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Samstag, 4. April 2020

Zöpfli, Häschen und noch einiges mehr...

Ostern ist nahe und auch wenn das Osterfest dieses Jahr bei vielen etwas anders ausfällt als sonst, dürfen wir es uns doch fein machen! Was passt da besser, als süsse kleine Häschen oder andere kleine Tierchen aus Zopfteig, die wir zum essen gern haben? Ob gleich zum Frühstück, zum Brunch oder für Nachmittags - die Zopftierchen passen immer! Ausserdem zeige ich Euch hier mein liebstes Zopf-Rezept und die einfache Anleitung, um kleine Zöpfli zu backen, die das ganze Jahr über super ankommen!




Naaaa, wer kann da auch nicht widerstehen? Begleitet ihr mich dabei, wie ich meinen Klassiker backe, mit dem man ausser Zöpfchen zu jeder Jahreszeit und zu jedem Fest etwas passendes zaubern kann...? Nach dem Grundrezept zeige ich euch gleich einige Varianten:




Die Schüssel habe ich damals noch von meiner Grossmutter erhalten, als sie ihren Haushalt auflösen musste. Eine wunderschöne Erinnerung an sie, auf die ich sehr Acht gebe! Alte Gegenstände mit Geschichte liebe ich sehr - umso mehr, wenn es meine eigene Familiengeschichte ist.

Unterdessen lasse ich allerdings oft meinen Teig von der Küchenmaschine kneten - bequem ist das schon, wenn auch nicht so nostalgisch...


Zopfteig - Rezept


1kg Zopfmehl
2 Kaffeelöffel Zucker
3 Kaffeelöffel Salz
1-2 Päckli Trockenhefe (je für 500gr Mehl) oder ca 1/2 - 1 Würfel frische Hefe in etwas lauwarmer Milch aufgelöst

... in einer genügend grossen Schüssel mit einem Löffel gut vermischen und eine Vertiefung formen

5dl Milch (leicht erwärmt)
120gr Butter (vorsichtig geschmolzen, ev. gleich in der Milch mit erwärmen)

... in die Vertiefung leeren und alles gut zu einem glatten Teig kneten. Falls der Teig zu trocken oder zu klebrig ist, noch ein kleines Bisschen Wasser hinzutröpfeln oder ein wenig Mehl darüberstäuben und weiter kneten, bis der Zopfteig schön geschmeideig wird!

Den Teig mit einem leicht feuchten Tuch zugedeckt an der Wärme für mindestens 1 Stunde etwa um das doppelte aufgehen lassen. Normalerweise teile ich anschliessend die ca. 1.5 Kilo Zopfteig in Stückchen von ca 80  bis 120 Gramm (alle etwa gleich gross!), rolle ihn unter den Händen zu langen Teig-Würsten und flechte daraus kleine Zöpfli. Oder ihr formt daraus zwei grosse Zöpfe à je 750gr. Diese sollen nochmals mindestens 1/2 bis 1 Stunde aufgehen können, bevor sie später in den Ofen kommen.

Wichtig: Zeit! Mit den Jahren habe ich gelernt, wie entscheidend viel Zeit für den Zopfteig und damit für die feinsten, luftigsten und schönsten Backwaren ist: Lieber lasse ich nun den Teig um die 6 Stunden ruhen, bevor ich ihn weiter verarbeite und anschliessend nochmals 1-2 Stunden aufgehen, bevor gebacken wird. Je mehr Zeit ihr habt, desto weniger Hefe braucht ihr auch!
Wieso also nicht spät Abends den Teig noch vorbereiten, über Nacht aufgehen lassen und am nächsten Morgen frisch backen? Momentan ist das meine liebste Variante für das Wochenende.  




Weiter geht's! Das flechten kleiner Zöpfchen geht ganz schnell und für mich viel einfacher als die grossen Zöpfe mit zwei Strängen. Hier die kurze, hoffentlich auch für euch einfache Anleitung:

Einen langen Teigstrang rollen, damit eine Schlaufe legen, das längere Ende rechts untendurch nehmen, das untere Schlaufenende nach rechts drehen und mit dem Ende von links unten her fixieren.

Auch für grössere Zöpfe nutze ich gerne diese Methode.




