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Samstag, 28. Juli 2018

Mondfinsternis und Blutmond am 27.07.2018

Schon seit Monaten hatte ich für den Abend des 27. Juli gross "Mondfinsternis" in meine Agenda eingetragen, denn die Astronomie, spezielle Himmelspähnomene und Ereignisse faszinieren mich sehr. Zeitweise überlegte ich sogar, spontan einen Flug zu buchen, falls das Wetter hier nicht gut sein sollte, oder wenigstens mit dem Zug in die Südschweiz zu fahren, wäre eine Möglichkeit gewesen.
Gerne zeige ich die Mondfinsternis auch beim Sonntagsglück.


Zum Glück war das alles nicht nötig, denn das Wetter in der Region um Zürich war prächtig, klar und warm, wie mit wenigen Ausnahmen schon seit Wochen.
Sobald wir Abends nach Hause kamen, gingen wir auf die Suche nach dem perfekten Platz, um später den verdunkelten Mond zu beobachten und zu fotografieren.
Ein leicht erhöhtes, schon abgeerntetes Getreidefeld in der Nähe schien perfekt - hier wollten wir uns nachher auf den Stroh-Stopeln mit Decken und etwas zu knabbern gemütlich einrichten.


Gut vorbereitet war ich nicht, denn wie so oft gab es so viel Anderes zu erledigen und vor allem die Arbeit verbrauchte diese Woche viel Zeit und Energie. So ging es noch kurz in den Keller, das Stativ suchen, welches doch da irgendwo sein musste... und bei einem kurzen, gemütlichen Znacht im Garten probierte ich noch schnell die verschiedenen Einstellungen der Kamera (ja ja, ich weiss, die Technik sollte ich schon lange im Griff haben...)  und machte ein paar Probefotos.

Es würden meine ersten Nachtaufnahmen dieser Art werden. Indem ich bei den Mond-Fotos die wichtigsten technischen / EXIF Daten dazuschreibe, lasse ich euch gerne an meinen Experimenten etwas teilhaben. Fotografiert habe ich mit der geliebten Panasonic Lumix DMC-FZ1000 - Eine Kamera mit lichtstarkem und Zoom-freudigem Wechselobjektiv wäre natürlich besser gewesen...


Sobald wir aus der Richtung "unseres" Beobachtungsplatzes jede Menge Stimmen und Kindergeschrei hörten, wurde uns bewusst, dass wir wohl nicht alleine sein würden... und als ich den Mond noch hinter dem Horizont vermutete, hörte ich schon erste "schau der Mond!" - Rufe. Höchste Zeit, loszugehen!

Bereits auf einem kleinen Feldweg probierte ich einige Einstellungen mit verschiedenen Fokuspunkten. Die Dämmerung war noch recht hell, und der schon rötlich gefärbte Mond erst schwach zu sehen. Auf den Mond zu fokusieren erwies sich als recht schwierig und ich musste auf manuellen Fokus umstellen.

ISO 400 / Blende 4.0 / Belichtungszeit 8 Sec. / Zeit: 21.51 und 21.52

Alleine waren wir dann an unserem Beobachtungs-Ort wirklich nicht, aber es gab genügend Platz für alle und wir richteten uns mit den Decken gemütlich im Stoppelfeld ein... immer wieder musste ich ans Lied "Ein Bett im Kornfeld" denken :-)
Einige Beobachter  gaben auch prima "Bildgestaltungs - Elemente" ab (der Mann ist wirklich still gestanden, man bedenke, ich habe 8 Sekunden lang belichtet!) und auch der Flieger, welcher durchs Bild flog, war mir recht. Seht ihr den Mond schon?

ISO 400 / Blende 3.5 / Belichtungszeit 8 Sec. / Zeit: 22.05

In der dunkelblauen Dämmerung hob sich der rötliche, nun im Vollschatten der Erde stehende Mond schön ab. Sogar einige Sterne hatte ich mit auf dem Foto. Der gestern ebenfalls auffällige Mars ist jedoch hier noch nicht auf dem Bild.

