Samstag, 28. Februar 2015

12tel Blick im Februar - Schnee, Schnee, Schnee

Die ganze erste Februarwoche blieb der Ende Januar gefallene Schnee weiter liegen, es war Tag und Nacht eiskalt und die Bise blies feinen Schnee auf die Strasse (wo durch das überfrieren oft gefährliche Verhältnisse entstanden), in jeden Winkel und ins Gesicht. Später war es etwas weniger eisig, aber doch immer um die 0 Grad herum, so dass wir tatsächlich den ganzen Februar hindurch Schnee im Garten liegen hatten - und immer, wenn man dachte, jetzt taut er doch langsam weg - hat es wieder geschneit.

Diesen Monat habe ich es tatsächlich jeden Tag geschafft, ein Foto von meinem Gartenblick aufzunehmen, so dass ich Euch eine lückenlose Monatsübersicht zeigen kann...
Ob mir ohne das Projekt aufgefallen wäre, dass unterdessen schon seit eineinhalb Monaten ununterbrochen Schnee liegt? Es ist ein schönes Ritual geworden, jeden Morgen als erstes durchs grosse Fenster in den Garten hinaus zu schauen... manchmal fällt sofort eine Veränderung auf und Manches bemerkt man auch erst auf den zweiten Blick oder Ende Monat. Auf jeden Fall freue ich mich jetzt schon auf die nächsten Monate und erhoffe mir für den März langsam etwas mehr grün...

Liebe Grüsse und weiterhin viel Freude mit dem 12tel Blick Projekt bei Tabea!
Miuh


Samstag, 14. Februar 2015

Noch immer Winter...

Geschneit hat es hier zwar schon seit dem letzten Sonntag nicht mehr, aber noch immer liegt im Garten eine geschlossene Schneedecke. Der Schnee ist noch so hoch, dass durch die Katzen unterdessen ein eigenes, kleines Wegsystem entstanden ist, das immer wieder benutzt wird.
Auch sonst freue ich mich immer wieder, wenn ich Spuren im Schnee finde... Sie sind wie kleine Grüsse von den Nachbarskatzen...
... oder von den Amseln, die offenbar gekommen sind, um heruntergefallenes Vogelfutter aufzupicken...
So ein "richtiger" Winter lässt sich schon noch etwas aushalten, finde ich! Überhaupt bin ich irgendwie viel zufriedener mit dem Wetter, seit ich wieder mehr fotografiere... es lässt sich nämlich bei fast jedem Wetter eine besonders stimmungsvolle Situation einfangen: Sonnenstrahlen, die durch Wolken dringen, Nebelfotos, glitzernder Schnee, Regentröpfchenfotos, Sonne pur... Für mich eine besondere Freude, Sonntagsfreude oft, weil ich dann einfach am meisten Zeit fürs Fotografieren und die Natur habe.
Neben meinem Gartenblick den Ihr auch dieses Jahr im 12tel Blick in seiner Veränderung immer wieder sehen könnt, habe ich in letzter Zeit auch gerne immer wieder den winterlichen Blick aus dem Küchenfenster (hier teileweise schon einmal gezeigt) festgehalten. Ob mit den Lichtkugeln, die noch immer hängen dürfen oder ohne...
Wie ist das bei Euch? Mögt Ihr den Winter noch etwas aushalten, sehnt Ihr schon den Frühling herbei, oder sieht es bei Euch vielleicht sogar schon frühlingshafter aus als hier?
Liebe Grüsse, Miuh





Donnerstag, 12. Februar 2015

Ein Abenteuer?

Mein Leben ist ja mit Mann, Katzen, Job und Haus ganz geordnet, man könnte auch sagen "normal", langweilig oder spiessig. Mir gefällt's! Trotzdem vergesse ich nie, was sonst noch so möglich wäre, wie man auch noch leben könnte... Ein Blog, den ich dafür gerne lese, wird von Florian geschrieben: www.flocutus.de. Er reist relativ günstig durch die ganze Welt und finanziert sein Leben und seine Reisen durch Fotos, Erfahrungsberichte, Affiliate Programme und als Freelancer.
Sein aktuelles Thema: "Dein Abenteuer ist nicht mein Abenteuer" spricht mich sehr an! Was ist ein Abenteuer? Kann man Abenteuer - Zum Beispiel auf Reisen - planen? Sofort habe ich mich an verschiedene Diskussionen zum Thema erinnert - und an ein für mich typisches Beispiel:

