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Sonntag, 17. September 2017

Eine Herbstflucht und 15 Herbstfreuden

Noch gar nicht sooo lange ist es her, seit meinem letzten Post zum Thema Spätsommer... und doch liegt da nun so viel dazwischen. Unterdessen ist tatsächlich richtig Herbst geworden. Noch sind die meisten Bäume nicht goldgelb gefärbt, dafür haben ein jäher Temperatursturz und der erste Herbststurm klare Worte gesprochen.
Höchste Zeit für einige Herbstfreuden! Meine 15 Herbstfreuden, Tipps und Ideen für euch findet ihr weiter unten...

Zuerst einmal sind wir aber kurz in die Wärme "geflüchtet", haben uns sozusagen den Sommer nochmals zurückgeholt - und was für einen!
Ein langes Wochenende haben wir bei Temperaturen zwischen 30 und 44 Grad im Oman verbracht, wo es uns schon im März so gut gefallen hat... Wir haben einen völlig entspannten Tag am Hotel-Strand verbracht, einen traumhaften Schnorchel-Ausflug zu den Daymaniyat-Inseln unternommen und sind mit dem 4x4-Auto in die wilden Omanischen Berge gefahren.
https://geheimtippreisen.blogspot.ch/2017/09/schnorcheln-um-die-daymaniyat-islands.html


Nun, zurück in der Schweiz, bin ich bereit, mich so richtig auf den Herbst einzustellen. Im (etwas chaotischen) Hochbeet ernte ich nun die Rüebli (Karotten), welche ich bisher sein liess, um mit dem Kraut die zweite Generation der Rüebli-Raupen füttern zu können. Auch die Blüten der Radieschen (weiss) und des Rucola (Rauke, gelb) sind noch immer beliebt bei den Insekten.
Die Rüebliraupen (Schwalbenschwanz-Raupen) haben sich alle verpuppt, ausser... - Tatsächlich, wie letztes Mal gab es wieder einen Nachzügler, den ich erst sehr spät auf der Petersilie gefunden habe. Der "Kleine" hat sich unterdessen ebenfalls gut entwickelt und verpuppt sich hoffentlich auch bald.
Noch blühen jede Nacht 2-5 Nachtkerzen-Blüten auf und bleiben bei den aktuellen Temperaturen auch am nächsten Tag noch schön. Kein Vergleich allerdings zu den bis zu 50 Blüten pro Nacht im Hochsommer...
Bald wird der Efeu vollends aufblühen. Da die Blüten nicht sehr auffällig aussehen, werde ich es am Chlor-artigen Geruch, sowie am wilden Gesumse am Efeu erfahren.

Der eine Rosenstock hat nun gegen Herbst noch seine schönste, perfekteste Rosenblüte dieses Jahres hervorgebracht:
Die Tomatenstöcke, welche ich sehr viel zu spät ins Freie gesetzt habe, tragen jetzt erst grüne Tomätchen - aber wer weiss, mit einem schönen, warmen Herbst wird vielleicht noch etwas draus?
Die Herbstanemonen, welche mich jeweils im August mit den ersten Blüten fast ein wenig ärgern weil sie den Herbst einläuten, sind nun eine leuchtende Herbst-Freude!
Im Topf des kleinen Kumquat-Bäumchens ist diese Unbekannte Pflanze ca. 1,5 Meter hoch gewachsen und blüht nun richtig schön üppig gelb. Weiss jemand von euch, was das ist? Wir hatten schon auf eine spezielle Sonnenblumen-Art getippt, aber nöö, doch nicht, oder? Ich finde, die Blüten stinken etwas und noch ein Hinweis: das Vogelhäuschen stand in der Nähe - vielleicht ist es etwas aus der Futter-Mischung?
Und hier noch der endgültige Beweis, dass ich mich mit dem Herbst abgefunden habe: ich habe den ersten Kürbis des Jahres gekauft.
Womit wir auch schon bei den Herbstfreuden sind... Ich habe euch unten 15 meiner Herbst-Tipps und Herbstfreuden zusammengestellt:

15 Herbstfreuden


*1* Pilze suchen gehen - Jetzt ist es genügend feucht und noch genügend warm: Pilz-Saison! Packt euch einen Lieblingsmenschen, einen mit einem Tuch oder Papier ausgelegten Korb und ein scharfes Messer und los geht's in den Wald! Nehmt nur mit, was ihr sicher kennt, so viel ihr essen mögt und lasst immer etwas stehen. Habt ihr Zugang zu einer Pilzkontrolle, darf auch mal ein einzelnes unbekanntes Exemplar (separat transportiert) mitkommen.

