Wahnsinn, was sich in ein paar wenigen Tagen verändert im Frühling! Erst recht, da ich bis vor fünf Tagen nochmals im Oman - einem wunderschönen, aber ausser in den Oasen eher kargen Land - war, fiel all das Grün hier besonders auf.
Nachdem wir Sonntag morgens früh wieder zu Hause angekommen waren, konnte ich meine Augen kaum vom Garten lösen. Wie sehr die Tulpenblätter und andere Frühlingsblüher gewachsen waren! Sie bedeckten den bis vor Kurzem noch braunen Boden mit frischem Grün - und mittendrin leuchteten die Narzissen.
Eine Narzisse war leider abgeknickt. Ob die Schnecken daran gefressen hatten, oder eine Katze darüber gestolpert war? Ich schnitt den Stiel glatt ab und stellte die einzelne Blume in eine schlanke, hohe Glasflasche. Blümchen abzuschneiden bringe ich ja selten übers Herz und so gibt es bei mir fast nur nach "Unfällen" eigene Blumen in der Vase (hier mehr zu den Ups-sorry-Blumen).
Da Narzissen für Katzen giftig sind und unser Kater gerade so richtig in der Sturm-und-Drang und Alles-fress - Phase ist, steht die Glasflasche mit der einzelnen Blume nun draussen auf dem Gartentisch.
Heute Abend, als ich die Narzisse endlich fotografieren wollte, war die
Sonne schon untergegangen und das Licht sehr knapp... Weshalb die Blüte
dennoch so richtig leuchtet? Ich habe schliesslich den Blitz genutzt,
obwohl ich sonst kein Fan davon bin. Wie sich dadurch die gelbe Blume
vom eher unauffälligen Hintergrund abhebt, gefällt mir jedoch sehr!
Den Winter hindurch war es ja eher ruhig hier, auf dem Romantischeslandleben - Blog. Das wird sich nun wieder etwas ändern... ich bin aus meinem beinahe-Winterschlaf erwacht und gerade viel draussen im Garten und in der Welt anzutreffen. Für's Fotografieren ist auch schon viel mehr Licht vorhanden - beste Voraussetzungen also!
Nun wünsche ich euch allen weiterhin schöne Frühligstage und hoffe, man liest sich bald wieder!
Liebe Grüsse, Miuh
P.S. gerne zeige ich meine einzelne Narzissenblüte in der Glasflasche auch beim Friday-Flowerday. Und über den Frühling freue ich mich besonders - mehr Freude findet ihr beim Freutag.
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Donnerstag, 12. April 2018
Narzisse in der Glasflasche
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Freitag, 3. März 2017
Forsythien vom Garten in die Vase
Mit dem Garten haben wir einen Forsythienstrauch übernommen, den ich in den letzten Jahren schön verjüngt und auf eine gute Grösse zurückgeschnitten habe. Richtig (und genügend viel) zu schneiden musste ich erst lernen und wagen...
Dieser hoch in die Äste der Bäume ragende Zweig ist mir aufgefallen, er schien perfekt für die Vase... und schon innerhalb einer knappen Woche waren die Blüten offen. Die Kombination mit der leicht bläulichen Glasflasche ist wie so oft bei mir sehr simpel - und gerne zeige ich sie so auch beim Friday-Flowerday.
Da mir drinnen das Licht nicht so gefiel, durfte der Ast auch mit nach draussen kommen und so geben mir die Blüten einen Vorgeschmack, wie es hier in wenigen Wochen aussehen wird, wenn die Natur im Frühling so richtig erwacht und die Büsche überall in den Gärten gelb leuchten!
Es gibt noch einen Grund, weshalb ich die Forsythien mag: Sie sind mein natürlicher Indikator, wann es Zeit ist, die Rosen zu schneiden. Mit dieser Regel, die frei von fixen Daten ist, sondern sich an der Entwicklung der Natur orientiert, fühle ich mich gut beraten.
Dieser hoch in die Äste der Bäume ragende Zweig ist mir aufgefallen, er schien perfekt für die Vase... und schon innerhalb einer knappen Woche waren die Blüten offen. Die Kombination mit der leicht bläulichen Glasflasche ist wie so oft bei mir sehr simpel - und gerne zeige ich sie so auch beim Friday-Flowerday.