ISO 400 / Blende 4.0 / Belichtungszeit 2.5 Sec / Zeit: 22.11

Mit der fortschreitenden Zeit schien die Nacht mittlerweile schwarz - und der Mond noch immer im Kernschatten orangefarben bis lachsrot... Die Maaximale Verfinsterung war für 22.21 Uhr angekündigt, als zwischen dem oberen und dem unteren Foto.

ISO 400 / Blende 4.0 / Belichtungszeit 3.2 Sec / Zeit: 22.37

Nun kam (für unsere Position) auch der hell leuchtende Mars hinter dem Busch hervor, er folgte dem Mond leicht versetzt auf seiner Laufbahn.

ISO 400 / Blende 4.0 / Belichtungszeit 2.0 Sec / Zeit: 22.42

Um 23.13 sollte die totale Mondfinsternis (Kernschatten) enden. Jetzt schon schien der Mond eher grau als rot und ich habe das Gefühl, links schon einen hellen Schimmer zu sehen...

ISO 400 / Blende 4.0 / Belichtungszeit 1.3 Sec / Zeit: 23.12

Nun ging es schnell! Zwischen dem oberen und dem unteren Foto liegen nur fünf Minuten, aber links kehrt deutlich das Licht zurück, welches den Mond normalerweise strahlend hell-weiss erscheinen lässt. Die Farbverläufe mit dem blauen Band fand ich ebenfalls sehr spannend. Unterdessen waren wir übrigens längst die einzigen auf dem Feld und es war da draussen auch schon deutlich kühler geworden.

ISO 400 / Blende 4.0 / Belichtungszeit 0.4 Sec / Zeit: 23.17


Interessant finde ich auch, wie verhältnismässig stark innerhalb der letzten vier Bilder die Belichtungszeit abgenommen hat. Kein Wunder, auch die Licht-Ecke wächst schnell... als würde man dem Mond innerhalb von einer Stunde bei der Entwicklung vom Leermond zum Vollmond zuschauen.

ISO 400 / Blende 4.0 / Belichtungszeit 0.5 Sec / Zeit: 23.24

Eine sehr kürzere Belichtungszeit lässt die rechte, verdunkelte Seite des Mondes fast ganz verschwinden, während dafür die Strukturen der linken Ecke wieder sichtbar werden...

ISO 400 / Blende 4.0 / Belichtungszeit 1/100 Sec / Zeit: 23.27

In der Zwischenzeit ist es recht kühl geworden... Zum Glück sind wir nicht weit von zu Hause entefernt! Ich laufe schnell heim, um wärmere Kleider und mehr Decken zu holen. Bevor ich losgehe, starte ich aber noch eine Langzeitaufnahme der Landschaft:

ISO 400 / Blende 4.0 / Belichtungszeit 40.0 Sec / Zeit: 23.30

Und nach der Rückkehr etwa eine halbe Stunde später, als der Mond schon wieder wesentlich mehr Leuchtkraft hat, entstehen einige zusätzliche Landschaftsaufnahmen mit unterschiedlichen Belichtungszeiten (alle kürzer, als beim vorherigen Bild, und dennoch scheinen die Fotos heller):

ISO 400 / Blende 4.0 / Belichtungszeit 10.0, 20.0, 40.0 Sec / Zeit: 00.01, 00.02, 00.03

Das Spiel mit den unterschiedlichen Belichtungszeiten fasziniert mich zunehmend... ich bin beeindruckt vom hellen Licht des Mondes und von der starken Abdunkelung durch den Erdschatten in der noch vorhandenen Mondfinsternis-Ecke!

ISO 400 / Blende 4.0 / Belichtungszeit 1/2000 und 1 Sec / Zeit: 00.10

Nun fehlt dem Mond noch eine kleine Ecke...