*2* Die Wohnung herbstlich gemütlich dekorieren - Zum Beispiel mit Naturmaterialien wie Zweigen, Föhrenzapfen, Efeuranken, Kastanien (wie hier bei Kerstin von  Meriseimorion gezeigt),  Früchten, Nüssen, ... oder orientiert euch am Higgelig - Stil der Nordländer, wie er (hier) im Januar bei Katrin bei Soulsistermeetsfriends vorgestellt und heute wieder erwähnt wurde.

*3* Mehr kuscheln - Zum Beispiel mit euren Katzen (oder andern Haustieren). Auch sie spüren die kommende kühlere Jahreszeit und werden nun ruhiger und häuslicher.  Überhaupt ist es auch ok, etwas länger im Bett liegen zu bleiben oder sich aufs Sofa zu kuscheln und bewusst nichts zu tun - Ob alleine, mit dem Lieblingsmenschen oder der Katze...

*4* Zündet Kerzen oder das Feuer im Cheminee an - Nichts ist an kalten Tagen so gemütlich, wie der warme Schein des Feuers und das dürft ihr euch ruhig schon im Herbst und nicht erst zur Weihnachtszeit gönnen.

*5* Kocht und trinkt Chai-Sirup / Chai-Tee - Sobald es draussen kühler wird, wärmt er mit all den Gewürzen wunderbar von innen. Mein Chai-Rezept (hier) liebe ich heiss und es ist mein Lieblingsgetränk, sobald es Abends auf dem Sofa besonders schön warm, kuschelig und gemütlich sein soll.

*6* Plant einen Weihnachtsmarkt-Besuch in einer anderen Stadt - Ja, es geht noch laaaange bis dahin und ich mag auch nicht immer jetzt schon daran denken. Andererseits: Wenn ich jetzt nicht anfange zu koordinieren, ist die Hälfte der Familie schon verplant und kann vielleicht nicht zum Weihnachtsmarkt-Wochenende mitkommen. Und falls ihr etwas weiter weg wollt, müssen vielleicht auch Flüge und Hotels gebucht werden? Hier (link) findet ihr Weihnachtsmärkte in verschiedenen Ländern, sowie Tipps und kleine Berichte.

*7* Zwiebelpflanzen aussuchen und setzen - Ist es nicht schön, auch jetzt schon ein wenig an den nächsten Frühling zu denken? Tulpen, Narzissen, Schneeglöckchen, Scilla, Zierlauch und viele Andere mehr könnt ihr jetzt kaufen / bestellen und genügend tief in den Boden stecken, dann werdet ihr in den nächsten 4-9 Monaten mit Blüten belohnt... und glaubt mir, die Vorfreude hält den ganzen Winter über an!

*8* Geniesst die Kürbis-Zeit! Es gibt so viele Kürbis-Arten und so viele Kürbis-Rezepte...  Entdeckt etwas Neues oder wählt euer lieblings-Rezept - vielleicht mögt ihr einen Kürbis-Hof besuchen und die Farb- Form- und Geschmacks-Vielfalt der Kürbisse bestaunen? Mein Liebstes Rezept ist trotz aller Auswahl noch immer die Kürbis-Suppe (link)

*9* Nebel-Fotos aufnehmen - Nebel ist nicht immer nur trübe und düster... Gerade im Herbst legt sich manchmal nur ein leichter Dunst über die Landschaft oder der Nebel lichtet sich während des Morgens. Vor Allem an der Nebelgrenze finde ich so jeweils meine liebsten Fotomotive des Herbstes!