Mit Kaffeerahm / Kaffeesahne bestreichen für einen schönen Glanz später (andere nehmen dazu ein verklopftes, rohes Ei), dann das Blech mit den Zöpfchen in den kalten Ofen schieben. Oder: nochmals etwas aufgehen lassen und anschliessend im bereits vorgeheitzten Ofen backen.

Temperatur: 220C unter- und ober-Hitze
Blech-Höhe: Eher untere Ofenhälfte, aber nicht ganz unten
Backdauer: ca. 20-30 Minuten für kleine Zöpfchen oder Teig-Tierchen, eher 30-45 Minuten für grosse Zöpfe. Immer mal wieder kontrollieren!
Wann herausnehmen? Wenn die Oberfläche dunkel-golden glänzt (je nach eurer Vorliebe): eines vorsichtig mit dem Ofen-Handschuh herausnehmen und kurz mit dem Finger an der Unterfläche klopfen. Tönt es etwas hohl? Perfekt, dann ist alles durchgebacken und luftig.
Auskühlen lassen: Die Zöpfli oder Zopf-Tierchen so bald wie möglich einzeln auf ein Gitter legen, um sie auskühlen zu lassen. So bildet sich unten kein Kondenswasser, welches sie durchweichen könnte.




Alle Zöpfli, die wir nicht sofort aufessen mögen, friere ich ein und freue mich später, wenn ich sie Stück für Stück hervornehmen und auftauen kann.

So, nun aber wie versprochen zu all den anderen möglichen Formen, Tierchen und Oster-Dekorationen!

Für die Igel-Stacheln habe ich die Schere benutzt und damit kleine Spitzchen geschnitten. Der Schildkrötenpanzer wurde diagonal mit dem Messer leicht eingeritzt,  um das Muster zu erhalten und kleine Kügelchen für die Beine und das Köpfchen wurden angefügt:




Für das Nestchen habe ich einen langen, ganz dünnen Teigstrang gerollt und einmal um sich selbst geschlungen.

Ein Schoggibrötli / Schoko-Brötchen erhält ihr, wenn ihr ein halbes Schoggistängeli oder sonst ein Stück Schokolade in etwas Teig einarbeitet:





Das Vögelchen / Täubchen entsteht durch einen einfachen Knoten im Teigstrang, vorne etwas angespitzt für den Schnabel, hinten mit der Schere eingeschnitten.

Ein Häschen kann auf verschiedene Arten geformt werden, hier zum Beispiel durch einen Teig-Knoten mit aufgesetztem Kopf:




Ein Häschen könnt ihr aber auch mit einer kleinen Teig-Spirale als Körper und einem angesetzten Kopf formen...

Und die dritte Hasen-Variante ist eine kleine Teig-Kugel als Körper, ebenfalls mit einem oben draufgesetzten Kopf. Durch das Backen hat dieses kleine Häschen einen richtig süssen, fragenden Blick bekommen :-)

Apropos Blick - Für die Äuglein habe ich jeweils Sonnenblumenkerne genommen, natürlich gingen auch Rosinen, wenn ihr diese mögt.




Die kleinen Zopf-Hasen und natürlich auch die Taube oder das Teig-Nestchen eignen sich alle wunderbar als Tisch-Dekoration für den Ostertisch - auch wenn der dieses Jahr wohl etwas kleiner ausfallen wird.

Auch zusammen mit Kindern könnt ihr wunderbar kleine Zopf-Tierchen formen und backen - eine kreative Beschäftigung, bei der erst noch am Schluss jedes der Kleinen etwas selbst gemachtes zum Essen in der Hand hat.

Einige österliche Kombinationen, zum Beispiel für eine Tischdekoration, habe ich hier auch schon ausprobiert: Ein wenig Heu in ein Körbchen füllen und die Häschen, Täubchen oder anderen Zopf-Tierchen dazu. Vielleicht noch ein Ei, kleine Schoko-Eier oder andere Kleinigkeiten rundherum... Fertig, Ostern kann kommen!




Im Moment kann und soll ich, wie viele andere auch, nicht einfach raus und einkaufen gehen. So improvisieren wir bei allem, was wir basteln, dekorieren und bauen mit den Materialen, die wir noch hier zu Hause haben. Upcycling in bester Form! Einer meiner liebsten Sprüche: "kann man noch gebrauchen", hat sich dabei nun schon mehrfach als kleines Glück erwiesen. (Hihi, endlich!)

