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Dienstag, 15. Februar 2022

Makro - Schönheiten im winterlichen Garten

In letzter Zeit habe ich mir wieder ein bisschen mehr Zeit fürs Fotografieren und besonders auch für die Makro-Fotografie genommen. Wie nur konnte ich dieses geliebte Hobby so vernachlässigen? 

Ach ja, eben... die fehlende Zeit: Irgendwie geht alles, was ich tue, sei es bloggen, fotografieren, arbeiten, aufräumen, lesen, spazieren, putzen, kochen, basteln, reisen, telefonieren... immer auf Kosten von etwas Anderem, das ich eigentlich auch gerne mache (oder machen sollte). So geht es wohl vielen, euch auch?

Am Fotografieren ist das Schöne: es begleitet mich oft auch mal nebenher, wo auch immer ich gerade bin, und macht immer wieder Freude! 

So sind in den letzten Tagen einige Makros entstanden: Fotos von kleinen, eigentlich unauffälligen Motiven im Garten, welche bei näherer Betrachtung ihre Schönheit  erst so richtig gezeigt haben.

Christrosen-Blüte

Sonnenblumenkern im Eis

Moos in Eis eingegefroren

älteres Schneckenhaus

Tauben-Federchen 

Flechten an totem Holz

Sind das nicht schöne, kleine Schätze? Auch wenn sie nüchtern betrachtet für andere Menschen nichts Besonderes sind, lassen gerade die kleinen und die ganz kleinen Dinge mein Herz oft hüpfen und mein Lächeln strahlen - Das ist für mich Glück.

Liebe Grüsse und einen schönen Tag Euch allen
Miuh

P.S. gerne zeige ich meine Makros auch beim Vorfrühlingsglück, beim Freutag, beim Naturdonnerstag und bei Close to the Ground

Sonntag, 3. September 2017

Spätsommer

Spätsommer... das ist so eine Bezeichnung, die ich jeweils so lange wie möglich vermeide. Solange wir einigermassen trocken und warm, Juli oder August haben, ist Sommer - basta!
Auch den Spruch "Das war nun wohl der letzte, richtig schöne, warme Sommertag für dieses Jahr" (von einigen gerne schon im Juni gebraucht), mag ich gar nicht. Ich liebe den Sommer und er erhält von mir ein open End :-)
Erst, wenn es wirklich nicht mehr zu leugnen ist, wenn die Herbstanemonen zu blühen beginnen, morgens viel Tau und vielleicht sogar ein leichter Dunst über der Landschaft liegt, die Tage kürzer und die Temperaturen merklich kühler werden, dann ist für mich Spätsommer:
Eine wunderschöne Zwischen-Jahreszeit, in der Wetter- und Wärmetechnisch nochmals alles möglich, aber eben nichts mehr selbstverständlich ist.

So sieht der Spätsommer für mich aus:
Erste Blätter der Perücken-Bäume fallen schön bunt verfärbt zu Boden...
Die Hortensie schickt eine letzte, frische (und dieses Jahr nach den verheerenden Spätfrösten im April zugleich die einzige) Hortensien-Blüte ans Licht...
Und auch hier lauert sie wieder, die Krabbenspinne...
Ringelblumen blühen noch immer leuchtend auf...
Rucola (Rauke) blüht - wenn man die Pflanzen denn lässt...
Die Akelei ist längst verblüht und die Samenstände stehen braun, aber noch immer dekorativ im Garten...
Auch die Samenstände der Malven stehen braun im Garten - und sind noch immer sehr beliebt bei den schön gemustert rot leuchtenden Feuerwanzen...
 