*10* Zeit für das erste Fondue oder Raclette - Sobald es Abends kühler wird, steigt die Lust auf ein richtig feines, währschaftes und wärmendes Abendessen. Am besten ladet ihr einige Freunde ein und geniesst zusammen ein Fondue oder Raclette - beides sind sehr "soziale" Gerichte und dazu auch einfach vorzubereiten.

*11* Freut euch über die Erntezeit - Ob Früchte wie Äpfel oder Birnen, verschiedenste Nüsse oder nochmals Sommergemüse wie Tomaten, Gurken oder Zughetti (Zucchini)... der Herbst ist eine reiche und feine Erntezeit. Im eigenen Garten gibt es nun noch vieles zu pflücken, aber auch im Supermarkt locken lokale und saisonale Angebote. Geniesst frisch, was ihr könnt und konserviert den Rest.

*12* Geniesst ein warmes Bad - Gerade, wenn es draussen kühler und früher dunkel wird, brauchen wir doch besonders viel Wärme für Körper und Geist. Macht es euch mit einem feinen Zusatz im Badewasser gemütlich und entspannt euch. Falls ihr keine Badewanne habt, gibt es vielleicht in der Nähe ein schönes Thermalbad?

*13* Raus an die frische Luft! Auch wenn wir es uns nach einem schönen, sonnigen Sommer kaum vorstellen können: auch in den anderen Jahreszeiten tut es gut, raus an die frische Luft zu gehen und sich zu bewegen. Selbst wenn das Wetter durchs Fenster wenig einladend aussieht, ist es in Wirklichkeit und draussen erlebt meist viel besser als erwartet!

*14* Freut euch auf kuschelige Kleidung! Dicke Strickjacken, weiche Schals, Kaputzen-Pullis, warme Kappen, der riesige, weite Mantel und die hohen, gepolsterten Stiefel... Es gibt Kleidungsstücke, die möchte man im Frühling nur noch loswerden und so leicht wie möglich unterwegs sein. Im Herbst jedoch dürfen sie uns gerne wieder wärmen.

*15* Geniesst jeden Sonnenstrahl! Sobald die Sonne scheint und ihr etwas geschützt sitzt, lässt es sich auch im Herbst noch gut draussen aushalten. Vielleicht mögt ihr also trotz Herbst einmal das Gartenrestaurant wählen und vielleicht erhält ihr auch noch eine wärmende Decke... Zu viel Sonne ist bekanntermassen nicht gesund, doch Licht und Sonne unterstützen eben auch den Gefühlshaushalt und die Vitamin D-Bildung.

Mögt ihr diese Herbstfreuden auch? Oder habe ich etwas für euch Wichtiges vergessen?

Liebe Herbstgrüsse
Miuh

P.S.
Gerne verlinke ich meine Herbstfreuden bei "Von Tag zu Tag" mit Herbstlichen Themen, beim Sonntagsglück von Soulsistermeetsfriends, die herbstlichen Blumen bei Bunt ist die Welt und die Gartenfreude beim Gartenglück von Ein Fachwerkhaus im Grünen - vielleicht weiss ja jemand von den Gartenexpert(innen), welches die mir unbekannte gelb blühende Pflanze ist?


Donnerstag, 7. November 2013

Würzig geröstete Kürbiskerne

Wenn man eine Kürbissuppe macht, muss man das Innere mit den Kernen nicht wegwerfen. Ich pule die Kerne so gut wie möglich aus dem fädigen Fruchtfleisch heraus. (Ok, die Reste kommen dann auch bei mir auf den Kompost.)

10 schöne, kräftige Kürbiskerne habe ich gleich zum trocknen auf ein Haushaltpapier gelegt. Aus diesen möchte ich nächsten Frühling wieder selbst Pflänzchen ziehen. Dieses Jahr ist das ja super gelungen, bis der nass-kalte Frühsommer ihnen den Garaus gemacht hat :-(

 
  • Die restlichen Kürbiskerne habe ich bis zum nächsten Abend in etwas Salzwasser (3-5KL auf ca 1 Liter) eingelegt. Dadurch hat sich das Fruchtfleisch schon recht gut gelöst, mit den Händen kann man nochmals einiges abrubbeln. Falls nötig abschütten und nochmals mit etwas neuem Salzwasser noch mehr "Gschlüder" abrubbeln.
 