Anstatt einem Körbchen könnt ihr auch eine Schachtel aus Papier falten oder eine Schüssel nehmen und anstelle von Heu könnt ihr auch Stroh, Holzwolle, etwas Gras, Reisig, Moos oder ein Stück Stoff  hineinlegen. Vielleicht habt ihr auch noch einen Rest Band oder Geschänkbändel und könnt den Zopf-Häschen eine kleine Masche um den Hals binden?




Liebe Grüsse und viel Freude beim backen, Miuh


P.S. Auf meinem anderen Blog: Geheimtippreisen ist es momentan etwas ruhiger. Wenn ihr dennoch eine kleine Flucht von zu Hause wagen wollt, lade ich euch gerne ein, dort etwas herumzustöbern und meine Reiseberichte zu lesen. Aktuell habe ich auch einen Beitrag aufgeschaltet mit Ideen, wie ihr durch die Corona / Covid-19 Krise kommt, ohne rauszugehen. Selbst bin ich heute in die 5. Woche zu Hause gestartet...
https://geheimtippreisen.blogspot.ch/

Der Beitrag: Zöpchen, Häschen und noch einiges mehr ist ursprünglich am 01.03.2014 veröffentlicht worden und nun überarbeitet, mit aktualisierten Fotos und Texten neu erschienen.

Samstag, 22. Juni 2019

Schnittlauchblütenbutter Rezept - einfach und fein!

Kräuterbutter liebe ich sehr! So kann ich die Würze des Sommers aus dem eigenen Garten konservieren und mir auch im Winter manchmal noch die Vielfalt aromatischer Kräuter auf den Teller holen. Macht ihr auch manchmal selbst Kräuterbutter?




Eine besonders rassige und hübsch dekorative Variante ist die Schnittlauchblütenbutter - und einfach herzustellen ist sie noch dazu! Zarte lilafarbene Blütenblättchen und einige gelbe Farbtupfer der Zitronenschale wirken sommerlich verspielt, doch der Geschmack hat es in sich: er ist kräftig schnittlauchig! So macht sich eure Schnittlauchblütenbutter wunderbar auf dem Buffet jeder Sommerparty oder direkt auf frischem, noch leicht warmem Brot.




Normalerweise knipse ich die Blüten des Schnittlauchs nicht ab, wie es manchmal empfohlen wird, um das Aroma der Schnittlauchröhrchen zu erhalten. Bienen und andere Insekten lieben die Blüten sehr und es ist mir eine Freude, ihnen zuzuschauen!




Nur wenn ich die Blüten esse, pflücke ich mir einige davon: Schnittlauchblüten sind eine wunderbare, würzige, lila-farbene Dekoration für Salate und andere Gerichte.




Nun aber wie versprochen hier das Rezept für die feine Schnittlauchblütenbutter - es ist einfach nachzumachen und passt perfekt zum Sommer:




Rezept für Schnittlauchblütenbutter

Für meine Schnittlauchblütenbutter habe ich folgende Zutaten gebraucht:

200gr weiche Bio-Butter (eine Stunde vorher aus dem Kühlschrank nehmen)
20 mittelgrosse, frische Schnittlauchblüten (kleingeschnitten)
Feiner Schalen-Abrieb von 1/2 - 1 Zitrone
Einige Prisen Salz (Vorsicht damit, nachsalzen geht immer...)

Alles in einer Schüssel mit einer Gabel gut vermischen, zwischendurch probieren und ev. nachwürzen - fertig!

Natürlich ist es auch möglich, die Menge nach euren Bedürftnissen anzupassen.





Anschliessend könnt ihr die Schnittlauchblütenbutter frisch verwenden, in den Kühlschrank stellen für die baldige Verwendung, oder in beliebiger Form (Rollen, Eiswürfelbehälter, kleine Schälchen, Silikonförmchen,...) einfrieren für den späteren, portionenweisen Verbrauch.




En Guete und liebe Grüsse
Miuh



Donnerstag, 5. Oktober 2017

Rotkohl-Salat im Glas (Glas-Recycling!)

