Sonntag, 3. November 2013

Fragen über Fragen...

Letzte Woche hat Giuanna vom herzchensblog (link) mir und 9 anderen Blogschreibern 10 persönliche Fragen gestellt, die sie gerne von jedem von uns beantwortet hätte… Gute Fragen. Einerseits persönlich, aber dennoch genügend offen, dass man nicht in eine Ecke gedrängt wird. In den vergangenen Tagen habe ich mir viel Zeit genommen, die Antworten hin- und her- überlegt, aufgeschrieben, umgeschrieben und schliesslich für einigermassen stimmig befunden:
 
 
1. Worueber bloggst du am liebsten?
 
Am liebsten blogge ich über unseren kleinen Garten und alles, was darin passiert, über feine Rezepte (gerne auch mit Gemüse aus dem eigenen Gärtchen), über Ausflugsziele und Ferien in der näheren Umgebung oder ganz weit weg und ganz allgemein über die Natur. Fotos sind für mich bei jedem Eintrag unverzichtbar und wohl meine grösste Freude.
 
 
 
2. Was halten deine Mitmenschen (Familie, enge Freunde) von deiner Bloggerei?
 
Die meisten Menschen in meiner Umgebung wissen nicht, was ein Blog ist, geschweige denn, dass ich auch einen habe. Mein Mann bemerkt vor allem, dass ich viele Blogs lese und ihm manchmal auch etwas darüber erzähle. Auf jeden Fall hat er nichts dagegen ;-) auch wenn er manchmal etwas geduldig sein muss, weil ich so viel fotografiere (was ja auch manchmal mit dem Bloggen zu tun hat)
 
3. Was macht dir am meisten Spass, wenn du ein neues Projekt beginnst?
 
Am meisten freue ich mich bei jedem Projekt ganz am Anfang über die ersten Gedankenblitze und Ideen. Ich liebe es, zu planen, mir etwas vorzustellen, Notizen zu machen, Informationen zusammenzusuchen, Material zu bestellen (hihi, siehe nächste Frage…), sei es für ein Foto-Projekt, eine Überraschungsparty, eine Hochzeit oder einen Hausumbau…
 
4. Wovon kaufst du dir am meisten, obwohl du genau weisst, dass du nicht soviel brauchst?
 
Oh, leider muss ich sagen, ich kaufe wohl von vielem, wenn nicht von fast allem zu viel… wer bräuchte schon mehr als 1-2 Hosen, T-Shirts, Pullover… Wer braucht 30 verschiedene Gewürze, mehr als eine Seife, so viele Kerzen…? Am schlimmsten bin ich wohl bei Deko-Artikeln: Laternen, Windlichter, Schalen, Gläser, Kerzen,… Aber ich muss auch sagen, dass ich besonders darauf schaue, nichts unnötig wegzuwerfen, vor allem, wenn irgendwie möglich, keine Lebensmittel! Und ich mache immer mal wieder reduktions- und „simplify“ - Versuche.
 
5. Was war dein tollstes Erlebnis auf deinem Blog?
 
Das tollste Erlebnis mit dem Blog ist für mich von Anfang an und immer wieder, wenn ich sehe, dass jemand liest, was ich geschrieben habe, wenn die Fotos, die ich so mag, auch andern gefallen, wenn Leute vielleicht sogar Kommentare schreiben und im besten Fall auch einen Nutzen aus meinem Blog ziehen. Anderseits ist der Blog auch für mich selbst ein schönes, kleines Archiv.
 
6. Warum liest du andere Blogs?
 
Andere Blogs lese ich, weil sie auf irgendeine Art inspirierend für mich sind: sei es bei Gartenthemen, Rezepten, Ausflugsideen, Fotografien, Einrichtungs- oder Deko - Ideen, alternativen Lebensformen,… Ich mag es, die Persönlichkeiten dahinter zu spüren, manchmal mitzufiebern und mich mit anderen Menschen über ihre Projekte zu freuen.
 
7. Worueber wuerdest du nie schreiben?
 
"Sag niemals nie“ … Aber ich gebe mir sicherlich sehr Mühe, nichts zu schreiben oder zu zeigen, was die Persönlichkeitsrechte oder Privatsphäre anderer Menschen verletzen könnte. Keine Nachbarhäuser, keine Fotos mit fremden Kindergesichtern oder sonst gut erkennbaren Menschen darauf… Einfach ist das nicht; oft merke ich erst zu Hause, dass da bei einem schönen Sujet noch jemand „Gesicht voran“ auf ein Foto gesprungen ist, der wahrscheinlich nicht ins Internet möchte… Glücklicherweise kann man ja meistens noch etwas „zuschneiden“ ;-)
 
8. Wem verdankst du deinen Erfolg?
 
Tja, was auch immer Erfolg ist…? Da könnte man alleine schon viel darüber diskutieren… Bestimmt haben meine Eltern einen grossen Anteil daran, was und wie ich heute bin. Sie haben mir schon früh beigebracht, dass ich selbst dafür sorgen und arbeiten muss, wenn ich etwas möchte. Später habe ich auch von verschiedenen Arbeitskollegen viel gelernt; Fachliches, aber auch Selbstbewusstsein, argumentieren, für mich und für andere einstehen. Nicht zuletzt verdanke ich heute vieles meinem Mann, der je nach Bedarf und Situation hinter mir, vor mir oder neben mir steht.
 
