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Sonntag, 15. Januar 2017

Chai-Sirup (Rezept)

 
Seit ich den Chai-Sirup vor einigen Jahren entdeckt habe, mag ich im Winter nicht mehr ohne sein! Am liebsten leere ich einen guten Schluck davon in den Schwarztee, aber auch in (heisser) Milch oder Kaffee schmeckt er winterlich würzig gut. Ein schöner Chaitee oder Chai-Latte wärmt so richtig nach einem Spaziergang draussen in der Kälte - und ich glaube fest daran, dass er mit den enthaltenen Gewürzen auch hilft, wenn mich eine Erkältung erwischen will oder erwischt hat... Besonders Chilli und Ingwer desinfizieren und lösen mit ihrer Schärfe wohltuend spürbar.

So ein hübsches Fläschchen Chai-Sirup eignet sich übrigens auch gut als Geschenk / Mitbringsel aus der eigenen Küche!
Gerne verrate ich euch hier mein Rezept: ich habe es für mich über die Jahre erpröbelt und angepasst, es gibt aber natürlich nicht das "eine, richtige Chai-Rezept"...! Ehrlich gesagt mache ich jeweils gleich die dreifache Menge, aber Achtung: dafür braucht es einen ganz schön grossen Kochtopf!

Chai-Sirup Rezept:
Zutaten / Vorbereiten:

* Saubere, ausgekochte Gläser / Flaschen bereitstellen. Gerne benutze ich dafür gesammelte Flaschen verschiedener Grössen von Fruchtsäften, Tomatensauce, etc. die ich wiederverwende.

* 1 EL Schalenabrieb einer Bio-Orange,  * 8 cm frischer Ingwer in Scheiben,  * 1 Chillischote frisch oder getrocknet in Stücken,  * 2 Beutel Schwarztee
-> Bereit stellen

* 2 ganze Anissterne,  * 2 Zimtstangen in Stücken,  * 1EL ganze Nelken,  * 1EL Kardamomkapseln,  * 1 Vanillestange längs aufgschnitten und in Stücken
-> In einer Bratpfanne trocken ganz leicht anrösten, bis sich die Aromen etwas entfalten.

* 7,5dl Wasser,  * 500gr Rohrohrzucker
-> Aufkochen lassen in einer grossen Pfanne. (Achtung: immer beaufsichtigen!)
Zubereitung: Wenn das Wasser-Zucker-Gemisch anfängt, zu kochen, alle anderen Zutaten beifügen und unter ständigem Umrühren mindestens 15 Minuten köcheln und blubbern lassen. Immer beaufsichtigen, denn das Zuckerwasser schäumt schnell und kann dann überkochen! 
Ab 15 Minuten jeweils wenig Chai-Sirup auf einem kleinen Teller erkalten lassen und prüfen, ob die Konsistenz schon passt. Auch die Hitze kann reduziert werden. (bei mir mit dreifacher Menge dauert das Kochen normalerweise ca. 30 Minuten)


Abfüllen: Sobald der Sirup euch von der Konsistenz her passt, könnt ihr ihn noch heiss durch ein Sieb (und am einfachsten auch durch einen Trichter) in die bereitgestellten Flaschen oder hohen Gläser füllen. Achtung: klebrige Sauerei-Gefahr ;-) Die Flaschen Anfangs zum Auskühlen auf den Kopf stellen und später im Kühlschrank aufbewahren.
Anmachen / Benutzen: Meistens leere ich einen guten Schluck Chai-Sirup in eine Tasse Schwarztee, manchmal mit einem Schluck Kaffeerahm oder Milch dazu, so wird der Tee zu einem Chai-Tee. Mischt ihr den Chai-Sirup in eine Tasse heisse Milch (oder auch halb Schwarztee, halb Milch), habt ihr eher einen Chai-Latte. Wer gerne aromatisierten Kaffee mag, gibt etwas Chai-Sirup in die Kaffeetasse. Wenn ich erkältet bin, nehme ich auch mal einen Löffel pur, wie Medizin - das brennt so schön im Hals und löst irgendwie. So weit zu meinen erproten Anwendungsmöglichkeiten... Ich habe auch schon gehört, dass Leute den Chai-Sirup in den Teig von Weihnachtsgebäck geben, ausserdem habe ich mir überlegt, ob der Sirup wohl in Prosecco schmecken würde? (das könnte aber auch grauenhaft sein...) Als Beigabe zu einem weihnachtlichen Dessert wäre der Chai-Sirup auch möglich, z.B in einem Tiramisu einen schluck Chai-Sirup (ev. anstatt Alkohol) in den Espresso für die Biscuits? Probiert ruhig nach Lust und Laune aus, aber bitte nicht überall rein, ich kann mir vorstellen, irgendwann verleidet einem der starke Geschmack ;-)