Im Vorgarten steht nicht das Gras so dicht, sondern bereits die neuen Triebe der Traubenhyazinthen, welche im nächsten Frühling blühen werden...
Die Sporen an den Unterseiten der Farnwedel (hier ein spannender, kurzer Artikel von Bioterrra über die Vermehrung von Farnen!) werden braun und reif...
Die Lampionfrüchte vom geschenkten Strauss (hier) habe ich abgeschnitten und lasse sie draussen - in der Hoffnung, dass sie von Kleinlebewesen abgeknabbert werden und mir nur die schönen Gerippe übrig bleiben...
Efeu-Blüten, welche im November nochmals richtig Nahrung für viele Insekten bieten werden, fangen an, zu wachsen...
Eine riesige, schöne Kreuzspinne hat die Chance genutzt und den von mir freigeschnittenen Weg über die Gartentreppe gleich mit einem grossen Netz belegt...
Und wie sieht euer Spätsommer aus? Bei "Bunt ist die Welt" findet ihr mehr zum Thema, beim MakroMonday, sowie Macro Monday 2 mehr Nahaufnahmen, beim Gartenglück mehr Gartenthemen und beim Natur-Donnerstag mehr Naturthemen.

Viele haben mich gebeten, weiter von meinen Rüebliraupen / Schwalbenschwanz-Schmetterlingen zu berichten. Es freut sich sehr, dass auch ihr euch so für die Tiere interessiert!
Die Raupen leben wieder im Aerarium sie fressen extrem viel (ich habe das Gefühl, mehr als ihre Vorgänger, aber das kann auch täuschen) und sie sind auch dementsprechend schnell und gross gewachsen. Vier Raupen haben sich unterdessen bereits verpuppt, zwei weitere sind bereit dazu und  die Übrigen sind noch munter am fressen.

Spannend finde ich, das die Raupen unterschiedliche Farben haben: einige haben ein richtig sattes leucht-grün, andere eher ein pastell-grün.
Liebe Spätsommer-Grüsse
Miuh

P.S. in meinem Geheimtippreisen-Blog erinnere ich mich heute an unsere Fahrt über die Harbour Bridge in Sydney. Vielleicht mögt ihr auch dort kurz hineinschauen?

Sonntag, 6. August 2017

Die Schwalbenschwanz-Schmetterlinge sind geschlüpft!

Schneller, als ich es erwartet hätte, sind die ersten Schwalbenschwanz-Schmetterlinge vor ca. 2 Wochen und der letzte Anfang vergangener Woche geschlüpft. Leider habe ich es nie geschafft, einem beim aus der Puppen-Hülle schlüpfen direkt zuzuschauen - das geht wohl sehr schnell!

Man sieht nämlich sehr wohl, wenn es nächstens - in wenigen Stunden oder gar Minuten - so weit ist:
Die Puppenhülle wird, egal, welche Farbe sie hat, leicht durchsichtig und man sieht schon die bunten Flügel des zukünftigen Schmetterlings durchscheinen. Einige der Puppen habe ich dann wirklich eng überwacht und fast minütlich "kontrolliert". Aber schwups, da fotografiert man kurz ein Blümchen - und bei der Rückkehr ist alles schon vorbei...
Ich hatte Glück und die meisten der total 14 Schmetterlinge sind an zwei meiner freien Wochenenden geschlüpft, so konnte ich wirklich viele etwas begleiten. Ein wunderschönes Erlebnis!

Weniger gut war, dass sich ewa die Hälfte der Schwalbenschwänze den Beginn bis Mitte einer Regenperiode als Schlüpf-Termin ausgesucht hatten. Sie mussten also einige Stunden bis Tage ausharren und auf eine etwas trockenere Zeit hoffen, um auszufliegen. Einer hatte besonderes Glück im Unglück, ich fand ihn Abends hilflos mit den Flügel schlagend auf dem Rasen im eben wieder einsetztenden Regen. Vorher hatte er wohl im trockenen gewartet - und war dann im falschen Moment los. Ich habe ihn wieder ins Aerarium gesetzt, wo er dann nochmals eine Nacht verbrachte.
Als Not-Nahrung habe ich während der Regenzeit Sommerflieder- und Pfefferminzblüten hingestellt. Dass ein Schmetterling daran trank, habe ich jedoch nie gesehen. Viel wichtiger war wohl, dass sie an einem geschützten, trockenen Ort ruhen (und so keine Energie verbrauchen) konnten. Zum Glück konnte ich auf  der Seite Schwalbenschwanz.ch viele praktische Tipps nachlesen, das hat mir in der Zeit sehr geholfen.