Mein Rotkohl-Salat ist ein feines, einfaches Gericht, von dem ich manchmal kaum genug bekommen kann. Kein Problem, denn der Salat ist leicht, gesund und schnell gemacht... und dazu noch vegetarisch, vegan, roh und low-carb - für alle, die darauf schauen.
Zur Arbeit mitgenommen habe ich meinen Salat gestern in einem Glas, welches ursprünglich mit Essiggurken gefüllt war. Schöne und praktische Gläser wasche ich gerne ab und reinige sie von allfälligen Ettiketten-Resten. So kann ich sie selbst weitererwenden und recyceln, anstatt sie ins Altglas zu werfen.
Im Allgemeinen verwende ich Gläser von sauren oder würzigen Nahrungsmitteln auch wieder für solche und Gläser von Honig oder geruchsneutralen Sachen auch wieder für Süsses oder eher Empfindliches. So vermeide ich, dass etwa mein Vanillezucker plötzlich den Geschmack von Essiggurken oder Sweet & Sour - Sauce annimmt.

Nun aber zum Rezept, wenn man das so nennen kann... denn da ist viel "nach Lust und Gefühl" dabei:

Rezept Rotkohl-Salat

 

* Rotkohl (Menge je nach Hunger und Anzahl Personen) in sehr feine Scheiben / Streifchen schneiden
* Salz
* Pfeffer
* Sesamöl
* Apfel-Essig oder Apfel-Balsamico (je nachdem, wie sauer / mild ihr den Salat mögt) - oder von beidem
* Schwarzer Sesam als Deko darüber, oder etwas mehr zum untermischen.

Alles gut vermischen und allfällig nach Lust und Laune "nachdosieren"

Den Salat kann man gut erst einige Stunden später oder sogar am nächsten Tag noch essen, dann ist er gut durchgezogen.

Das Rot des Herbstes ist ein anderes als das Rot der übrigen Jahreszeiten... dunkler, gedeckter, sanfter... Die rote Collage zeige ich gerne bei "Bunt ist die Welt" zum Thema Rot.
Mit dabei:
Rotkohlsalat, Vogelhäuschendach, Morgenrot
mehr Rotkohlsalat, Winterschneeball-Blatt, Rotkohl
Abendrot, nochmals Rotkohlsalat, Perückenbaum-Blatt

Weitere Rezepte, Essens- und Küchenthemen von mir findet ihr hier

Da feines Essen Freude und Glücklich macht (und Recyceln doch irgendwie auch!?) - zeige ich meinen mmmh - Rotkohl gerne auch bei ANL "A New Life / Achtsamkeit, Nachhaltigkeit, Lebensqualität", beim "Freutag", beim "Sonntagsglück" und bei den "Montagsfreuden"

Liebe Grüsse und en Guete
Miuh

P.S. mögt ihr Weihnachtsmärkte? Schaut doch noch hier bei mir vorbei:
https://geheimtippreisen.blogspot.ch/2017/10/weihnachtsmarkte-2017-planung-tipps.html









Freitag, 22. September 2017

Sonniger Rucola-Salat (Rezept)

Letztes Wochenende habe ich als eine meiner Herbstfreuden nochmals richtig im Hochbeet geerntet - unter anderem auch super schönen Rucola (Rauke)

Die Pflanzen haben sich zwar schon etwas lang gemacht und einige blühen auch schon...

... doch die einzelnen Blättchen sind richtig zart und aromatisch und es kam recht viel Rucola zusammen.

So habe ich uns mit Freude einen Rucola (Rauke) - Salat zubereitet, wie ich ihn am liebsten mag:


Rezept: Sonniger Rucola-Salat

- Eine gute Hand voll frische Rucola (Rauke)  - Blättchen auf einem Teller verteilen
- Eine Hand voll sonnige Cherrytomätchen vierteln und auf den Salat legen
- Nach Lust und Laune harten Käse wie Sbrinz oder Parmesan fein darüber hobeln
- Würzen mit etwas Salz (am liebsten mag ich Murray River Salt) und Pfeffer
- Marinieren mit feinem Olivenöl und Aceto Balsamico


Für mich ist das ein Teller voller Sommer- oder Früherbst-Sonne direkt aus dem Garten. En Guete!

Habt ihr Appetit auf mehr? Dann findet ihr hier weitere meiner Rezepte.

Gerne zeige ich den Rucola vom Garten direkt auf den Tisch auch beim Gartenglück und beim Freutag!