Die Haltbarkeit des Chai-Sirups hängt von der Sauberkeit der Gläser und Geräte ab, aber auch davon, wie stark der Sirup eingekocht wurde. Grundsätzlich konserviert der viele enthaltene Zucker sehr gut. Ich habe Chai-Sirup längstens schon ca. 1 Jahr behalten, hatte aber auch einmal nach ca. 2 Monaten schon Schimmel in einem Deckel. (Wahrscheinlich war da etwas dran oder ist mir hineingeraten...)

All die feinen Gewürze und Zutaten in der Pfanne sind doch zu schade zum einfach wegwerfen... Wenn ihr sie zusammen mit 2-3 Tassen Wasser und einem neuen Beutel Schwarztee nochmals aufkocht und anschliessend direkt in die Tassen absiebt, habt ihr gleich den ersten (sehr starken!) Chai-Tee. Mit etwas Kaffeerahm oder Milch verfeinert ist er aber gut trinkbar.
Wenn ihr die verwendeten Gewürze mögt, könnt ihr die nun ausgekochten Stückchen auf einer Schicht Haushaltspapier ausbreiten und über einem Gitter trocknen lassen. Ganz trocken könnt ihr diese grobe Gewürzmischung als Winterliches / Weihnachtliches Potpourry verwenden.
Nun aber zum Wohle, geniesst den feinen Chai-Sirup / Chai-Tee und bleibt Gesund!
Liebe winterliche Grüsse, Miuh

P.S.1 Lotta hat vorgeschlagen, für "Bunt ist die Welt" ein Getränk in Szene zu setzen...  ich kann euch sagen, es ist gar nicht so leicht, eine einfache Tasse Tee - und erst recht nicht, einen grossen Topf voll dampfendem Chai-Sirup - zu fotografieren :-)
P.S.2 Meine ersten Tassen vom neu gekochten Chai-Tee werde ich heute in aller Ruhe geniessen und ins Winterwonderland draussen hinaus staunen - Meine Sonntagsfreude für Rita.
Und gerne auch verlinkt mit: ANL "A New Life / Achtsamkeit, Nachhaltigkeit, Lebensqualität"




Samstag, 25. Juli 2015

Sommer - Stillleben...

Was sich nicht alles ergibt, wenn man die Schnitt-Abfälle vom Abendessen zusammen mit verblühten Blümchen in eine Schüssel wirft...
Die unabsichtliche "Komposition" hat mir heute Morgen beim Aufräumen so gut gefallen, dass ich sie unbedingt fotografieren musste, bevor alles definitiv im Kompost gelandet ist. Ich glaube, im "freuen über kleine Dinge" bin ich unterdessen ziemlich gut! :-) Ein typischer Fall für die Sonntagsfreude auch!