Die Schmetterlinge sind nach dem Schlüpfen noch sehr "zerknüllt" - kein Wunder, waren doch diese grossen, filigranen Tiere bis vor kurzem in einer kleinen Puppenhülle zusammengefaltet. Sie pumpen langsam das Blut in die Flügel, die sich dadurch immer mehr entfalten und glatter werden.

Wenn dieser Prozess abgeschlossen ist, lässt der Schmetterling einen kleinen Spritzer Flüssigkeit ab, welche zum Aufpumpen nicht mehr benötigt wurde. Er fängt manchmal schon etwas an zu flattern, ruht sich aber dann gerne nochmals aus.
Ich denke, man spürt, wenn ein Schwalbenschwanz bereit ist zum Fliegen. Er wird unruhig, fängt an, stärker zu flattern und sucht (falls im Aerarium) den Ausgang, das Licht. Nun kann man ihn ganz vorsichtig auf die Hand krabbeln lassen (krabbeln lassen, auf keinen Fall "nehmen", packen, anfassen...!) Auf der Hand wird der Schmetterling vielleicht noch etwas Sonne tanken, herumkrabbeln und schon bald losfliegen. Es ist erstaunlich, wie schnell und wie hoch sie gleich fliegen - Wunderschön!
Interessant war, dass mir in den ersten Tagen eigentlich nur männliche Tiere (mit dem spitzeren Hinterteil) geschlüpft sind. Immer wieder habe ich gehofft, dass es doch einmal ein weibliches (mit dem runderen Hinterteil) wird... Die letzten paar Schmetterlinge waren dann dafür alle weiblich. Ob wohl die Männchen schon bereit sein müssen, wenn die Weibchen ankommen?
Ja, das war's nun... Ich habe es gliebt, die Schwalbenschwanz-Schmetterlinge während ihrer Entwicklung zu begleiten und habe mich extrem gefreut, dass es so geklappt hat.

Zwei Dinge sind extrem wichtig, falls ihr auch einmal Rüebliraupen zu Schwalbenschwänzen heranziehen könnt: 1. Nehmt sie nie ins Haus, vor allem nicht die Wintergeneration, welche nun in den Spätsommer und Herbst hinein wächst. Wenn die Puppen keinen Frost spüren und zu warm haben, schlüpfen sie im Dezember - und können nur sterben. Und 2. Lasst die Schmetterlinge fliegen, versucht sie nicht zu "behalten" - lasst an den möglichen Flugtagen auch das Aerarium oder sonstige "Gehege" offen.

Vielleicht erinnert sich jemand noch an den "Mini" aus dem letzten Bericht? Er hatte schon die "erwachsene" Zeichnung, war jedoch kaum halb so gross wie die anderen Raupen, als ich ihn fand. Nun haben sich alle anderen verpuppt, als Puppe entwickelt und sind als Schmetterling geschlüpft. Nur der kleinste ist noch immer eine Raupe - unterdessen etwas grösser zwar, aber wohl noch immer zu klein zum verpuppen. Er heisst jetzt "Räupi", hat einen neuen Topf Petersilie erhalten, die er manchmal etwas anknabbert und meine Daumen sind fest gedrückt, dass er die normale Entwicklung auch noch schaffen wird, auch wenn bei ihm alles etwas langsamer geht. Go Räupi, go!
Nachtrag: leider ist Räupi einen Tag, nachdem ich diese Zeilen geschrieben habe, gestorben. Ich bin traurig, hat er es nicht geschafft - und da haben wir es wieder... sobald man sich um ein noch so kleines Tierchen kümmert, fühlt man mit. Das erinnert mich an das Kapitel vom Kleinen Prinzen, der den Fuchs gezähmt hat. Kennt ihr die Geschichte "Der kleine Prinz" ? Wenn nicht, lest sie unbedingt - ich finde, sie verändert das Leben zum Positiven.

