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Mittwoch, 20. Oktober 2021

Alpabfahrt und wieder einmal etwas von mir

Ihr Lieben... in den letzten Tagen hatte ich wieder einmal Zeit, um Blogbeiträge zu lesen, zu stöbern, Kommentare zu schreiben und auch einen Blick auf meine eigenen Blogs hier sowie bei den Geheimtippreisen zu werfen. Es hat mich gerührt, dass ich ein wenig vermisst worden war und ebenso, dass ich gleich wieder mitten drin war. Ein schönes "nach Hause kommen"!

Ja, ich war wenig aktiv hier in den letzten gut 1.5 Jahren. Der eine Grund ist, dass ich mit der Technik des letzten Blogger - Updates noch nicht perfekt klar komme (und mir die Zeit und Geduld gefehlt hat, mich richtig einzuarbeiten).

Der viel wichtigere Grund ist jedoch, dass mir ganz einfach die Zeit gefehlt hat, die Zeit, mich in Ruhe hinzusetzen, Blogbeiträge zu lesen, Texte zu schreiben, zu recherchieren, Fotos von der Speicherkarte herunterzuladen - ja oft sogar nur schon Fotos aufzunehmen! Mein Leben wurde, zum Glück ganz im positiven Sinne, ein wenig auf den Kopf gestellt in den letzten Monaten.

Wie an so vielem ist auch hier natürlich unter Anderem "Corona" ein bisschen mit schuld! ;-) Man könnte meinen, durch das Homeoffice und die anfänglichen Reise-Stopps, welche auch mich betroffen haben, sei ganz viel Zeit frei geworden? Irgendwie habe ich es aber nie geschafft, Bananenbrot zu backen oder mich zu langweilen. Anfangs war die Arbeitswelt extrem fordernd (ja, auch zu Hause!) und später habe ich für mich irgendwie eine neue, zwar glückliche aber doch auch (Frei-)zeitintensive und aktive Art der Work-Life-Balance gefunden - inklusive ganz viel (romantisches) Landleben immerhin.

Nun aber genug Blabla!

Ende September durfte ich zum dritten Mal in Folge als Zuschauerin dabei sein bei einer Alpabfahrt im Emmental, genauer gesagt, von der Ahorn Alp hinunter. 

Es ist keine der grossen, bekannten Alpabfahrten, welche normalerweise von Busladungen voller Touristen besucht werden. Die Tiere sind nicht für die Touristen, für die Fotos geschmückt, sondern aus Stolz, aus Freude, zu Ehren der Alphirten und des speziellen Tages.

Dennoch ist es auch hier immer ein Gänsehautmoment, wenn man die Kuhglocken von Ferne lauter werden hört, bis dann die ganze Herde um die Kurve kommt und die Strasse hinunter trabt. Im Dorf angekommen, werden die Rinder gestoppt, drängen wild zurück, zur Seite und wieder vor und beruhigen sich schliesslich langsam. Dann suchen die Bauern ihre Tiere anhand von Fellzeichnungen und Nummern heraus, binden sie an der Seite an und nehmen sie anschliessend nach gut 100 Tagen auf der Alp wieder mit nach Hause. Ein schöner Tag!


Immer wieder bin ich erstaunt, wie grün es im Oktober - ja, bei mildem Wetter auch im November und sogar im Dezemer - noch ist. Das folgende Foto habe ich beinahe auf den Tag genau vor einem Jahr aufgenommen. 

Solange die Kühe auf den Weiden noch saftiges Gras finden wird die Chance genutzt und das wertvolle Heu, welches als Winterfutter eingelagert wurde, muss noch nicht angetastet werden.

 


Wie kürzlich woanders schon erwähnt, ist es jeweils das schöne Licht, welches mich im Herbst damit versöhnt, dass der Sommer nun wirklich vorbei ist und mich ein wenig über diese Tatsache hinwegtröstet. Gerade in dieser Zeit locken so viele stimmungsvolle Fotosujets! Ich sollte also gerade jetzt dringend die Kamera wieder öfters nutzen.

Für die Nächste Zeit habe ich mir vorgenommen, mich hier öfters wieder zu melden und sei es nur mit einem Foto oder aktuellen Gedanken - es muss ja auch nicht immer eine riesige (Foto-) Story sein!

Liebe Grüsse und hoffentlich bis bald
Miuh

P.S.gerne zeige ich die Blumen-Dekoration der Alp-Abfahrt gerne auch bei Holunderblütchen's Friday Flowerday und die Oktober-Kühe beim DND Natur Donnerstag.

