Der kleine (halbwüchsige) Igel, den der Tierarzt für uns aufgepäppelt hatte und uns danach zum Auswildern wieder übergeben hat (hier der Bericht dazu), ist uns sofort ans Herz gewachsen!
Via Überwachungskamera sahen wir, wie er in seinem Karton-Häuschen ein- und ausging, herumschnupperte und trippelnd auf Tour ging.
Doch eines Morgens kam er nicht mehr zurück. Vermutlich hatte er eine bessere Unterkunft, oder sogar seinen alten Unterschlupf wieder gefunden? Man sagt ja, Igel seien sehr reviertreu. Wir entsorgten das Kartonhäuschen und nahmen innerlich Abschied.
Doch wenige Tage später sah ich per Zufall früh Morgens Bewegungen in Nachbars Garten hinter dem Zaun. Schnell schaute ich nach und fand den Igel, wie er hektisch dem Zaun entlang hin- und herlief... Im Pijama und mit einem kleinen Schäufelchen bewaffnet ging ich in den Garten, grub angestrengt ein schmales Loch in die harte Erde unter dem Zaun und stellte etwas Katzenfutter hin. In solchen Momenten kümmert es mich zum Glück recht wenig, was die Nachbarn denken könnten ;-) Der Igel schlüpfte durch die Lücke, ein neues Häuschen wurde gebastelt und der Igel zog wieder bei uns ein...
Nochmals einige Tage später sah ich am Morgen einen überfahrenen Igel auf der Tiefgarageneinfahrt. Mist, kann man nicht einmal da aufpassen? Erst einige Sekunden später wurde mir bewusst: Sch....., "unser" Igel! Wieder kam kein Igel-Besuch mehr und wir waren sehr traurig. Warum nur habe ich sogar Wildtiere so schnell so gerne?
Doch nach einigen Tagen geschah das "Wunder": die Übewachungskamera registrierte eine Bewegung und filmte den Igel, wie er wieder ins Häuschen einzog. Wahrscheinlich war ein anderer Igel Strassenopfer geworden, was natürlich ebenso traurig ist!
Trotzdem freuten wir uns für "unseren" Igel, gaben ihm einen Klecks Futter und frisches Wasser und freuten uns immer, wenn er wieder in die "Videofalle" tappte.
Nun ist wieder seit einigen Tagen Funkstille... Aber ich vertraue darauf, dass der Igel einfach wieder auf etwas längerer Tour ist und bald zurückkommt.
Trotzdem zeigen die Erlebnisse mit dem Igel zwei der grössten Gefahren für die Tiere:
- Strassenverkehr
- Verbauen der Landschaft, undurchlässige Zäune, ausgeräumte Landschaften und Gärten ohne Nahrungsangebot...
dazu kommen noch:
- Rasenmäher, Mähroboter und andere elektrische Geräte
Bitte passt auf die stacheligen Freunde auf, fahrt vorsichtig, schaut vor dem mähen auch einmal unter den Büschen nach und lasst ihnen auch einige unaufgeräumte Ecken im Garten!
Bitte entschuldigt die schlecht Qualität der Fotos, es sind Standbilder der Überwachungskamera und Handyfotos... aber trotzdem süss, oder? Traude (Rostrose, hier zu finden) hat mich übrigens beim letzten Igel-Bericht (hier) in einem Kommentar darauf aufmerksam gemacht, dass sie nicht glaubt, dass Igel Nacktschnecken fressen... nach einigen Wochen beobachten fürchte ich, dass sie absolut Recht hat. Jänu... der Kleine ist trotzdem willkommen! Liebe Grüsse, Miuh
P.S. Falls Ihr Euch für alte Kirchen oder "Lost Places" interessiert, seid Ihr herzlich eingeladen, einmal auf meinem Zweitblog: geheimtippreisen.ch vorbeizuschauen: dort habe ich über die Kirche St Dunstan-in-the-East in London geschrieben.
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Montag, 29. August 2016
Dienstag, 26. Juli 2016
Viel Glück, kleiner Igel!
Vor eineinhalb Wochen fanden wir am Morgen in der Nähe des Hauses einen Igel am Wegrand, der mehr tot als lebendig war... Er lag auf der Seite, hielt die Augen geschlossen, war voller kriechender und hüpfender Parasiten und stank ziemlich. Gesunde Igel soll man natürlich in der Natur lassen, aber dieser hier sah aus, als bräuchte er Hilfe.
Zum Glück gibt es Igelstationen, die online, am Telefon und vor Ort Hilfe anbieten... in unserer Nähe zum Beispiel: Igelzentrum in Zürich oder Igelstation Russikon oder Igelstation Winterthur oder Igelstationen Ostschweiz ... alle mit sehr informativen Homepages! Diese Igelstationen werden normalerweise von engagierten Privatleuten betrieben und sind deshalb nicht rund um die Uhr erreichbar. Am Morgen früh kontaktierten wir darum den Tierarzt und durften den kleinen Patienten gleicht vorbeibringen.Ob er durchkommen würde, war leider nicht klar, er war (vielleicht durch den tagelangen Regen und das kalte Wetter) stark unterkühlt und hatte eine Lungenentzündung. Er war noch eher jung und klein, etwas unterernährt und voller Parasiten. Wir hofften das ganze Wochenende über und freuten uns sehr, dass er am Montag noch lebte!
