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Sonntag, 5. Februar 2017

Pflanzen und Pläne unter Schnee

Bevor Anfang vergangener Woche die Temperaturen stiegen und der Schnee in wenigen Tagen komplett wegschmolz, habe ich schnell noch einige Fotos gemacht...
Unter dem Schnee halb verborgen waren die alten Blätter von Erdbeeren und Nachtkerzen. So im Winter kann man sich manchmal kaum vorstellen, wie im Frühling alles wieder frisch spriessen wird... geht es Euch auch so?

Von der Lenzrose schaut nur gerade ein ziemlich angeschlagenes, altes Blatt aus dem Schnee. 
Überhaupt: Einige von Euch haben schon im Dezember beschrieben, wie die ersten Schneeglöckchen aus der Erde schauen... In anderen Jahren war das auch bei uns so, aber dieses Jahr konnte ich suchen, wie ich wollte, auch im Januar noch - da war nichts! Auch nicht in den mit Blumenzwiebeln bepflanzten Töpfen. Dann wurde es kalt, sehr kalt: zwei Wochen lang blieb der Schnee liegen und die Temperaturen sanken teilweise weit unter null. Kann es sein, dass all die Pflanzen spürten, welche Kälte da noch kommen würde?
Nun hat draussen der braune Matsch übernommen und ich bin gespannt, ob ich bald das erste Grün der Frühlingsblüher sehen werde?

Die beiden kleinen Stechpalmen-Pflänzchen freuen mich besonders! (Und gerne teile ich meine Freude darüber bei Rita's Sonntagsfreude) Stechpalmen wachsen zwar langsam aber als einheimische immergrüne Pflanzen sind sie mir viel wert! Im Frühling graben wir jeweils im Garten wild versamte und gewachsene Kirschlorbeer-Pflanzen oder kleine Stechpalmen aus und pflanzen sie an Orte, wo wir den natürlichen, immergrünen Zaun verstärken wollen.

Auch auf den Tontöpfen lag noch viel Schnee, doch die kleinen, hängenden Edbeerpflänzchen sehen aus, als wären sie schon in den Startlöchern um neuen Grund zu finden und loszuwachsen! Sie erinnern mich daran, dass ich so langsam meine Sämerein-Kiste hervornehmen und planen sollte, welche Blumen, Kräuter und Gemüse ich dieses Jahr selbst ziehen möchte?

Die letztjährigen Stengel der Nachtkerzen stehen noch immer dekorativ im Garten und werden als Lieferanten der wertvollen kleinen Sämchen von den Vögeln sehr geschätzt, wie ich hier (link) beobachten konnte! 
Aber auch auf dem Boden ist so einiges gelandet... Nachtkerzen samen sich sehr leicht quer durch den ganzen Garten aus, wenn man sie lässt... nicht umsonst gehören sie zu den Pionierpflanzen! Deshalb bin ich froh, dass ich letzten Sommer herausgefunden habe, wie leicht man Nachtkerzen als junge Rosetten dorthin verpflanzen kann, wo ein Platz für sie frei ist - zu schade wären sie zum wegwerfen!

Seit es im Januar so kalt wurde, kommen nun auch viel mehr Vögel zu uns in den Garten und zusätzlich zu den bisherigen Arten (hier) habe ich nun auch noch Buchfinken und Schwanzmeisen gesehen.
Unterdessen habe ich auch eine positive Erklärung gehört, weshalb ich wie viele Andere auch das Gefühl hatte, dieses Jahr weniger Vögel im Garten zu haben: Anscheinend haben die Buchen dieses Jahr sehr viele Früchte produziert und deshalb fanden die Vögel  lange genügend Nahrung in den Wäldern und blieben dort.
Noch eine Besucherin habe ich vor wenigen Tagen zum ersten Mal überhaupt im Garten gesehen: diese Türkentaube. Ist sie nicht hübsch? Und Friedenstauben könnten wir ja im Moment viele brauchen...

Nun zum Schluss etwas in ganz eigener Sache: Zusammen mit einigen anderen von mir hoch geschätzten Schweizer Reisebloggern wurde ich mit meinem zweiten, noch jungen Geheimtippreisen - Blog (link) mit für die Reise Blog Awards 2017 von Sparpedia.ch nominiert. Nach meiner anfänglicher Skepsis, ignorieren, zurückfragen und recherchieren freue ich mich nun sehr darüber! :-)  Hier (link) könnt ihr alle nominierten Blogs ansehen und hoffentlich... vielleicht... wenn ihr mögt? - Mich wählen ;-)
Falls ihr lieber zuerst schaut, was ich so schreibe, findet ihr hier (link) meinen neuesten Beitrag zu Zermatt und Gornergrat