Vor über 16 Jahren waren wir Ende Oktober auf Gran Canaria in den Ferien. Eine Ferien-Insel mit Strand,  Sand-Dünen und Party... Ausschliesslich herumliegen und uns sonnen mochten wir dann doch nicht die ganze Woche, so mieteten wir ein kleines Auto, fuhren um die Insel und planten eine Wanderung. Die Playa de Güigüi im Westen war unser Ziel: ein einsamer Strand, der hinter einem Bergrücken lag. Die Wanderung dauerte gemäss Reiseführer hin und zurück etwa 5-6 Stunden. Da wir etwas lange geschlafen hatten, stellten wir das Auto dann doch erst um ca. 13 Uhr beim Einstieg in Tasartico ab und waren überzeugt, dass wir ja jung waren und die Wanderung auch in 2-3 Stunden schaffen würden! Auf dem Höchsten Punkt angekommen (Fotos oben) begegneten uns erste Rückkehrer und warnten uns, dass es noch sehr weit und anstrengend werden würde... Wir liessen uns natürlich nicht beirren:
Als wir nach einem sehr anstrengenden und teilweise steilen Abstieg über schmale Pfade schliesslich beim wunderschön einsamen Strand ankamen, realisierten wir, dass die Sonne schon bald untergehen würde und dass die Rückkehr im Dunkeln durch die Berge viel zu gefährlich wäre. Ups!
Wir wussten, dass die Playa de Güigüi (im Gegensatz zum Nachbarstrand "Chico") bei Flut nicht überschwemmt wird. So war der Entschluss schnell gefasst: wir werden wohl hier übernachten!
Wir hatten ein Sandwich, zwei Äpfel, noch eine halbe Flasche zu trinken, unsere kurzen Hosen und T-Shirts, sowie je ein Badetuch dabei - und ein Feuerzeug.
Sobald die Sonne tiefer stand, wurde es kalt! Wir zogen die Badetücher als "lange Röcke" an, was wenigstens ein bisschen wärmte. Eine etwas mystische, gruselige Stimmung entstand durch ein sehr süsses, anhängliches, schwarzes Kätzchen, das plötzlich auftauchte. Woher kommt in dieser Einsamkeit eine so gepflegte, kleine Katze? Wir lieben Katzen sehr, aber nun war auch mir die Situation etwas unheimlich!
Holz gab es keines zu sammeln, nur etwas trockenes Schilf konnten wir finden und aufschichten. Das kleine Feuer brannte natürlich nicht lange und wärmte auch nur wenig. So gab es bald nach Sonnenuntergang nichts anderes, als irgendwie schlafen zu gehen: Etwas windgeschütz in einem Steinkreis lag noch Karton (es schien ganz, als wären wir nicht die ersten "Übernachtungsgäste"). Auf den Karton legten wir ein Badetuch, darauf lag mein Mann, darüber ich, zugedeckt mit dem zweiten Badetuch und irgendwo zwischen uns kuschelte sich das kleine, schwarze Kätzchen  ein. (seht Ihr es auf dem Bild oben?. Es blieb unsere einzige, kleine Wärmequelle in dieser kalten Nacht...
Auch am nächsten Morgen war es noch immer brr-kalt, die wärmende Sonne hinter den Bergen war noch weit entfernt. Wir zogen wieder unsere "Badetuch-Röcke" an und machten uns an den steilen Aufstieg über die Fels-Treppen, durch den "Schilfwald" und immer weiter den Berg hoch. Überrascht standen wir nach einiger Zeit vor dem Einsiedler-Hüttchen einer freundlichen Frau, die uns Milch anbot. Die Hütte hatten wir auf dem Hinweg nicht gesehen, aber nun hatten wir auch eine (gar nicht mehr gruselige) Ahnung, woher das Kätzchen kam...
Sobald wir die Passhöhe erreicht hatten, brannte die Sonne wieder auf uns nieder. Wir teilten die letzten Schlucke aus unserer Flasche und stiegen ziemlich erschöpft auf der anderen Seite den Berg hinunter.
Wie froh waren wir, als die ganze Tour geschafft war! Bei der ersten Gelegenheit kippten wir völlig unvernünftig eiskalte Getränke in uns hinein und sofort war uns klar, dass wir (nun, als alles überstanden war...) ein wundervolles, kleines Abenteuer zusammen erlebt hatten!
Was ist nun also ein Abenteuer? Für mich persönlich entsteht ein Abenteuer durch eine überwundene gefährliche oder sonst sehr unbequeme Situation, bei der man teilweise nicht wusste, wie man wieder rauskommt. Ein Abenteuer ist kaum planbar... Offenheit, Bereitschaft etwas zu wagen, von den üblichen Pfaden abzuweichen und etwas durchzustehen hilft sicher! Und nach unserer damaligen Erfahrung kann ich auch sagen: ein bisschen Unbedarftheit oder Selbstüberschätzung hilft wohl manchmal auch ;-)

Nun bin ich gespannt auf weitere Abenteuer-Berichte bei Florian ... Liebe Grüsse, Miuh

P.S. ein schönes Video einer Wanderung zur Playa de Güigüi auf Gran Canaria findet Ihr HIER!
P.S.2 auch wenn dieses Video viele Jahre nach unserem Abenteuer entstanden ist, könnte ich wetten, dass ich die freundliche Einsiedlerin und ihren Pulli wiedererkannt habe...