Da mir drinnen das Licht nicht so gefiel, durfte der Ast auch mit nach draussen kommen und so geben mir die Blüten einen Vorgeschmack, wie es hier in wenigen Wochen aussehen wird, wenn die Natur im Frühling so richtig erwacht und die Büsche überall in den Gärten gelb leuchten!
Es gibt noch einen Grund, weshalb ich die Forsythien mag: Sie sind mein natürlicher Indikator, wann es Zeit ist, die Rosen zu schneiden. Mit dieser Regel, die frei von fixen Daten ist, sondern sich an der Entwicklung der Natur orientiert, fühle ich mich gut beraten.
Ja, die Rosen haben teilweise schon ziemlich stark ausgetrieben, was mich etwas erstaunt, nach den vergangenen kalten Wochen! Doch ich werde mich beherrschen und noch warten, bis die Forsythien blühen.
Hui, hibbelt ihr auch schon so auf den Frühling?
Liebe Grüsse, Miuh
Samstag, 22. Oktober 2016
Goldener Herbst
Eigentlich sollte ich doch wissen, wie das funktioniert mit dem Herbst, mit den Jahreszeiten überhaupt... habe ich doch schon einige Jahre erlebt und gehöre zu den Leuten, die gerne hinausschauen und die Natur beobachten!
Trotzdem war ich etwas erstaunt, wie grün es im Oktober noch ist und wie viele Blumen nochmals Blüten hervorbringen: Rosen, Buschnelken, Hortenisien... Auch die Feldahorn - Bäume in unserem Garten waren letztes Wochenende noch fast ganz grün. Doch heute, nach einigen Tagen mit kälteren Temperaturen wurde es offensichtlich: innerhalb von nur einer Woche haben sich unsere Bäume komplett gelb - oder eben golden gefärbt:
Das obere Foto wurde am 15.10.2016 aufgenommen, das untere am 22.10.2016 - und in echt, wenn man den ganzen, gelb-golden leuchtenden Baum vor sich hat, sieht es noch viel extremer aus. Also nichts, wie hinaus in den Morgen, in die Natur!
Die Morgenstimmung gehört in unserem Garten nach wie vor zu meinen liebsten...
Je nach Blickwinkel ergeben sich immer wieder ganz andere Ansichten und Stimmungen...
Sogar unsere Stacheldraht - Deko hat sich mit Herbstblättern geschmückt - manches ergibt sich in der Natur einfach am schönesten, ohne dass man etwas dazu tun muss...
Nach einem kurzen Spaziergang in die nahen Felder und entlang der Nebelgrenze kehrte ich in den Garten zurück und nun war die Sonne ganz da und der Nebel praktisch verschwunden, so dass sich der Blaue Himmel zeigte - und der leuchtende Kontrast von den gelben Ahornblättern zum blauen Himmel, den ich so liebe.
Mit diesem Foto vom blauen Himmel mit dem gelben Ahornblatt - Kontrast möchte ich die Raumfee - in Heaven lieb grüssen und mich gleichzeitig verabschieden für heute...
Habt's schön und geniesst die goldene Herbstzeit, Miuh
Trotzdem war ich etwas erstaunt, wie grün es im Oktober noch ist und wie viele Blumen nochmals Blüten hervorbringen: Rosen, Buschnelken, Hortenisien... Auch die Feldahorn - Bäume in unserem Garten waren letztes Wochenende noch fast ganz grün. Doch heute, nach einigen Tagen mit kälteren Temperaturen wurde es offensichtlich: innerhalb von nur einer Woche haben sich unsere Bäume komplett gelb - oder eben golden gefärbt:
Das obere Foto wurde am 15.10.2016 aufgenommen, das untere am 22.10.2016 - und in echt, wenn man den ganzen, gelb-golden leuchtenden Baum vor sich hat, sieht es noch viel extremer aus. Also nichts, wie hinaus in den Morgen, in die Natur!
Die Morgenstimmung gehört in unserem Garten nach wie vor zu meinen liebsten...
Je nach Blickwinkel ergeben sich immer wieder ganz andere Ansichten und Stimmungen...
Nach einem kurzen Spaziergang in die nahen Felder und entlang der Nebelgrenze kehrte ich in den Garten zurück und nun war die Sonne ganz da und der Nebel praktisch verschwunden, so dass sich der Blaue Himmel zeigte - und der leuchtende Kontrast von den gelben Ahornblättern zum blauen Himmel, den ich so liebe.
