Montag, 28. April 2014

Selbst gemachte Mayonnaise (Rezept)

Früher war ich ein richtiges Mayonnaise-Kind! Mayonnaise ging immer: auf Kartoffeln, Fischstäbchen, Eiern, Gemüse, in Dipps, zu Kroketten, oder zur Not auf dem Finger ;-) ... Tube um Tube verputzte ich so. Eigentlich hat sich daran nicht viel geändert, ausser dass es heute eher Gemüse-Stäbchen in Panade als Fischstäbchen sind.

Zu zwei Gelegenheiten gibt es aber bei uns seit eh und je selbst gemachte Mayonnaise! Zu frischen Spargeln (die haben ja jetzt gerade wieder Saison!) und zu Artischocken, die wir auf eine ganz spezielle Art zubereiten. (Rezept folgt!)

Zubereitung der selbst gemachten Mayonnaise:

- 2 frische, rohe Eier
- 1 EL milder Senf
... in einen hohen Messbecher geben und mit dem Stabmixer anfangen, luftig zu schlagen
- ca 3 dl Sonnenblumenöl (hier besser nicht das kaltgepresste, das hat einen zu starken Eigengeschmack)
... langsam in einem sehr feinen Strahl dazulaufen lassen, währenddessen immer weiter mixern. Die Mischung sollte anfangen, schön cremig dick zu werden.
- Aromat (gibt es auch Glutamatfrei) für die Schweizer und alle, die daran kommen oder alternativ Kräutersalz
- (schwarzer) Pfeffer aus der Mühle
- Dillspitzen getrocknet
- Paprika (mild oder rosenscharf)
- 1 TL Zucker
- 1-2 EL Weissweinessig
... würzen, alles gut durchmischen, falls nötig nochmals mit Gewürzen abschmecken oder mit etwas Öl aufmixen
Das Rezept ergibt ca. 1/2 Liter Mayonnaise, was immer nach schockierend viel aussieht :-) Wir sind jedoch ziemliche Saucen-Tiger und gehen - wenn schon, denn schon - recht grosszügig mit der selbst gemachten Mayonnaise um... Es ist jedoch kein Problem, das Rezept zu halbieren!

Variante 1: leichtere Mayonnaise: (übrigens auch ein Trick bei gekaufter Mayo!)
- 1.5 dl Sonnenblumenöl durch Crème Fraiche / Sauerrahm / Schmand ersetzen

Variante 2: Estragon-Mayonnaise: (das geht natürlich auch mit gekaufter Mayo!)
- getrocknete Dillspitzen durch 1-3 EL fein geschnittenen frischen Estragon ersetzen
- Saft von 1/2 - 1 Zitrone zugeben
 Noch ein ernstes Wort zu den rohen Eiern... ich muss zwar sagen, dass ich nie Probleme damit hatte, aber vorsichtshalber bereite ich die Mayonnaise erst kurz vor dem Essen zu und stelle sie bei Wartezeiten immer in den Kühlschrank. Allfällige Reste brauche ich spätestens am nächsten Tag auf.

Weitere Rezept-Ideen findet Ihr wieder hier, beim  My Monday Mhhhhhh von den Noz! Glücksmomenten, allen voran Katjas Ungarische Langos!

