Meine Artischocken-Pflanzen, die ich versucht habe zu überwintern, zeigen sich noch nicht oder haben im schlimmsten Fall den Winter gar nicht überlebt... In den Mittelmeerländern jedoch ist die Saison (normalerweise vom frühen Frühling an, bis in den Herbst hinein) schon in vollem Gange.
Wenn ich jeweils die schönen, frischen, grossen Artischocken im Laden sehe, juckt es mich immer in den Fingern und oft nehme ich 1-2 Stück pro Person mit nach Hause, wo wir sie nach einem alten Familienrezept zubereiten. Wenn ich mich richtig erinnere, haben es meine Eltern vor vielen Jahren von einem Italiener so gelernt. Im Gegensatz zu all den Rezepten, bei denen die Artischocken in Zitronenwasser gekocht werden, bleiben nach meiner Meinung hier der ganze Saft und die Aromen der Artischocke noch etwas mehr erhalten.
Zubereitung der Artischocken:
- 1-2 grosse Artischocken pro Person (zu zweit und mit viiiiel selbst gemachter Mayonnaise (Rezept hier) reichen uns jeweils 3 Stück gut)
Die Artischocken gut waschen und ausschütteln / abtropfen lassen. Mit einem scharfen Messer auf einer stabilen Unterlage den Stiel am Ansatz gerade abschneiden (für eine gute, kleine Standfläche) und das oberste 1/4 bis 1/3 ebenfalls abschneiden.
Die Artischocken nebeneinander in eine hohe Auflaufform stellen (Deckel muss vorhanden sein!)
- Aromat (gibt es unterdessen auch ohne Glutamat) oder alternativ Kräutersalz
- (schwarzer) Pfeffer aus der Mühle
zum würzen auf die obere Fläche streuen und...
- Saft einer Zitrone
- Ein Schlückchen Weisswein (oder auch zwei, drei je nach Geschmack...)
...über die Schnittfläche leeren. So werden auch die Gewürze richtig in die Artischocke hinein verteilt. Die Auflaufform unbedingt mit dem Deckel verschliessen und die Artischocken so im auf 200 - 220C vorgeheizten Ofen während ca. 20 - 30 Minuten dämpfen.
Wie essen?
Man zupft die einzelnen Blütenblätter von aussen her weg, tunkt den unteren Teil in etwas Mayonnaise und zieht mit den Zähnen das Weiche, essbare ab. Die äussersten Blätter kommen oft nicht so gut weg, je weiter innen, desto leichter geht es.
Von den innerne Blättern ist auch ein grösserer Teil essbar als von den äussersten. Ganz innen werden die Blättchen immer kleiner und feiner, oft kann man hier gleich mehrere zusammen ausreissen und den unteren Teil essen - aber Vorsicht, oft haben die innersten Blütenblätter fiese Stacheln!
Was zuinnerst aussieht wie Heu, kann man nicht essen. Aber wenn man es vorsichtig abschneidet, kommt man zum Herz der Artischocke (wir nennen es "Bödeli"), was viele Leute am liebsten mögen...
Wie esst Ihr die Artischocken am liebsten?
Weitere Rezepte und Ideen findet Ihr wie immer beim my monday mhhhhhh von den Noz! Glücksmomenten (hier)
Liebe Grüsse und "en Guete", Miuh
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Montag, 5. Mai 2014
Montag, 28. April 2014
Selbst gemachte Mayonnaise (Rezept)
Früher war ich ein richtiges Mayonnaise-Kind! Mayonnaise ging immer: auf Kartoffeln, Fischstäbchen, Eiern, Gemüse, in Dipps, zu Kroketten, oder zur Not auf dem Finger ;-) ... Tube um Tube verputzte ich so. Eigentlich hat sich daran nicht viel geändert, ausser dass es heute eher Gemüse-Stäbchen in Panade als Fischstäbchen sind.
Zu zwei Gelegenheiten gibt es aber bei uns seit eh und je selbst gemachte Mayonnaise! Zu frischen Spargeln (die haben ja jetzt gerade wieder Saison!) und zu Artischocken, die wir auf eine ganz spezielle Art zubereiten. (Rezept folgt!)
Zubereitung der selbst gemachten Mayonnaise:
- 2 frische, rohe Eier
- 1 EL milder Senf
... in einen hohen Messbecher geben und mit dem Stabmixer anfangen, luftig zu schlagen
- ca 3 dl Sonnenblumenöl (hier besser nicht das kaltgepresste, das hat einen zu starken Eigengeschmack)
... langsam in einem sehr feinen Strahl dazulaufen lassen, währenddessen immer weiter mixern. Die Mischung sollte anfangen, schön cremig dick zu werden.