Beteiligt waren:
Rosen von hier: Stein-Rosen
Artischocken und Zitronen wie hier: Artischocken (altes, italienisches Rezept)

Liebe Grüsse und allen ein schönes Wochenende, Miuh

Dienstag, 8. Juli 2014

Schwarzwälder Kirsch-Glace (-Eis)

In der einen Ecke unseres kleinen Grundstücks steht ein Kirschen-Baum, der unterdessen so hoch gewachsen ist, dass wir mit unseren Leitern und ohne grössere kletter-Gefahr nur noch an die untersten Äste und die dort hängenden Kirschen herankommen. So pflücken wir und die Nachbarn jeweils nur einige Schälchen und den Rest bekommen die Vögel, die uns das auch noch mit fröhlich-violetten Klecksen und Häufchen danken. Für mich ist das ok, ich bin nicht sooo sehr die Kirschen-Esserin.

So habe ich dann für unsere Kirschen auch nach einem Glace- (Eis-) Rezept gesucht und mich von diesem HIER etwas inspirieren lassen... aber doch einiges abgeändert, so dass alles nach meinem Geschmack ist :-)


Rezept für Schwarzwälder Kirschglace (-Eis)


400 gr entsteinte Kirschen  in einer Pfanne vorsichtig erhitzen, dann im Mixer oder mit dem Pürierstab fein pürieren.
oder Alternativ: (ich habe keinen "Entsteiner")
400 gr Kirschen aufschneiden  und in einer Pfanne vorsichtig erhitzen und sobald die Kirschen etwas weich sind: durch ein Sieb streichen, den Saft auffangen, aus der restlichen Masse die Steine herauslesen, das Fruchtfleisch mit dem Stabmixer fein pürieren und ebenfalls zum Saft geben.

2-4 EL Kirschwasser dazugeben
100 gr Puderzucker einrühren
2dl Vollrahm (Schlagsahne) leicht anschlagen und einrühren
2-3 EL Schokostreusel einrühren

In einer genügend grossen Schüssel in den Tiefkühler stellen und immer mal wieder umrühren, so dass keine grossen Eiskristalle entstehen und das Glace (Eis) schön fein wird. Bevor das Glace wirklich hart wird, in einen verschliessbaren Aufbewahrungsbehälter umfüllen.

Ich habe das Glace am späteren Abend gemacht und da ich irgendwann ins Bett wollte, die Schüssel mitsamt dem Schwingbesen in die Kühltruhe gestellt, so dass ich am frühen Morgen gleich nochmals umrühren kann. Durch den Alkohol des Kirschwassers sollte die Masse nicht so schnell gefrieren... dachte ich ;-) ups!

So, aber nun zum Resultat:
Was ich an der Schwarzwälder Kirschtorte am allerliebsten mag, sind ehrlich gesagt die Schoko-Streusel, dicht gefolgt von den "besoffenen" (in Kirschwasser eingelegten) Kirschen und dem Schokokuchen-Biscuit... und genau so schmeckt dieses Glace.
Wer mag, setzt noch einen Klecks Schlagrahm drauf und mmmmmmh! (und weil das gerade so passt, zeige ich mein Schwarzwälder Kirschglace gerne auch noch beim My Monday Mhhhhhh :-)
Liebe Grüsse, Miuh



Montag, 5. Mai 2014

Artischocken (altes, italienisches Rezept)

Meine Artischocken-Pflanzen, die ich versucht habe zu überwintern, zeigen sich noch nicht oder haben im schlimmsten Fall den Winter gar nicht überlebt... In den Mittelmeerländern jedoch ist die Saison (normalerweise vom frühen Frühling an, bis in den Herbst hinein) schon in vollem Gange.
Wenn ich jeweils die schönen, frischen, grossen Artischocken im Laden sehe, juckt es mich immer in den Fingern und oft nehme ich 1-2 Stück pro Person mit nach Hause, wo wir sie nach einem alten Familienrezept zubereiten. Wenn ich mich richtig erinnere, haben es meine Eltern vor vielen Jahren von einem Italiener so gelernt. Im Gegensatz zu all den Rezepten, bei denen die Artischocken in  Zitronenwasser gekocht werden, bleiben nach meiner Meinung hier der ganze Saft und die Aromen der Artischocke noch etwas mehr erhalten.


