Montag, 6. Oktober 2014

Haus-Ruinen auf Isola Caprera - 1

Alte, verlassene Gebäude, denen man vielleicht ihre Geschichte ansieht, oder bei denen man sich vieles auch nur vorstellen kann, gefallen mir schon seit langer Zeit!
Deshalb bin ich auch fasziniert von Seiten wie arcanumphoto.blogspot.ch oder www.abandonedberlin.com - noch mehr zum Thema findet Ihr im Internet unter den Stichworten: "lost places", "abandoned", "geisterstadt", usw.

Während unseren Ferien auf Sardinien haben wir unerwartet selbst die Möglichkeit bekommen, solche Orte zu entdecken: Mit der Fähre fuhren wir auf die kleine Insel La Maddalena und freuten uns eigentlich auf das ursprüngliche, schöne Städtchen und auf wunderbare Strände...
Weil wir hörten, dass die Nebeninsel Caprera noch etwas wilder und ursprünglicher ist und über einen schmalen Damm sogar mit dem Auto erreicht werden kann, machten wir uns als erstes auf den Weg dorthin.
Am Strassenrand, inmitten von Pinienwäldern und Büschen entdeckte ich plötzlich alte, halbzerfallene Steinhäuser - und mein "Foto-Jagdinstinkt" war geweckt!
In der Nähe war dann auch ein Geocache (hier Infos dazu) versteckt, der noch mehr alte Häuser versprach. Wir stiegen also - vorbei an weiteren Ruinen - einen groben Steinweg hoch der so aussah, als wäre er schon von den alten Römern gebaut worden...
Auf dem Hügel angekommen, erwarteten uns zwei Gebäude: das erste war eher versteckt und überwachsen und sah älter aus:
Etwas gruselig war es schon, hineinzuschauen! Da lagen noch alte, halb zerfetzte, mit Naturmaterialen gefüllte Matratzen, alte Kisten, Holzstücke und Steine herum.
In einem anderen Raum standen alte Fässer in einer Ecke, Holz-Türen und Holz-Fenster fehlten zumeist, lagen irgendwo im Raum oder hingen weit offen in den Angeln.
Das nächste, grössere Gebäude befand sich ganz oben auf dem Hügel, mit wuderbarer Fernsicht über's Meer.
Der grösste Raum war innen durchgehend mit Metallstangen abgestützt und hier möchte ich auch noch etwas Wichtiges betonen: Wir waren in keinem der Gebäude und ich würde allen, die sich für solche geschichtsträchige Häuser interessieren auch dringend empfehlen, draussen zu bleiben!!! (Wände, Böden und Decken - wo noch vorhanden - sahen auch nicht wirklich stabil aus.) 
Auch von draussen gab es genügend spannende Ein- und Durchblicke zu entdecken und es entstanden jede Menge Fotos, die mich heute noch leicht gruseln lassen. Wer mag hier wann, wie und weshalb gelebt haben?
Leider habe ich im Internet nicht viele Hintergrund-Informationen zu den Gebäuden gefunden, nur so viel:
Es gibt ältere Gebäude, mindestens zurück aus der Zeit um 1850-1880 (Giuseppe Garibaldi, Unabhängigkeitskämpfer), solche aus dem ersten, sowie weitere aus dem zweiten Weltkrieg.

Andere Gebäude, die wir nur kurze Zeit später auf der Insel noch entdeckten, zeige ich Euch gerne ein nächstes Mal!
Leicht gruselige Grüsse, Miuh








Kommentare:

  1. Guten Morgen Miuh!
    Danke für die tollen Bilder! Ja, verlassene Orte gefallen mir auch ganz gut!
    Habe schon einige gesehen, aber leider kaum Fotos geschossen!!!
    Einen verlassenen Ort hatten wir selber auf dem Gründstück in Slowenien stehen!
    (http://knezovina.blogspot.de/2014/06/altes-haus-slowenien.html) Wir haben auch Fotos von innen gemacht,
    aber diese habe ich noch nicht veröffentlich!!! Dein Post hat mir jetzt einen kleinen anreiz gegeben ;-)
    Ich wünsche einen schönen Tag ;-) Alles Liebe, Nade

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  2. wenn ich überlege was für uralte Häuser dort verrotten .. was gruselig und gefährlich da rum zu gehen.. spannend zu gleich so mal da rein schauen!
    Sardinien ist schon ein schöner Fleck!
    Lieben Gruss Elke

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    1. Liebe Elke, oh ja, das war gruselig, obwohl das Wetter so hell und freundlich war... Hineingehen wäre uns aber doch zu gefährlich gewesen. Liebe Grüsse, Miuh

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  3. Mich faszinieren verlassene Häuser seit vielen Jahren. Die ersten sah ich in Irland. Das Thema ist für mich positiv besetzt, seit ich in jungen Jahren über mehrere Wochen häufig von solchen Orten träumte. Bald danach ging ich durch die größte Harusforderung meines Lebens, die große Veränderungen mit sich brachte....
    Blogs kenne ich keine, aber ein paar Seiten auf Facebook, die immer wieder Fotos zeigen, oft von öffentlichen Gebäuden, Theatern, Schwimmbädern, Spitälern, Villen etc. Man stellt sich immer vor, wie es ausgsehen haben mag, damals als alles schön war und sich Menschen dort gut gefühlt haben.
    Liebe Grüße
    Elisabeth

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  4. Liebe Muih,
    das sind fantastische Orte, die ihr da entdeckt habt.
    Die Böden in den Häusern sind noch so gut erhalten,
    auch die Fenster und Türen.
    Wir haben ähnliches bei Wanderungen auf Teneriffa entdeckt,
    aber eher alte auch verfallene Bauernkaten, nicht so prächtig.
    Die Insel scheint generell sehr schön zu sein.
    Ganz lieb und bis zum nächsten Mal, Jana

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