Liebe Grüsse und en Guete beim ausprobieren, Miuh



Samstag, 26. April 2014

Der Himmel über Australien - Monkey Mia


Momentan lebe ich (wie hier schon erklärt und hier kulinarisch gezeigt) etwas in der Vergangenheit und denke viel an unsere wunderschöne Reise, die wir durch Australien unternommen haben...
Jeden Tag schauen wir ein wenig zurück, wo wir "heute vor zwei Jahren" unterwegs waren. Manche Tage / Orte kommen uns sofort in den Sinn, bei anderen müssen wir nochmals die Fotos durchschauen.
Als wir am 26. April nach Monkey Mia kamen, freuten wir uns unglaublich, aber wir waren auch etwas kritisch... Es ist einerseits ein wunderschöner Ort, der wie viele an der Westküste sehr, sehr weit weg von allen Städten ist, inmitten der Shark Bay, welche zu einem grossen Teil zum Unsesco-Welterbe zählt.
Wir erhofften uns ein erstes Bad im Australischen Meer und Begegnungen mit Delfinen. Andernseits ist Monkey Mia ein Resort, das touristisch vermarktet wird, mit Bungalows am Meer, Backpacker-Hütten und einem Campingplatz. Die tägliche Fütterung der Delfine ist ein Touristenspektakel, allerdings mit extrem strengen Regeln zum Schutz der Tiere.
Unsere Erfahrungen und Erlebnisse in Monkey Mia waren dann auf jeden Fall einmalig und unvergesslich! Die Delfine kommen immer wieder zum Strand und obwohl sie einen geschützten Teil hätten, wo streng überwacht wird,dass niemand ins Meer geht, nähern sie sich an den freien Abschnitten auch gerne einmal den Menschen, oder sie schwimmen mit den Schiffen mit...
Wir konnten Meeresschildkröten beobachten, die seelenruhig um den Schiff-Steg schwammen, sahen dem Strand entlang und draussen auf dem Meer Fisch-Schwärme, die mir zeigten, dass zum Glück noch nicht alle Meere leergefischt sind - und gerade deshalb höchsten Schutz verdienen! Wir nahmen uns vor den herumspazierenden Emus in Acht (die sind nur auf Essen aus und gar nicht zimperlich mit picken!), begegneten den (ebenfalls gefrässigen) Pelikanen mit etwas Vorsicht, nahmen am Tag und am Abend an Katamaran-Touren teil...
Vor allem aber sassen wir immer wieder einfach nur da und schauten: ins Meer, aber ganz besonders auch in den Himmel!
Vor allem Abends war es noch wunderschön warm und so konnten wir vom einen Steg aus beobachten, wie sich das Licht, der Himmel, die Stimmung und die Umgebung bei der kleineren Anlegestelle im Laufe der Zeit veränderten.
Erst, als es dunkel wurde, spazierten wir zurück zum Campingplatz und kochten uns noch etwas auf dem kleinen Gasherd, bevor wir im Auto schlafen gingen.
Liebe Grüsse und schöne Himmels-Träume (noch viel mehr davon gibt es hier, bei der Raumfee "in heaven"!) Miuh


Dienstag, 22. April 2014

Ingwer - Update 1: er wächst!

Erinnert Ihr Euch noch an meine Ingwer-Wurzel, die einen kleinne Trieb gebildet hatte und an mein darauf folgendews Ingwer-Experiment? (hier könnt Ihr nachlesen, wie es dazu kam und findet auch gleich die Pflanz-Anleitung : Ingwer selbst ziehen aus einem Wurzelstück)

Zuerst hatte ich lange befürchtet, dass sich nichts tut, dass der Ingwer nicht weiter wächst. Nach etwa drei Wochen wurde mir jedoch klar, dass der kleine Trieb doch etwas länger geworden war und nach einigen weiteren Tagen sah er irgendwie "ausgefranst" aus. Das kleine, Vorstehende waren Blätter, die wuchsen und nun ging irgendwie plötzlich alles schnell... Der Ingwer wuchs in der Vitrine schon bald dem Glas entlang in die nächste Etage und stiess nun zuoberst an.

So habe ich zuerst die unterdessen ca. 80cm hohe Ingwerpflanze sich etwas entfalten lassen, den Pflanztopf mit etwas Komposterde aufgefüllt (nicht dass die kleine Knolle wegen der langen, schweren Pflanze noch aus dem Topf kippt...) und habe das Ganze direkt ans Fenster gestellt. Nun hoffe ich, dass mein Ingwer fleissig weiterwächst, Licht und Wärme tankt (im Sommer dann gerne auch draussen!) und von den Katzen schön in Ruhe gelassen wird... wenn alles klappt, folgt beim nächsten sichtbaren Entwicklungs-Schritt das "Update 2" - was und wann das sein wird? Ich lasse mich überraschen :-) Liebe Grüsse, Miuh

https://geheimtippreisen.blogspot.ch/

Montag, 21. April 2014

Vegetarisch essen in Australien

Da es momentan genau zwei Jahre her ist, seit wir auf unserer Traum-Reise durch Australien unterwegs waren, denke ich vermehrt an die schöne Zeit zurück, schaue öfters die Fotos an und komme so auch immer wieder auf Themen, die ich Euch (zusammen mit einigen der vielen tausend Fotos) zeigen kann.