- Aromat (gibt es auch Glutamatfrei) für die Schweizer und alle, die daran kommen oder alternativ Kräutersalz
- (schwarzer) Pfeffer aus der Mühle
- Dillspitzen getrocknet
- Paprika (mild oder rosenscharf)
- 1 TL Zucker
- 1-2 EL Weissweinessig
... würzen, alles gut durchmischen, falls nötig nochmals mit Gewürzen abschmecken oder mit etwas Öl aufmixen
Das Rezept ergibt ca. 1/2 Liter Mayonnaise, was immer nach schockierend viel aussieht :-) Wir sind jedoch ziemliche Saucen-Tiger und gehen - wenn schon, denn schon - recht grosszügig mit der selbst gemachten Mayonnaise um... Es ist jedoch kein Problem, das Rezept zu halbieren!
Variante 1: leichtere Mayonnaise: (übrigens auch ein Trick bei gekaufter Mayo!)
- 1.5 dl Sonnenblumenöl durch Crème Fraiche / Sauerrahm / Schmand ersetzen
Variante 2: Estragon-Mayonnaise: (das geht natürlich auch mit gekaufter Mayo!)
- getrocknete Dillspitzen durch 1-3 EL fein geschnittenen frischen Estragon ersetzen
- Saft von 1/2 - 1 Zitrone zugeben
Noch ein ernstes Wort zu den rohen Eiern... ich muss zwar sagen, dass ich nie Probleme damit hatte, aber vorsichtshalber bereite ich die Mayonnaise erst kurz vor dem Essen zu und stelle sie bei Wartezeiten immer in den Kühlschrank. Allfällige Reste brauche ich spätestens am nächsten Tag auf.
Weitere Rezept-Ideen findet Ihr wieder hier, beim My Monday Mhhhhhh von den Noz! Glücksmomenten, allen voran Katjas Ungarische Langos!
Liebe Grüsse und en Guete beim ausprobieren, Miuh
Zu zwei Gelegenheiten gibt es aber bei uns seit eh und je selbst gemachte Mayonnaise! Zu frischen Spargeln (die haben ja jetzt gerade wieder Saison!) und zu Artischocken, die wir auf eine ganz spezielle Art zubereiten. (Rezept folgt!)
Zubereitung der selbst gemachten Mayonnaise:
- 2 frische, rohe Eier
- 1 EL milder Senf
... in einen hohen Messbecher geben und mit dem Stabmixer anfangen, luftig zu schlagen
- ca 3 dl Sonnenblumenöl (hier besser nicht das kaltgepresste, das hat einen zu starken Eigengeschmack)
... langsam in einem sehr feinen Strahl dazulaufen lassen, währenddessen immer weiter mixern. Die Mischung sollte anfangen, schön cremig dick zu werden.
- Aromat (gibt es auch Glutamatfrei) für die Schweizer und alle, die daran kommen oder alternativ Kräutersalz
- (schwarzer) Pfeffer aus der Mühle
- Dillspitzen getrocknet
- Paprika (mild oder rosenscharf)
- 1 TL Zucker
- 1-2 EL Weissweinessig
... würzen, alles gut durchmischen, falls nötig nochmals mit Gewürzen abschmecken oder mit etwas Öl aufmixen
Das Rezept ergibt ca. 1/2 Liter Mayonnaise, was immer nach schockierend viel aussieht :-) Wir sind jedoch ziemliche Saucen-Tiger und gehen - wenn schon, denn schon - recht grosszügig mit der selbst gemachten Mayonnaise um... Es ist jedoch kein Problem, das Rezept zu halbieren!
Variante 1: leichtere Mayonnaise: (übrigens auch ein Trick bei gekaufter Mayo!)
- 1.5 dl Sonnenblumenöl durch Crème Fraiche / Sauerrahm / Schmand ersetzen
Variante 2: Estragon-Mayonnaise: (das geht natürlich auch mit gekaufter Mayo!)
- getrocknete Dillspitzen durch 1-3 EL fein geschnittenen frischen Estragon ersetzen
- Saft von 1/2 - 1 Zitrone zugeben
Noch ein ernstes Wort zu den rohen Eiern... ich muss zwar sagen, dass ich nie Probleme damit hatte, aber vorsichtshalber bereite ich die Mayonnaise erst kurz vor dem Essen zu und stelle sie bei Wartezeiten immer in den Kühlschrank. Allfällige Reste brauche ich spätestens am nächsten Tag auf.
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Liebe Grüsse und en Guete beim ausprobieren, Miuh
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