Liebe Grüsse, Miuh


Sonntag, 2. Juli 2017

Meine Sommer-Liste!

Heute findet Ihr hier eine geballte Ladung Sommer! :-) Eine Liste mit 43 sommerlichen Gefühlen, Ideen, Unternehmungen,  Rezepten, Gerüchen... Zusammengetragen habe ich alles, was für mich typisch für den Sommer, oder eben: "Mein Sommer" ist. Vielleicht sind ja auch einige schöne Tipps und Ideen für Euch mit dabei? Da der Sommer zum Glück noch überhaupt nicht vorbei ist, ergänze ich gerne, wenn mir weitere Ideen oder Fotos begegnen.

Während ich in der Übergangszeit im Frühling oder Herbst öfters weg und in den Ferien bin, verbringe ich die Sommerwochen meistens zu Hause in der festen Überzeugung, dass es dann auch hier schön ist. Manchmal macht mir das Wetter einen Strich durch die Rechnung und oft verbringe ich mehr Zeit im Büro, als mir lieb ist, aber der Sommer ist und  bleibt eine spezielle Jahreszeit für mich!


Sommer ist für mich:

* Nachts und am kühleren Morgen alle (katzensicheren) Fenster weit öffnen
* Morgens früh aufstehen und die Pflanzen im Garten giessen gehen, noch bevor die Sonne darauf scheint.
* Barfuss draussen herumtapsen und auf den Steinplatten am Morgen noch immer die Wärme des vorherigen Tages spüren
* Nur lauwarm anstatt dampfend heiss duschen (ganz kalt mag ich nicht)
* Draussen frühstücken (und Mittagessen und Abendessen)
* Eigene Tomaten, Gurken, Zucchini,... anpflanzen und pflücken
* Juhu, endlich Sommerklamotten, Röcke, Kleider, Shorts anziehen - wann immer das Wetter passt! Wartet nicht auf den besoneren Anlass, tragt euer Lieblingsteil wann immer es geht!
* Gazpacho machen und eiskalt geniessen (hier mein Gazpacho - Rezept - reduziert die Menge unbedingt, falls ihr nicht eine ganze Partygesellschaft damit versorgt)
* Der Katze übers heisse Fell streicheln und ihr empfehlen, sich doch in den Schatten zu legen.
* Tomaten - Mozzarella - Salat essen oder auf einer Platte schön angerichtet zu einer Party mitbringen
* Den Dachterassen Day / Rooftop Day in der Stadt nicht verpassen und sonst nicht zugängliche Dachterrassen (und deren Besitzer) kennenlernen - zB. hier: Dachterassen Day in Zürich oder hier: Über den Dächern von Zürich
* Etwas Strand - Feeling ins Haus holen! Zur sommerlichen Deko gehören für mich blau und maritimes - zum beispiel hier: blaue Sommer - Dekoration
* Lindenblüten-Duft tief einatmen (ich sollte unbedingt eine Linde in den Garten pflanzen, wenn ich nur wüsste, wo?)
* Viele frische Kräuter - fürs tägliche Essen gleich verwenden, oder z.B. in Kräuterbutter haltbar machen
* Die Liegebetten in den Garten stellen, Polster und schöne blaue Badetücher darauf und den Schatten oder die Sonne geniessen.
* Gartenarbeit - auch jetzt gibt es im Garten immer etwas zu tun: jäten, giessen, schneiden, mähen...
* Auf dem Rücken liegen, in den Himmel schauen und mir vorstellen, ich kann die kleinen Wölkchen auflösen
* Fussnägel lackieren... dafür habe ich selten Zeit, aber nun ist auch Barfusszeit!
* Kleinere oder grössere Openair-Konzerte oder Festivals besuchen
* Aus (eigenen) Sommer-Früchten und Rahm (Sahne) selbst Glace (Eis) machen (z.B. nach diesen Glace -  Rezepten)
* Nachmittags an den See, Freunde treffen, Picknicken, mit- dem Hund spielen und Abends so lange bleiben, bis ein Gewitter aufzieht oder es zu kalt wird
* Gewitterwolken fotografieren
* Aromatisiertes Wasser im grossen Glas-Wasserspender bereitstellen - mein aktuelles Lieblingsrezept: Zitronenscheiben, ein frischer Pfefferminz-Zweig, Lavendelblüten
* Ruhige Tage im Emmental verbringen und die schöne Landschaft auf die Seele wirken lassen
* "Apéro Riche" als Abendessen: Oliven, Käse, frisches Brot, Chips, Guacamole und andere Dipps, dazu ein Glas Sirup, Rimus, Moscato, Prosecco, Rotwein...
* Rosenduft im Garten, Rosenblütenblätter sammeln um den Duft in den Winter zu retten
* Mindestens eine grosse Sommerparty organisieren - oder die kleine Variante: bei schönem Wetter spontan 1,2, 3... Gäste einladen
* Nachtkerzenblüten, die Abend für Abend strahlend gelb und duftend aufblühen (hier mehr dazu)
* Gemüse grillieren und mit Pesto geniessen
* Kaum Fernsehen - was mir im Winter schwer fällt, ist im Sommer kein Problem!
* Sonnenuntergänge schauen, wo es auch immer geht: am See, im Garten durch die Bäume, in der Stadt...
* Sommermusik hören
* Auf meiner neusten Lieblingsseite: lightningmaps.org schauen, wo gerade wie viele Blitze einschlagen. Die Karte ist auf ganz wenige Sekunden ganau "real time" - sehr faszinierend!
* Sobald es dämmert ein Räucherstäbchen anzünden oder Weihrauch räuchern gegen die hier allgegenwärtigen Mücken
* Abends draussen bleiben, bis es fast dunkel ist (im Juni und Anfangs Juli bei wolkenlosem Himmel bis gegen 22.30h)
* Bars besuchen, die (fast) nur im Sommer gehen: zum Beispiel die Barfussbar (tagsüber Frauenbadi) in Zürich, die Rimini Bar (tagsüber Männerbadi) in Zürich, oder Frau Gerolds Garten in Zürich
* Kerzen, Laternchen, Solarlichter leuchten lassen
* Die bunte Lichtgirlande erleuchten lassen
* Sterne und Sternbilder kucken (besser an einem dunklen Ort) Hilfestellung geben Apps wie z.B. "Planeten" (kostenlos)
* Nur ein Leintuch als Decke mit ins Bett nehmen
* Polster und Decken hinausnehmen und auf dem Balkon übernachten. Auch möglich wäre im Garten schlafen und mutigere Freunde schlafen in warmen Nächten sogar irgendwo draussen unter freiem Himmel oder im Wald!
* Im August, jeweils um den 12.8. herum (aber auch in den Tagen vorher und nachher) in den Himmel schauen und Sternschnuppen suchen! Die Perseiden sind ein Meteorsturm, der jedes Jahr um diese Zeit sein Maximum erreicht und uns bei klarem Wetter und dunkler Umgebung bis mehrere Dutzend Sternschnuppen pro Minute beschert... Haltet Eure Wünsche bereit! :-)
* Tanzen gehen und erst nach Hause kommen / ins Bett gehen, wenn es schon wieder dämmert und hell wird