  • Die ziemlich sauberen Kürbiskerne habe ich mit Haushaltpapier trocken gerieben, auf ein Blech mit Backpapier verteilt, mit Salz, Chilliflocken, mildem und scharfem Paprikapulver bestreut und bei 200°C etwa in die Mitte des Ofens geschoben.
 
  • Nach ca. 10-20 Minuten, spätestens aber sobald die ersten Kürbiskerne (hörbar) anfangen, im Backofen aufzuspringen, sind sie fertig und können in ein Schälchen geleert werden.
 
  • Schon nach kurzer Zeit können die noch warmen Kerne geschält (manchmal etwas mühsam!), geknabbert und genossen werden.
 
Alle, die nicht gerade das Innere eines Kürbis zu verarbeiten haben, können auch Kürbiskerne (ohne Schale) kaufen, in einem Schälchen mit den Gewürzen und 1-3KL Wasser (je nach Menge) gut durchmischen, auf ein belegtes Backblech leeren und gut verteilen. Nach bereits ca. 5 Minuten bei etwa 150°C im Ofen (auch hier: unbedingt auf das knacksen hören!) sind die Kerne würzig und knusprig (und sehr viel einfacher zu essen, als die ungeschälten!). Sie eignen sich zum Beispiel wunderbar als selbst gemachter  Apéro!
 
Liebe Grüsse und en Guete, Miuh
 
 

Mittwoch, 6. November 2013

Würzige Kürbissuppe (sogar Vegan :-) )

Kürbissuppen-Rezepte gibt es ja unzählige… das hält mich nun aber nicht davon ab, Euch auch meines noch zu zeigen. :-) Das Rezept habe ich ursprünglich einmal aus 2-3 im Internet gefundenen Rezepten zusammen-kombiniert und später immer weiter entwickelt, bis es jetzt genau so ist, wie wir es am liebsten mögen.
Die hier verwendeten Mengen reichen für eine mittlere Grossfamilie oder für viele Gäste, oder – wie bei uns – auch am nächsten Tag (und eingefroren und aufgetaut auch später) nochmals und nochmals für eine Hauptmahlzeit. Ihr könnt natürlich auch die Mengen reduzieren. Vieles am Rezept wird sowieso nach Gefühl und Geschmack dosiert… da seid Ihr also ziemlich frei!

Vorbereiten:
  • Hokkaido-Kürbis gut waschen, aufschneiden, Kerne und Inneres mit einem Löffel herausschaben und separat aufheben! (Mehr dazu später). Die Schale darf dranbleiben (bei anderen Kürbis-Sorten meistens nicht), Stielansatz und „Bürzi“ wegschneiden, den Rest in ca 3*3cm grosse Stückchen schneiden.
  • Eine grosse (oder mehrere kleine) Zwiebel klein schneiden
  • 2-3 grosse (oder mehr kleinere) Knoblauchzehen schälen und kleinschneiden
  • 2-3 weitere grosse Knoblauchzehen schälen und zur Seite legen.
  • Nebenbei  2-4 sehr grosse (oder mehr kleinere) Kartoffeln kochen und anschliessend schälen

Kochen:
In einer sehr grossen Pfanne (es wird ca 4-5 Liter Suppe geben, das ist mehr als man meint!)

  • Sesam-Öl                                so viel, bis der Boden grosszügig bedeckt ist, erhitzen
  • 1 Grosse Zwiebel                    kleingeschnitten, im Öl etwas andünsten ... dann gleich
  • 2-3 grosse Knoblauchzehen   kleigeschnitten, beigeben ... dann gleich
  • 1 kleiner Hokkaido-Kürbis       in ca. 3*3 cm grosse Stückchen geschnitten - beigeben

Alles zusammen andünsten und mit einer grossen Kelle herumrühren, bis es am Boden anfängt, etwas anzusetzen - jedoch nicht anbrennen lassen! Falls nötig nochmals etwas Sesamöl beigeben.