ISO 400 / Blende 4.0 / Belichtungszeit 1/3200 Sec / Zeit: 00.22

... bevor er wieder voll scheint.


ISO 400 / Blende 4.0 / Belichtungszeit 172000 Sec / Zeit: 00.43

Auch wenn die Fotos nicht perfekt wurden (das muss ich momentan den professionell ausgestatteten und ausgebildeten Fotografen überlassen), hatte ich sehr viel Spass, freue mich über die entstandenen Bilder und bin mutiger geworden, was die Nacht- und Astro-Fotografie angeht.

Bestimmt werde ich also wieder einmal nachts mit Fotoapparat und Stativ losziehen, mir spannende Motive suchen und mit den Belichtungszeiten experimentieren.

Einen schönen Beitrag mit Fotos der Mondfinsternis und vielen Tipps zur Vorbereitung findet ihr bei Cornelia / Silvertravellers

Liebe Grüsse, Miuh

P.S. Gerne zeige ich meine Mond-Fotos auch beim Projekt "Blick zum Himmel"

Freitag, 1. Dezember 2017

Nachtschnee


Schon tagsüber hatte es heute geschneit... Abends und in die Nacht hinein fielen die Flocken weiter. Der Baum vor unserem Haus sieht mit den beleuchteten Schneeflocken im Vordergrund fast aus wie ein magisches Sternbild... (Diesen "Sternenhimmel" zeige ich gerne auch bei "in Heaven") Erst das leichte Aufhellen des Bildes bringt den Baum wieder in Szene.

Im Garten liegen unterdessen um die 2 cm Schnee...

Und ich bin froh, dass für die Vögel, die uns am Morgen besuchen werden, schon alles vorbereitet ist!

Ich weiss noch immer nicht, ob ich die Herbstanemonen für den Winter abschneiden soll? Einerseits geben sie dem Vorgarten gerade mit dem Schnee eine schöne Struktur... Anderseits werden sie wohl irgenwann unter zu viel Schnee kippen...

Und noch etwas steht an... Die nicht winterharten Pflanzen: Avocado, Kumquat, Dipladenia und Geranium sollte ich dringend noch ins Haus holen, bevor es richtig kalt wird! Bisher ging es direkt an der Hausmauer noch, aber riskieren, dass die Pflanzen erfrieren, möchte doch nicht.

Wer jedoch draussen bleibt - und unbedingt draussen bleiben muss, sind die Puppen der Schwalbenschwanz - Schmetterlinge! Sie brauchen den Winter und halten auch kalte Temperaturen aus. Würde man sie ins Haus holen, würden sie etwa im Dezember schlüpfen - und sterben. So aber hoffe ich, dass sie im Mai schlüpfen und eine neue Generation gründen!

Freiwillig draussen ist der kleine (nicht mehr so kleine!) Kater. Er erlebt gerade den ersten Schnee seines Lebens und geniesst den Balkon sehr. Gleich darunter hängt das Futterhaus und er liebt es, die Vögel zu beobachten. Ob es ihm dabei auf den Pelz regnet oder schneit, ist ihm egal - er ist definitiv nicht Wasserscheu.

Während es hier über Nacht so richtig Winter wird, träume ich ein wenig von einer Insel am anderen Ende der Welt, die jetzt Sommer hat: Lord Howe Island vor Australien. Vor genau zwei Jahren war ich dort und kann den paradiesischen Ort seither nicht mehr vergessen.
https://geheimtippreisen.blogspot.ch/2017/11/lord-howe-island-alle-informationen.html

Nein, nein, ich beschwere mich noch nicht über den Winter, kaum fängt er an - und er hat ja auch schöne Seiten, über die ich mich freue!

Liebe Winternacht - Grüsse
Miuh

P.S. Den Nachtschnee in unserem Garten zeige ich gerne auch beim Natur Donnerstag, beim Freutag und beim Gartenglück.