Und wie geniesst Ihr den Sommer? Bei "Bunt ist die Welt" findet ihr weitere schöne Sommer-Themen.

Liebe Sommer-Grüsse, Miuh

Sonntag, 15. Januar 2017

Chai-Sirup (Rezept)

 
Seit ich den Chai-Sirup vor einigen Jahren entdeckt habe, mag ich im Winter nicht mehr ohne sein! Am liebsten leere ich einen guten Schluck davon in den Schwarztee, aber auch in (heisser) Milch oder Kaffee schmeckt er winterlich würzig gut. Ein schöner Chaitee oder Chai-Latte wärmt so richtig nach einem Spaziergang draussen in der Kälte - und ich glaube fest daran, dass er mit den enthaltenen Gewürzen auch hilft, wenn mich eine Erkältung erwischen will oder erwischt hat... Besonders Chilli und Ingwer desinfizieren und lösen mit ihrer Schärfe wohltuend spürbar.

So ein hübsches Fläschchen Chai-Sirup eignet sich übrigens auch gut als Geschenk / Mitbringsel aus der eigenen Küche!
Gerne verrate ich euch hier mein Rezept: ich habe es für mich über die Jahre erpröbelt und angepasst, es gibt aber natürlich nicht das "eine, richtige Chai-Rezept"...! Ehrlich gesagt mache ich jeweils gleich die dreifache Menge, aber Achtung: dafür braucht es einen ganz schön grossen Kochtopf!