  • 1.5 Liter Gemüse-Bouillon       beigeben (oder 1.5L Wasser und entsprechend Pulver/Würfel/Töpfli)
  • 4 grosse gekochte Kartoffeln   ev. etwas zerschneiden, beigeben

Alles ca 15 Minuten weiterköcheln lassen. Mit dem Stabmixer alles gut kleinschneiden und mixen, bis eine cremige Suppe entstanden ist. Achtung, da die Suppe jetzt noch sehr dick ist, kann es stark blubbern und spritzen!

  • 1 Liter Kokosmilch                    beigeben (eventuell ein wenig davon behalten für die Deko später)
  • 1EL (lieber knapp!)  Salz
  • 1-2EL mildes Currypulver
  • 2TL scharfes Currypulver (oder alternativ 2KL Cayennepfeffer)
  • 2KL Ingwerpulver
  • 5EL Kürbiskern-Öl
  • 5EL Sherry-Essig                      alles zum Würzen beigeben.

Mit dem Schwingbesen gut durchrühren, probieren und je nach Lust und Laune nochmals mit Gewürzen / Sherry-Essig abschmecken, den Herd abstellen. Nun die 2-3 verbliebenen Knoblauchzehen fein durch die Knoblauchpresse direkt in die Suppe drücken, nochmals gut umrühren und servieren.

Dekorieren kann man mit Kürbiskernen, einem Klecks Kürbiskernöl, mit der übrig gelassenen Kokosmilch, oder mit allem zusammen.
En Guete!

Mit den vorher zur Seite gestellten Kürbiskernen aus dem Inneren des Hokkaido kann man würzige geröstete Knabber-Kürbiskerne herstellen. Das Rezept findet Ihr schon mal in meinem ersten 2013 - Post, aber ich werde es Euch nächstens noch schöner darstellen und mit Fotos ausschmücken.

Liebe Grüsse und lasst Euch den Herbst schmecken, Miuh

Mittwoch, 30. Oktober 2013

Kürbis - Vielfalt

Lange, sehr lange habe ich mir Zeit gelassen, bis ich dieses Jahr den ersten Kürbis gekauft habe... jetzt aber dafür richtig! :-)
So lange es irgendwie ging, habe ich behauptet, es sei Spätsommer und noch nicht Herbst! Nun ist es Morgens öfters Neblig, haben sich in den letzten Wochen die Blätter an den Bäumen endgültig gelb-rot-bunt gefärbt, und mit den stürmischen Winden vom Wochenende sind sogar schon viele Bäume (fast) kahl.

Am Wochenende waren wir im Zürcher Oberland unterwegs und haben auch beim Jucker - Hof in Seegräben, oberhalb dem Pfäffikersee halt gemacht. Aus einem einfachen Bauernhof an superschöner Lage wurde dort innerhalb einiger Jahre ein riesiger Event-Hof, spezialisiert auf Kürbisse, Verkauf sonstiger landwirtschaftlicher Produkte, sowie Gastronomie.

Wie jedes Jahr waren unter anderem riesige Skulpturen, gestaltet mit Kürbissen, zu bestaunen:

Dass die Kürbis - Auswahl noch so gross ist, hätte ich nicht gedacht! Es gab Kürbisse, so viele man nur wollte, schön sortiert und angeschrieben mit Namen, Eigenschaften, Empfehlungen, Rezepten...
Übrigens: viele waren ja dieses Jahr auf der Suche nach "Baby Boos"... (Warum eigentlich? Hübsch sind sie ja, aber gibt es da noch ein Geheimnis?) - Für alle, die in der Region wohnen: hier (oben rechts) gibt es noch jede Menge davon!

Ich habe mich für zwei "Hokkaido" / "Oranger Knirps" (unten rechts), sowie für einen grossen "Muscat" (oben rechts) entschieden. Beide sollen sich gut für Suppen eigenen (mmh!) und den Hokkaido muss man anscheinend gar nicht schälen, da die Schale beim Kochen weich wird. (Da hätte ich mir in der Vergangenheit auch einiges schnipseln ersparen können...) Beim Hokkaido weiss ich schon, dass man auch die Kerne gut verwenden und würzig rösten kann (Hier das Rezept) und auch beim Muscat werde ich das probieren.