9. Was wuerden wir heute in deinem Nachruf lesen?
 
Mein Nachruf? Wow, ein happiges Thema… Zuerst einmal hoffe ich, dass das noch lange nicht der Fall sein wird, denn ich mag das Leben sehr. Bestimmt würde aber momentan – wie auch sicher in vielen, vielen Jahren noch – etwas über meine Liebe zu den Tieren und zur Natur darin stehen. Am wichtigsten wäre mir jedoch, dass man die Liebe in und zwischen den Zeilen lesen könnte.
 
10. Wohin willst du in deinem Leben noch unbedingt gehen?
 
Mir als Nostalgikerin und notorische „Rückkehrerin“ fallen zuerst diejenigen Orte ein, zu denen ich unbedingt nochmals gehen möchte: Sicher immer wieder ins nicht so ferne Emmental (Ruhe, Erdung, Natur, Tiere), etwas weiter weg nach Sardinien (schönste Strände, klares, warmes, türkisblaues Wasser) und ganz weit weg nach Australien (viiiel Natur, im Westen ein Riff praktisch am Strand, Einsamkeit, rote Erde, Tiere, unglaubliche Fischbestände, Weine, Menschen, die irgendwie so fern und doch so nah sind…). Dort ist auch gleich der Ansatz für neue Ziele: Gerne würde ich in Australien auch noch den tropischen Norden und das Great Barrier Reef sehen, sowie viele weitere Naturpärke. Etwas näher wären bestimmt die Italienischen Vulkaninseln (Stromboli, Vulcano, …) oder Island einmal spannend und hier in der Schweiz sind auch noch so viele schöne Orte zu entdecken, die ich bisher kaum oder wenig bereist habe, z.B. das Wallis, das Tessin, die Ostschweiz, weitere Teile des Bündnerlandes mit dem Nationalpark… äh ja, mehr Ferien brauche ich! J

Man kann die Frage natürlich auch ganz anders verstehen: Was möchtest Du in Deinem Leben noch erreichen, welche Träume, Ziele und Pläne gäbe es noch? Auch wenn mir mein aktuelles Leben ganz gut gefällt, könnte ich mir schon auch vorstellen, z.B. irgendwann von meinen Fotos zu leben… Aber wer möchte das schon nicht ;-) 

 
Eigentlich wäre es dann so gedacht, dass man sich selbst wiederum 10 neue Fragen überlegt und diese an 10 weitere Blogger schickt, die jeweils nicht mehr als 200 Follower haben. Und hier liegt für mich die Schwierigkeit:
 
Viele der Blogs, die ich verfolge, haben (teilweise weit) über 200 Follower. Nicht wenige haben auf ihrer Startseite gleich schon den Hinweis eingebaut, dass sie nicht an solchen Frage-Runden teilnehmen möchten und wiederum andere haben bereits teilgenommen… (kein Wunder, denn bereits in der zweiten Runde werden so 100 Blogger „befragt“  in der dritten Runde wären es 1000 und wieder eine Runde weiter 10‘000  … in der 5. Woche  (wenn alle etwa so lange brauchen wie ich), wären dann 100‘000 Blogger befragt worden – wow!)
 
Aus diesem Grund habe ich hier einen Kompromiss gefunden:
 
Wer möchte, darf sehr gerne die spannenden 10 Fragen von Giuanna beantworten (und vielleicht zu ihr und / oder mir verlinken)

Für alle, die sich gerne ausführlich vorstellen oder mit sich selbst auseinandersetzen möchten, habe ich ausserdem folgende 100 Fragen gefunden:  http://www.dasinternet.net/100fragen_zu_mir.php

Und wer insbesondere an Philosophischen Fragen interessiert ist, dem empfehle ich die 25 Fragen von Max Frisch – vielleicht auch nur für sich selbst, da sie doch sehr persönlich sein können:  http://www.wikiservice.at/buecher/wiki.cgi?MaxFrisch/Fragebogen

Hei, so viel habe ich wohl noch nie in einem Post geschrieben… hoffentlich war das nicht zu schwere Kost!
Liebe Grüsse an alle geduldigen Leser, Philosophen, Frager und Fragenbeantworter, Miuh


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