Chai-Sirup Rezept:
Zutaten / Vorbereiten:

* Saubere, ausgekochte Gläser / Flaschen bereitstellen. Gerne benutze ich dafür gesammelte Flaschen verschiedener Grössen von Fruchtsäften, Tomatensauce, etc. die ich wiederverwende.

* 1 EL Schalenabrieb einer Bio-Orange,  * 8 cm frischer Ingwer in Scheiben,  * 1 Chillischote frisch oder getrocknet in Stücken,  * 2 Beutel Schwarztee
-> Bereit stellen

* 2 ganze Anissterne,  * 2 Zimtstangen in Stücken,  * 1EL ganze Nelken,  * 1EL Kardamomkapseln,  * 1 Vanillestange längs aufgschnitten und in Stücken
-> In einer Bratpfanne trocken ganz leicht anrösten, bis sich die Aromen etwas entfalten.

* 7,5dl Wasser,  * 500gr Rohrohrzucker
-> Aufkochen lassen in einer grossen Pfanne. (Achtung: immer beaufsichtigen!)
Zubereitung: Wenn das Wasser-Zucker-Gemisch anfängt, zu kochen, alle anderen Zutaten beifügen und unter ständigem Umrühren mindestens 15 Minuten köcheln und blubbern lassen. Immer beaufsichtigen, denn das Zuckerwasser schäumt schnell und kann dann überkochen! 
Ab 15 Minuten jeweils wenig Chai-Sirup auf einem kleinen Teller erkalten lassen und prüfen, ob die Konsistenz schon passt. Auch die Hitze kann reduziert werden. (bei mir mit dreifacher Menge dauert das Kochen normalerweise ca. 30 Minuten)


Abfüllen: Sobald der Sirup euch von der Konsistenz her passt, könnt ihr ihn noch heiss durch ein Sieb (und am einfachsten auch durch einen Trichter) in die bereitgestellten Flaschen oder hohen Gläser füllen. Achtung: klebrige Sauerei-Gefahr ;-) Die Flaschen Anfangs zum Auskühlen auf den Kopf stellen und später im Kühlschrank aufbewahren.
Anmachen / Benutzen: Meistens leere ich einen guten Schluck Chai-Sirup in eine Tasse Schwarztee, manchmal mit einem Schluck Kaffeerahm oder Milch dazu, so wird der Tee zu einem Chai-Tee. Mischt ihr den Chai-Sirup in eine Tasse heisse Milch (oder auch halb Schwarztee, halb Milch), habt ihr eher einen Chai-Latte. Wer gerne aromatisierten Kaffee mag, gibt etwas Chai-Sirup in die Kaffeetasse. Wenn ich erkältet bin, nehme ich auch mal einen Löffel pur, wie Medizin - das brennt so schön im Hals und löst irgendwie. So weit zu meinen erproten Anwendungsmöglichkeiten... Ich habe auch schon gehört, dass Leute den Chai-Sirup in den Teig von Weihnachtsgebäck geben, ausserdem habe ich mir überlegt, ob der Sirup wohl in Prosecco schmecken würde? (das könnte aber auch grauenhaft sein...) Als Beigabe zu einem weihnachtlichen Dessert wäre der Chai-Sirup auch möglich, z.B in einem Tiramisu einen schluck Chai-Sirup (ev. anstatt Alkohol) in den Espresso für die Biscuits? Probiert ruhig nach Lust und Laune aus, aber bitte nicht überall rein, ich kann mir vorstellen, irgendwann verleidet einem der starke Geschmack ;-)

Die Haltbarkeit des Chai-Sirups hängt von der Sauberkeit der Gläser und Geräte ab, aber auch davon, wie stark der Sirup eingekocht wurde. Grundsätzlich konserviert der viele enthaltene Zucker sehr gut. Ich habe Chai-Sirup längstens schon ca. 1 Jahr behalten, hatte aber auch einmal nach ca. 2 Monaten schon Schimmel in einem Deckel. (Wahrscheinlich war da etwas dran oder ist mir hineingeraten...)

