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Sonntag, 19. August 2018

Glückliche, entspannte Garten-Tage im August

Im August genoss ich nochmals gut zwei Wochen Ferien. Im Gegensatz zum Juni, als wir Süd- und Mittelschweden bereisten (HIER meine ersten Eindrücke, Tipps und Empfehlungen zu Schweden und HIER mein Besuch in Dalarna bei den Dala-Pferdchen) wollten wir dieses Mal daheim bleiben.


Ich liebe unseren kleinen, gemütlichen, naturnahen Garten und das Wetter im August war nicht nur heiss, sondern auch fast jeden Tag sonnig und schön, da musste ich wirklich nicht woanders hin :-)
Wie es schien, mögen auch die Vögel unseren Garten... sie finden sich jeden Tag zahlreich ein und ich mag es sehr, ihnen zuzuschauen.


Es gab auch viel zu giessen: Tomaten, Chillis, Zucchini, Gurken und Blumen waren durstig. Und nicht zuletzt gab es auch eigenes Gemüse zu ernten und zu geniessen. Noch sonnenwarme, aromatische Berner Rosen - Tomaten direkt auf den Teller - herrlich!


Rüebliraupen, Schmetterlingspuppen, sowie später Schwalbenschwanz-Schmetterlinge (HIER mehr dazu) leben weiterhin Generation nach Generation bei mir. Sie forderten ihre Nahrung, ein sauberes Gehege und nach dem Schlüpfen und fertig entfalten so schnell wie möglich die Freiheit!


Kleinere Arbeiten, welche teilweise schon längere Zeit liegen geblieben waren, konnten auch endlich erledigt werden. Ich habe die verblühten Rosen geschnitten...


... ups! Einmal mehr habe ich irrtümlich auch einen noch recht schönen Rosenzweig abgeschnitten. Wie immer in solchen Fällen kommen die Rosen in eine Vase und können uns so noch tagelang erfreuen.


Gerade für einzelne Zweige oder Blüten mag ich kleinere oder grössere Glasflaschen. Wenn mir jeweils eine schöne in die Finger kommt, wasche ich sie gut aus und nehme sie mit in meine Vasen-Sammlung auf.


Es blieb aber auch genügend Zeit für Musse und das Blättern in den mitgebrachten Schwedischen Zeitschriften. So konnte ich auch noch etwas länger in Schwedischen Häuschen, Landschaften und Dekorations-Ideen schwelgen.


Erinnert ihr euch noch an die Geranien, welche ich Anfang Mai gepflanzt und euch Anfang Juni (hier) gezeigt hatte? Sie haben sich wunderbar entwickelt und hängen mittlerweile noch tiefer als auf dem Foto unten bis übers Fenster hinab. Wir bekommen dafür ständig Komplimente von unseren Nachbarn und von Besuchern...


Etwas Sorge haben uns die Geranien dennoch gemacht: Sie sind so schön und üppig gewachsen, dass sie seit Juni drei mal vornübergekippt und über 2.5 Meter in die Tiefe auf den kleinen Sitzplatz gefallen sind, zum Teil auf die darunter stehenden Chilli- und Tomatenpflanzen... Zum Glück ist nie etwas schlimmeres passiert und wir konnten die leicht lädierten Geranien jeweils wieder einpflanzen. Nun haben wir endlich aus den Erfahrungen gelernt und Stützen montiert, so dass die Geranien sicher oben bleiben.

Und so sieht unterdessen der Blick aus unserer Küche, eingerahmt von Geranien-Blüten aus:


An einigen Stellen wächst sogar das Grün-Blumige von oben mit dem Grün-Tomatigen von unten zusammen. Natürlich nehmen die Pflanzen etwas Helligkeit weg, aber hier auf der Südseite haben wir noch immer genügend Licht. Das Dschungel-Artige gefällt mir auf jeden Fall gut - und ich geniesse diesen Ausblick sehr.