Freitag, 16. Dezember 2016

Supervollmond

Diese Woche fand der dritte Supervollond dieses Jahres statt, wie ich las... Der "grösste", nächste Mond war zwar schon im November zu sehen, doch noch immer war der Mond sehr nahe beim erdnächsten Punkt seiner Erdumlaufbahn. Hier (link) die ausführliche Beschreibung auf Wikipedia.
Tatsächlich ging der Mond beeindruckend gross und leuchtend über dem Horizont auf! Noch spannender war das Spektakel dadurch, dass wir hier wie so oft knapp an oder über der Nebelgrenze waren... So veränderte sich die Sicht auf den Mond immer wieder!
Leider bin ich noch nicht so gut in der Nacht- und Mond-Fotografie... Dafür bräuchte ich mehr Übung mit meiner Kamera und auch ein Stativ... und auch Nebel und Wolken haben es wohl nicht einfacher gemacht. Dennoch gefallen mir die Fotos, auf denen man zwar nicht die Details des Mondes sieht, aber dafür das beeindruckend helle Leuchten.
Der helle Mond erinnerte mich auch an ein Lied von "Patent Ochsner" (Link), einer Berner Mundart-Band. Eine Zeile ihres Songs "Scharlachrot" lautet: "dr Mond isch es wysses runds Loch" (der Mond ist ein weisses rundes Loch). Die Schweizer unter Euch werden das Lied bestimmt kennen, oder? Den ganzen Text des speziellen Liebesliedes "Scharlachrot" findet ihr hier (link) - und die deutsche Übersetzung hier (link)
Noch am nächsten Morgen, als es schon wieder hell war, leuchtete der Mond am Himmel, bis er schliesslich hinter dem Hügel unterging.

Bei der Raumfee (hier) findet Ihr mehr Himmelsbilder und mehr Mondfotos :-) 

Nun wünsche ich Euch weiterhin eine schöne Adventszeit und hoffe, Ihr sitzt nicht immer unter dem Hochnebel... Liebe Grüsse, Miuh


Samstag, 16. Juli 2016

Perücken - Himmel mit Gedanken

Unser Perückenstrauch (mehr Informationen dazu hier) sieht momentan aus wie eine Wolke...
eine Wolke aus den riesigen, puscheligen Samenständen, die später im Herbst dann in Büscheln durch unseren Garten rollen werden.
Momentan schaue ich die Perücken-Wolken noch lieber gegen den Himmel an und geniesse die Licht-Stimmungen, die dadurch im Garten entstehen.

Gerade wieder nach den letzten beiden Nächten kommt es auch mir manchmal merkwürdig vor, über Wolken, Himmel, Pflanzen und Garten zu schreiben... Wenn man Freunde in der Türkei, in Frankreich und in anderen Ländern ausserhalb des eigenen hat, oder sonst auch nur ein wenig am Weltgeschehen interessiert ist, lassen einen solche Nächte und Ereignisse nicht kalt - und wohl ist es vielen ähnlich wie mir ergangen: viel Schlaf gab es in den letzten 48 Stunden nicht.
Dennoch oder gerade deswegen habe ich mich einmal mehr dafür entschieden, dass mein Blog bewusst eine Wohlfühlzone sein und bleiben soll, für mich und für Euch. Mein Alltag bringt mir mehr als genügend News, Dramen, schnelle Entscheidungen und Verantwortung. Das alles soll hier möglichst aussen vor bleiben - für mich und für alle anderen, die ihrer Seele eine kleine, glückliche Pause und Frieden gönnen mögen.

