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Sonntag, 6. August 2017

Die Schwalbenschwanz-Schmetterlinge sind geschlüpft!

Schneller, als ich es erwartet hätte, sind die ersten Schwalbenschwanz-Schmetterlinge vor ca. 2 Wochen und der letzte Anfang vergangener Woche geschlüpft. Leider habe ich es nie geschafft, einem beim aus der Puppen-Hülle schlüpfen direkt zuzuschauen - das geht wohl sehr schnell!

Man sieht nämlich sehr wohl, wenn es nächstens - in wenigen Stunden oder gar Minuten - so weit ist:
Die Puppenhülle wird, egal, welche Farbe sie hat, leicht durchsichtig und man sieht schon die bunten Flügel des zukünftigen Schmetterlings durchscheinen. Einige der Puppen habe ich dann wirklich eng überwacht und fast minütlich "kontrolliert". Aber schwups, da fotografiert man kurz ein Blümchen - und bei der Rückkehr ist alles schon vorbei...
Ich hatte Glück und die meisten der total 14 Schmetterlinge sind an zwei meiner freien Wochenenden geschlüpft, so konnte ich wirklich viele etwas begleiten. Ein wunderschönes Erlebnis!

Weniger gut war, dass sich ewa die Hälfte der Schwalbenschwänze den Beginn bis Mitte einer Regenperiode als Schlüpf-Termin ausgesucht hatten. Sie mussten also einige Stunden bis Tage ausharren und auf eine etwas trockenere Zeit hoffen, um auszufliegen. Einer hatte besonderes Glück im Unglück, ich fand ihn Abends hilflos mit den Flügel schlagend auf dem Rasen im eben wieder einsetztenden Regen. Vorher hatte er wohl im trockenen gewartet - und war dann im falschen Moment los. Ich habe ihn wieder ins Aerarium gesetzt, wo er dann nochmals eine Nacht verbrachte.
Als Not-Nahrung habe ich während der Regenzeit Sommerflieder- und Pfefferminzblüten hingestellt. Dass ein Schmetterling daran trank, habe ich jedoch nie gesehen. Viel wichtiger war wohl, dass sie an einem geschützten, trockenen Ort ruhen (und so keine Energie verbrauchen) konnten. Zum Glück konnte ich auf  der Seite Schwalbenschwanz.ch viele praktische Tipps nachlesen, das hat mir in der Zeit sehr geholfen.

Die Schmetterlinge sind nach dem Schlüpfen noch sehr "zerknüllt" - kein Wunder, waren doch diese grossen, filigranen Tiere bis vor kurzem in einer kleinen Puppenhülle zusammengefaltet. Sie pumpen langsam das Blut in die Flügel, die sich dadurch immer mehr entfalten und glatter werden.

Wenn dieser Prozess abgeschlossen ist, lässt der Schmetterling einen kleinen Spritzer Flüssigkeit ab, welche zum Aufpumpen nicht mehr benötigt wurde. Er fängt manchmal schon etwas an zu flattern, ruht sich aber dann gerne nochmals aus.
Ich denke, man spürt, wenn ein Schwalbenschwanz bereit ist zum Fliegen. Er wird unruhig, fängt an, stärker zu flattern und sucht (falls im Aerarium) den Ausgang, das Licht. Nun kann man ihn ganz vorsichtig auf die Hand krabbeln lassen (krabbeln lassen, auf keinen Fall "nehmen", packen, anfassen...!) Auf der Hand wird der Schmetterling vielleicht noch etwas Sonne tanken, herumkrabbeln und schon bald losfliegen. Es ist erstaunlich, wie schnell und wie hoch sie gleich fliegen - Wunderschön!
Interessant war, dass mir in den ersten Tagen eigentlich nur männliche Tiere (mit dem spitzeren Hinterteil) geschlüpft sind. Immer wieder habe ich gehofft, dass es doch einmal ein weibliches (mit dem runderen Hinterteil) wird... Die letzten paar Schmetterlinge waren dann dafür alle weiblich. Ob wohl die Männchen schon bereit sein müssen, wenn die Weibchen ankommen?
Ja, das war's nun... Ich habe es gliebt, die Schwalbenschwanz-Schmetterlinge während ihrer Entwicklung zu begleiten und habe mich extrem gefreut, dass es so geklappt hat.

