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Mittwoch, 19. Februar 2014

Dukkah (Rezept)

Dukkah? Was ist das denn? Vor unserer Australienreise vor zwei Jahren habe ich davon noch nie gehört. Dort aber, genauer gesagt auf den Weingütern im Barossa Valley (Südaustralien) wurde uns das Dukkah so selbstverständlich serviert, dass wir uns schnell informiert haben!

Man serviert es zusammen mit Brot (zum Beispiel auch Fladenbrot) und einem Schälchen Olivenöl... das Brot wird zuerst ins Öl getunkt, etwas abgetropft und danach ins Dukkah gedrückt. Mit dem Brot als Grundlage und dem Olivenöl kommt der würzige Geschmack so richtig zur Geltung!
Ursprünglich kommt Dukkah aus dem Afrikanischen / Orientalischen Raum, vor allem aus Ägypten. Unterdessen ist es aber auch - wie wir erfahren durften - in Australien sehr verbreitet. Die Australier integrieren überhaupt gerne das Beste der ganzen Welt wie selbstverständlich in ihre (Ess-) Kultur.
Auf dem Bild seht Ihr noch einige weitere Beispiele... wenn es sich ergibt, werde ich in Zukunft noch über andere Delikatessen berichten.
Nachtrag: unterdessen gibt es hier noch einen Bericht über Vegetarisches Essen in Australien

Hier in der Schweiz habe ich noch in keinem Geschäft Dukkah gefunden. Aber zum Glück ist es gar nicht so schwierig selbst herzustellen!

Dukkah Rezept "Klassiker"

2 EL geschälte Mandeln
2 EL Sesam
1 EL Kreuzkümmelsamen
1 EL Koriandersamen
...in einer Bratpfanne ohne Öl ganz kurz anrösten und im Mörser ziemlich fein vermahlen
1 EL Oregano (fein)
1 KL Salz (fein)
1 KL Paprikapulver (mild)
1 Prise Zimt (fein gemahlen)
...hinzufügen und alles im Mörser nochmals miteinander vermahlen.

Die Mischung in ein kleines Glas füllen und trocken aufbewahren - oder gleich mit etwas Brot und Olivenöl geniessen, z.B. zum Apéro ob alleine oder mit Gästen...

Wenn ich heute am Dukkah rieche, sehe ich sofort Australische Weingüter, Känguruhs, den endlos weiten Busch und laaaaaaange, staubige Strassen vor mir - auch wenn das Ganze zu Hause auf dem Tisch nicht mehr ganz gleich wirkt wie in Down Under:

Rezept-Variante: 
(Jede Familie, jedes Weingut, jedes Delikatessengeschäft,... hat seine eigenen Spezial-Rezepte, teilweise mit - hier nicht erhältlichen - "Bush-Herbs")


Pistache Dukkah Rezept

2 EL Geschälte Pistache-Kerne verwenden anstatt Mandeln
zusätzlich 1-2 KL getrockneter Tymian beifügen

Träum... Was für ein schönes, essbares Fernweh :-) Liebe Aussie-Grüsse, Miuh

https://geheimtippreisen.blogspot.ch/




Donnerstag, 7. November 2013

Würzig geröstete Kürbiskerne

Wenn man eine Kürbissuppe macht, muss man das Innere mit den Kernen nicht wegwerfen. Ich pule die Kerne so gut wie möglich aus dem fädigen Fruchtfleisch heraus. (Ok, die Reste kommen dann auch bei mir auf den Kompost.)

10 schöne, kräftige Kürbiskerne habe ich gleich zum trocknen auf ein Haushaltpapier gelegt. Aus diesen möchte ich nächsten Frühling wieder selbst Pflänzchen ziehen. Dieses Jahr ist das ja super gelungen, bis der nass-kalte Frühsommer ihnen den Garaus gemacht hat :-(

 
  • Die restlichen Kürbiskerne habe ich bis zum nächsten Abend in etwas Salzwasser (3-5KL auf ca 1 Liter) eingelegt. Dadurch hat sich das Fruchtfleisch schon recht gut gelöst, mit den Händen kann man nochmals einiges abrubbeln. Falls nötig abschütten und nochmals mit etwas neuem Salzwasser noch mehr "Gschlüder" abrubbeln.
 
  • Die ziemlich sauberen Kürbiskerne habe ich mit Haushaltpapier trocken gerieben, auf ein Blech mit Backpapier verteilt, mit Salz, Chilliflocken, mildem und scharfem Paprikapulver bestreut und bei 200°C etwa in die Mitte des Ofens geschoben.
 
  • Nach ca. 10-20 Minuten, spätestens aber sobald die ersten Kürbiskerne (hörbar) anfangen, im Backofen aufzuspringen, sind sie fertig und können in ein Schälchen geleert werden.
 
  • Schon nach kurzer Zeit können die noch warmen Kerne geschält (manchmal etwas mühsam!), geknabbert und genossen werden.
 