Eines möchte ich doch noch sagen: der Himmel ist für uns alle derselbe! - Womit wir wieder beim Thema wären. Gerne verlinke ich meinen himmlischen Beitrag bei der Raumfee "In heaven" und grüsse Euch still,
Miuh






Montag, 7. Juli 2014

Ein schöner Sommerabend

 
Es ist Juli, es ist Sommer, momentan gerade "richtiger Sommer!" (was diese Woche noch kommt, schauen wir einmal...) und für viele haben die Sommerferien angefangen.
Ich mag es sehr, mit Mann, Katze und manchmal auch noch Freunden oder Familie schöne Sommertage draussen zu verlängern, bis es längst dunkel ist. Man kann noch lange in kurzen Kleidern draussen sitzen, barfuss über weiches Gras und warme Steinplatten tapsen und in unserer Region Räucherstäbchen anzünden, um die Mücken zu vertreiben...
Die wenigen Tage im Jahr, an denen alles passt: das Wetter, die Stimmung, die Temperatur, die Gesellschaft, gutes Essen, brummende Juni- oder Julikäfer, duftende Linden in der Nähe und vielleicht sogar noch Ferientage in nächster Zeit, die müssen wir unbedingt geniessen, nutzen, einfangen...
Denn das sind die Tage, Abende, Nächte, die uns schlussendlich als "DER SOMMER 2014" in Erinnerung bleiben! Und da kannn ich momentan gut damit leben, dass es im Haus nicht wirklich aufgeräumt und geputzt ist... Vielleicht regnet es ja morgen? Dann können wir das immer noch erledigen :-)
Liebe Grüsse und geniesst die Zeit, Miuh

Sonntag, 2. März 2014

Nachtkerzen - zum essen! ...ein Versuch

Nachtkerzen mag ich im Sommer sehr! Abends entfalten sich die Knospen langsam, aber doch genügend schnell (innerhalb ca 1 Minute) um zuzuschauen, wenn man etwas Geduld hat... Ich liebe es, immer wieder bei diesem Wunder der Natur dabei zu sein und erinnere mich beim anschauen der Fotos gleich wieder an den wunderbaren Duft (und an die Mücken, die jeweils scharenweise versuchen, mich zu stechen wenn ich so schön andächtig still stehe, schaue und fotografiere).

Nun haben sich die zweijährigen Pflanzen aber ziemlich versamt und vermehrt und sind diesen Herbst sogar in unserer Badewanne im Garten - wo ich nächsten Sommer eigentlich wieder Zughetti (Zucchini) pflanzen möchte... - recht zahlreich gewachsen.

Einfach so ausreissen und wegwerfen mag ich nicht... und da ich gelesen hatte, dass man Nachtkerzenwurzeln im ersten Jahr zwischen Herbst und Frühling (bevor sie dann in die Höhe wachsen oder sogar blühen!) essen kann, war ich nun bereit für einen Versuch! Gemäss Wikipedia (hier, etwas weiter unten: "Verwendung als Nahrungsmittel") wird erklärt, dass man früher sogar sagte, dass "ein Pfund der Nachtkerzenwurzel so viel Kraft gebe wie ein Zentner Ochsenfleisch". Und Kraft kann ich immer brauchen :-)
So habe ich heute eine Wurzel aus der Erde gezogen und mit in die Küche genommen. Nach verschiedenen Quellen im Internet soll man sie etwa so behandeln wie Schwarzwurzeln. (Ups, auch die habe ich noch nie gegessen...)
Also: gut  waschen und von der Erde reinigen, die Haut etwas abschaben und in Stückchen schneiden. Bald spürt man so auch den etwas schleimigen Saft der Pflanze. Da die Wurzel an der Luft anlaufen würde, soll man sie gleich in etwas Essigwasser einlegen.
Anschliessend habe ich die Stückchen kurz blanchiert (wäre nicht unbedingt nötig), gut abgetropft, abgetrocknet und dann in Butter angebraten.
Andere Rezepte empfehlen, die Wurzel in Bouillon oder Salzwasser zu kochen, oder roh z.B. gerieben zu Karrottensalat zu geben.