Grillgemüse-Bratkäse-Turm mit Couscous, Basilikumpesto und Tomatensauce auf Kangaroo Island

Vor der Reise war (nebst den vielen Flügen) das Essen in Australien meine grösste Sorge. Hier in der Schweiz passiert mir folgendes Gespräch: "Entschuldigung, ich bin Vegetarier und esse kein Fleisch... hätten sie vielleicht etwas...?" - "Da ist doch nur Poulet / Fisch / Schinken drin!" - "ähm...?" immer seltener. Aber wie das wohl im im Fleisch- und Barbecue- Land sein würde?

Da mein Mann nicht Vegetarier ist, hier einige Beispiele der "mit Fleisch"-Küche Australiens...

Anfangs wurde meine Befürchtung auch einmal kurz bestätigt... auf der ganzen Speisekarte eines Restaurants gab es nichts vegetarisches. Aber auf meine Nachfrage hin wurde mir eine ganze, vegetarische Zusatz-Karte überreicht... kein Thema, kein Problem! Nicht einmal im Zug zwischen Sydney, Adelaide und Perth (hier ein Bericht dazu) oder in der Wildnis von Kangaroo Island (ok, für die Tour dort hatte ich mich als Vegi angemeldet) gab es irgendwelche kulinarischen Einschränkungen für mich. Wie ich während unserer Reise feststellen konnte, sind die Australier sogar häufig auch gut auf andere Ernährungs-Bedürftnisse vorbereitet: Auf vielen Karten wurden neben Vegetarischen auch Glutenfreie oder Laktosefreie Menüs angeboten - das gibt es hier noch selten!

Einige vegetarische Beispiele der (internationalen) Australischen Küche

Später wurde mir auch klar, weshalb (wenigstens in den heissen, trockenen Regionen) Fleisch so populär ist... dort ist es eben nicht so einfach, Gemüse anzubauen - und damit die Kühe schön viel Milch geben, wäre auch mehr saftiges Grün nötig... so kostet ein kleines Weich-Käslein im Supermarkt schnell einmal 10-12 EUR oder CHF, weil es gekühlt aus weit entfernten Regionen Australiens geliefert werden muss. Genügsame Schafe oder Rinder gibt es dort jedoch viele und man kann sie ohne grossen Aufwand auf riesigen Flächen weiden lassen. Auch die Meere sind (noch) voller Fische, solche Schwärme und eine solche Vielfalt habe ich noch nirgendwo sonst gesehen!

Von oben: weidende Kühe, Fische im Wasser, weidende Schafe, ein flüchtender Fischschwarm

Etwas anders sieht es in den milden Weinbau-Gebieten um Adelaide herum aus: Hier ist das Klima mediterran, und genau so ist auch das Essen. Es gibt "Kalamata"-Oliven, Gemüse auf alle Arten zubereitet, Basilikumpesto, Käse, Früchte, Gewürze (hier etwas zum Thema Dukkah)... und eben auch wunderbaren Wein :-)

Auf den meisten Weingütern sind Besucher willkommen zum Wein degustieren und oft auch für kleine Mahlzeiten! Z.B. Kaesler Vineyards & Winery oder Peter Lehmann Wines (beide im Barossa Valley)

Beim Camping-Teil unserer Reise war dann sowieso selbst kochen angesagt und während der Fahrten entlang der sonnig heissen Westküste  gab es manchmal nur ein Glace (Eis) zum Mittagessen, weil es für alles andere einfach zu warm war. Auch mein "Geburtstagskuchen" fiel sehr einfach aus und war in diesem Moment doch der Beste und Schönste der Welt...
So war das Vegetarische Essen natürlich ebenfalls überhaupt kein Problem, auch wenn wir manchmal (wegen des fehlenden frischen Gemüses an der etwas abgelegenen Westküste) auf Konserven zurückgreifen mussten.


Alles in Allem war es während unserer ganzen Reise durch Australien überhaupt kein Problem für mich, vegetarisches Essen zu bekommen! Die Australier waren sehr freundlich und aufgeschlossen dem Thema gegenüber und die Australische Küche bietet (dank all der Einwanderer) eine unglaublich vielfältige, internationale Auswahl.

