ist es mir noch nie gelungen, Sonnenblumen gezielt anzuziehen und an einem gewünschten Ort hinzusetzen. Nur "Vogelfutter-Sonnenblumen" wachsen bei mir mal hier, mal da.


Je nach Art der Samen sind die Sonnenblumen aus dem Vogelfutter ganz unterschiedlich: etwas grösser oder ganz klein - und auch die Blüten sind verschieden. Ich mag sie alle!


Eine Pflanze mit Sonnenblumen-ähnlichen (aber viel kleineren) Blüten, welche in den "Vogelfutter-Töpfen" wuchs, gab mir schon letztes Jahr viel zu rätseln. Mit Hilfe lieber mit-Bloggerinnen fand ich heraus, dass es sich wohl um eine grosse, staudige Mädchnaugen-Art handelt. Ob sie tatsächlich durch das Vogelfutter versamt wurde, weiss ich nicht. Auf jeden Fall tauchte sie auch dieses Jahr in den Töpfen auf, welche unter dem Futterhäuschen gestanden waren. Die Pflanze ist nicht nur dekorativ bis in den Herbst hinein, sondern auch beliebt bei den Insekten.


Zum ersten Mal (was mich etwas erstaunt, denn Hanf-Sämchen sind wohl in ziemlich jeder Futter-Mischung vorhanden) ist mir dieses Jahr aus Vogelfutter eine Hanf-Pflanze gewachsen. Was leider oft etwas in Vergessenheit gerät ist, dass Hanf (wie auch der Lein) eine alte Nutzpflanze ist, welche vielfältig verwendet werden kann: zum Beispiel für Öl (aus der Saat), als gesunde Knabberei und Nahrungsergänzung (ebenfalls die Sämchen), sowie als Rohstoff für Fasern - welche zu Seilen, als Baustoff, aber auch zu Textilien verarbeitet werden können.


Zusätzlich sind (wohl ebenfalls aus dem Vogelfutter) einige Pflanzen gewachsen, welche mir bisher unbekannt sind: Sie tragen unterschiedliche, aber zumeist irgendwie Gras-ähnliche Rispen und auch Blätter, welche an kräftiges Gras oder Getreide-Arten erinnern. Vielleicht kennt jemand von euch diese Pflanzen?


Wie ist das bei euch, lasst ihr solche "Trouvaillen" - zum Beispiel eben aus dem Vogelfutter, aber vielleicht auch Pflanzen, welche sonst versamt sind - im Garten stehen und schaut, was daraus wird?

Selbst bin ich meist viel zu neugierig (und auch zu mitleidig), um unbekannte und ungeplante Pflänzchen auszureissen. Genau diese Pflanzen haben mir diesen Sommer sehr bereichert und mir einige "Aha-Erlebnisse" bescherrt, allen voran der Lein!

Nun schaut euch gerne nochmals die Collage ganz am Anfang an... auch wenn es zumeist nicht die auffälligsten Pflanzen oder Blüten sind - ist das nicht toll?

Liebe Garten-Grüsse
Miuh

P.S. Gerne zeige ich meine Vogelfutter-Überraschungen auch beim Sonntagsglück, bem Gartenglück, beim Freutag und beim Natur-Donnerstag



Sonntag, 19. August 2018

Glückliche, entspannte Garten-Tage im August

Im August genoss ich nochmals gut zwei Wochen Ferien. Im Gegensatz zum Juni, als wir Süd- und Mittelschweden bereisten (HIER meine ersten Eindrücke, Tipps und Empfehlungen zu Schweden und HIER mein Besuch in Dalarna bei den Dala-Pferdchen) wollten wir dieses Mal daheim bleiben.


Ich liebe unseren kleinen, gemütlichen, naturnahen Garten und das Wetter im August war nicht nur heiss, sondern auch fast jeden Tag sonnig und schön, da musste ich wirklich nicht woanders hin :-)
Wie es schien, mögen auch die Vögel unseren Garten... sie finden sich jeden Tag zahlreich ein und ich mag es sehr, ihnen zuzuschauen.


Es gab auch viel zu giessen: Tomaten, Chillis, Zucchini, Gurken und Blumen waren durstig. Und nicht zuletzt gab es auch eigenes Gemüse zu ernten und zu geniessen. Noch sonnenwarme, aromatische Berner Rosen - Tomaten direkt auf den Teller - herrlich!


Rüebliraupen, Schmetterlingspuppen, sowie später Schwalbenschwanz-Schmetterlinge (HIER mehr dazu) leben weiterhin Generation nach Generation bei mir. Sie forderten ihre Nahrung, ein sauberes Gehege und nach dem Schlüpfen und fertig entfalten so schnell wie möglich die Freiheit!


Kleinere Arbeiten, welche teilweise schon längere Zeit liegen geblieben waren, konnten auch endlich erledigt werden. Ich habe die verblühten Rosen geschnitten...


... ups! Einmal mehr habe ich irrtümlich auch einen noch recht schönen Rosenzweig abgeschnitten. Wie immer in solchen Fällen kommen die Rosen in eine Vase und können uns so noch tagelang erfreuen.