Gerne zeige ich meine (erste) Begegnung mit den frisch geschlüpften Schmetterlingen bei "Bunt ist die Welt" , Die Nahaufnahmen beim Macro Monday 2, die Nähe zur Natur beim Natur-Donnerstag , mein Glück mit den Schwalbenschwanz-Schmetterlingen beim Sonntagsglück und meine Freude über das Schlüpfen der Schwalbenschwänze beim "Gartenglück".

Hier findet ihr nochmals die ganze Rüebliraupen - Schwalbenschwanz - Serie:

1. Juhu, Rüebliraupen am Dill!
2. Die Rüebliraupen wachsen
3. Verpuppung "meiner" Rüebliraupen
4. Die Schwalbenschwanz-Schmetterlinge sind geschlüpft!
5. Schwalbenschwanz - Schmetterlinge: Der Kreis schliesst sich... Neuer Nachwuchs!

Liebe Grüsse, Miuh

P.S. Eine kleine Überraschung, eine Zugabe zur ganzen Schwalbenschwanz-Entwicklung

sozusagen habe ich auch noch... aber dazu das nächste Mal.

Dienstag, 2. Mai 2017

Noch mehr Frühlings-Schnee?

Solche Bilder wollte ich nach letzter Woche eigentlich weder Euch noch mir nochmals zumuten... Doch nun sind sie hier:
Letztes Jahr hatte es am 27. April Morgens nochmals stark geschneit - und ich fand das damals ziemlich sensationell, auch wenn der Schnee dann nicht wirklich lange liegenblieb.
In der vorherigen Woche hatten wir hier tagelang Frost und sogar nochmals etwas Schneefall, doch dass gegen Ende der vergangenen Woche, am 28. April, nochmals so richtig Schnee gefallen - und liegen geblieben - ist, hat mich ziemlich aus dem Konzept gebracht. Schliesslich habe ich kurz danach Geburtstag und erinnere mich gerne, wie wir schon oft die ganze laue Nacht hindurch draussen vor einer Waldhütte gefeiert haben.

Ausserdem waren uns schon in den vorhergegangenen frostigen Nächten viele Pflanzen erfroren (hier mehr darüber) und ich fürchtete, dass ein erneuter Wintereinbruch auch nicht weiter hilfreich sein würde!
Wie gefällt Euch meine Kombination von Lavendel mit den pinken, violetten und weissen Tulpen? (haha)
Die ganze Blumenpracht versank wieder unter dem Schnee - oder knickte um...
 und auch die Vögel waren extrem froh um etwas Unterstützung.
Die Kombination von Schnee mit frischem, hellem grün (geschützt unter den Bäumen)  ist schon sehr speziell!
Abgebrochene Tulpenköpfe, die draussen noch fest verschlossen waren, wurden drinnen in der Wärme schnell zu grossen, leuchtenden Sternen...
... gerne zeige ich die Nahaufnahmen der  "Unglücks - Tulpen" auch beim "Makro Monday"!
Auch die einzige Akelei vor dem Haus ist unter dem Gewicht des nassen Schnees abgeknickt:
So habe ich sie halt abgeschnitten und ins Haus genommen. Vorher durfte sie jedoch noch draussen im Schnee inklusive der kleinen, türkis-klaren  Glas-Vase für den "Friday Flowerday" posieren - ein spezieller Anblick!
So, nun reicht es mit Winter - Im Mai wünsche ich mir puren Frühling und hoffe, dass auch einiges, was nun erfroren aussieht sich auf irgend eine Art wieder erholt!
Liebe Frühlingsgrüsse, Miuh