Zwei Dinge sind extrem wichtig, falls ihr auch einmal Rüebliraupen zu Schwalbenschwänzen heranziehen könnt: 1. Nehmt sie nie ins Haus, vor allem nicht die Wintergeneration, welche nun in den Spätsommer und Herbst hinein wächst. Wenn die Puppen keinen Frost spüren und zu warm haben, schlüpfen sie im Dezember - und können nur sterben. Und 2. Lasst die Schmetterlinge fliegen, versucht sie nicht zu "behalten" - lasst an den möglichen Flugtagen auch das Aerarium oder sonstige "Gehege" offen.

Vielleicht erinnert sich jemand noch an den "Mini" aus dem letzten Bericht? Er hatte schon die "erwachsene" Zeichnung, war jedoch kaum halb so gross wie die anderen Raupen, als ich ihn fand. Nun haben sich alle anderen verpuppt, als Puppe entwickelt und sind als Schmetterling geschlüpft. Nur der kleinste ist noch immer eine Raupe - unterdessen etwas grösser zwar, aber wohl noch immer zu klein zum verpuppen. Er heisst jetzt "Räupi", hat einen neuen Topf Petersilie erhalten, die er manchmal etwas anknabbert und meine Daumen sind fest gedrückt, dass er die normale Entwicklung auch noch schaffen wird, auch wenn bei ihm alles etwas langsamer geht. Go Räupi, go!
Nachtrag: leider ist Räupi einen Tag, nachdem ich diese Zeilen geschrieben habe, gestorben. Ich bin traurig, hat er es nicht geschafft - und da haben wir es wieder... sobald man sich um ein noch so kleines Tierchen kümmert, fühlt man mit. Das erinnert mich an das Kapitel vom Kleinen Prinzen, der den Fuchs gezähmt hat. Kennt ihr die Geschichte "Der kleine Prinz" ? Wenn nicht, lest sie unbedingt - ich finde, sie verändert das Leben zum Positiven.

Gerne zeige ich meine (erste) Begegnung mit den frisch geschlüpften Schmetterlingen bei "Bunt ist die Welt" , Die Nahaufnahmen beim Macro Monday 2, die Nähe zur Natur beim Natur-Donnerstag , mein Glück mit den Schwalbenschwanz-Schmetterlingen beim Sonntagsglück und meine Freude über das Schlüpfen der Schwalbenschwänze beim "Gartenglück".

Hier findet ihr nochmals die ganze Rüebliraupen - Schwalbenschwanz - Serie:

1. Juhu, Rüebliraupen am Dill!
2. Die Rüebliraupen wachsen
3. Verpuppung "meiner" Rüebliraupen
4. Die Schwalbenschwanz-Schmetterlinge sind geschlüpft!
5. Schwalbenschwanz - Schmetterlinge: Der Kreis schliesst sich... Neuer Nachwuchs!

Liebe Grüsse, Miuh

P.S. Eine kleine Überraschung, eine Zugabe zur ganzen Schwalbenschwanz-Entwicklung

sozusagen habe ich auch noch... aber dazu das nächste Mal.

Sonntag, 21. September 2014

Eigener Ingwer? - Die Spannung steigt...