Zubereitung der Artischocken:

- 1-2 grosse Artischocken pro Person (zu zweit und mit viiiiel selbst gemachter Mayonnaise (Rezept hier) reichen uns jeweils 3 Stück gut)
Die Artischocken gut waschen und ausschütteln / abtropfen lassen. Mit einem scharfen Messer auf einer stabilen Unterlage den Stiel am Ansatz gerade abschneiden (für eine gute, kleine Standfläche) und das oberste 1/4 bis 1/3 ebenfalls abschneiden.
Die Artischocken nebeneinander in eine hohe Auflaufform stellen (Deckel muss vorhanden sein!)
- Aromat (gibt es unterdessen auch ohne Glutamat) oder alternativ Kräutersalz
- (schwarzer) Pfeffer aus der Mühle
zum würzen auf die obere Fläche streuen und...
- Saft einer Zitrone
- Ein Schlückchen Weisswein (oder auch zwei, drei je nach Geschmack...)
...über die Schnittfläche leeren. So werden auch die Gewürze richtig in die Artischocke hinein verteilt. Die Auflaufform unbedingt mit dem Deckel verschliessen und die Artischocken so im auf 200 - 220C vorgeheizten Ofen während ca. 20 - 30 Minuten dämpfen.



Wie essen?
Man zupft die einzelnen Blütenblätter von aussen her weg, tunkt den unteren Teil in etwas Mayonnaise und zieht mit den Zähnen das Weiche, essbare ab. Die äussersten Blätter kommen oft nicht so gut weg, je weiter innen, desto leichter geht es.
Von den innerne Blättern ist auch ein grösserer Teil essbar als von den äussersten. Ganz innen werden die Blättchen immer kleiner und feiner, oft kann man hier gleich mehrere zusammen ausreissen und den unteren Teil essen - aber Vorsicht, oft haben die innersten Blütenblätter fiese Stacheln!
Was zuinnerst aussieht wie Heu, kann man nicht essen. Aber wenn man es vorsichtig abschneidet, kommt man zum Herz der Artischocke (wir nennen es "Bödeli"), was viele Leute am liebsten mögen...
Wie esst Ihr die Artischocken am liebsten?
Weitere Rezepte und Ideen findet Ihr wie immer beim my monday mhhhhhh von den Noz! Glücksmomenten (hier)
Liebe Grüsse und "en Guete", Miuh

https://geheimtippreisen.blogspot.ch/

Sonntag, 13. April 2014

Löwenzahnknospen - zum essen!

Juhuuu, es blüht! Überall und sehr, sehr fest...!
Heute haben wir also das wunderbare Frühlings-Wochenend-Wetter genossen und einen langen Spaziergang unternommen.

Nachdem ich vor zwei Wochen noch sehr intensiv nach einigen bodennahen Löwenzahnknospen suchen musste, blühen sie unterdessen oft schon, oder sind kurz davor! So war es heute kein Problem mehr, eine gute Handvoll der Blütenknöpfe zu pflücken und nach Hause zu tragen. (Achtung, nicht unbedingt entlang der vielbefahrenen Hauptstrasse oder vielbegangenen Hundespazierstrecke sammeln!)
Die Knospen habe ich etwas gerüstet, d.h. alle Stiele und abstehenden grünen Blättchen abgeschnitten, sowie allfällige unschöne Stellen entfernt...
... und in etwas heissem Olivenöl kurz von möglichst allen Seiten her angebraten. Dabei werden die Blütenknospen etwas goldiger und springen manchmal leicht auf....
... so sind sie wunderbar zu geniessen: pur, nur mit einigen Salzflocken (von unserer Australienreise vor 2 Jahren habe ich noch das feine "Murray River Salt"...
... oder als Beigabe zu einem grünen Salat, hier zusammen mit Mozzarella-Stückchen und kleingeschnittenen Bärlauch-Blüten an einer italienischen Sauce.