Gerade für einzelne Zweige oder Blüten mag ich kleinere oder grössere Glasflaschen. Wenn mir jeweils eine schöne in die Finger kommt, wasche ich sie gut aus und nehme sie mit in meine Vasen-Sammlung auf.


Es blieb aber auch genügend Zeit für Musse und das Blättern in den mitgebrachten Schwedischen Zeitschriften. So konnte ich auch noch etwas länger in Schwedischen Häuschen, Landschaften und Dekorations-Ideen schwelgen.


Erinnert ihr euch noch an die Geranien, welche ich Anfang Mai gepflanzt und euch Anfang Juni (hier) gezeigt hatte? Sie haben sich wunderbar entwickelt und hängen mittlerweile noch tiefer als auf dem Foto unten bis übers Fenster hinab. Wir bekommen dafür ständig Komplimente von unseren Nachbarn und von Besuchern...


Etwas Sorge haben uns die Geranien dennoch gemacht: Sie sind so schön und üppig gewachsen, dass sie seit Juni drei mal vornübergekippt und über 2.5 Meter in die Tiefe auf den kleinen Sitzplatz gefallen sind, zum Teil auf die darunter stehenden Chilli- und Tomatenpflanzen... Zum Glück ist nie etwas schlimmeres passiert und wir konnten die leicht lädierten Geranien jeweils wieder einpflanzen. Nun haben wir endlich aus den Erfahrungen gelernt und Stützen montiert, so dass die Geranien sicher oben bleiben.

Und so sieht unterdessen der Blick aus unserer Küche, eingerahmt von Geranien-Blüten aus:


An einigen Stellen wächst sogar das Grün-Blumige von oben mit dem Grün-Tomatigen von unten zusammen. Natürlich nehmen die Pflanzen etwas Helligkeit weg, aber hier auf der Südseite haben wir noch immer genügend Licht. Das Dschungel-Artige gefällt mir auf jeden Fall gut - und ich geniesse diesen Ausblick sehr.


Während der Ferien sind wir natürlich nicht immer nur zu Hause und im Garten gesessen. Ich hatte mir vorgenommen, Tagesausflüge in der Schweiz zu unternehmen...


Unser Land ist so schön und es gibt so Vieles, was ich als Schweizerin selbst noch nicht kenne und noch nicht entdeckt habe.

Unter Anderem haben wir folgendes gesehen:
- Wandern im schönen Murgtal
- Viamala Rheinschlucht - eine willkommene Abkühlung im heissen Sommer
- Das Ballenberg Freilichtmuseum mit vielen schönen, alten Häusern
- Den Lauerzersee, einmal nicht nur von der Autobahn aus
- Den Eichhörnchenweg in Arosa auch einmal im Sommer

Schade, dass die Ferien nun vorbei sind! Ich hätte noch so viele Ideen und Vorhaben gehabt, sowohl für den Garten, als auch für Ausflüge.
Kennt ihr das auch, wenn die schöne Zeit nur so vorbeifliegt und am Schluss noch so viel mehr zu tun wäre...?

Liebe Grüsse, Miuh

P.S. gerne zeige ich die glücklichen, entspannten Gartentage im August auch beim Friday Flowerday, beim Freutag und beim Gartenglück.

Samstag, 18. August 2018

Leinsamen im eigenen Garten!

Leinsamen liebe ich - ob pur, im Müesli, auf Knäckebrot oder über ein Joghurt gestreut... und Leinsamen sind gesund. Woher Leinsamen genau kommen und wie sie wachsen, habe ich mir aber nie wirklich überlegt - bis ich bemerkte, dass Lein in meinem Garten wächst und ich sogar einige eigene Leinsamen ernten konnte:


Dabei ist Lein, der auch Flachs genannt wird, eine alte Kulturpflanze. Früheste Funde im Iran, in der Türkei und in Syrien sind auf 7500 - 6000 v. Chr. datiert, in Mitteleuropa tauchte er etwa um 5700 - 4100 v. Chr. auf. Mehr dazu findet ihr auf Wikipedia.

Verwendet werden kann die Pflanze auf zwei Arten: für Leinsamen (Saatlein / Öllein), aus welchem unter anderm Öl gewonnen wird und Faserlein, aus welchem Leinen-Stoffe hergestellt werden können. Eine kleine Wunderpflanze also! Und wie kam sie nun in meinen Garten?


Wie so vieles, was momentan bei uns im Garten wächst, stammt unser Lein wohl aus dem Vogelfutter.


Die Pflanze sieht sehr unauffällig aus: ein feiner Stängel mit einzelnen kleinen Blättchen und ein zartes, hellblaues Blümchen, welches später zu einer kleinen, grünen Kugel wird. Deshalb war ich lange gar nicht darauf aufmerksam geworden. Die meisten Pflänzchen vertrockneten bald wieder, oder wurden ausgerissen.


Einige wenige gingen jedoch in einem grossen Topf auf, den ich später auf die Südseite an die Sonne stellte - und das war ihr Glück!


Die grünen Samenkapseln reiften, vertrockneten und wurden braun. Da ich gerade viel im Garten herumstreife und überall wo es geht Saatgut abnehme, wurde ich nun darauf aufmerksam! Was da wohl drin ist?