Serviert habe ich die Nachtkerzen-Wurzel nur mit etwas "Murray River Salt" bestreut. (Fleur de Sel oder fein gemahlenes Meersalz geht natürlich genau so gut!)
Der Geschmack ist für mich schwierig zu beschreiben... ziemlich mild, man sagt, ähnlich wie Schwarzwurzel...  Auf jeden Fall schmeckt es ganz leicht erdig - wie z.B. Randen (rote Beete), aber ohne den charakteristischen, starken Geschmack. Was auch auffällt ist, dass die Zunge und der Hals davon leicht kratzig werden, wie zum Beispiel von etwas "rauhem" Olivenöl oder von Ananas. Ein anderes Mal würde ich deshalb die Nachtkerzen-Wurzeln wahrscheinlich mit einem anderen Gemüse kombinieren (z.B. als Ofengemüse...) und mit etwas Basilikum-Pesto oder einer anderen Sauce geniessen.

Erst ganz spät kam mir in den Sinn, dass ich ja im Buch "Meine wilde Pflanzenküche" von Meret Bissegger (AT Verlag) nachschauen könnte, ob / was über die Nachtkerzen-Wurzeln geschrieben wurde... zum Glück etwa das, wie ich die Wurzeln auch zubereitet hatte!

Anschliessend habe ich wieder einmal das ganze Buch durchgeblättert... es ist eine wunderbare Inspiration für mich, gerade jetzt im beginnenden Frühling. Nun gibt es so viele spriessende Kräuter und andere Wildpflanzen, die man sammeln und essen könnte.

Ich muss ja zugeben, das Meiste davon werde ich wohl nie zubereiten, weil ich momentan viele Pflanzen noch zu wenig kenne... und auch weil ich etwas heikel und ein kleiner "Schisshas" bin ;-)

Liebe Wildpflanzen-Grüsse, Miuh

https://geheimtippreisen.blogspot.ch/


Donnerstag, 23. Mai 2013

Nach(t)-Frostgefahr

Was hier so schön nach romantischem Sommerabend aussieht, finde ich so langsam nicht mehr lustig. Die "beweglichen" Pflanzen habe ich nahe ans Haus geholt, denn für heute Nacht wurde Bodenfrost angesagt und morgen Nacht soll es noch kälter werden - vom angesagten (angedrohten!) Schnee mal ganz zu schweigen! Und hey, vor etwa einem Monat habe ich es schon einmal erwähnt: wir wohnen ganz und gar nicht in den Bergen!

Besonders schön sieht das ja nicht aus, aber ich habe mal versucht, die zarten Pflänzchen (Peperoni, Chilli, Zucchini, Gurken, Artischocken und Kürbis - Alles, was ich vor einer knappen Woche ins Freie gepflanzt hatte) so gut es geht zu schützen. Laternen habe ich auch noch bereit gestellt, die könnten dann wenigstens etwas Wärme verbreiten.

Hier drei (halb-)Fakten zum Thema Frost / Pflanzen schützen:

1. In Australien stehen Windräder / eine Art grosse Ventilatoren  in den Rebbergen. Wie uns erklärt wurde, ist vor allem die kalt zum Boden absinkende Luft gefährlich. Wirbelt man die Luft immer etwas durcheinander, wird es am Boden nie so eiskalt, dass die Pflanzen Schaden nehmen.
2. Angeblich kann man mit einem einfachen Grablicht-Kerzchen verhindern, dass in frostigen Nächten die Scheiben eines Autos gefrieren.
3. Eben wurde im TV gezeigt, dass auch Weinbauern in der Schweiz in solch kalten Nächten Kerzchen zwischen die Reben stellen, um ein Erfrieren der jungen Reb-Triebe zu verhindern.

Die Pflanzen mit einem Flies zu schützen (wer eins hat) ist aber wahrscheinlich immer noch das einfachste.

Drinnen zeigen die Pflanzen, die ich (zum Glück!) noch nicht nach draussen setzen konnte, wie es eigentlich sein könnte: Zucchini und Tomaten fangen an zu blühen!

Wir schaffen das! Und irgendwann kommt dann auch der Spätfrühling oder der Sommer!
Haltet Euch und Eure Pflanzen und Tiere warm! Liebe Grüsse, Miuh