Ganz günstig war der Spass nicht, man bezahlt eben per Kilo und die Kürbisse sind ganz schön schwer... dafür wird es dann bestimmt nicht zu wenig Suppe geben! (übrigens: im Supermarkt sind die Kürbisse teurer, habe ich unterdessen gesehen!)

Und weil ich natürlich nicht alle mitnehmen konnte... (so viele Farben, Formen, Varianten, Grössen - hier ist er also, der farbenfrohe Herbst!) habe ich fleissig fotografiert und mich ansonsten beherrscht :-)
Herbstliche Grüsse, Miuh


Donnerstag, 23. Mai 2013

Nach(t)-Frostgefahr

Was hier so schön nach romantischem Sommerabend aussieht, finde ich so langsam nicht mehr lustig. Die "beweglichen" Pflanzen habe ich nahe ans Haus geholt, denn für heute Nacht wurde Bodenfrost angesagt und morgen Nacht soll es noch kälter werden - vom angesagten (angedrohten!) Schnee mal ganz zu schweigen! Und hey, vor etwa einem Monat habe ich es schon einmal erwähnt: wir wohnen ganz und gar nicht in den Bergen!

Besonders schön sieht das ja nicht aus, aber ich habe mal versucht, die zarten Pflänzchen (Peperoni, Chilli, Zucchini, Gurken, Artischocken und Kürbis - Alles, was ich vor einer knappen Woche ins Freie gepflanzt hatte) so gut es geht zu schützen. Laternen habe ich auch noch bereit gestellt, die könnten dann wenigstens etwas Wärme verbreiten.

Hier drei (halb-)Fakten zum Thema Frost / Pflanzen schützen:

1. In Australien stehen Windräder / eine Art grosse Ventilatoren  in den Rebbergen. Wie uns erklärt wurde, ist vor allem die kalt zum Boden absinkende Luft gefährlich. Wirbelt man die Luft immer etwas durcheinander, wird es am Boden nie so eiskalt, dass die Pflanzen Schaden nehmen.
2. Angeblich kann man mit einem einfachen Grablicht-Kerzchen verhindern, dass in frostigen Nächten die Scheiben eines Autos gefrieren.
3. Eben wurde im TV gezeigt, dass auch Weinbauern in der Schweiz in solch kalten Nächten Kerzchen zwischen die Reben stellen, um ein Erfrieren der jungen Reb-Triebe zu verhindern.

Die Pflanzen mit einem Flies zu schützen (wer eins hat) ist aber wahrscheinlich immer noch das einfachste.

Drinnen zeigen die Pflanzen, die ich (zum Glück!) noch nicht nach draussen setzen konnte, wie es eigentlich sein könnte: Zucchini und Tomaten fangen an zu blühen!

Wir schaffen das! Und irgendwann kommt dann auch der Spätfrühling oder der Sommer!
Haltet Euch und Eure Pflanzen und Tiere warm! Liebe Grüsse, Miuh