Liebe Grüsse und viel Freude, Miuh
https://geheimtippreisen.blogspot.ch/






Samstag, 10. September 2016

Gartenumgestaltung mit alten Holzfässern

In letzer Zeit haben wir einiges im Garten umgestaltet:
Da der kleine Gemüsegarten-Teil sowieso immer von den Schnecken "überrant" - oder besser gesagt, überschleimt - wurde, haben wir nun dort Rasen angeät und dafür ein Hochbeet an den Gartenrand platziert. Das ist zwar je nach Wetter auch nicht ganz schneckenfrei, aber doch einfacher zu überwachen.
Unser Topfgarten (hier mehr darüber), der aus vielen grösseren und kleineren Kunststoff-Töpfen bestand, wurde fast komplett durch einen grossen, alten Holzbottich ersetzt.
Dort dürfen nun all die Nachtkerzen (hier mehr zu dieser spannenden Pflanze) und Buschnelken so gross wachsen, wie sie wollen. Im Hintergrund wächst ein Sommerflieder, der mit seinen lila Blüten einen schönen Kontrast gibt zum gelb der Nachkerzenblüten.
Das Umtopfen war ansttrengend, aber jetzt bin ich sehr glücklich mit der Lösung! Naturmaterialien sehen eben schon schöner aus, als Plastik... Auc als Fotohintergrund für all die schönen Blüten, die davor wachsen.
Ein altes Holzfass, dem wir den Deckel herausgesägt und Abzugslöcher in den Boden gebohrt hatten, steht nun neben der alten Badewanne am anderen Gartenrand. So ein schönes Fass eignet sich ja auch als Mini-Hochbbeet und so wachsen nun unsere Erdbeerpflanzen erhöht im Fass.
Wichtig ist mir jeweils dass ich schonend vorgehe, wenn ich im Garten etwas umgestalte. Ich mag es, lieber Schritt für Schritt etwas zu verändern, als in einer Hauruckaktion! So bleibt zwischendurch auch Zeit, den Garten zu geniessen, auf sich wirken zu lassen und nächste Veränderungen zu planen.
Auch die kleinen Tiere wie Asseln, Spinnen, Tausendfüssler, Ameisen, Regenwürmer, Schnecken,... haben so wenn nötig etwas Zeit zum Umziehen. Meiner Meinung nach soll der Garten nicht nur für uns Menschen und unsere Erholung da sein, sondern auch ein guter Lebensraum für Tiere und Pflanzen, eine kleine Natur-Insel in der heute so überbauten Landschaft.
Noch ein grosses Holzfass, das allerdings schon ziemlich gealtert ist, haben wir als Gestaltungselement an der Grenze zwischen den Büschen platziert. Darauf wachsen in Töpfen Farne, die sich im Garten versamt hatten und die ich eingetopft hatte, weil sie mir so gut gefallen! Ganz 100% zufrieden bin ich noch nicht mit der Lösung, viel lieber liesse ich die Farne auch direkt aus dem Fass wachsen, aber ich fürchte, dieses würde eine Öffnung des Deckels nicht überleben und auseinanderfallen...
Falls Ihr Euch nun fragt, woher man ein solch schönes, altes Holzfass, oder einen Holzbotich bekommt, kann ich Euch einige Tipps, aber leider keine Garantie geben: Meine habe ich gefunden bei einer Haushaltsauflösung im Dorf, aus dem ich ursprünglich komme. Alte Leute hatten dort auf einem ehemaligen Bauernhof gewohnt mit Gegenständen, die teilweise 100 Jahre alt waren. Auch sie selbst lebten noch fast wie "zu alten Zeiten". - Da muss ich unbedingt separat noch darüber berichten!
Andere Quellen können Brockenstuben und Flohmärkte oder Ganten bei aufgelösten Höfen - immer eher im ländlichen Raum - sein. Auch auf den üblichen Internetplattformen werden immer mal wieder Fässer unterschiedlicher Qualität und unterschiedlichen Alters angeboten. Ausserdem kann man auch direkt bei Weinbauern anzufragen, ob sie nicht mehr gebrauchte Fässer zu verkaufen haben? Die Preise können allerdings stark variieren. Habt Ihr allenfalls noch weitere Ideen oder Tipps?
Nun bin ich für's Erste wieder zufrieden mit dem Garten und freue mich extrem, jetzt diese schönen, warmen Spätsommertage nochmals so richtig zu geniessen! Meine Sonntagsfreude! Mehr davon bei Rita...
Liebe Grüsse und habt's schön, Miuh

Montag, 15. Juli 2013

Eigenes Gemüse

Juhui, endlich sind die ersten eigenen Gemüse erntereif...
Von meinen vielen selbst gezogenen Pflänzchen (hier mehr dazu) haben leider nur ganz wenige den nasskalten Frühling und Frühsommer überlebt.
Diese wachsen jetzt aber üppig und mit vielen Blümchen daran, dass es eine Freude ist und doch noch Hoffnung auf eine schöne Ernte macht!

