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Montag, 21. Februar 2022

Ruhe vor dem Sturm

Zum dritten Mal innert kürzester Zeit zieht ein Sturm vorbei und ich hoffe, er bringt uns den Vor-Frühling und keine Schäden! 

Bisher hatten wir hier in der Schweiz weitgehend Glück, im Gegensatz zu Deutschland und anderen nördlicheren Ländern, die stärker getroffen wurden.

Der Baum auf dem Bild unten wurde bereits bei einem Sturm vor einem oder zwei Jahren gefällt und der zersplitterte Rest steht seither wie ein Mahnmal da: Schaut, was so ein Sturm anrichten kann...

Nach den Stürmen Zeynep und Ylenia Ende letzer Woche wird in der Nacht von Sonntag auf Montag bereits der nächste Sturm erwartet: Antonia.

Konnte ich in den vergangenen zwei Jahren jeden Sturm, jedes gröbste Regenwetter oder Schneegestöber ganz gemütlich von drinnen aus dem Homeoffice beobachten, graut mir ein wenig vor morgen früh: genau auf die Zeit des Morgenverkehrs wird "Antonia" erwartet - und ich muss raus.  

Heute Nachmittag haben wir bei komplett ruhigem Wetter - eben wohl die Ruhe vor dem Sturm - einen Spaziergang gewagt, mit besonderem Blick auf die Bäume und die Natur rundherum.

Am Rande dieser Waldlichtung steht zum Beispiel schon so mancher Baum ein wenig schräg:

Oft bin ich nach einem Sturm erstaunt, welche Bäume den starken Winden standgehalten haben - und welche Bäume, die ich eigentlich für stark gehalten hätte, es nicht geschafft haben. 

Manches Mal sagt eben ein oberflächlicher Anschein nichts aus! Ein Baum mag morsche Äste haben - und doch gut und tief verwurzelt dastehen. Oder ein Baum sieht kräftig und gesund aus - ist jedoch innen morsch und hohl.

Beinahe könnte man ein wenig philosophisch werden: auch bei den Menschen überstehen nicht immer diejenigen die Stürme des Lebens am besten, die sich stark geben. Manches Mal überraschen uns eher die etwas "schrägen". 

Beeindruckt hat mich heute auch dieser Wald von jungen Bäumchen ganz tief am Boden: noch so klein, so elastisch und dadurch unbeeindruckt von jedem Sturm - und doch stark genug, um sich einfach durch das Laub zu bohren...

In der Zwischenzeit höre ich draussen die ersten Böen und hoffe, dass der Sturm uns alle nicht zu hart treffen wird.

Mit dem Efeu-Herz eines lokalen Künstlers wünsche ich auch euch allen Sicherheit für die Nacht und den Morgen und guten Stand.

Liebe Grüsse
Miuh

P.S. Das Efeu-Herz zeige ich gerne auch bei Niwibo sucht - Herzen.

Dienstag, 24. März 2015

Zwischen Winter und Bergfrühling auf knapp 2000m

Nachdem ich mich am Vortag noch vom Masner-Express fahren liess (hier), war doch noch etwas Bewegung und selber gehen angesagt! Die Sunliner-Gondeln bringen einen vom Dorf Serfaus hoch auf knapp 2000m Höhe. Schon ganz am Anfang der Fahrt gibt es ein kleines Naturphänomen, die Erd-Pyramiden (mehr dazu hier) zu bewundern.
Oben angelangt, ist der Panorama Genussweg in Richtung Komperdell gut präpariert und ausgeschildert. Er verläuft anfangs recht eben, steigt jedoch gegen Schluss in Windungen ziemlich steil an. (Es wäre auch möglich, in die entgegengesetzte Richtung bis Möseralm / Fiss zu wandern)
Wir haben uns Zeit gelassen, denn es gab unterwegs viele schöne Landschaften, sonnige Schneehänge und erwachende Natur zu sehen und auch einige Ruheplätze mit "Bänkli", Hängematten oder Holzliegebetten an sonnigen, windgeschützten Stellen.
Die Holzhüttchen und Holzhäuser unterwegs beeindrucken mich immer wieder, sie passen so richtig schön in die Berge und den Schnee...
Nach dem letzten Aufstieg in Richtung Mittelstation Komperdell könnte man mit den Gondeln wieder ins Tal hinunterfahren. Wir gehen gerne noch etwas weiter in die Hochebene und geniessen jeweils die Sonne und das feine Essen (Käsespätzle :-) ) in der Cervosa-Alm oder in der Schalber-Alm...
So, ich glaube, das waren nun definitiv genügend Winter-Bilder! Ich verspreche Euch, von nun an wird es hier auch frühlingshafter! Sonnige Grüsse, Miuh