Mit diesem Foto vom blauen Himmel mit dem gelben Ahornblatt - Kontrast möchte ich die Raumfee - in Heaven lieb grüssen und mich gleichzeitig verabschieden für heute...
Habt's schön und geniesst die goldene Herbstzeit, Miuh
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Samstag, 25. Juli 2015
Sommer - Stillleben...
Was sich nicht alles ergibt, wenn man die Schnitt-Abfälle vom Abendessen zusammen mit verblühten Blümchen in eine Schüssel wirft...
Die unabsichtliche "Komposition" hat mir heute Morgen beim Aufräumen so gut gefallen, dass ich sie unbedingt fotografieren musste, bevor alles definitiv im Kompost gelandet ist. Ich glaube, im "freuen über kleine Dinge" bin ich unterdessen ziemlich gut! :-) Ein typischer Fall für die Sonntagsfreude auch!
Beteiligt waren:
Rosen von hier: Stein-Rosen
Artischocken und Zitronen wie hier: Artischocken (altes, italienisches Rezept)
Liebe Grüsse und allen ein schönes Wochenende, Miuh
Die unabsichtliche "Komposition" hat mir heute Morgen beim Aufräumen so gut gefallen, dass ich sie unbedingt fotografieren musste, bevor alles definitiv im Kompost gelandet ist. Ich glaube, im "freuen über kleine Dinge" bin ich unterdessen ziemlich gut! :-) Ein typischer Fall für die Sonntagsfreude auch!
Beteiligt waren:
Rosen von hier: Stein-Rosen
Artischocken und Zitronen wie hier: Artischocken (altes, italienisches Rezept)
Liebe Grüsse und allen ein schönes Wochenende, Miuh
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Mittwoch, 26. November 2014
Jede Sekunde ein Blatt...
Der November war bisher recht mild und angenehm! Anfangs waren auch die Ahorn-Bäume im Garten noch voller gold-gelber Blätter, die wundertschön gegen den blauen Himmel leuchteten.
Man konnte gemütlich drinnen auf dem Sofa sitzen und zuschauen, wie ein Blatt nach dem anderen in Richtung Boden segelte. Im Schnitt jede Sekunde ein Blatt... Wenn ein Windstoss kam, gleich einige aufs Mal. Wie viele Blätter hängen eigentlich an so einem Baum, dass jede Sekunde eines fallen kann - über Tage oder sogar Wochen!?
Unterdessen ist die Zeit da, in der es während der Arbeitswoche ständig dunkel ist, wenn man zu Hause ist. So war ich ziemlich erstaunt, als ich am letzten Wochenende wieder Zeit hatte, ausführlich aus dem Fenster zu schauen: die Bäume waren nun praktisch kahl.
So sehen wir beim Blick aus dem Fenster durch die Äste hindurch nun auch wieder den Himmel. Wenigstens würden so nun keine Äste mehr abgedrückt, wenn es schneien würde. Andere Bäume, Sträucher und Stauden haben jedoch noch ziemlich viele Blätter... Hoffentlich würden auch sie einen Wintereinbruch überstehen!
So langsam fühle auch ich mich einigermassen bereit für den Winter und mir wurde dieses Jahr bewusst, wie schön, grün und sonnig der November (entgegen seinem oft schlechten Ruf...) noch sein kann.
Liebe Grüsse, Miuh
Man konnte gemütlich drinnen auf dem Sofa sitzen und zuschauen, wie ein Blatt nach dem anderen in Richtung Boden segelte. Im Schnitt jede Sekunde ein Blatt... Wenn ein Windstoss kam, gleich einige aufs Mal. Wie viele Blätter hängen eigentlich an so einem Baum, dass jede Sekunde eines fallen kann - über Tage oder sogar Wochen!?
Unterdessen ist die Zeit da, in der es während der Arbeitswoche ständig dunkel ist, wenn man zu Hause ist. So war ich ziemlich erstaunt, als ich am letzten Wochenende wieder Zeit hatte, ausführlich aus dem Fenster zu schauen: die Bäume waren nun praktisch kahl.