Während der Ferien sind wir natürlich nicht immer nur zu Hause und im Garten gesessen. Ich hatte mir vorgenommen, Tagesausflüge in der Schweiz zu unternehmen...


Unser Land ist so schön und es gibt so Vieles, was ich als Schweizerin selbst noch nicht kenne und noch nicht entdeckt habe.

Unter Anderem haben wir folgendes gesehen:
- Wandern im schönen Murgtal
- Viamala Rheinschlucht - eine willkommene Abkühlung im heissen Sommer
- Das Ballenberg Freilichtmuseum mit vielen schönen, alten Häusern
- Den Lauerzersee, einmal nicht nur von der Autobahn aus
- Den Eichhörnchenweg in Arosa auch einmal im Sommer

Schade, dass die Ferien nun vorbei sind! Ich hätte noch so viele Ideen und Vorhaben gehabt, sowohl für den Garten, als auch für Ausflüge.
Kennt ihr das auch, wenn die schöne Zeit nur so vorbeifliegt und am Schluss noch so viel mehr zu tun wäre...?

Liebe Grüsse, Miuh

P.S. gerne zeige ich die glücklichen, entspannten Gartentage im August auch beim Friday Flowerday, beim Freutag und beim Gartenglück.

Donnerstag, 26. März 2015

Höchste Zeit, anzusäen!

Mitte März ist es für mich Zeit, Tomaten anzusäen. Peperoni / Paprika und Chilli / Peperoncini könnte man sogar schon früher aussäen. Die Vitrine (dieses Jahr habe ich auf eine reduziert, damit nicht die ganzen Küchenfenster vollgestellt sind wie letztes und vorletztes Jahr - hier findet ihr Bilder von damals)
So habe ich alles in der Küche bereitgestellt und losgelegt...
Viele der Sämchen habe ich selbst gewonnen von Blumen, die im Garten gewachsen waren, von reifem Gemüse aus den Vorjahren, oder sogar von gekauftem Bio-Gemüse. Aber ich habe auch sehr viel verschiedenes gekauftes Saatgut... da fällt es mir oft schwer, mich zurückzuhalten!
Leider ist der Platz an unserem Küchenfenster wie auch in unserem Garten sehr begrenzt. Von vielen Sorten habe ich deshalb nur gerade ein Sämchen in die Erde gelegt. Normalerweise wachsen sie ja doch alle... und so erhalten hoffentlich alle genügend Platz zum weiterwachsen.
Nun sind schon viele Basilikum-Pflänzchen, fast alle Tomaten und eine Peperoncini gekeimt und die Vitrine am Fenster ist bereits gut gefüllt. Mitte April sollten dann noch Zughetti / Zucchini, verschiedene Gurken und einige weitere Blumen dazukommen.
Es ist ein super Gefühl, jeden Tag nach den kleinen Pflänzchen zu sehen und sie fast schon beim wachsen zu beobachten! So wird einem auch immer wieder bewusst, dass es Frühling wird, auch an einem kühlen, verregneten Tag wie heute...
Frühlingshafte Grüsse, Miuh




Dienstag, 26. August 2014

Sardinien - Schweiz

Hallo zurück... wir sind retour aus unseren Ferien auf der Insel Sardinien und haben viele Fotos, spannende Eindrücke, schöne Erinnerungen und auch einige typisch Sardische / Italienische Produkte mit nach Hause gebracht. Bestimmt werde ich noch einiges davon berichten und jede Menge Bilder zeigen...
Als ersten, kleinen Vorgeschmack werde ich Euch kurz erzählen, weshalb es mir auf Sardinien so gut gefallen hat und weshalb ich aber auch gerne wieder zu Hause, zurück in der Schweiz bin.

10* Sardinien war super, weil...

1. Sommer, Sonne, Sonnenschein und ständig draussen unterwegs sein! Auch wenn es in der Schweiz immer wieder sonnige Tage gab, konnte sich seit dem Juni kein konstantes Sommerwetter mehr durchsetzen. Die Zeit an der Wärme haben wir deshalb sehr genossen!