Dienstag, 21. Mai 2013

Topfgarten

Da unser Garten nicht allzugross ist, versuchen wir immer, ein wenig zu tricksen :-)
Überall, wo es irgendwie geht und die Sonne schön warm scheint, stellen wir grössere und kleinere Töpfe hin, füllen sie mit Komposterde und pflanzen ab mitte Mai die kälteempfindlichen Pflanzen hinein (und hoffen, dass jetzt wirklich keine kalten Nächte mehr kommen!) Ich denke, Töpfe und Kistchen sind auch eine schöne Idee für alle Balkonbesitzer!
Heute war es so weit... die ersten Tomaten, Peperoncini, Peperoni, Artischocken, Gurken, Zucchini und Kürbisse durften nach draussen umziehen. In den Vitrinen am Südfenster war es auch so langsam etwas zu eng geworden! Der Kürbis hat ja schon ganz sehnsüchtig hinausgeschaut :-)
Die Gurkenpflanze klammerte sich sofort an die bereitgestellte Rankhilfe - wow! So eine kletternde Gurke würde ich gerne einmal im Zeitraffer filmen!
Nochmals etwa so viele Pflanzen möchte ich im Laufe der Woche nach draussen versetzen (je nach Wetter...) und den Rest der "Vitrinenbewohner" habe ich an meine Familie verschenkt.
Aus unserem Holzkistchen konnten wir den ersten Salat pflücken und geniessen. Zugegeben, für mehr als zwei Personen hätte es noch nicht gereicht, aber die "erste Ernte" ist doch immer wieder etwas spezielles! (gesät am 14.4. / zum ersten Mal am 18.5. genossen: Rucola und Pflücksalate)
Jetzt ist es überhaupt wieder so richtig grün und üppig im Garten. Wenn die Erdbeeren dann so zahlreich sind, wie jetzt die Blüten, freue ich mich sehr! Die Akeleien, die ich so mag, blühen endlich auch und unsere "Kleine" fand sehr viel spannendes zu schnuppern.
Als es dieses Jahr so spät im Frühling nochmals über 10cm schneite, habe ich für die Vögel einen "Energieblock" mit viel Fett und einigen Kernen hinausgehängt. Davon ist immer noch etwas übrig und von Zeit zu Zeit kommen noch Vögel vorbei und picken etwas daran herum... Heute ein gar nicht scheuer Kleiber und ein Specht (den ich aber nur noch durch die Scheibe fotografieren konnte...)
Liebe Grüsse und eine schöne Zeit, Miuh


Montag, 15. April 2013

Der perfekte Tag

Gestern Abend sagte ich: "heute war der perfekte Tag!". Tatsächlich... es war wunderschönes Wetter, sonnig, strahlend schön, warme, aber nicht zu heisse 23°C, die Vögel zwitscherten glücklich... und nicht zu vergessen: es war Wochenende!
Heute kann ich sagen: es war sogar ein perfektes langes Wochenende: der Samstag wechselhaft bis sonnig: perfekt, um einiges an Gartenarbeit zu erledigen (endlich!), der Sonntag (wie schon gesagt): perfekt... und dank einem lokalen Feiertag hatte ich auch heute Montag noch frei - nochmals bei schönstem Wetter. - Ein Riesenglück!

Am Samstag spazierten wir einer kleinen Schlucht entlang, die ich erst seit wenigen Wochen kenne, obwohl ich schon so lange hier wohne... hm, man müsste wirklich mehr zu Fuss gehen! Belohnt wurden wir mit traumhaften Ausschten:
 
Nachdem ich die Rosen schon letzte Woche (um etwa 2/3) geschnitten und ausgelichtet hatte:
 
...machte ich mich dieses Wochenende nochmals so richtig ans ansäen!
Hoffentlich spriesst auch hier nocht etwas aus der Erde (grühne und gelbe Zucchini, Gurken und Kürbis würde ich noch erwarten), so dass meine "Kinderstube" am Fenster komplett wird!
 
Auch draussen habe ich nochmals nachgesät. (Salate, Ringelblumen, Hornveilchen...) Die ersten Pflänzchen habe ich drinnen keimen lassen, weil das Wetter so eiskalt war - nun haben sie etwas gar lange Stiele bekommen...
Im Holzkistchen habe ich Nüsslisalat (Feldsalat), Schnittsalate und Rucola angesät. Ich hoffe, dass ich die Salätchen so immer schön an die Sonne stellen und falls nötig vor den Schnecken in Sicherheit bringen kann! Ob es klappt, probiere ich dieses Jahr zum ersten Mal - falls ja, wäre es bestimmt auch eine schöne Idee für Balkonbesitzer!
 
Der Rest des Wochenendes gehörte den Farben... also den Blumen! Endlich kam ich dazu, meine "Schätzchen" schön einzupflanzen:
Die meisten Blümchen hatte ich im Meier Garten-Center gekauft. Wie wohl bei fast allen Gärtnereien fand bei ihnen durch den langen Winter das Frühlingsgeschäft dieses Jahr praktisch nicht statt. Dass fast alles zum halben Preis verkauft wurde, war ja schön für mich. (und ich habe auch weit mehr gekauft als ich geplant hatte) Aber für all die Blumen, die nun kompostiert werden wenn sie nicht mehr verkauft werden können und für die Gärtner tut mir das sehr leid!
 
