Montag, 21. Mai 2018

So viel Glück: Wollschwein - Geburt

Als ich an diesem Tag beschloss, wieder einmal "meinen" Bauernhof zu besuchen, hatte ich wohl einen siebten Sinn, eine Menge Glück - oder einfach ganz viel Schwein! Wie sonst ist es zu erklären, dass ich nach sechs Monaten Abwesenheit genau im richtigen Moment zu einer Wollschweingeburt kam?


Es war einer dieser vielen schönen, warmen Frühlingstage im Mai. Ich freute mich sehr, nach Monaten wieder einmal den Bauernhof mit dem wunderschönen Garten, mit Wollschweinen, Pferden, Hasen und ganz viel Natur rundherum zu sehen. Wie nun schon gewohnt, schlüpfte ich durch die Lücke im Zaun und spazierte über die nun wieder grüne Wiese mit den Apfelbäumen.

Die jungen Wollschweine waren nur noch wenig kleiner als ihre Eltern. Wohlig lagen sie in den Schlammpfützen und schienen zu schlafen. Als sie jedoch sahen, dass es Gemüse gab, stürmten sie wild in Richtung Zaun, schüttelten sich und spritzten eine Menge Schlamm herum ... auch ich wurde getroffen - ups!

Nebenan lud eine kleine Sitzecke direkt bei einem riesigen Bienenhotel zum Verweilen und Beobachten ein. Ausser verschiedensten Wildbienen bauten in zwei Ecken auch Wespen an ihren Nestern und ich staunte, wie friedlich das alles war. Im Bauerngarten war schon vieles angepflanzt worden: Gemüse, Salate und Blumen waren schön natürlich kombiniert und mit Liebe gepflegt.

Ich freute mich sehr über alles und wollte eigentlich gerade wieder gehen, da sah ich bei Mama Schwein ein winzig kleines Schweinchen unsicher herumtapsen. Nach kurzer Rückfrage war klar: hier hatte gerade unerwartet die Geburt der nächsten Wollschweinchen - Generation angefangen! Nun erhielt die Schweinemutter mehr Stroh und Schatten und der Eber im gleichen Gehege jede Menge Grünfutter zur Ablenkung.



So eine Schweinegeburt kann total zwischen 2 und 6 Stunden dauern. So galt es, jeweils etwas geduldig zu sein, bis das nächste Wollschweinchen zur Welt kam. In der Zwischenzeit waren mehr Leute dazu gekommen, darunter auch einige Kinder. Es hat mich besonders gefreut, dass sie dieses kleine Wunder miterleben konnten und dass rundherum eine ruhige, friedliche Stimmung war.


Anfangs waren die Ferkelchen jeweils noch durch die Nabelschnur mit der Mutter verbunden und es brauchte einige Anstrengungen, bis sie riss und das nächste Kleine sich zu den anderen gesellen und an den Zitzen trinken konnte.


Nicht jedes der Baby-Schweinchen kam mit dem Köpfchen voran zur Welt, eines kam mit dem Popo voran und zappelte wild mit den Hinterbeinen, bis es endlich ganz draussen war. Wie waren wir alle rundherum erleichtert, als auch das geklappt hatte!

Zwischendurch stand die Wollschwein-Mutter auf und kümmerte sich um die bereits geborenen Mini-Schweinchen sowie um ihr Nest. Sobald die Kleinen jeweils trocken waren, sah man ihr Wildschwein-mässiges Streifenmuster, welches sie im Alter wieder verlieren werden.


Ganz bis zum Schluss der Geburt konnte ich leider nicht bleiben. So habe ich gehofft, dass noch alles gut geht und mir überlegt, wie viele Schweinchen wohl im ganzen Wurf zur Welt kommen würden?

Am nächsten Tag wollte ich die Wollschwein-Familie wieder besuchen. Die Muttersau erfreute sich an einem vielfältigen Gemüse-Menü... der Vater war unterdessen separat in einem eigenen Stall untergebracht und die "Halbstarken" hatten noch immer ihr Gehege mit besonders vielen Schlammlöchern. Wo aber waren die Kleinen? Ich suchte, fand sie nirgendwo und setzte mich erstmal traurig in der Nähe hin. War es am Ende doch nicht gut gegangen?


Nach einiger Zeit machten sich die Schweinchen bemerkbar - wie froh war ich!! Sie hatten sich einfach im Stroh versteckt (oder waren von der Mutter versteckt worden?) und kamen hervor, sobald sie der Durst weckte.



So süss! Ich war gleich wieder ganz hin und weg. Die Mutter legte sich im Stroh hin und wurde freudig begrüsst...


Im ganzen Gewusel konnte ich erkennen, dass es neun kleine Wollschweinchen waren, die sich hier tummelten. Da ich ohne Blitz fotografierte, sind sie nicht immer alle ganz scharf - einige waren einfach ständig in Bewegung!


Mit den typischen Grunz-Lauten zeigte die Mutter den Kleinen, dass es nun Zeit war, zu trinken. Sind sie nicht allerliebst? So viel Glück!


Ich freue mich schon, all die Wollschweine und Mini-Wollschweinchen schon bald wieder zu besuchen.

Mehr über den Traum-Bauernhof findet ihr hier:

Ein kleines Paradies am Stadtrand
Rückkehr zum Traum-Bauernhof...

Liebe Frühlingsgrüsse
Miuh

P.S. Die neugeborenen Wollschweinchen zeige ich gerne auch beim Naturdonnerstag, beim Freutag, beim sonntagsglück und bei den Montagsfreuden.

Kommentare:

  1. Was für eine süße Schweinerei :)) Quiekkkk
    Eine schöne Woche und saumäßiges Glück für Dich
    LG Heidi

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    1. Liebe Heidi, danke Dir vielmals! Ja, Glück in allen Formen kann man wirklich immer brauchen :-)
      Liebe Grüsse, Miuh

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  2. Das ist ja unglaublich... So was Besonderes, dabei sein zu können. Allerliebst sind sie, die kleinen Schweinchen. Wie schön, dass wir hier daran teilhaben dürfen. Ich bin ganz beglückt von den kleinen Tierchen... Und natürlich der geduldigen Mama Wollschwein. Liebe Grüße Ghislana

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  3. Zur rechten Zeit am rechten Ort nenne ich das. So Nackt sieht man noch nichts von ihrem Namenswolle.
    L G Pia

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  4. oh was ein Glück Du hattest. Was schöne Streifenwutzelchen, hachz. LG Eva

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  5. Ach, das nenne ich ja wirklich Glück! Wenn es so überraschend war!Wollschweine waren mir bis eben allerdings kein Begriff. :-) Nur Wildschweine, aber die Kleinen haben ja auch diese Streifen. Die sind ja wirklich drollig! :-)

    Was für ein schönes Erlebnis, liebe Miuh! Danke fürs Teilen!
    Deinen Kommentar habe ich auch gerade beantwortet.

    Viele liebe Grüße
    Sara

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