So sehen wir beim Blick aus dem Fenster durch die Äste hindurch nun auch wieder den Himmel. Wenigstens würden so nun keine Äste mehr abgedrückt, wenn es schneien würde. Andere Bäume, Sträucher und Stauden haben jedoch noch ziemlich viele Blätter... Hoffentlich würden auch sie einen Wintereinbruch überstehen!
So langsam fühle auch ich mich einigermassen bereit für den Winter und mir wurde dieses Jahr bewusst, wie schön, grün und sonnig der November (entgegen seinem oft schlechten Ruf...) noch sein kann.
Liebe Grüsse, Miuh
Sonntag, 2. März 2014
Nachtkerzen - zum essen! ...ein Versuch
Nachtkerzen mag ich im Sommer sehr! Abends entfalten sich die Knospen langsam, aber doch genügend schnell (innerhalb ca 1 Minute) um zuzuschauen, wenn man etwas Geduld hat... Ich liebe es, immer wieder bei diesem Wunder der Natur dabei zu sein und erinnere mich beim anschauen der Fotos gleich wieder an den wunderbaren Duft (und an die Mücken, die jeweils scharenweise versuchen, mich zu stechen wenn ich so schön andächtig still stehe, schaue und fotografiere).
Nun haben sich die zweijährigen Pflanzen aber ziemlich versamt und vermehrt und sind diesen Herbst sogar in unserer Badewanne im Garten - wo ich nächsten Sommer eigentlich wieder Zughetti (Zucchini) pflanzen möchte... - recht zahlreich gewachsen.
Einfach so ausreissen und wegwerfen mag ich nicht... und da ich gelesen hatte, dass man Nachtkerzenwurzeln im ersten Jahr zwischen Herbst und Frühling (bevor sie dann in die Höhe wachsen oder sogar blühen!) essen kann, war ich nun bereit für einen Versuch! Gemäss Wikipedia (hier, etwas weiter unten: "Verwendung als Nahrungsmittel") wird erklärt, dass man früher sogar sagte, dass "ein Pfund der Nachtkerzenwurzel so viel Kraft gebe wie ein Zentner Ochsenfleisch". Und Kraft kann ich immer brauchen :-)
So habe ich heute eine Wurzel aus der Erde gezogen und mit in die Küche genommen. Nach verschiedenen Quellen im Internet soll man sie etwa so behandeln wie Schwarzwurzeln. (Ups, auch die habe ich noch nie gegessen...)
Also: gut waschen und von der Erde reinigen, die Haut etwas abschaben und in Stückchen schneiden. Bald spürt man so auch den etwas schleimigen Saft der Pflanze. Da die Wurzel an der Luft anlaufen würde, soll man sie gleich in etwas Essigwasser einlegen.
Anschliessend habe ich die Stückchen kurz blanchiert (wäre nicht unbedingt nötig), gut abgetropft, abgetrocknet und dann in Butter angebraten.
Andere Rezepte empfehlen, die Wurzel in Bouillon oder Salzwasser zu kochen, oder roh z.B. gerieben zu Karrottensalat zu geben.
Serviert habe ich die Nachtkerzen-Wurzel nur mit etwas "Murray River Salt" bestreut. (Fleur de Sel oder fein gemahlenes Meersalz geht natürlich genau so gut!)
Der Geschmack ist für mich schwierig zu beschreiben... ziemlich mild, man sagt, ähnlich wie Schwarzwurzel... Auf jeden Fall schmeckt es ganz leicht erdig - wie z.B. Randen (rote Beete), aber ohne den charakteristischen, starken Geschmack. Was auch auffällt ist, dass die Zunge und der Hals davon leicht kratzig werden, wie zum Beispiel von etwas "rauhem" Olivenöl oder von Ananas. Ein anderes Mal würde ich deshalb die Nachtkerzen-Wurzeln wahrscheinlich mit einem anderen Gemüse kombinieren (z.B. als Ofengemüse...) und mit etwas Basilikum-Pesto oder einer anderen Sauce geniessen.
Erst ganz spät kam mir in den Sinn, dass ich ja im Buch "Meine wilde Pflanzenküche" von Meret Bissegger (AT Verlag) nachschauen könnte, ob / was über die Nachtkerzen-Wurzeln geschrieben wurde... zum Glück etwa das, wie ich die Wurzeln auch zubereitet hatte!