Die Löwenzahn-Blütenknospen schmecken für mich leicht nussig, ein wenig nach einer Mischung aus Spargeln und Artischocken.
Es ist gerade im Frühling ein wunderbares Gefühl, wenn man draussen in der Natur etwas pflücken oder sammeln und anschliessend zu Hause frisch zubereiten kann. Beim Thema Wildkräuter bin ich zwar noch gar keine Expertin, aber Löwenzahn zu erkennen gelingt wirklich allen und momentan ist er (wenigstens in unserer Region) im Überfluss vorhanden!

Nun los, zum My Monday Mhhhhhh von den Glücksmomenten, dort gibt's auch den dazu passenden "Löwenzahnhonig"! Und bei Pampelopee werden als Crealopee-Spezial alle Frühlings- und Oster- Ideen gesammelt...

Viel Spass und "en Guete" beim ausprobieren, Miuh

https://geheimtippreisen.blogspot.ch/











Sonntag, 2. März 2014

Nachtkerzen - zum essen! ...ein Versuch

Nachtkerzen mag ich im Sommer sehr! Abends entfalten sich die Knospen langsam, aber doch genügend schnell (innerhalb ca 1 Minute) um zuzuschauen, wenn man etwas Geduld hat... Ich liebe es, immer wieder bei diesem Wunder der Natur dabei zu sein und erinnere mich beim anschauen der Fotos gleich wieder an den wunderbaren Duft (und an die Mücken, die jeweils scharenweise versuchen, mich zu stechen wenn ich so schön andächtig still stehe, schaue und fotografiere).

Nun haben sich die zweijährigen Pflanzen aber ziemlich versamt und vermehrt und sind diesen Herbst sogar in unserer Badewanne im Garten - wo ich nächsten Sommer eigentlich wieder Zughetti (Zucchini) pflanzen möchte... - recht zahlreich gewachsen.

Einfach so ausreissen und wegwerfen mag ich nicht... und da ich gelesen hatte, dass man Nachtkerzenwurzeln im ersten Jahr zwischen Herbst und Frühling (bevor sie dann in die Höhe wachsen oder sogar blühen!) essen kann, war ich nun bereit für einen Versuch! Gemäss Wikipedia (hier, etwas weiter unten: "Verwendung als Nahrungsmittel") wird erklärt, dass man früher sogar sagte, dass "ein Pfund der Nachtkerzenwurzel so viel Kraft gebe wie ein Zentner Ochsenfleisch". Und Kraft kann ich immer brauchen :-)
So habe ich heute eine Wurzel aus der Erde gezogen und mit in die Küche genommen. Nach verschiedenen Quellen im Internet soll man sie etwa so behandeln wie Schwarzwurzeln. (Ups, auch die habe ich noch nie gegessen...)
Also: gut  waschen und von der Erde reinigen, die Haut etwas abschaben und in Stückchen schneiden. Bald spürt man so auch den etwas schleimigen Saft der Pflanze. Da die Wurzel an der Luft anlaufen würde, soll man sie gleich in etwas Essigwasser einlegen.
Anschliessend habe ich die Stückchen kurz blanchiert (wäre nicht unbedingt nötig), gut abgetropft, abgetrocknet und dann in Butter angebraten.
Andere Rezepte empfehlen, die Wurzel in Bouillon oder Salzwasser zu kochen, oder roh z.B. gerieben zu Karrottensalat zu geben.

Serviert habe ich die Nachtkerzen-Wurzel nur mit etwas "Murray River Salt" bestreut. (Fleur de Sel oder fein gemahlenes Meersalz geht natürlich genau so gut!)
Der Geschmack ist für mich schwierig zu beschreiben... ziemlich mild, man sagt, ähnlich wie Schwarzwurzel...  Auf jeden Fall schmeckt es ganz leicht erdig - wie z.B. Randen (rote Beete), aber ohne den charakteristischen, starken Geschmack. Was auch auffällt ist, dass die Zunge und der Hals davon leicht kratzig werden, wie zum Beispiel von etwas "rauhem" Olivenöl oder von Ananas. Ein anderes Mal würde ich deshalb die Nachtkerzen-Wurzeln wahrscheinlich mit einem anderen Gemüse kombinieren (z.B. als Ofengemüse...) und mit etwas Basilikum-Pesto oder einer anderen Sauce geniessen.