Alle, die nicht gerade das Innere eines Kürbis zu verarbeiten haben, können auch Kürbiskerne (ohne Schale) kaufen, in einem Schälchen mit den Gewürzen und 1-3KL Wasser (je nach Menge) gut durchmischen, auf ein belegtes Backblech leeren und gut verteilen. Nach bereits ca. 5 Minuten bei etwa 150°C im Ofen (auch hier: unbedingt auf das knacksen hören!) sind die Kerne würzig und knusprig (und sehr viel einfacher zu essen, als die ungeschälten!). Sie eignen sich zum Beispiel wunderbar als selbst gemachter  Apéro!
 
Liebe Grüsse und en Guete, Miuh
 
 

Mittwoch, 6. November 2013

Würzige Kürbissuppe (sogar Vegan :-) )

Kürbissuppen-Rezepte gibt es ja unzählige… das hält mich nun aber nicht davon ab, Euch auch meines noch zu zeigen. :-) Das Rezept habe ich ursprünglich einmal aus 2-3 im Internet gefundenen Rezepten zusammen-kombiniert und später immer weiter entwickelt, bis es jetzt genau so ist, wie wir es am liebsten mögen.
Die hier verwendeten Mengen reichen für eine mittlere Grossfamilie oder für viele Gäste, oder – wie bei uns – auch am nächsten Tag (und eingefroren und aufgetaut auch später) nochmals und nochmals für eine Hauptmahlzeit. Ihr könnt natürlich auch die Mengen reduzieren. Vieles am Rezept wird sowieso nach Gefühl und Geschmack dosiert… da seid Ihr also ziemlich frei!

Vorbereiten:
  • Hokkaido-Kürbis gut waschen, aufschneiden, Kerne und Inneres mit einem Löffel herausschaben und separat aufheben! (Mehr dazu später). Die Schale darf dranbleiben (bei anderen Kürbis-Sorten meistens nicht), Stielansatz und „Bürzi“ wegschneiden, den Rest in ca 3*3cm grosse Stückchen schneiden.
  • Eine grosse (oder mehrere kleine) Zwiebel klein schneiden
  • 2-3 grosse (oder mehr kleinere) Knoblauchzehen schälen und kleinschneiden
  • 2-3 weitere grosse Knoblauchzehen schälen und zur Seite legen.
  • Nebenbei  2-4 sehr grosse (oder mehr kleinere) Kartoffeln kochen und anschliessend schälen

Kochen:
In einer sehr grossen Pfanne (es wird ca 4-5 Liter Suppe geben, das ist mehr als man meint!)

  • Sesam-Öl                                so viel, bis der Boden grosszügig bedeckt ist, erhitzen
  • 1 Grosse Zwiebel                    kleingeschnitten, im Öl etwas andünsten ... dann gleich
  • 2-3 grosse Knoblauchzehen   kleigeschnitten, beigeben ... dann gleich
  • 1 kleiner Hokkaido-Kürbis       in ca. 3*3 cm grosse Stückchen geschnitten - beigeben

Alles zusammen andünsten und mit einer grossen Kelle herumrühren, bis es am Boden anfängt, etwas anzusetzen - jedoch nicht anbrennen lassen! Falls nötig nochmals etwas Sesamöl beigeben.

  • 1.5 Liter Gemüse-Bouillon       beigeben (oder 1.5L Wasser und entsprechend Pulver/Würfel/Töpfli)
  • 4 grosse gekochte Kartoffeln   ev. etwas zerschneiden, beigeben

Alles ca 15 Minuten weiterköcheln lassen. Mit dem Stabmixer alles gut kleinschneiden und mixen, bis eine cremige Suppe entstanden ist. Achtung, da die Suppe jetzt noch sehr dick ist, kann es stark blubbern und spritzen!

  • 1 Liter Kokosmilch                    beigeben (eventuell ein wenig davon behalten für die Deko später)
  • 1EL (lieber knapp!)  Salz
  • 1-2EL mildes Currypulver
  • 2TL scharfes Currypulver (oder alternativ 2KL Cayennepfeffer)
  • 2KL Ingwerpulver
  • 5EL Kürbiskern-Öl
  • 5EL Sherry-Essig                      alles zum Würzen beigeben.

Mit dem Schwingbesen gut durchrühren, probieren und je nach Lust und Laune nochmals mit Gewürzen / Sherry-Essig abschmecken, den Herd abstellen. Nun die 2-3 verbliebenen Knoblauchzehen fein durch die Knoblauchpresse direkt in die Suppe drücken, nochmals gut umrühren und servieren.

Dekorieren kann man mit Kürbiskernen, einem Klecks Kürbiskernöl, mit der übrig gelassenen Kokosmilch, oder mit allem zusammen.
En Guete!

Mit den vorher zur Seite gestellten Kürbiskernen aus dem Inneren des Hokkaido kann man würzige geröstete Knabber-Kürbiskerne herstellen. Das Rezept findet Ihr schon mal in meinem ersten 2013 - Post, aber ich werde es Euch nächstens noch schöner darstellen und mit Fotos ausschmücken.

Liebe Grüsse und lasst Euch den Herbst schmecken, Miuh