2. Wunderschöne Strände mit feinem, hellem Sand und klarem, türkisblau schimmerndem Wasser (leider im August meistens ziemlich dicht bevölkert). Es gibt aber auch Strände mit eher wildem, welligem Meer zum Wellenreiten, Strände zwischen Fels-Abhängen oder solche, die etwas schwerer zugänglich (und deshalb ruhiger) sind.


3. Bio-Gemüse und -Früchte vom Verkäufer im Dorf, der auf Wunsch auch seinen Garten hinter dem Verkaufs-Stand gezeigt hat. Wir haben also viel Frisches und Gesundes genossen.

4. Freundliche, hilfsbereite Menschen! Der Nachbar, der uns Feigen geschenkt hat, oder der Gemüse-Verkäufer (3.) der uns zusätzlich Erdbeeren, Feigen und Kräuter mitgegeben hat, der Mann an der Brot-Theke im SISA, der einen am zweiten Tag erkannt hat, all die Leute, die uns bei einer Auto-Panne unterstützt haben (übrigens: "ein Platten" =  "Gomma a terra" und "Ventil kaputt" = "Valvola rotta" haben wir nebenbei auch noch gelernt...) und viele mehr haben ein gutes Gefühl für die Sarden hinterlassen!

5. Unterdessen gibt es auf Sardinien Abfalltrennung - nach einem ausgeklügelten System werden Plastik/Pet, kompostierbares, Karton/Papier, Glas, Alu oder Restmüll abgeholt und hoffentlich auch entsorgt oder recycelt. Ich war echt postitiv überrascht!


6. Viele Brachflächen, auf denen die Natur sich noch frei entfalten und ausbreiten kann mit einer Vielfalt an Sträuchern, Blumen, Gräsern sind bestimmt ein Paradies für Vögel und viele andere Tiere.

7. Spannendes Hinterland: Nicht nur die Strände Sardiniens sind schön, auch im Landesinneren gibt es viel zu entdecken! Verschiedene Seen, Thermen mit einer siedend heissen Quelle, Korkeichen, Städte, abwechslungsreiche Landschaften... sogar Skifahren soll im Winter möglich sein.

8. Lokale, Sardische Produkte werden recht vielfältig auch im "normalen", kleinen SISA - Laden angeboten: Pecorino Sardo (Schafsmilch-Käse), Honig, Butter, Gnocchetti Sardi (spezielle Teigwaren), Bier, Wein, Olivenöl,...

9. Schöne Architektur, zurückhaltende Bebauung! Die Bauvorschriften auf Sardinien sind sehr streng, insbesondere in Küstennähe und im Norden an der Costa Smeralda. Auf eine schöne, in die Natur eingepasste Architektur (oft mit lokalen Naturmaterialien) und nicht mehr als 2- oder 3- Stöckige Bauten wird meistens geachtet und viele Bau-Projekte werden gar nicht bewilligt.


10. Gutes Essen - Nicht immer überall am Mittelmeer einfach zu finden für mich als Vegetarier, aber ich hatte keinerlei Skrupel, 5-6 mal in der Woche 1-2 mal pro Tag Pizza zu essen... und jede war ein Genuss!


10* Auch in der Schweiz ist es wieder schön, weil:

1. Unsere liebe Katze haben wir sehr vermisst und so wie sie sich verhalten hat, wurden auch wir vermisst!

2. Unser Häuschen hinterlasse ich  gerne schön geputzt und das Zurückkehren in die Räume mit den grossen Fenstern, in die eigene Küche mit den vielen feinen Gewürzen und ins Bad mit den frisch gewaschenen Badetüchern ist immer wieder sooo schön.