Samstag, 15. April 2017

Ostereier natürlich mit Zwiebelschalen färben

Wenn es um Ostern geht, gehöre ich eindeutig zu den Menschen, bei denen die Osterfeiertage mit Osterdekoration und Allem, was dazu gehört, erst Gründonnerstag Abend und nicht vorher anfangen...
Auch die Ostereier färbe ich erst am Karfreitag, oder sogar Samstag vor Ostern - und wenn es auch Euch so geht, zeige ich hier gerne, wie ich auch dieses Jahr wieder auf natürliche Weise unsere Ostereier mit Zwiebelschalen gefärbt habe:
Organisierte Menschen sammeln ja schon ein halbes Jahr im Voraus Zwiebelschalen -  Wie ich das immer wieder vergessen kann, ist mir ein kleines Rätsel... aber zum Glück werden heutzutage in den Grossverteilern auch Zwiebelschalen verkauft :-) Aber nächstesn Jahr dann!!

Falls Ihr aber erst ans Färben denkt, wenn wirklich kein Geschäft mehr offen hat, funktionieren auch: Spinat (grün), Rotkohl (blau-violett), Kurkuma (gelb), Baumnuss-Schalen (braun) oder Randen (rot).

Rezept zum Ostereierfärben mit Zwiebelschalen:

Vorbereitung:

- 6 - 12 Rohe Eier
- Möglichst dekorative Kräauer / Blätter, z.B. Löwenzahnblätter, Löwenzahnblüten, (Wald-) Erdbeerblätter,  Akeleiblätter, Kleeblätter, Birkenblätter, junge Feldahornblätter, Wicken,... oder auch Gummibänder oder Schnüre um die leicht angefeuchteten Eier binden.
- Alte (auch löchrige) aber gewaschene Nylonstrumpfhosen in ca. 10 cm langen Stücken (jeweils auf einer Seite verknoten)
-> stramm um die mit Kräuter dekorierten Eier Ziehen und auf der anderen Seite zudrehen.
-  mit kleinen Schnurstücken (ca. 10 cm lang) gut zuknöpfen.

Für den Sud:

Einige Handvoll Zwiebelschalen
1 Schluck (1-2 EL) Essig
wahlweise 1 EL Kurkuma
und / oder 1-2 Blätter Rotkohl geschnetzelt (z.B. Rüstabfälle)

Eier färben:

Zwiebelschalen und eventuell weitere Zutaten in ca. 2 L Wasser aufkochen bis es blubbert, anschliessend vom Herd nehmen und etwas abkühlen lassen. 

Die Eier vorsichtig hineingeben und mit den Zwiebelschalen leicht zudecken. 
Für 10 - 15 Minuten kochen lassen  

Vorsichtig herausfischen und unter kaltem Wasser etwas abschrecken
Den Strumpf aufschneiden und die Eier vorsichtig von den Pflanzenresten befreien.

Nachdem die Eier abgekühlt sind, mit etwas Pflanzenöl, z.B. Sonnenblumenöl einreiben
Die selbst natürlich gefärbten Ostereier sind auch meine (und der ganzen Familie) Sonntagsfreude!

Ganz genau nach Plan gelingen die naturgefärbten Eier nach meiner Erfahrung nie... aber immer wieder kommen schöne und überraschende Muster heraus - ich mag sie einfach!
Selbst habe ich dieses Jahr zwei Färber-Sude angesetzt: * Braune Zweiebelschalen und Kurkuma sowie * Braune und rote Zwiebelschalen und Rotkohl. Beide Brauntöne wurden schön satt aber sehr ähnlich - ein anderes Mal würde ich also nur noch einen Topf zum Färben ansetzen.

Liebe Grüsse und schöne Ostern Euch allen, Miuh

P.S. Da diese Methode des Ostereierfärbens so schön natürlich ist (die ausgekochten Zwiebelschalen habe ich danach auf dem Kompost entsorgt und die kaputten Strümpfe hätte ich sowieso entsorgen müssen...) verlinke ich gerne zum aktuellen ANL "A New Life" der lieben Rostrose Traude.