Erst ganz spät kam mir in den Sinn, dass ich ja im Buch "Meine wilde Pflanzenküche" von Meret Bissegger (AT Verlag) nachschauen könnte, ob / was über die Nachtkerzen-Wurzeln geschrieben wurde... zum Glück etwa das, wie ich die Wurzeln auch zubereitet hatte!

Anschliessend habe ich wieder einmal das ganze Buch durchgeblättert... es ist eine wunderbare Inspiration für mich, gerade jetzt im beginnenden Frühling. Nun gibt es so viele spriessende Kräuter und andere Wildpflanzen, die man sammeln und essen könnte.

Ich muss ja zugeben, das Meiste davon werde ich wohl nie zubereiten, weil ich momentan viele Pflanzen noch zu wenig kenne... und auch weil ich etwas heikel und ein kleiner "Schisshas" bin ;-)

Liebe Wildpflanzen-Grüsse, Miuh

https://geheimtippreisen.blogspot.ch/


Sonntag, 29. Dezember 2013

Rückblick auf Weihnachten

Weihnachten haben wir dieses Jahr bei uns zu Hause und im Emmental gefeiert... und ganz ehrlich: Schlussendlich habe ich bis am 24.12. auswärts gearbeitet, habe nicht alles geschafft, was ich wollte (z.B. all die Baumanhänger aus Naturmaterialien - es blieb bei den Orangenschalenfigürchen)...
...und hatte in den letzten Tagen und Stunden noch ziemlich viel zu tun... "schnell" einpacken geht bei mir einfach nicht. Aber die Feiern mit der Familie waren dann schön und entspannt.
Als Geschenke für unsere Lieben habe ich in letzter Zeit allerlei feine Sachen gekocht, gebacken, gemixt, geklebt... mein Mann nennt es "Chuchibaschtle" ("Küchenbasteln"), das trifft es wohl gut ;-)
Die Rezepte habe ich teilweise selbst erfunden (Pesto Rosso, Mandeln, Cashews), teilweise im Internet, z.B. bei Chefkoch (Pralinés) abgeschaut, Akazienhonig mit Vanille erklärt sich irgendwie selbst ;-) und die Würfel-Zucker mit den Herzchen (oder anderem) darauf schweben schon seit längerer Zeit durch verschiedene Blogs.
Viele Essbare Geschenke gibt es z.B. auch bei meinem liebsten Koch-Blog: Steph's Kleiner Kuriositätenladen - hier direkt die Geschenke aus der Küche - da bin ich auch noch fleissig am Rezepte durchprobieren!
 
Nun aber in Richtung Emmental...
Anfangs war die ganze Landschaft noch ziemlich grün, auch hier hatte wohl der Föhnsturm von Heiligabend fast allen Schnee weggeschmolzen. (bei uns war es Nachts bis 15C warm, obwohl wir nicht in einem der klassischen Föhntäler wohnen)
 
Auch hier genossen wir eine schöne Weihnachtsfeier! Meine Eltern suchen sich im Wald immer ein Weihnachtsbäumchen "mit Charakter". Von diesem hier hat mein Vater ein kleines Stück vom Stamm abgeschnitten und behalten, um unter der Lupe die Jahresringe zu zählen - es waren über 50, fast unglaublich bei diesem kleinen Tännchen! Es hatte wohl einen schwierigen Standort.
 
Am nächsten Morgen war es dann deutlich kälter und es schneite so richtig... aber nicht ganz so viel wie in anderen Regionen der Schweiz, wo Strassen und Eisenbahnlinien gesperrt werden mussten.
Nun haben wir noch einige Tage frei und freuen uns sehr über diese Zeit ohne Verpflichtungen!
 