... aber erst einmal heisst es durchhalten und geduldig sein! Heute kann ich Euch nämlich keine Bilder von schönen, selbst gezüchteten grünen Trieben und Ingwer-Blüten zu zeigen. Die Pflanze sieht momentan so unschön aus, dass sie ein "Bitte stehen lassen" - Zettelchen bekommen hat, weil ich fürchte, dass sie sonst noch von jemandem für tot erklärt und entsorgt wird.
Ich bin nicht sicher, ob die Ingwer-Pflanze während unserer Ferienabwesenheit etwas zu trocken stand, oder ob nun im Herbst einfach die Zeit gekommen ist, um einzuziehen und die ganze Kraft in neue Knollen zu geben. (eigentlich dachte ich, das passiert erst etwa im Oktober!) Immerhin: gestern habe ich gesehen, dass die Pflanze nochmals neu ausschlägt!
Einige Stängel (inklusive Blüte) habe ich sogar schon entsorgt, da sie ganz abgeknickt waren. Samen habe ich im eingetrockneten Blütenstand keine gefunden (das wäre nämlich sonst mein nächstes Ingwer-Experiment geworden :-) )

Wenn Ihr ein wenig mehr Grün sehen mögt, empfehle ich Euch die bisherigen Posts zum Thema Ingwer:
Ingwer selbst ziehen aus einem Wurzelstück
Ingwer - Update 1: er wächst!
Ingwer - Update 2: gibt das eine Blüte?
Ingwer - Blüte
Eigener Ingwer? - Die Spannung steigt...
Ingwer-Experiment gelungen...

Mehr dazu kann ich hoffentlich in einigen Wochen wieder schreiben!
Liebe Grüsse unterdessen, Miuh



Montag, 19. Mai 2014

Ingwer - Update 2: gibt das eine Blüte?

Hier habe ich Euch zum ersten Mal von meiner vergessenen Ingwer-Wurzel berichtet, die ich eingepflanzt habe und hier gab es ein erstes Update, als aus der Wurzel tatsächlich eine Pflanze gewachsen ist...

Nun gibt es eine neue Entwicklung: Das letzte Blatt sah irgendwie gar nicht mehr nur nach einem Blatt aus, sondern je länger je mehr wie eine Blütenknospe!

Nochmals einige Tage später sah ich, dass aus der Erde zwei weitere, kleine, hellgrüne Austriebe schauen... Wenn alles gut geht, wachsen also nochmals zwei Pflanzenstängel heran :-)

Nun warte ich also ein bisschen ungeduldig und schaue jeden Tag, ob hier wohl tatsächlich bald eine Blüte zum Vorschein kommt? Wie sie wohl aussehen würde? Ich werde Euch berichten, was weiter passiert...
Liebe Grüsse und eine schöne Neue Woche, Miuh

Dienstag, 22. April 2014

Ingwer - Update 1: er wächst!

Erinnert Ihr Euch noch an meine Ingwer-Wurzel, die einen kleinne Trieb gebildet hatte und an mein darauf folgendews Ingwer-Experiment? (hier könnt Ihr nachlesen, wie es dazu kam und findet auch gleich die Pflanz-Anleitung : Ingwer selbst ziehen aus einem Wurzelstück)

Zuerst hatte ich lange befürchtet, dass sich nichts tut, dass der Ingwer nicht weiter wächst. Nach etwa drei Wochen wurde mir jedoch klar, dass der kleine Trieb doch etwas länger geworden war und nach einigen weiteren Tagen sah er irgendwie "ausgefranst" aus. Das kleine, Vorstehende waren Blätter, die wuchsen und nun ging irgendwie plötzlich alles schnell... Der Ingwer wuchs in der Vitrine schon bald dem Glas entlang in die nächste Etage und stiess nun zuoberst an.

So habe ich zuerst die unterdessen ca. 80cm hohe Ingwerpflanze sich etwas entfalten lassen, den Pflanztopf mit etwas Komposterde aufgefüllt (nicht dass die kleine Knolle wegen der langen, schweren Pflanze noch aus dem Topf kippt...) und habe das Ganze direkt ans Fenster gestellt. Nun hoffe ich, dass mein Ingwer fleissig weiterwächst, Licht und Wärme tankt (im Sommer dann gerne auch draussen!) und von den Katzen schön in Ruhe gelassen wird... wenn alles klappt, folgt beim nächsten sichtbaren Entwicklungs-Schritt das "Update 2" - was und wann das sein wird? Ich lasse mich überraschen :-) Liebe Grüsse, Miuh

https://geheimtippreisen.blogspot.ch/