Nach der schönen Blüte konnten wir auch schon mehrmals Erdbeeren und Walderdbeeren pflücken. Wir essen sie pur, mit Schlagrahm (Schlagsahne) oder verarbeiten sie zu Erdbeerglace / Eis (hier ein einfaches Rezept)

Nüsslisalat (Feldsalat) hatte ich dieses Jahr in einer alten Badewanne im Garten, die wir mit Erde gefüllt und bepflanzt hatten. Nachdem der Salat im Spätfrühling "hochgeschossen" war, liess ich ihn weiter stehen und blühen. Jetzt konnte ich die Sämchen aus den vertrockneten Blütenständen krümmeln und hoffe, dass ich so eigenes Saatgut für den Herbst bereit habe.

Momentan verbringen wir so viel Zeit wie nur möglich draussen. Wenn es geht, geniesse ich schon vor der Arbeit die Morgenstimmung im Garten, wir essen Abends draussen und die Wochenenden finden sowieso im Freien statt: Ob privat im Garten, im Innenhof beim gemeinsamen grillieren mit den Nachbarn oder in der Stadt mit Freunden, neuen und alten Bekannten... Es ist für mich ein Sommer-Lebensgefühl, das ich geniesse und als Erinnerung festhalte für die weniger sonnigen Tage im Jahr.
Liebe Grüsse und auch Euch viele Sommer-Genüsse, Miuh

Dienstag, 2. Juli 2013

Erdbeer-Glace (Erdbeer-Eis)


Endlich sind auch unsere eigenen Erdbeeren schön dunkelrot und reif! Ich muss gestehen... ich bin nicht sooo die Beeren-Esserin, auch wenn sie noch so schön und süss sind. Unsere waren auch noch da und dort von den Schnecken angeknabbert, so dass ich die Stellen sowieso ausschneiden musste.

Selbst gemachtes Erdbeer-Glace (Erdbeer-Eis) mag ich jedoch sehr! Hier ein ganz einfaches Rezept, mit dem ich die Beeren heute morgen noch schnell verarbeitet habe:
Die fertig gerüsteten Erdbeeren (so viele wie Ihr halt habt) mit etwas Zucker (ganz nach Geschmack) überstreuen und kurz ziehen lassen, dann pürieren.
Für die Deko / zweifarbige Glace habe ich etwas Erdbeer-Sauce zur Seite gestellt, das muss aber nicht unbedingt sein.

Den Rest der Erdbeermasse mit etwas Vollrahm (Schlagsahne, Menge nach Gefühl) gut mischen.

Diese rosafarbene Masse könnt Ihr nun in Förmchen für Stängeliglace (Eis am Stiel) füllen, oder in andere grössere oder kleinere Plastikbehälter.

Mit diesem Rezept wird das Glace relativ hart, deshalb eignet es sich sehr gut für kleine Förmchen oder Stängeli. Schneiden / Portionieren lässt es sich hingegen etwas weniger gut. Das erste Glace haben wir schon probiert... feiiiin!

Das Rezept kann man auf verschiedenste Arten variieren: mit anderen Früchten, den Rahm schlagen vor der Verwendung, Joghurt, Creme Fraiche oder Quark verwenden anstatt Rahm, einen Spritzer Zitronensaft hinzufügen, Puderzucker oder Honig anstatt "normaler" Zucker... Probiert es einfach aus und geniesst den Sommer mit Euren eigenen Kreationen, mmmh!

Hihi, auf meiner Suche nach Plastikschälchen habe ich noch Schweinchen-Silikon-Förmchen gefunden... die haben natürlich perfekt zur Glace-Farbe gepasst :-) Mit der puren Erdbeermasse habe ich Schnäuzchen und Öhrchen bekleckst. Den Rest der Förmchen habe ich mit der Erdbeer-Rahm-Mischung aufgefüllt.

Das Ganze ins Kühlfach stellen und geduldig sein... Mit solchen Mini-Glace-Schweinchen (oder auch ganz anderen Formen -  Herzchen, Sternchen,... - ich liebe diese verschiedensten Silikon-Formen) kann man bestimmt auch Dessert-Teller für Gäste schön dekorieren!

Liebe Grüsse Euch allen, einen schönen Sommer und viel Schwein :-) Miuh