Montag, 20. Oktober 2014

12tel Blick: Gartenblick und Hügelblick im Oktober

Der Oktober war bisher wunderbar sonnig und warm, wir waren oft draussen (einige Fotos folgen hoffentlich noch!) und heute haben wir uns endlich auch Zeit genommen, den Garten etwas aufzuräumen. Winterfest würde ich das noch nicht nennen, aber immerhin...

Der Gartenblick zeigt sich noch gar nicht so herbstlich, wie ich es für den Oktober erwartet hätte, auch wenn einige Blätter an den Ahornbäumen schon schön goldig sind.

Auch der Vergleich mit den Vormonaten zeigt mir noch nicht den grossen herbstlichen Unterschied...
Januar - Februar - März - April - Mai - Juni - Juli - August - September - Oktober

Der Hügelblick ist im Oktober wieder ohne Schafe, aber sonst scheint er mir bis auf einen leicht rötlich gefärbten Baum mit etwas weniger Blättern in der Bildmitte ebenfalls kaum verändert.

Auch wenn man mit der Jahresübersicht vergleicht, sieht das Oktoberbild bisher fast eher frühlingshaft als herbstlich aus. Doch schon in den nächsten Tagen sind Temperaturen nahe des Gefrierpunktes möglich und dann wäre der Herbst sicher auch optisch schnell da.
Januar-Februar / März-April / Mai-Juni / Juli-August / September-Oktober
Weiterhin einen wunderschönen Herbst Euch allen und viel Freude beim Entdecken all der Oktober - 12tel Blicke bei Tabea! Miuh





Montag, 6. Oktober 2014

Haus-Ruinen auf Isola Caprera - 1

Alte, verlassene Gebäude, denen man vielleicht ihre Geschichte ansieht, oder bei denen man sich vieles auch nur vorstellen kann, gefallen mir schon seit langer Zeit!
Deshalb bin ich auch fasziniert von Seiten wie arcanumphoto.blogspot.ch oder www.abandonedberlin.com - noch mehr zum Thema findet Ihr im Internet unter den Stichworten: "lost places", "abandoned", "geisterstadt", usw.

Während unseren Ferien auf Sardinien haben wir unerwartet selbst die Möglichkeit bekommen, solche Orte zu entdecken: Mit der Fähre fuhren wir auf die kleine Insel La Maddalena und freuten uns eigentlich auf das ursprüngliche, schöne Städtchen und auf wunderbare Strände...
Weil wir hörten, dass die Nebeninsel Caprera noch etwas wilder und ursprünglicher ist und über einen schmalen Damm sogar mit dem Auto erreicht werden kann, machten wir uns als erstes auf den Weg dorthin.
Am Strassenrand, inmitten von Pinienwäldern und Büschen entdeckte ich plötzlich alte, halbzerfallene Steinhäuser - und mein "Foto-Jagdinstinkt" war geweckt!
In der Nähe war dann auch ein Geocache (hier Infos dazu) versteckt, der noch mehr alte Häuser versprach. Wir stiegen also - vorbei an weiteren Ruinen - einen groben Steinweg hoch der so aussah, als wäre er schon von den alten Römern gebaut worden...
Auf dem Hügel angekommen, erwarteten uns zwei Gebäude: das erste war eher versteckt und überwachsen und sah älter aus:
Etwas gruselig war es schon, hineinzuschauen! Da lagen noch alte, halb zerfetzte, mit Naturmaterialen gefüllte Matratzen, alte Kisten, Holzstücke und Steine herum.
In einem anderen Raum standen alte Fässer in einer Ecke, Holz-Türen und Holz-Fenster fehlten zumeist, lagen irgendwo im Raum oder hingen weit offen in den Angeln.
Das nächste, grössere Gebäude befand sich ganz oben auf dem Hügel, mit wuderbarer Fernsicht über's Meer.
Der grösste Raum war innen durchgehend mit Metallstangen abgestützt und hier möchte ich auch noch etwas Wichtiges betonen: Wir waren in keinem der Gebäude und ich würde allen, die sich für solche geschichtsträchige Häuser interessieren auch dringend empfehlen, draussen zu bleiben!!! (Wände, Böden und Decken - wo noch vorhanden - sahen auch nicht wirklich stabil aus.) 
Auch von draussen gab es genügend spannende Ein- und Durchblicke zu entdecken und es entstanden jede Menge Fotos, die mich heute noch leicht gruseln lassen. Wer mag hier wann, wie und weshalb gelebt haben?
Leider habe ich im Internet nicht viele Hintergrund-Informationen zu den Gebäuden gefunden, nur so viel:
Es gibt ältere Gebäude, mindestens zurück aus der Zeit um 1850-1880 (Giuseppe Garibaldi, Unabhängigkeitskämpfer), solche aus dem ersten, sowie weitere aus dem zweiten Weltkrieg.

Andere Gebäude, die wir nur kurze Zeit später auf der Insel noch entdeckten, zeige ich Euch gerne ein nächstes Mal!
Leicht gruselige Grüsse, Miuh








Mittwoch, 1. Oktober 2014

Alte Heimat

Der Ort, an dem ich aufgewachsen bin, war für mich früher nie etwas Besonderes... es war einfach unser "normales" Dorf eben - geht Euch das auch so?
Nun wohne ich ein ganzes Stück weg von meiner alten Heimat, an einem Ort, der mir sehr gefällt: am Dorfrand, umgeben von Feldern und Wäldern, in der Nähe der Stadt und nicht weit weg vom See mit ausgehnten Naturschutzgebieten. Lustigerweise gibt es da jede Menge Parallelen zu früher :-) ... nur die Stadt war damals viel weiter weg!
 Als ich letzthin wieder einmal in der alten Heimat war und etwas Zeit zum Spazieren hatte, wurde mir so richtig bewusst, wie schön es da ist. Auch weniger attraktives wie das kleine Stauwehr mit dem Flusskraftwerk brachte mir viele "weist du noch?" - Momente: die Eisenbahn-Schienen, auf die man mit dem Fahrrad immer besonders aufpassen musste! Der Kran, welcher vor allem nach Hochwassern das Treibgut aus dem Wasser fischt! Die summenden Stromleitungen! 
 Irgendwie habe ich alles mit anderen Augen gesehen, fast wie ein Tourist habe ich mich gefühlt... Auch dieses "normale Dorf" hat seine ganz besonderen Attraktionen! Der See zieht jeweils tausende Zugvögel an (und auch ziemlich viele Ornithologen), das Naturschutzgebiet mit all den Pflanzen und Tieren würde ich gerne wieder einmal durchstreifen und am blau spiegelnden See locken gemütliche Pick-Nick-Plätze.
Nun möchte ich mir unbedingt wieder einmal Zeit nehmen, meine alte Heimat bewusst zu besuchen, dort zu spazieren, entdecken und geniessen.
Nostalgische Grüsse an Lotta mit ihrem schönen Heimat-Thema (hier) und Euch alle, Miuh