Sonntag, 8. Februar 2015

Ingwer-Experiment gelungen...

... so ziemlich jedenfalls!




Vor einem knappen Jahr, im März, habe ich eine vergessene Ingwer-Knolle, die eine Triebspitze entwickelt hatte, gepflanzt. Es wuchs eine Pflanze, sprossen Blätter, entstand ein Blütenstand mit vielen wunderschönen kleinen Blümchen und die Pflanze trocknete wieder ein. Die einzelnen  Berichte könnt Ihr hier nachlesen:


Ingwer selbst ziehen aus einem Wurzelstück
Ingwer - Update 1: er wächst!
Ingwer - Update 2: gibt das eine Blüte?
Ingwer - Blüte
Eigener Ingwer? - Die Spannung steigt... 
Ingwer-Experiment gelungen...

Nun werde ich Euch noch zeigen, was nach dem letzten Bericht im September weiter passierte:
Gegossen habe den Topf mit dem Ingwer nicht mehr und die Stängel sind immer mehr eingetrocknet. Eigentlich sollte man dann im Oktober / November die frisch gewachsenen Ingwerknollen ernten können, aus Zeitgründen habe ich das jedoch immer wieder verschoben...

Nun war es aber so weit:
Vorsichtig habe ich den Topf mit der trockenen Erde ausgekippt und mit Spannung nachgeschaut, was da zum Vorschein kam:
An zwei Stellen (seht Ihr, wo?) hatte die erste Knolle weitere Rhizome gebildet, die man nun abnehmen und verwenden könnte. Wohl durch die gar lange Trockenzeit seit September waren sie teilweise etwas angetrocknet, aber trotzdem waren an mehreren Orten an den alten, wie auch an den neuen Knollen schon wieder "Augen" zu erkennen, wo die Pflanze wieder austreiben wird!
Die neuen Knollen abzutrennen habe ich nicht übers Herz gebracht... so gibt es für mich dieses Jahr keine Ingwer-Ernte. Auch würde sich der ganze Aufwand, das Giessen und Pflegen über's ganze Jahr nicht lohnen, nur um zwei, drei mal keinen Ingwer kaufen zu müssen.
Aber ich habe mich so gefreut über die Pflanze mit den schönen Blüten, dass ich die ganzen Knollen in einen etwas breiteren Topf mit zusätzlicher Erde wieder eingepflanzt und kräftig gegossen habe. Das geglückte Experiment ist für mich nicht nur eine Sonntagsfreude, sondern war und wird hoffentlich auch wieder eine Ganzjahresfreude :-)
Hier wurde also der "Ingwer-Frühling" gestartet - und wenn Ihr nun auch Lust habt, das Ingwer-Experiment auszuprobieren, ist jetzt noch genügend Zeit, um aus Eurem Vorrat oder im Geschäft eine schöne Knolle zu wählen und einzupflanzen! Hier(*) findet Ihr nochmals die Pflanz-Anleitung und hier ein vorher-nachher-Foto:
 Liebe Grüsse und ich bin schon gespannt auf Eure Ingwer-Erfahrungen, Miuh

https://geheimtippreisen.blogspot.ch/








Freitag, 6. Februar 2015

12tel Blick im Januar - etwas anders...

Schon seit Ende Jahr habe ich mir Gedanken gemacht, ob es bei Tabea mit dem 12tel Blick weitergeht (zum Glück ja!) und wie es damit bei mir weitergehen soll... Dass es wieder der Blick in den Garten - mein "Gartenblick" - sein soll, war mir schnell klar. Er ist einfach zu erreichen und liegt mir auch sehr am Herzen.

Jedoch hatte ich immer Mühe, mich für einen Tag zu entscheiden: Ob ich  immer genau denselben Tag wählen oder doch lieber eine Tagesansicht, die am typischsten für den jeweiligen Monat war, abwarten sollte?

Deshalb habe ich mich für eine etwas andere persönliche Monatsansicht entschieden und hoffe, dass ich damit bei Tabea trotzdem noch immer willkommen bin ;-)


Jeden Tag (wenn ich zu Hause bin jedenfalls...) fotografiere ich nun meinen Gartenblick und füge die Fotos jeweils Ende Monat zusammen. So erhalte ich meinen Monats-Überblick, oder meinen 12tel-Film... ich freue mich schon sehr darauf und bin ein bisschen erleichtert, dass ich mich nicht mehr entscheiden muss  :-)

Im Januar hatten wir es (eigentlich seit Ende Dezember 2014 schon) oft richtig winterlich weiss hier. Am 3.1. schmolz der Schnee praktisch in einem Tag weg und die Natur wurde nur durch den allnächtlichen Frost etwas weiss überzuckert, doch seit Mitte Januar liegt nun wieder ständig Schnee.

Liebe Grüsse und jetzt schnell noch zu Tabea zum schauen, welche 12tel Blicke dort schon auf uns warten!
Miuh