Anschliessend habe ich wieder einmal das ganze Buch durchgeblättert... es ist eine wunderbare Inspiration für mich, gerade jetzt im beginnenden Frühling. Nun gibt es so viele spriessende Kräuter und andere Wildpflanzen, die man sammeln und essen könnte.
Ich muss ja zugeben, das Meiste davon werde ich wohl nie zubereiten, weil ich momentan viele Pflanzen noch zu wenig kenne... und auch weil ich etwas heikel und ein kleiner "Schisshas" bin ;-)
Liebe Wildpflanzen-Grüsse, Miuh
Nun haben sich die zweijährigen Pflanzen aber ziemlich versamt und vermehrt und sind diesen Herbst sogar in unserer Badewanne im Garten - wo ich nächsten Sommer eigentlich wieder Zughetti (Zucchini) pflanzen möchte... - recht zahlreich gewachsen.
Einfach so ausreissen und wegwerfen mag ich nicht... und da ich gelesen hatte, dass man Nachtkerzenwurzeln im ersten Jahr zwischen Herbst und Frühling (bevor sie dann in die Höhe wachsen oder sogar blühen!) essen kann, war ich nun bereit für einen Versuch! Gemäss Wikipedia (hier, etwas weiter unten: "Verwendung als Nahrungsmittel") wird erklärt, dass man früher sogar sagte, dass "ein Pfund der Nachtkerzenwurzel so viel Kraft gebe wie ein Zentner Ochsenfleisch". Und Kraft kann ich immer brauchen :-)
So habe ich heute eine Wurzel aus der Erde gezogen und mit in die Küche genommen. Nach verschiedenen Quellen im Internet soll man sie etwa so behandeln wie Schwarzwurzeln. (Ups, auch die habe ich noch nie gegessen...)
Also: gut waschen und von der Erde reinigen, die Haut etwas abschaben und in Stückchen schneiden. Bald spürt man so auch den etwas schleimigen Saft der Pflanze. Da die Wurzel an der Luft anlaufen würde, soll man sie gleich in etwas Essigwasser einlegen.
Anschliessend habe ich die Stückchen kurz blanchiert (wäre nicht unbedingt nötig), gut abgetropft, abgetrocknet und dann in Butter angebraten.
Andere Rezepte empfehlen, die Wurzel in Bouillon oder Salzwasser zu kochen, oder roh z.B. gerieben zu Karrottensalat zu geben.
Serviert habe ich die Nachtkerzen-Wurzel nur mit etwas "Murray River Salt" bestreut. (Fleur de Sel oder fein gemahlenes Meersalz geht natürlich genau so gut!)
Der Geschmack ist für mich schwierig zu beschreiben... ziemlich mild, man sagt, ähnlich wie Schwarzwurzel... Auf jeden Fall schmeckt es ganz leicht erdig - wie z.B. Randen (rote Beete), aber ohne den charakteristischen, starken Geschmack. Was auch auffällt ist, dass die Zunge und der Hals davon leicht kratzig werden, wie zum Beispiel von etwas "rauhem" Olivenöl oder von Ananas. Ein anderes Mal würde ich deshalb die Nachtkerzen-Wurzeln wahrscheinlich mit einem anderen Gemüse kombinieren (z.B. als Ofengemüse...) und mit etwas Basilikum-Pesto oder einer anderen Sauce geniessen.
Erst ganz spät kam mir in den Sinn, dass ich ja im Buch "Meine wilde Pflanzenküche" von Meret Bissegger (AT Verlag) nachschauen könnte, ob / was über die Nachtkerzen-Wurzeln geschrieben wurde... zum Glück etwa das, wie ich die Wurzeln auch zubereitet hatte!
Anschliessend habe ich wieder einmal das ganze Buch durchgeblättert... es ist eine wunderbare Inspiration für mich, gerade jetzt im beginnenden Frühling. Nun gibt es so viele spriessende Kräuter und andere Wildpflanzen, die man sammeln und essen könnte.
Ich muss ja zugeben, das Meiste davon werde ich wohl nie zubereiten, weil ich momentan viele Pflanzen noch zu wenig kenne... und auch weil ich etwas heikel und ein kleiner "Schisshas" bin ;-)
Liebe Wildpflanzen-Grüsse, Miuh
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Gemüse,
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