3. Gutes Trinkwasser ab dem Wasserhahn... wie ich das jedes Mal wieder schätze! Man muss sich nicht um genügend Wasserflaschen kümmern, es ist einfach da. Auch Duschen oder Zähneputzen mit dem frischen, nicht gechloorten Wasser ist wieder wunderbar.

4. Familie, Freunde, Nachbarn, Kollegen... viele waren über den Sommer auch in den Ferien und man hat sich deshalb teilweise länger nicht gesehen.

5. Grüne Wiesen und Landschaften: So grün, wie das Gras und überhaupt alle Pflanzen hier in der Schweiz sind, habe ich es noch selten irgendwo gesehen (ausser vielleicht in Cornwall?) und das leuchtende Grün fällt mir jedesmal wieder auf, sobald wir über die Berge in Richtung Nordschweiz fahren.




6. "Meine" Produkte! In der Ferne lokale Esswaren einkaufen und ausprobieren - gerne... aber sobald ich wieder zu Hause bin (manchmal schon an der ersten Autobahnraststätte in der Schweiz) zieht es mich zu einigen heiss geliebten Produkten hin, die es so nur hier gibt: Zweifel Chips, Schweizer Schokolade, Chirat Cornichon Extra-Gürkli und der Kressi-Kräuteressig zum Beispiel!


7. Der eigene Garten... hier etwas zupfen, dort etwas schneiden, schauen, wie sehr alles gewachsen ist, Gurken und Zucchini ernten, Basilikum pflücken, giessen und gleich noch einige Fotos machen: super!

8. Meine Blogs - In den Ferien habe ich sie nicht direkt vermisst, aber ich mag einfach nichts verpassen - also habe ich nun eineinhalb Tage damit verbracht, alle Beiträge meiner momentan knapp 120 verfolgten Blogs der letzten zehn Tage nachzulesen...

 9. Saubere Natur! Es ist zwar unterdessen auf Sardinien / in Italien etwas besser als auch schon, aber da bleibt noch viel zu tun! In der Schweiz liegt kaum je Abfall am Strassenrand oder am Seeufer, wilde Abfallhalden sieht man nicht - auch das fällt mir erst jetzt wieder so richtig auf.

10. WiFi - Oder überhaupt fast ständiger Internet-Anschluss. Auch da konnte ich in den Ferien meistens verzichten, aber ich bin ein News-Junkie und möchte immer über alles informiert sein, klicke ständig durch alle Nachrichtenportale, Facebook, Wettervorhersagen...

Ups... habe ich kurz gesagt? Ich hoffe, es war wenigstens kurzweilig ;-)
Sonnige Grüsse, Miuh


Mittwoch, 16. April 2014

Gemüse-Lieferung direkt vom Bauernhof

Seit drei Wochen erhalten wir jeden Dienstag eine Gemüse-Lieferung direkt vom Bauernhof. (Bruederhof.ch) Damit haben wir einerseits angefangen, um das Engagement einer Nachbarin zu unterstützen, die ihren Hauseingang als Depotstandort zur Verfügung stellt und andernseits, weil wir uns sowieso vorgenommen hatten, etwas gesünder zu essen... 5 am Tag  und so...
Geliefert wird jeweils ein bunter, saisonaler Mix. So bekommen wir meistens auch Gemüse-Sorten, die wir selbst nicht gekauft hätten und müssen uns dann überlegen, was wir daraus zubereiten sollen. Bisher habe ich also zum Beispiel (Internet sei Dank!) gelernt, wie man frischen Spinat richtig behandelt und einfriert.
Ein anderes Gemüse, das mir beim ersten Mal etwas Kopfzerbrechen bereitet hat, waren die Kohlrabi... puh, wie gross so eine kleine Knolle wirken kann, wenn man sie nicht sooo sehr mag!
Nachdem ich aber ein wunderbares Kohlrabi-Creme-Suppen-Rezept gefunden und ausprobiert hatte, habe ich richtig darauf gehofft, dass in der nächsten Lieferung wieder welche dabei sind... und gestern war es so weit! Das Rezept für die Suppe kann ich also hoffentlich nächstens hier zeigen.
Wäre so ein Gemüse-Abo auch etwas für Euch? (via Google findet man diverse Anbieter!) Oder bezieht Ihr sowieso schon einiges direkt vom Bauernhof oder produziert sogar selbst?