Unterdessen zeige ich meinen Rückblick auf  unsere Tage zusammen mit den Lieben bei Luzia Pimpinellas aktuellem Foto-Thema und schaue bei Ihr, wie andere miteinander gefeiert haben.
 
Liebe Grüsse, Miuh

Sonntag, 10. November 2013

Eigene Zitronengras - Ernte

Diesen Frühling habe ich zum ersten Mal selbst Zitronengras (z.B. von Samen Mauser) angesät und es hat tatsächlich geklappt! Da es nicht winterfest ist (für heute Nacht ist möglicherweise zum ersten Mal Frost angesagt), wurde jetzt Zeit, zu ernten.

Ein vorher-Foto, wie das Zitronengras im Topf aussah, habe ich leider nicht... (da war ich wieder einmal schneller mit loslegen, als ich an die Kamera denken konnte!) Ihr könnt es Euch aber so vorstellen wie ganz normales, eher zähes, hohes Gras. Besonders schön ist es nicht, es darf also ruhig etwas versteckt stehen, Hauptsache sonnig und warm. Bei uns stand es neben der Haustür und die Nachbarn haben sich wohl schon gefragt, ob ich jetzt auch noch in den Töpfen Gras züchte...
Den oberen, grasigen Teil habe ich auf ca. 15cm abgeschnitten, die verbliebenen Stängel gut gewaschen, dann auch noch die verzweigten Wurzeln abgeschnitten und die äusserste (oft schon etwas angegriffene oder braune Schicht abgeschält. Voilà!
So kann man das Zitronengras nun zum Kochen brauchen: entweder die Stängel aufschneiden, mit einem Messer-Griff quetschen, mitkochen und am Schluss wieder aus dem Essen nehmen, oder nur das nicht ganz so zähe, weisse Innere fein geschnitten verwenden.
Gestern habe ich so einige Zitronengras-Stängel und etwas Chili verwendet, um die aufgetaute Kürbis-Suppe etwas anders zu aromatisieren: sie schmeckt dann eher wie eine Thai-Kürbissuppe.

Die Zitronengras-Stängel halten im Kühlschrank, in einem ganz leicht feuchten Haushalt-Papier oder in einem Plastik-Säckchen einige Wochen. Ich habe gelesen, man könne sie auch einfrieren, das habe ich aber noch nicht probiert.
Wer mag, kann auch (z.B. zu viel gekauftes) Zitronengras in ein Glas mit wenig Wasser stellen (oder ganz knapp darüber) So sollten sich wieder Wurzeln bilden und man kann nach einiger Zeit sein eigenes Zitronengras auf der Fensterbank (im Winter) oder draussen (im Sommer) einpflanzen.

Beim Ernten und aufschreiben denke ich auch schon wieder an den nächsten Frühling... überlege mir, welche Kräuter und Gemüse ich wieder säen werde und welche eher nicht... (unser Platz ist ja sehr beschränkt). Zitronengras ist für mich ein "wieder dabei"!

Ich werde mir auch Mühe geben, Euch nächstes Jahr schon im Winter / Frühling zu informieren, was ich alles so ansäen werde, so dass Ihr noch "mitmachen" könntet... erst im Herbst die schönen Ernte-Erfolge präsentieren ist ja fast etwas gemein ;-)

Mit diesen herbstlichen Bildern aus unserer Umgebung grüsse ich Euch herzlich, Miuh

https://geheimtippreisen.blogspot.ch/

Mittwoch, 6. November 2013

Würzige Kürbissuppe (sogar Vegan :-) )

Kürbissuppen-Rezepte gibt es ja unzählige… das hält mich nun aber nicht davon ab, Euch auch meines noch zu zeigen. :-) Das Rezept habe ich ursprünglich einmal aus 2-3 im Internet gefundenen Rezepten zusammen-kombiniert und später immer weiter entwickelt, bis es jetzt genau so ist, wie wir es am liebsten mögen.
Die hier verwendeten Mengen reichen für eine mittlere Grossfamilie oder für viele Gäste, oder – wie bei uns – auch am nächsten Tag (und eingefroren und aufgetaut auch später) nochmals und nochmals für eine Hauptmahlzeit. Ihr könnt natürlich auch die Mengen reduzieren. Vieles am Rezept wird sowieso nach Gefühl und Geschmack dosiert… da seid Ihr also ziemlich frei!