Ich erntete einige der Kapseln, um sie zu öffnen...


... und staunte nicht schlecht! Was ich da aus den vertrockneten Köpfchen dieser Pflanze schälte, sah aus wie Leinsamen! Im Internet suchte ich nach der Pflanze und auch dort schien sich meine Vermutung zu bestätigen.


Selbstversuch macht klug, dachte ich mir und probierte mutig eines der Sämchen - und tatsächlich: es schmeckt nach Leinsamen, mmh!


Die Ausbeute von einem Stängel mit drei Samenkapseln ist nicht gross, aber meine Freude über eine eigene, ganz kleine Leinsamen-Ernte ist dafür riesig!


In der Zwischenzeit war ich auch zu Besuch im Freiluftmuseum Ballenberg. Dort stehen wunderschöne originale, alte Häuser aus verschiedenen Regionen der Schweiz und auch altes Handwerk wird gezeigt. Mehr darüber schreibe ich bald noch in meinem Geheimtippreisen-Blog.


Da war er wieder, der Lein / Flachs! Hier war Faserlein angebaut worden, der nun zum trocknen ausgelegt und später unter dem Dach eines alten Emmentaler Bauernhauses aufgehängt wurde.


Aus diesen Stängeln können anschliessend durch aufwändige Verfahren Fasern gewonnen werden, welche man zu Leinen-Stoff verarbeiten kann.


Faserlein bevorzugt gemässigtes, feuchtes Klima und ist deshalb eher typisch für die Schweiz. Öllein / Saatlein bevorzugt hingegen heisses, trockenes Klima - klar haben sich die Pflanzen dieses Jahr mit dem Rekord-Sommer bei uns wohlgefühlt und konnten aus ein paar verlorenen Vogelfutter-Kernen ohne Pflege gedeihen und wieder reife Leinsamen hervorbringen.


Habt ihr auch schon Lein angebaut, oder etwas Anderes, eher unerwartetes, vielleicht sogar essbares im Garten gefunden? Auf eure Erfahrungen und Erlebnisse bin ich gespannt!

Habt ihr meinen Blog schon abonniert? Auch darüber würde ich mich natürlich sehr freuen.

Liebe Grüsse, Miuh

P.S. gerne zeige ich die Lein-Pflanzen aus dem eigenen Garten auch beim Freutag und beim Gartenglück.

Sonntag, 29. Juli 2018

Dala-⁠Pferdchen: meine neuen, Schwedischen Deko-⁠Stars

„Ach, was machen immer alle so ein Aufhebens um ihre Dala-Pferdchen?“ … dachte ich früher manchmal. Ja, sie sind hübsch! Aber was macht diese kleinen Holzpferde so besonders?


Und wie kommt es dazu, dass ich nun selbst auch zwei Dalarna-Pferdchen zu Hause habe, ein klassisch rotes und ein etwas kleineres, dazu passendes in weiss?


Hier die Geschichte dazu:

Im Juni war ich zwei Wochen lang in Schweden auf Reisen. Dort, in der Region Dalarna (hier) konnte ich selbst zuschauen, wie die Dalapferde grob ausgesägt, dann geschnitzt und später bemalt wurden – in vielen Schritten, praktisch alle in Handarbeit. (hier mehr dazu) Da steckt so viel Zeit und Liebe drin… und irgendwie spürt man das, finde ich.


Habt ihr gewusst, dass Dala-Pferde so gar nicht uniform alle gleich aussehen, sondern je nach Schnitzer eine eigene, charakteristische Form haben? Hier arbeiten etwa 50 Schnitzer zumeist in Heimarbeit an den Pferdchen und kreieren aus dem vorgesägten, noch etwas eckigen Pferd (links) kleine Unikate.


Nachdem ich all die Arbeit und Liebe sah, die in einem solchen Dalapferdchen steckt, war ich gerne bereit, im Shop nebenan auch den nicht ganz günstigen Preis dafür zu bezahlen. Nun gehöre ich also auch zu denjenigen, die ihre Dalapferdchen und die damit verbundenen Erinnerungen lieben und pflegen…


Im „Souvenir-Shop“ gab es übrigens auch wunderschöne Stoffe am Meter, Küchentücher und andere Textile Produkte mit Dalapferd-Sujets darauf, sowie schöne Holzarbeiten und natürliche Seifen mit Pflanzenölen und Kräutern. – Also nicht nur „das Übliche“ an Ferien-Souvenirs. Leider (oder zum Glück?) hat mich die Gepäcks-Gewichtsbegrenzung auf meinem Flug davon abgehalten, meterweise Stoff zu kaufen. Nur einige Küchentücher durften noch mit.


Wie ist das bei euch? Habt ihr auch ein Dalapferd oder ein anderes liebgewonnenes Souvenir (ob aus Schweden oder von woanders) zu Hause?

Mehr über die Herstellung der Dalapferdchen findet ihr hier:
Mein Besuch in Dalarna, der Heimat der Dala-Pferdchen inklusive Werkstatt-Besichtigung

Liebe Grüsse, Miuh