Liebe Grüsse, Miuh



Mittwoch, 2. April 2014

Alles wächst und gedeiht!

Draussen blüht es rundherum wunderbar, der Frühling zeigt sich wieder einmal von der vielfältigsten, farbigsten Seite und dazu noch fast immer bei strahlendem Wetter. Auch wenn ich nun doch schon einige Frühjahre erlebt habe, immer viele Fotos mache und gerne die Natur beobachte, überrascht mich die blühende Vielfalt jedes Jahr immer wieder von Neuem! 
In unserer Wiese blühen momentan vor allem rosa und helgelbe Schlüsselblumen, ihre Verwandten, die Primeln, sowie Gänseblümchen.

Auch wilde, blassblaue Veilchen blühen dieses Jahr üppig rund um's Haus. Ich gebe mir immer Mühe, die Pflänzchen auch über's Jahr, wenn sie sehr unauffällig nach "nur grünes Kraut" aussehen, zu schonen. Wenn sie neben den Beeten und Kübeln wachsen, muss ich sie manchmal auch gegenüber Mann, Familie und Nachbarn verteidigen, aber jetzt freue ich mich über jedes einzelne! :-)

Die etwas grösseren Verwandten, die Hornveilchen, lasse ich auch sehr gerne versamen. Am letzten Wochenende habe ich sie dann von all den Orten, wo sie von selbst gewachsen sind, in Töpfe umgepflanzt. Die verschiedenen "Gesichtchen" mit all den Farben und Schattierungen liebe ich sehr!

Die Ringelblumen (links), die ich erst vor einer Woche (als es draussen noch schneite) angesät hatte, sind sehr schnell gekeimt und durften schon nach draussen umziehen.
Rechts oben in der Kiste vor dem Haus ist noch nicht viel zu sehen... Nachdem die Veilchen hier ausgegraben waren, habe ich nun Radiesli und Rüebli (Karrotten) angesät. Hoffentlich kommt da mehr als im letzten Jahr (hier)!
Rechts unten zeigt sich schon so richtig üppig der Bärlauch... auch in der freien Natur gäbe es also im Moment allerlei Essbares zu finden!

Hier noch ein Pflanzen-Fortschritt... Mein Salat-Mix (mit Babyleaf-Schnittsalat, Rucola, Koriander, Schnittlauch und Nüsslisalat - hier erwähnt - hat schon in der ersten Woche so richtig angefangen zu wachsen und ist ebenfalls bereits nach draussen gezogen:
Auch die meisten anderen Kräuter, Gemüse und Blumen, die ich am letzten Sonntag (hier) und schon anfangs März gesät habe, sind aufgegangen und wachsen noch drinnen, schön geschützt in den Vitrinen am Südfenster.

Zieht Ihr Eure Pflänzchen auch selbst? Und freut Ihr Euch gerade auch so über all die Frühlingsboten draussen? Liebe Grüsse, Miuh





Mittwoch, 19. März 2014

Meine 10 Trends der Giardina 2014




1. Wasser im Garten: Als kleiner Pool, Whirlpool, (Seerosen-)Teich, Brunnen oder Wasserbecken... Die präsentierten Möglichkeiten waren so vielfältig, dass es für jeden Geschmack etwas zu sehen gab.

2. Kräuter: Vor allem Lavendel, Rosmarin und Thymian wurden oft als Bodendecker, Begrünung zwischen Trittsteinen, Unterpflanzung von Bäumen oder Sträuchern in Kübeln und als Beipflanzung oder Lückenfüller zwischen Gemüse verwendet.