All die feinen Gewürze und Zutaten in der Pfanne sind doch zu schade zum einfach wegwerfen... Wenn ihr sie zusammen mit 2-3 Tassen Wasser und einem neuen Beutel Schwarztee nochmals aufkocht und anschliessend direkt in die Tassen absiebt, habt ihr gleich den ersten (sehr starken!) Chai-Tee. Mit etwas Kaffeerahm oder Milch verfeinert ist er aber gut trinkbar.
Wenn ihr die verwendeten Gewürze mögt, könnt ihr die nun ausgekochten Stückchen auf einer Schicht Haushaltspapier ausbreiten und über einem Gitter trocknen lassen. Ganz trocken könnt ihr diese grobe Gewürzmischung als Winterliches / Weihnachtliches Potpourry verwenden.
Nun aber zum Wohle, geniesst den feinen Chai-Sirup / Chai-Tee und bleibt Gesund!
Liebe winterliche Grüsse, Miuh

P.S.1 Lotta hat vorgeschlagen, für "Bunt ist die Welt" ein Getränk in Szene zu setzen...  ich kann euch sagen, es ist gar nicht so leicht, eine einfache Tasse Tee - und erst recht nicht, einen grossen Topf voll dampfendem Chai-Sirup - zu fotografieren :-)
P.S.2 Meine ersten Tassen vom neu gekochten Chai-Tee werde ich heute in aller Ruhe geniessen und ins Winterwonderland draussen hinaus staunen - Meine Sonntagsfreude für Rita.
Und gerne auch verlinkt mit: ANL "A New Life / Achtsamkeit, Nachhaltigkeit, Lebensqualität"




Sonntag, 7. Februar 2016

Rezepte, Essen, Küchenthemen

In meinem Blog haben sich mit der Zeit so einige Rezepte, aber auch andere Beiträge zum Essen und zu Küchenthemen angesammelt. Diese fasse ich Euch hier in einer kleinen Rezeptsammlung und Übersicht zusammen, die in Zukunft auch weiter aktualisiert wird:


Rotkohl-Salat im Glas (Rezept)
Sonniger Rucola-Salat (Rezept)
Aromatisiertes Wasser - erfrischend und partytauglich
Ostereier natürlich mit Zwiebelschalen färben
Chai-Sirup (Rezept)
Süsse Etagere
Wassermelonen-Drink (Rezept und Deko-Ideen Schweizer Nationalfeiertag)
Schwarzwälder Kirsch-Glace /-Eis (Rezept)
Artischocken (altes, italienisches Rezept)
Selbst gemachte Mayonnaise (Rezept) 
Zöpfli, Häschen und noch einiges mehr... (Rezept und Deko-Vorschläge zu Ostern)
Dukkah (Rezept) 
Dreikönigstag und Dreikönigskuchen (Rezept und Tradition) 
Punschkugeln / Rumkugeln  (Rezept)
Zitronengrastee (Rezept)
Würzig geröstete Kürbiskerne (Rezept)
Würzige Kürbissuppe, Vegan (Rezept)
Gazpacho - gesunde, scharfe Erfrischung im Sommer, Vegan (Rezept)
Griechischer Salat und Saziki (Rezepte)
Erdbeer-Glace / Erdbeer-Eis (Rezept)
Löwenzahnknospen - zum essen!  (Wildküche, Rezept)
Nachtkerzen - zum essen! ...ein Versuch  (Wildküche, Erfahrungsbericht und Rezept)
Frühling im Glas  (Wildküche, Dekoideen)
Essbare Pflanzen auf Malta und Comino (Wildküche, Erfahrungsbericht)
Ingwer-Experiment (Experiment und Anleitung zum selber ziehen)
Zitronengras-Ernte (Anleitung, Erfahrungsbericht zum selber ziehen)
Völlig missratener Kuchen für Besuch? (Rettung und Deko-Idee)
Aufräumen und Aufbrauchen (Inspiration, Ideen)
Brotbacktag  (Ideen, Detailfotos)
Sommer-Stillleben (Fun, Rüstabfälle als Deko)
Geschenke aus der Küche (Ideen, Deko)
Vegetarisch essen in Australien (Erfahrungsbericht)

Ein Banner mit Link werde ich auch rechts in der Übersicht plazieren, so dass Ihr es einfacher habt, alle Rezepte und Themen zu Essen und Küche wieder zu finden.

Viel Freude beim Stöbern, Entdecken und Ausprobieren, Miuh