Mittwoch, 1. Oktober 2014

Alte Heimat

Der Ort, an dem ich aufgewachsen bin, war für mich früher nie etwas Besonderes... es war einfach unser "normales" Dorf eben - geht Euch das auch so?
Nun wohne ich ein ganzes Stück weg von meiner alten Heimat, an einem Ort, der mir sehr gefällt: am Dorfrand, umgeben von Feldern und Wäldern, in der Nähe der Stadt und nicht weit weg vom See mit ausgehnten Naturschutzgebieten. Lustigerweise gibt es da jede Menge Parallelen zu früher :-) ... nur die Stadt war damals viel weiter weg!
 Als ich letzthin wieder einmal in der alten Heimat war und etwas Zeit zum Spazieren hatte, wurde mir so richtig bewusst, wie schön es da ist. Auch weniger attraktives wie das kleine Stauwehr mit dem Flusskraftwerk brachte mir viele "weist du noch?" - Momente: die Eisenbahn-Schienen, auf die man mit dem Fahrrad immer besonders aufpassen musste! Der Kran, welcher vor allem nach Hochwassern das Treibgut aus dem Wasser fischt! Die summenden Stromleitungen! 
 Irgendwie habe ich alles mit anderen Augen gesehen, fast wie ein Tourist habe ich mich gefühlt... Auch dieses "normale Dorf" hat seine ganz besonderen Attraktionen! Der See zieht jeweils tausende Zugvögel an (und auch ziemlich viele Ornithologen), das Naturschutzgebiet mit all den Pflanzen und Tieren würde ich gerne wieder einmal durchstreifen und am blau spiegelnden See locken gemütliche Pick-Nick-Plätze.
Nun möchte ich mir unbedingt wieder einmal Zeit nehmen, meine alte Heimat bewusst zu besuchen, dort zu spazieren, entdecken und geniessen.
Nostalgische Grüsse an Lotta mit ihrem schönen Heimat-Thema (hier) und Euch alle, Miuh












Sonntag, 22. Dezember 2013

Weihnachtsgrüsse

Eines meiner liebsten "Winterwonderland"- Fotos (aufgenommen im letzten Winter) habe ich dieses Jahr als Weihnachtskarte gedruckt und mit handgeschriebenen Weihnachtsgrüssen an viele liebe Menschen verschickt.
Für mich selbst ist Weihnachten momentan noch ziemlich weit weg, auch wenn ich vom Datum her genau weiss, dass schon in 2 Tagen im Innenhof unserer Siedlung und an vielen anderen Orten in der Welt Weihnachtslieder gesungen werden.
Gestern sind wir in den Wald gefahren (der auch noch nicht sooo weihnachtlich aussieht momentan, so im dichten Nebel und dafür fast ohne Schnee.)
Wir haben aus all den Tännchen dort unseren Weihnachtsbaum ausgesucht, abgesägt, einpacken lassen und mit nach Hause genommen. Eine schöne Tradition, finde ich - und man ist sicher, dass man einen Baum aus der Region hat, der noch ganz frisch ist.
Auf dem Heimweg haben wir bemerkt, dass die Sonne fast durch den Nebel drückt - und tatsächlich: nach nur 2 Minuten in die Höhe fahren, sah die Welt schon ganz anders aus!
Einige meiner Lieblingsmotive, die Ihr unterdessen bestimmt schon kennt... eben weil der Ort immer wieder an oder über der Nebelgrenze liegt und es dort immer irgendwie romantisch aussieht...

 ... um also auf das Thema Winterwonderland zurückzukommen: Dieses Jahr sind das für mich bisher vor allem romantische Nebel-Landschaften, die sich immer wieder knapp vor meiner Haustür präsentieren.
Solche Landschaften, fast wie aus einem Märchen (fehlt nur noch die Burg!), mag ich unglaublich gerne!
Meine Nebel - Winterwonderland - Landschaften und die Weihnachtskarte von ganz oben schicke ich gerne auch zu Luzia Pimpinella, die genau dieses Thema für die aktuelle "Beauty is where you find it" - Woche gewählt hat.
Da ich nicht weiss, wie oft ich in nächster Zeit noch am PC sein werde, wünsche ich jetzt schon allen, die meinen Blog lesen, eine schöne Weihnachtszeit mit gemütlichen Tagen zum ausruhen, geniessen und Zeit mit lieben Menschen verbringen.
Für mich wird es hoffentlich ab dem 24.12. auch ein paar ruhige Minuten geben zum erinnern und zurückschauen auf Vergangenes und zum freuen, hoffen und planen für das neue Jahr.
Euch alles Gute zum Weihnachtsfest, viel Glück und Gesundheit für das neue Jahr und liebe Grüsse, Miuh