3. Schön gedeckte Gartentische: Grosse Holz- oder Stein- Tische, die mit Blumen, Kerzenständern und anderen Deko-Gegenständen geschmückt und üppig gedeckt wurden, wecken die Sehnsucht nach fröhlichen Parties in lauen Sommernächten!

4. Bunt gemischte, einheimische Blumen: Grössere Flächen oder auch kleinere Kisten wurden öfters mit schön bunten und natürlich gemischten lokalen Blumen bepflanzt, anstatt mit uniformen und exotischen Pflanzen oder Rasen.

5. Vielfalt: Pro Specie Rara und Bioterra zeigten an ihrem Stand die Schweizer Apfel-Vielfalt an 40 Beispielen. Ausserdem stand da ein schöner, alter Apothekerschrank mit Saatgut für die verschiedensten Gemüse, Kräuter, Zierpflanzen, Beeren und Obsorten als Symbol für eine "(Sorten-)Schatztruhe".

6. Eigenanbau auf kleinstem Raum: In Kübeln, Holz-Bottichen oder mit Erde gefüllten Säcken waren bei Pro Specie Rara und Bioterra die vielfältigsten Gemüse und Kräuter auf engem Raum zusammengepflanzt worden und sahen super aus! Andere Anbieter zeigten Wasserrohr-Systeme an Wänden, die mit Töpfchen bestückt werden konnten, Hochbeete oder Gemüse in Balkonkistchen.

7. Gartenzimmer: Ein Teil des Gartens wird eingerichtet wie ein gemütliches, luftiges (Sommer-)Wohnzimmer: Loungesessel und Sofas, (teilweise wasserfeste) Kissen, Garten-Küchen, stimmungsvolle Lampen und Laternen z.B. im arabischen Stil, viele Kerzen, eine Badewanne, Dekorierte Etageren, Sonnensegel... alles geht!

8. Maurice Maggi: Stichworte: *Urban Gardening * Koch * Guerilla-Gärtner. DieGeschichte, wie er ab den 80er Jahren anfing, die Stadt Zürich mit Malven(Stockrosen) schöner und bunter zu machen, kann man HIER nachlesen. (beeindruckend: klickt doch einmal auf die Zürich-Karte am Ende des Berichts!) Dass er an der Giardina sein neues Kochbuch "essbare Stadt" vorgestelt hat, freut mich sehr!

9. Recycling: Sitzbänke, Tische, Kommoden oder vertikale Pflanz-Gelegenheiten aus alten Paletten und Paletten-Rahmen, Weingestelle aus Teilen riesiger, alter Weinfässer oder Pflanzen in alten Bottichen, halben Fässern und Säcken waren ebenso zu sehen wie liebevoll restaurierte alte Brunnen. Tannenzapfen oder Rindenstücke wurden als Einfassung von Töpfen verwendet und zerkleinerte Mandelkern-Schalen als Material für Gehwege.

10. Träumen von Blumen, Blumen, Blumen: Was für die meisten wohl nicht im Budget für eine Hochzeit oder ein anderes Fest liegen würde, konnten hier alle Besucher bestaunen, bewundern, fotografieren und geniessen: Ein opulent mit roten Blumen dekorierter Raum regte gegen Ende der Ausstellung nochmals so richtig zum träumen an!

Nun hoffe ich, dass ich auch Euch etwas inspirieren konnte mit den Fotos und wünsche Euch viel Frühlingsgenuss und Vorfreude auf den Sommer... Liebe Grüsse, Miuh

https://geheimtippreisen.blogspot.ch/


Sonntag, 2. März 2014

Nachtkerzen - zum essen! ...ein Versuch

Nachtkerzen mag ich im Sommer sehr! Abends entfalten sich die Knospen langsam, aber doch genügend schnell (innerhalb ca 1 Minute) um zuzuschauen, wenn man etwas Geduld hat... Ich liebe es, immer wieder bei diesem Wunder der Natur dabei zu sein und erinnere mich beim anschauen der Fotos gleich wieder an den wunderbaren Duft (und an die Mücken, die jeweils scharenweise versuchen, mich zu stechen wenn ich so schön andächtig still stehe, schaue und fotografiere).