Mit einem typischen "Meat Pie" und einem "Vegetarian Meat Pie" :-) verabschiede ich mich für heute von Euch... was auch immer Ihr lieber mögt! Liebe Grüsse, Miuh



Sonntag, 20. April 2014

12tel Blick: Hügelblick und Gartenblick im April

Im April hat sich für mich in der Natur bisher die grösste Veränderung gezeigt, sowohl beim Hügelblick, als auch beim Gartenblick. Auch wenn ich vorher (im März und im Februar) schon gedacht hatte "jetzt wird es grün", so wird einem erst jetzt so richtig bewusst, was grün wirklich ist! Der April war hier - wie schon die vorherigen Monate - ein wunderschöner, milder und sonniger Monat, den ich deshalb wieder sehr genossen habe. Jetzt hoffe ich nur, dass es nicht mehr allzuviel Frost gibt (auch wenn das Wetter unterdessen etwas kühler ist und es gestern sogar leicht geschneit hat...)

Beim Hügelblick ist die Wiese nun richtig gewachsen und kräftig, saftig grün. Was man noch nicht so gut sieht, sind all die Löwenzahnblüten und auch die Kirschblüten und Apfelblüten wirken auf dem Foto nicht ganz so strahlend weiss wie in der Natur. Trotzdem sind die Veränderungen unübersehbar, oder?

Jetzt also schnell zu den Vergleichsbildern, die mag ich nämlich immer am meisten :-)
Januar-Februar

 März-April

Nun noch zum Gartenblick... so viele Fotos - oft fast täglich - habe ich davon bisher noch nie aufgenommen! (ok, das habe ich im März (hier) schon geschrieben ;-) aber nun waren es tatsächlich noch mehr Fotos!) Es gab eben auch immer wieder etwas Neues zu entdecken... Typisch für den April sind auf jeden Fall die Tulpen (dieses Jahr irgendwie ausschliesslich in gelb und rot), die noch grünere Wiese und natürlich die schon recht zahlreichen Blätter an den Bäumen, Rosen und Hortensien.

 Auch beim Gartenblick gehe ich gerne direkt weiter zum Vergleich: Januar, Februar, März, April:
 
Ob beim nächsten offiziellen Blick aus dem Fenster im Mai das Nachbarhaus schon praktisch hinter den Blättern der Feldahorn-Bäume verschwunden sein wird?

Wie immer werden meine Hügelblick- und Gartenblick- Fotos bei Tabea's 12tel Blick gezeigt und ich freue mich jetzt schon auf die vielen, frühlingshaften Veränderungen bei den anderen Teilnehmern! Liebe Grüsse und schöne Ostern Euch allen, Miuh


Samstag, 19. April 2014

Der Himmel über Australien

Heute vor genau zwei Jahren waren wir in Australien unterwegs, und zwar so richtig... Wir fuhren unsere zweite Etappe mit dem Indian Pacific Train, der in ca. 65 Stunden und total 4352 Kilometer Sydney (im Osten) mit Perth (im Westen) verbindet. Am 19. und 20. April waren wir auf der 2659 Kilometer und 41 Stunden langen Strecke von Adelaide über Cook und Kalgoorlie durch die "Nullarborplain" in Richtung Perth unterwegs. Was für einige Leute vielleicht langweilig tönt, habe ich geliebt... die Landschaft vorbeiziehen zu sehen, schauen wie die Vegetation sich ändert, das Wetter wechselt, wie es Morgen wird, die Sonne steigt, wieder sinkt, wie der Abend kommt... So habe ich stundenlang zum Fenster hinaus fotografiert und teilweise auch kurze Filme aufgenommen. Der Himmel hat dabei immer wieder eine Hauptrolle gespielt und die Bäume oder Sträucher nur noch zu Silhouetten werden lassen.
 
 
 
 
 
Alle diese Fotos zeigen den Tagesverlauf von kurz nach Adelaide via Cook bis irgendwo vor Kalgoorlie von vor Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang, als das Licht dann doch zu knapp wurde und die "vorbeifahrenden" Bäume und Sträucher nur noch verwischt auf die Fotos kamen.
Wenn Ihr es bis hierhin geschafft habt, danke ich Euch sehr für Eure viele Geduld :-)

Meine Australischen Himmelsbilder zeige ich gerne auch bei der Raumfee "in heaven" und grüsse Euch alle ganz herzlich mit ein wenig Fernweh...  Miuh