Auch in den Gartenbeeten gingen all die Pflanzen und Blüten auf, die in der Erde nur auf den Frühling und die Wärme gewartet hatten. Da wir den Garten noch nicht soo lange haben, ist es immer noch und immer wieder auch etwas eine Überraschung, was da alles blüht!
 
Eine so grosse Hummel habe ich noch nie gesehen... 3-4cm lang war sie bestimmt... ohne Gärtnerlatein! ;-)
 
Abends bot sich uns dann noch dieses (leider nicht ganz scharf eingefangene) Schattenspiel: Ein schöner Abschied vom Tageslicht, den ich nochmals genossen habe.
Liebe Grüsse und Euch auch viele perfekte Momente! Miuh
 
 
 





Dienstag, 1. Januar 2013

Nur noch ein kleiner, später Rückblick...

Eigentlich bin ich ja schon zu spät für einen Rückblick auf Weihnachten... aber versprochen ist versprochen! Und da ich unterdessen nur mit einer bösen Erkältung auf dem Sofa und im Bett herumliegen und andere Blogs lesen konnte, habe ich auch eine kleine Entschuldigung für die Verspätung :-)
 
 
Einen eigenen Baum und so richtige Weihnachtsdekoration hatten wir dieses Jahr nicht im Haus, da wir auch gar nie hier Weihnachten gefeiert haben. Einige Laternen und Kerzen für drinnen und grosse Tannäste vor der Tür mussten deshalb reichen.
 
Darum hier ein ganz kurzer Rückblick auf unsere Weihnachtsfeiern bei den Familien im Emmental und im Aargau...
 

 
 
 
 
Ein kleines "Geschenk" zum selbermachen habe ich hier wie versprochen auch noch:
 
Vor einiger Zeit haben wir eine (Hokkaido-) Kürbissuppe gekocht. Das weiche Innere mit den Kernen haben wir wie immer mit einem grossen Löffel herausgekratzt. Als ich all die schönen Kerne sah, wollte ich sie aber auf keinen Fall einfach auf den Kompost werfen und habe nach einer Verwertung gesucht:
 
 
Einige Kürbiskerne habe ich gleich schön gereinigt und zum trocknen gelegt. Diese möchte ich im Frühling pflanzen und schauen, ob sie erstens keimen, zweitens wachsen und drittens feine Hokkaidokürbisse geben.
(Achtung: wenn aus eigenen Kürbissen gepulte Kerne gepflanzt werden und die dann gewachsenen Kürbisse bitter schmecken, ist es eine giftige Kürbis-Zierkürbis-Mischung! ... nicht essen!)
Das einzige, was mir noch etwas Sorge macht, ist unser Mini-Gärtchen im Verhältnis zum grosszügigen Kürbispflanzenwachstum!
 
Also, zurück zum Thema:
 
Aus den restlichen Kürbiskernen habe ich mir eine kleine Knabberei "gebastelt"
 
- Kerne so gut wie möglich reinigen, dann über Nacht in Salzwasser (3-5 KL Salz pro Schüssel) einweichen
- am nächsten Morgen die Kerne weiter reinigen, alles Kürbisfleisch abreiben, Kerne abtrocknen.
- Kürbiskerne auf ein belegtes Backblech geben
- bestreuen mit etwas grobem Meersalz, Paprika, Chilliflocken (oder sonst etwas nach Geschmack!)
- für ca. 20 Minuten bei 200C in den Backofen schieben
 
Achtung: immer schön überwachen, nach ca. 10 Minuten wenden oder wenigstens etwas bewegen und immer im Auge behalten, falls nötig früher herausnehmen.
 
Anschliessend auskühlen lassen, die Kerne schälen und geniessen.
 
Was man nicht tun sollte: Unterdessen duschen gehen und wenn man in die Küche zurückkommt, die Kerne schon "knistern und poppen" (aufspringen) hören... Sie waren aber trotzdem gut! ;-)
 
Das Schälen ist wohl etwas aufwändig und mühsam... ich habe mich getröstet, dass man dafür nicht zu viel auf einmal isst! Mir hat es nämlich sehr gut geschmeckt.   ...    en Guete!