Nach einer Woche Pflege mit Antibiotika und Extrafutter durften wir den kleinen Kerl heute wieder abholen. Da Igel sehr standorttreu sind, sollte man sie wenn möglich wieder etwa dort auswildern, wo man sie gefunden hat, was in diesem Fall nicht der Weg, aber unser Garten sein wird. Zudem ist unser Garten sehr igelfreundlich, mit viel Gebüsch, Laub, Schnecken und sonstigen Tierchen, etwas wild und ohne Chemie.
Das geschützt an der Hausmauer aufgestellte Karton-Häuschen, mit Plastikfolie etwas wasserfest gemacht und mit Holzwolle ausgepolstert ist nicht 100% ideal und auch nicht so hübsch wie die richtigen Igel-Häuser, aber es wird dem Igel eine bequeme, trockene und warme erste Unterkunft bieten. Er hat es auf jeden Fall wunderbar angenommen und sich nach kurzen Erkundungstouren wieder darin verkrochen.
Damit wir immer mal wieder bequem einen Blick darauf werfen können, haben wir eine kleine Überwachungskamera dazugestellt :-) Die Bildqualität ist nachts nicht ganz ideal, aber man sieht etwa, was läuft...
Nun wünschen wir dem kleinen ex-Patienten ein gutes, gesundes langes Leben und laden ihn natürlich herzlich zum Nacktschnecken-Schmaus in unserem Garten ein ;-)
Wenn Ihr Igeln etwas gutes tun wollt, räumt den Garten nicht komplett leer, stellt im heissen Sommer ein flaches Wasserschälchen hin, passt auf mit Rasenmähern und anderen Maschinen - und natürlich ebenso auf der Strasse!
Die Fotos sind übrigens alle heute entstanden... am Fundtag war daran nicht zu denken!
Liebe Grüsse, Miuh
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Dienstag, 4. Juni 2013
Freud und Leid im Garten
Das Wetter der vergangenen Wochen ist leider nicht spurlos an meinen mit viel Liebe aus Samen gezogenen und wochenlang gehegten und gepflegten Pflänzchen vorbeigegangen. Obwohl es hier keinen wirklichen Frost mehr gab, haben sie wohl alle das Auspflanzen ins Freie Ende Mai nicht überlebt, was mich ziemlich traurig macht.
So sah es zu besseren Zeiten aus...
und so sieht es heute aus...
Auch bei den Radieschen ist in den vergangenen 2.5 Monaten teilweise fast nur das Kraut gewachsen. (Eigenlich hätten es ja Riesenradieschen sein sollen...)
Noch hoffe ich auf die wenigen Pflanzen, die noch immer drinnen in den Vitrinen sind. Zucchini und Gurken haben bereits Blüten gebildet und eine Tomate hat sogar schon Minitomätchen dran! Diese Woche nehme ich wieder allen Mut zusammen und pflanze sie ins Freie. Auch die Tomaten, die schon draussen waren, haben das gut überstanden und im Garten habe ich eine kleine Kartoffelpflanze gefunden, gewachsen aus einer letztes Jahr vergessenen Kartoffel. So hoffe ich doch noch auf etwas Ernteerfolg dieses Jahr!
Auch sonst versuche ich, das Positive zu sehen... das viele Wasser hat einigen anderen Pflanzen auch gut getan.
Ups, was krabbelt denn da? Hoffentlich finden die kleinen Kreuzspinnen irgendwann die Blattläuse!
Sogar die Nacktschnecken sind noch brav und fressen momentan nur Katzenkot (mmh, fein!), welke Tulpenblätter und verblühte Wildpflanzen... weiter so! Eigentlich hätten die schleimigen Tierchen nämlich schon eine wichtige Aufgabe in der Natur, so als Entsorger und Gesundheitspolizei... manchmal sind sie einfach zu übereifrig!
Falls Ihr mal solchen Schönheiten hier begegnet, lasst sie bitte kriechen!! Es sind Tigerschnegel und sie fressen unter anderem Nacktschnecken und deren Gelege, abgestorbene Pflanzenteile und fast nie lebende Pflänzchen. Sie werden bis zu 15 oder sogar 20 cm lang und sind sehr auffällig gemustert. Ich finde die Tigerschnegel wunderschön und kenne sie erst seit zweieinhalb Jahren, seit ich den Garten hier habe... Diese drei habe ich heute im Kompost gefunden und mich sehr gefreut, wie immer wenn ich einen sehe. Falls sie Euch auch gefallen, lest doch mal den Wikipedia-Artikel - Tigerschnegel haben zum Beispiel ein sehr interessantes Paarungsverhalten! :-)
Liebe Grüsse und ich hoffe, Ihr erlebt auch mehr Gartenfreude als Gartenleid, Miuh
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