Nun haben sich die zweijährigen Pflanzen aber ziemlich versamt und vermehrt und sind diesen Herbst sogar in unserer Badewanne im Garten - wo ich nächsten Sommer eigentlich wieder Zughetti (Zucchini) pflanzen möchte... - recht zahlreich gewachsen.

Einfach so ausreissen und wegwerfen mag ich nicht... und da ich gelesen hatte, dass man Nachtkerzenwurzeln im ersten Jahr zwischen Herbst und Frühling (bevor sie dann in die Höhe wachsen oder sogar blühen!) essen kann, war ich nun bereit für einen Versuch! Gemäss Wikipedia (hier, etwas weiter unten: "Verwendung als Nahrungsmittel") wird erklärt, dass man früher sogar sagte, dass "ein Pfund der Nachtkerzenwurzel so viel Kraft gebe wie ein Zentner Ochsenfleisch". Und Kraft kann ich immer brauchen :-)
So habe ich heute eine Wurzel aus der Erde gezogen und mit in die Küche genommen. Nach verschiedenen Quellen im Internet soll man sie etwa so behandeln wie Schwarzwurzeln. (Ups, auch die habe ich noch nie gegessen...)
Also: gut  waschen und von der Erde reinigen, die Haut etwas abschaben und in Stückchen schneiden. Bald spürt man so auch den etwas schleimigen Saft der Pflanze. Da die Wurzel an der Luft anlaufen würde, soll man sie gleich in etwas Essigwasser einlegen.
Anschliessend habe ich die Stückchen kurz blanchiert (wäre nicht unbedingt nötig), gut abgetropft, abgetrocknet und dann in Butter angebraten.
Andere Rezepte empfehlen, die Wurzel in Bouillon oder Salzwasser zu kochen, oder roh z.B. gerieben zu Karrottensalat zu geben.

Serviert habe ich die Nachtkerzen-Wurzel nur mit etwas "Murray River Salt" bestreut. (Fleur de Sel oder fein gemahlenes Meersalz geht natürlich genau so gut!)
Der Geschmack ist für mich schwierig zu beschreiben... ziemlich mild, man sagt, ähnlich wie Schwarzwurzel...  Auf jeden Fall schmeckt es ganz leicht erdig - wie z.B. Randen (rote Beete), aber ohne den charakteristischen, starken Geschmack. Was auch auffällt ist, dass die Zunge und der Hals davon leicht kratzig werden, wie zum Beispiel von etwas "rauhem" Olivenöl oder von Ananas. Ein anderes Mal würde ich deshalb die Nachtkerzen-Wurzeln wahrscheinlich mit einem anderen Gemüse kombinieren (z.B. als Ofengemüse...) und mit etwas Basilikum-Pesto oder einer anderen Sauce geniessen.

Erst ganz spät kam mir in den Sinn, dass ich ja im Buch "Meine wilde Pflanzenküche" von Meret Bissegger (AT Verlag) nachschauen könnte, ob / was über die Nachtkerzen-Wurzeln geschrieben wurde... zum Glück etwa das, wie ich die Wurzeln auch zubereitet hatte!

Anschliessend habe ich wieder einmal das ganze Buch durchgeblättert... es ist eine wunderbare Inspiration für mich, gerade jetzt im beginnenden Frühling. Nun gibt es so viele spriessende Kräuter und andere Wildpflanzen, die man sammeln und essen könnte.

Ich muss ja zugeben, das Meiste davon werde ich wohl nie zubereiten, weil ich momentan viele Pflanzen noch zu wenig kenne... und auch weil ich etwas heikel und ein kleiner "Schisshas" bin ;-)

Liebe Wildpflanzen-Grüsse, Miuh

https://geheimtippreisen.blogspot.ch/