Sonntag, 5. Januar 2014

Dreikönigstag und Dreikönigskuchen


Am 6. Januar, dem Dreikönigstag / Epifania (klick für mehr Wiki-Hintergrundwissen dazu) gibt es bei uns einige schöne Bräuche. Zuerst einmal bleibt der Weihnachtsbaum hier bis nach dem 6. Januar stehen.
Einige zünden dann sogar die Kerzen am Baum nochmals an, ABER: Davon würde ich dringend abraten! Die oft schon etwas trockenen Bäume dünsten Harz aus, das explosionsartig brennen kann, hier (YouTube) ein Video davon. Auch ohne brennende Kerzen freue ich mich jeden Tag noch über unseren Weihnachtsbaum!

Teilweise gehen auch Sternsinger - meist als die drei Könige (Caspar, Melchior und Balthasar) aus dem Morgenland verkleidete Jugendliche - von Tür z Tür. Sie singen, sammeln Geld für einen guten Zweck und schreiben mit Kreide das segnende C+M+B und die Jahreszahl über die Haustür.

Am weitesten verbreitet ist aber der Dreikönigskuchen. Gemäss Schätzungen wurden im letzten Jahr schweizweit bis 1.5 Millionen davon verkauft - bei nur etwa 7 Millionen Einwohnern heisst das doch etwas!
Dabei ist vieles an der Produktion (auch bei den Grossverteilern) noch immer Handarbeit.
Die meisten Schweizer wissen es natürlich schon lange ;-) Für alle anderen: Der "Kuchen" ist aus süssem Hefeteig, oft mit Rosinen (wer sie mag) und aus mehreren im Kreis angeordneten Kugeln / Stücken zusammengesetzt. In einem der Stückchen ist ein "König" versteckt. Das kann ein kleines Plastikfigürchen sein, oder auch eine Mandel. Jeder in der Familie... oder im Verein... oder in der Firma... nimmt sich ein Stückchen und wer den König darin hat, darf für einen Tag selbst König sein und regieren. Meistens ist dafür auch gleich eine goldene Karton-Krone beigelegt.
Kinder lieben den Brauch natürlich sowieso, aber auch Erwachsene sind der Spannung - und dem Regieren wollen ;-) nicht abgeneigt.

Hier mein Rezept für den Dreikönigskuchen:

- 500 gr Zopfmehl
- 1.5 kl Salz
- 3-5 EL = ca. 50-80gr Zucker
- 1 Päckli Trockenhefe (für 500gr Mehl passend)
- ca. 4 EL oder 50-100gr Rosinen (wer mag! Bei mir sind keine drin...)

Alles trocken in einer grossen Schüssel gut vermischen und eine Vertiefung machen.

- 2.5 dl lauwarme Milch (später bei Bedarf vielleicht noch etwas mehr)
- 60 gr Butter: geschmolzen, aber nicht zu heiss!

Zusammen in die Vertiefung leeren und dann alles gut zu einem geschmeidigen Teig kneten.

Den Teig mit einem leicht feuchten Tuch zugedeckt an der Wärme 1-2 Stunden aufgehen lassen.

- 1 Mandel

Aus dem luftigen Teig Kugeln formen und Aaaachtung! :-) in eine der Kugeln die Mandel stecken, gut wieder verkneten und kugelig machen. Dann alle Teile auf ein mit Backpapier belegtes Blech aneinander gruppieren: bei mir hat es 11 Kugeln à ca. 85 gr gegeben, man könnte aber auch ein etwas grösseres Mittelteil machen und darum herum die Kugeln. (Je nach Anzahl Familienmitglieder oder Arbeitskollegen...)

Das Ganze nochmals kurz aufgehen lassen, dann mit etwas

- Ei oder Kaffeerahm

bestreichen und mit einer Mischung (etwa eine Handvoll) aus:

- Hagelzucker
- Mandelscheibchen (musste ich schnell selbst schnibbeln, da ich nicht mehr einkaufen war)

bestreuen.

Direkt in die untere Hälfte des kalten Ofens schieben (vorgeheizt ginge auch, einfach etwas kürzer...), auf 220 C unter- und ober- Hitze einstellen und in 20-30 Minuten (immer mal überprüfen) schön goldig backen.

Ich hoffe, der Königskuchen passt gerade auch heute gut zum "My Monday Mhhhhhh" von den Noz Glücksmomenten... vielleicht findet er ja dort noch ähnliche Freunde :-)
Viel Freude beim nachbacken oder sonst ausknobeln, wer morgen Euer König ist und liebe Grüsse, Miuh

P.S. nein, unser Kätzchen wurde nicht gequält für's Fotoshooting... dann wäre sie nämlich schnell weggewesen.