Vorbereiten:
  • Hokkaido-Kürbis gut waschen, aufschneiden, Kerne und Inneres mit einem Löffel herausschaben und separat aufheben! (Mehr dazu später). Die Schale darf dranbleiben (bei anderen Kürbis-Sorten meistens nicht), Stielansatz und „Bürzi“ wegschneiden, den Rest in ca 3*3cm grosse Stückchen schneiden.
  • Eine grosse (oder mehrere kleine) Zwiebel klein schneiden
  • 2-3 grosse (oder mehr kleinere) Knoblauchzehen schälen und kleinschneiden
  • 2-3 weitere grosse Knoblauchzehen schälen und zur Seite legen.
  • Nebenbei  2-4 sehr grosse (oder mehr kleinere) Kartoffeln kochen und anschliessend schälen

Kochen:
In einer sehr grossen Pfanne (es wird ca 4-5 Liter Suppe geben, das ist mehr als man meint!)

  • Sesam-Öl                                so viel, bis der Boden grosszügig bedeckt ist, erhitzen
  • 1 Grosse Zwiebel                    kleingeschnitten, im Öl etwas andünsten ... dann gleich
  • 2-3 grosse Knoblauchzehen   kleigeschnitten, beigeben ... dann gleich
  • 1 kleiner Hokkaido-Kürbis       in ca. 3*3 cm grosse Stückchen geschnitten - beigeben

Alles zusammen andünsten und mit einer grossen Kelle herumrühren, bis es am Boden anfängt, etwas anzusetzen - jedoch nicht anbrennen lassen! Falls nötig nochmals etwas Sesamöl beigeben.

  • 1.5 Liter Gemüse-Bouillon       beigeben (oder 1.5L Wasser und entsprechend Pulver/Würfel/Töpfli)
  • 4 grosse gekochte Kartoffeln   ev. etwas zerschneiden, beigeben

Alles ca 15 Minuten weiterköcheln lassen. Mit dem Stabmixer alles gut kleinschneiden und mixen, bis eine cremige Suppe entstanden ist. Achtung, da die Suppe jetzt noch sehr dick ist, kann es stark blubbern und spritzen!

  • 1 Liter Kokosmilch                    beigeben (eventuell ein wenig davon behalten für die Deko später)
  • 1EL (lieber knapp!)  Salz
  • 1-2EL mildes Currypulver
  • 2TL scharfes Currypulver (oder alternativ 2KL Cayennepfeffer)
  • 2KL Ingwerpulver
  • 5EL Kürbiskern-Öl
  • 5EL Sherry-Essig                      alles zum Würzen beigeben.

Mit dem Schwingbesen gut durchrühren, probieren und je nach Lust und Laune nochmals mit Gewürzen / Sherry-Essig abschmecken, den Herd abstellen. Nun die 2-3 verbliebenen Knoblauchzehen fein durch die Knoblauchpresse direkt in die Suppe drücken, nochmals gut umrühren und servieren.

Dekorieren kann man mit Kürbiskernen, einem Klecks Kürbiskernöl, mit der übrig gelassenen Kokosmilch, oder mit allem zusammen.
En Guete!

Mit den vorher zur Seite gestellten Kürbiskernen aus dem Inneren des Hokkaido kann man würzige geröstete Knabber-Kürbiskerne herstellen. Das Rezept findet Ihr schon mal in meinem ersten 2013 - Post, aber ich werde es Euch nächstens noch schöner darstellen und mit Fotos ausschmücken.

Liebe Grüsse und lasst Euch den Herbst schmecken, Miuh